Keine Reha. Was nun?

von
MarliesH

Ich beziehe Krankengeld und wurde von der Krankenkasse zur Reha aufgefordert, die Rentenversicherung hat abgelehnt, weil es nichts bringt.

wer bezahlt weiter?

Kann die Krankenkasse nun auffordern, dass ich einen Rentenantrag stelle?

von
Schorsch

Zitiert von: MarliesH

Kann die Krankenkasse nun auffordern, dass ich einen Rentenantrag stelle?

Nein, das darf sie nicht und das wird sie auch nicht tun, es sei denn, die DRV hätte bereits signalisiert, dass sie Sie für rentenrelevant erwerbsgemindert hält und Ihren Reha-Antrag in einen Rentenantrag umdeuten würde, sofern Sie das wünschen.

MfG

von
Herz1952

Die Krankenkasse muss weiter Krankengeld zahlen, wenn Sie AU sind.

So was kommt öfter vor.

von
Claudia

Sie sollten rechtzeitig vor Ihrer KG-Aussteuerung Kontakt zu Ihrer Arbeitsagentur aufnehmen und Arbeitslosengeld beantragen.
Sofern Sie sich für erwerbsgemindert halten, sollten Sie auch einen Antrag auf EM-Rente stellen und dies der Arbeitsagentur mitteilen.
Dann bekämen Sie nämlich u.U. Arbeitslosengeld nach der Nahtlosigkeitsregelung und zwar so lange, bis rechtswirksam über Ihren Rentenantrag entschieden wurde.
Aber natürlich nicht über Ihren maximalen Bewilligungszeitraum hinaus.

Gruß Claudia

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

da die Krankenkasse zur Rehaantragstellung aufgefordert hat, gilt nach § 116 SGB VI dieser bereits als Rentenantrag. Für den Fall dass sie erwerbsgemindert sind und eine Reha nichts (mehr) bringt, muss Ihr Rentenversicherungsträger Ihren Rehaantrag in einen Rentenantrag umdeuten. In diesem Fall wurde Ihr Wahlrecht (Dispositionsbefugnis) eingeschränkt. Ohne Zustimmung der Krankenkasse können Sie das Wahlrecht nicht mehr ausüben. Ansonsten kann die Krankenkasse die Zahlung des Krankengeldes einstellen.