Klärung der Kriterien für die 60-monatige Rentenversicherung

von
Aman

Hallo,

Bitte beachten Sie meinen unter folgendem Dropbox-Link gespeicherten Rentenversicherungsverlauf.

https://www.dropbox.com

Ich plane, meinen Job Ende September 2019 zu kündigen und Deutschland zu verlassen. Im Idealfall möchte ich meine Rentenbeiträge zurückziehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich aufgrund der Fünfjahresfrist (sechzig Monate) dazu berechtigt bin.

Meine Berufserfahrung -
(A) Vollzeitbeschäftigung vom 01.02.14 bis 30.09.19. Die Gesamtsumme beträgt 56 Monate. Muss ich für den Bonusbetrag von 622 Euro einen weiteren Monat hinzufügen?
(B) 400 Euro pro Monat Minijob zwischen November 2012 und August 2014. Muss ich diese Monate zu (A) hinzufügen?
(C) HiWi-Job an der Universität vom 15.11.13 bis 31.01.14. Muss ich diese drei Monate zu (A) hinzufügen?

Könnten Sie mir bitte helfen zu entscheiden, wie viele Monate ich bis Ende September 2019 abgeschlossen hätte?

Mit freundlichen Grüßen
Aman

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.07.2019, 09:52 Uhr]

von
DRV

Eine derartige Aussage erhalten Sie rechtsverbindlich nach einer Kontenklärung über Ihren zuständigen Rententräger.
Nur dann ist auch ein Antrag auf Beitragserstattung möglich. Über dieses Forum werden Sie diesbezüglich nicht weiterkommen.

von
Schade

Auch ich rate dazu das in einem Beratungsgespräch zu klären.
Welche Staatsangehörigkeit haben Sie und in welches Land wandern Sie aus.

Möglicherweise spielen die 60 Monate überhaupt keine Rolle.

von
Aman

Zitiert von: DRV
Eine derartige Aussage erhalten Sie rechtsverbindlich nach einer Kontenklärung über Ihren zuständigen Rententräger.
Nur dann ist auch ein Antrag auf Beitragserstattung möglich. Über dieses Forum werden Sie diesbezüglich nicht weiterkommen.

Dank für deine Antwort. Mein aktuelles Ziel ist es, herauszufinden, ob es in meinem Fall einen Unterschied macht, wenn ich Ende September 2019 anstelle des geplanten Oktober 2019 kündige.

von
Aman

Zitiert von: Schade
Auch ich rate dazu das in einem Beratungsgespräch zu klären.
Welche Staatsangehörigkeit haben Sie und in welches Land wandern Sie aus.

Möglicherweise spielen die 60 Monate überhaupt keine Rolle.

Dank für deine Antwort.

Ich bin aus Indien. Ich habe Mitte August einen Kontenklärungstermin beim DRV. Es ist nur, dass, wenn ich meinen Job Ende September 2019 verlasse, 59 Monate und Oktober 2019 60 Monate bedeutet, dann würde ich mich für September 2019 entscheiden. Und dafür muss ich es meinem Arbeitgeber bis Ende dieses Monats sagen.

von
Wartenoch ein Weilchen

Zitiert von: Aman
Hallo,
Meine Berufserfahrung -
(A) Vollzeitbeschäftigung vom 01.02.14 bis 30.09.19. Die Gesamtsumme beträgt 56 Monate. Muss ich für den Bonusbetrag von 622 Euro einen weiteren Monat hinzufügen?
(B) 400 Euro pro Monat Minijob zwischen November 2012 und August 2014. Muss ich diese Monate zu (A) hinzufügen?
(C) HiWi-Job an der Universität vom 15.11.13 bis 31.01.14. Muss ich diese drei Monate zu (A) hinzufügen?
Mit freundlichen Grüßen
Aman

Zu A) Die Vollzeitbeschäftigung kann ja wohl nicht so ganz stimmen. Was war denn vom 01.09.2014-31.01.2015?
Zu B und C) Ja, teilweise
Bis einschließlich Dezember 2018 sind schon 55 Monate vorhanden.

von
W°lfgang

Hallo Aman,

mit Ihrem bisherigen Versicherungsverlauf/bis 12.2018 + den zusätzlichen Beiträgen in 2019 haben Sie bereits jetzt schon die 60 Monate Wartezeit erreicht.

Hier zählen nicht nur die Pflichtbeiträge, sondern auch die aus Minijob-Entgelt 'umgewandelten' Monate für die Wartezeit von 60 Monaten.

Drüber - Glückwunsch, der späteste Altersrentenanspruch mit aktuell 67 aus D ist bereits erreicht ;-)

Eine Beitragserstattung ist damit nicht möglich, alternativ dürfen/können Sie aber weiterhin in das relative stabile Rentensystem in D investieren, um Ihren Rentenanspruch weiter zu erhöhen. Eine diesbezügliche Beratung wäre allerdings angezeigt, was Sie/bei welchem Kapitaleinsatz erwarten können - HEUTE.

Gruß
w.
PS: ...sollte ich mich irren in Umrechnung der Minijob-Entgelte in Beitragsmonate + pflichtversichert bis aktuell 07.2019, ziehe ich meinen dann unsinnigen Beitrag zurück :-)

von
Jonny

Zitiert von: Aman
Zitiert von: Schade
Auch ich rate dazu das in einem Beratungsgespräch zu klären.
Welche Staatsangehörigkeit haben Sie und in welches Land wandern Sie aus.

Möglicherweise spielen die 60 Monate überhaupt keine Rolle.

Dank für deine Antwort.

Ich bin aus Indien. Ich habe Mitte August einen Kontenklärungstermin beim DRV. Es ist nur, dass, wenn ich meinen Job Ende September 2019 verlasse, 59 Monate und Oktober 2019 60 Monate bedeutet, dann würde ich mich für September 2019 entscheiden. Und dafür muss ich es meinem Arbeitgeber bis Ende dieses Monats sagen.

Mit den von @Wartenoch ein Weilchen ermittelten 55 Monaten bis DEZ 2018 und weiteren 7 Monaten bis heute, liegen schon 62 Monate vor. Insofern liegt W*lfgang mit seiner Daumenpeilung schon richtig.

Was das in Bezug auf eine Beitragserstattung bedeutet, ist hier nachzulesen
http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SVABKIND2011BYESR0&id=SVAbk IND 2011 BYES Beitragserstattung 5 1745
Fazit Schon nicht mehr möglich.

von
Aman

Zitiert von: J.F.K.
Zitiert von: Aman

Dank für deine Antwort.

Hat man Ihnen das "Du" angeboten, oder warum dutzen Sie die User?

Entschuldigung für meinen Fehler.

von
Aman

Zitiert von: Wartenoch ein Weilchen
Zitiert von: Aman
Hallo,
Meine Berufserfahrung -
(A) Vollzeitbeschäftigung vom 01.02.14 bis 30.09.19. Die Gesamtsumme beträgt 56 Monate. Muss ich für den Bonusbetrag von 622 Euro einen weiteren Monat hinzufügen?
(B) 400 Euro pro Monat Minijob zwischen November 2012 und August 2014. Muss ich diese Monate zu (A) hinzufügen?
(C) HiWi-Job an der Universität vom 15.11.13 bis 31.01.14. Muss ich diese drei Monate zu (A) hinzufügen?
Mit freundlichen Grüßen
Aman

Zu A) Die Vollzeitbeschäftigung kann ja wohl nicht so ganz stimmen. Was war denn vom 01.09.2014-31.01.2015?
Zu B und C) Ja, teilweise
Bis einschließlich Dezember 2018 sind schon 55 Monate vorhanden.

Entschuldigung für meinen Fehler. Ich habe vom 01.02.2015-30.09.2019 Vollzeit gearbeitet. Ich habe vom 01.09.2014-31.01.2015 eine unbezahlte Masterarbeit geschrieben.

von
Aman

Vielen Dank an W°lfgang, Jonny und Wartenoch ein Weilchen für all diese Informationen!

Ich habe heute Morgen um 0800 1000 4800 DRV angerufen, um um eine Klärung zu bitten. Die Dame am Telefon erzählte mir, dass ich bis Ende Dezember 2018 50 Monate lang in die Rente eingezahlt habe.

Das bedeutet, wenn ich meinen Job Ende September 2019 verlasse, dann sind es insgesamt 59 Monate. Ich habe noch keine schriftliche Bestätigung dafür, so dass Ihre Berechnungen noch korrekt sein könnten. Ich habe Mitte August einen Termin beim DRV zur Kontenklärung.

Um es noch komplizierter zu machen: Wenn ich drei Monate nach meiner Abreise aus Deutschland in England arbeite, wird diese Zeit zu der Zeit, in der ich in Deutschland Rentenbeiträge gezahlt habe, hinzukommen?

von
Warte noch ein Weilchen

Zitiert von: Aman
Vielen Dank an W°lfgang, Jonny und Wartenoch ein Weilchen für all diese Informationen!

Ich habe heute Morgen um 0800 1000 4800 DRV angerufen, um um eine Klärung zu bitten. Die Dame am Telefon erzählte mir, dass ich bis Ende Dezember 2018 50 Monate lang in die Rente eingezahlt habe.

Das bedeutet, wenn ich meinen Job Ende September 2019 verlasse, dann sind es insgesamt 59 Monate. Ich habe noch keine schriftliche Bestätigung dafür, so dass Ihre Berechnungen noch korrekt sein könnten. n?

Dabei hat die Dame 5 Monate für die geringfügige Beschäftigung vergessen, die außerhalb der Pflichtbeitragszeiten liegen!

Experten-Antwort

Hallo Aman,

eine verbindliche Beantwortung Ihrer Fragen ist - wie bereits von anderen Forumteilnehmern mitgeteilt - nur in einem persönlichen Beratungsgespräch möglich. Bitte vereinbaren Sie einen Termin zur persönlichen Beratung bei einer unserer Dienststellen in Ihrer Nähe.

von
Aman

Zitiert von: Warte noch ein Weilchen
Zitiert von: Aman
Vielen Dank an W°lfgang, Jonny und Wartenoch ein Weilchen für all diese Informationen!

Ich habe heute Morgen um 0800 1000 4800 DRV angerufen, um um eine Klärung zu bitten. Die Dame am Telefon erzählte mir, dass ich bis Ende Dezember 2018 50 Monate lang in die Rente eingezahlt habe.

Das bedeutet, wenn ich meinen Job Ende September 2019 verlasse, dann sind es insgesamt 59 Monate. Ich habe noch keine schriftliche Bestätigung dafür, so dass Ihre Berechnungen noch korrekt sein könnten. n?

Dabei hat die Dame 5 Monate für die geringfügige Beschäftigung vergessen, die außerhalb der Pflichtbeitragszeiten liegen!

Das ist eine Möglichkeit. Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie Sie diese fünf Monate berechnet haben?

von
Aman

Zitiert von: Experte/in
Hallo Aman,

eine verbindliche Beantwortung Ihrer Fragen ist - wie bereits von anderen Forumteilnehmern mitgeteilt - nur in einem persönlichen Beratungsgespräch möglich. Bitte vereinbaren Sie einen Termin zur persönlichen Beratung bei einer unserer Dienststellen in Ihrer Nähe.

Danke für Ihre Antwort. Ich habe Mitte August einen Termin für Kontenklärung mit dem DRV. Ist es möglich, ohne Termin mit jemandem im DRV-Büro zu sprechen? In diesem Fall kann ich morgen die nächstgelegene DRV-Geschäftsstelle besuchen.

Experten-Antwort

Hallo Aman,

in der Regel ist für ein Beratungsgespräch ein Termin notwendig. Vielleicht können Sie telefonisch vorab abklären, ob dies in Ihrem Fall (ausnahmsweise) möglich ist.

von
Warte noch ein Weilchen

[quote=327424
Das ist eine Möglichkeit. Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie Sie diese fünf Monate berechnet haben?[/quote]
Für Arbeitsentgelt aus geringfügiger nicht versicherungspflichtiger Beschäfti-
gung, für das nur der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil getragen hat, wird ein
Zuschlag an Entgeltpunkten ermittelt.

Ein Arbeitsentgelt in Höhe des Durchschnittsentgelts ergibt einen Entgelt-
punkt. Als Arbeitsentgelt wird lediglich der Betrag zugrunde gelegt, der dem
Verhältnis des Pauschalbeitragssatzes zum vollen Beitragssatz entspricht.

Für die Wartezeit zählen nur die Entgeltpunkte, die nicht schon parallel zu
Pflichtbeiträgen liegen, die bereit voll auf die Wartezeit anrechnet werden. Al-
so nicht die geringfügigen Beiträge vom 15.11.13 – 31.01.2014. Verbleiben mit-
hin:

Durch-
Arbeits- schnitts- Beitragssatz Beitragssatz Entgelt-
Zeitraum entgelt entgelt pauschal volle Höhe punkte

01.11.12-31.12.12 € 800,00 : 33002 * 15 : 19,60 0,0185
01.01.13-18.01.13 € 236,00 : 33659 * 15 : 18,90 0,0056
08.04.13-14.11.13 € 2577,60 : 33659 * 15 : 18,90 0,0608
01.02.14-31.08.14 € 2800,00 : 34514 * 15 : 18,90 0,0644

Summe des Zuschlags an Entgeltpunkten in der A-RV für die Wartezeit 0,1493

Für je 0,0313 Entgeltpunkte gibt es einen Wartezeitmonat, gerundet 5 Monate.

von
Aman

Zitiert von: Warte noch ein Weilchen
[quote=327424
Das ist eine Möglichkeit. Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie Sie diese fünf Monate berechnet haben?

Für Arbeitsentgelt aus geringfügiger nicht versicherungspflichtiger Beschäfti-
gung, für das nur der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil getragen hat, wird ein
Zuschlag an Entgeltpunkten ermittelt.

Ein Arbeitsentgelt in Höhe des Durchschnittsentgelts ergibt einen Entgelt-
punkt. Als Arbeitsentgelt wird lediglich der Betrag zugrunde gelegt, der dem
Verhältnis des Pauschalbeitragssatzes zum vollen Beitragssatz entspricht.

Für die Wartezeit zählen nur die Entgeltpunkte, die nicht schon parallel zu
Pflichtbeiträgen liegen, die bereit voll auf die Wartezeit anrechnet werden. Al-
so nicht die geringfügigen Beiträge vom 15.11.13 – 31.01.2014. Verbleiben mit-
hin:

Durch-
Arbeits- schnitts- Beitragssatz Beitragssatz Entgelt-
Zeitraum entgelt entgelt pauschal volle Höhe punkte

01.11.12-31.12.12 € 800,00 : 33002 * 15 : 19,60 0,0185
01.01.13-18.01.13 € 236,00 : 33659 * 15 : 18,90 0,0056
08.04.13-14.11.13 € 2577,60 : 33659 * 15 : 18,90 0,0608
01.02.14-31.08.14 € 2800,00 : 34514 * 15 : 18,90 0,0644

Summe des Zuschlags an Entgeltpunkten in der A-RV für die Wartezeit 0,1493

Für je 0,0313 Entgeltpunkte gibt es einen Wartezeitmonat, gerundet 5 Monate.
[/quote]

Vielen Dank für all die detaillierten Berechnungen! Und der Zeitraum vom 15.11.13 - 31.01.2014 wird als drei volle Monate gezählt?

von
Warte noch ein Weilchen

Ja, der Zeitraum vom 15.11.13 - 31.01.2014 wird als drei volle Monate gezählt!

Und wenn Sie jetzt noch tiefer in das SGB VI einsteigen, können Sie ermitteln, dass Ihnen mit den Beiträgen bis Juli 2019 insgesamt 20.575,16 € nicht erstattet werden können.
Dafür gibt es aber mit Erreichen der Regelaltersgrenze eine lebenslängliche Monatsrente von 200,62 € (nach heutigem Wert).

Also warten Sie noch ein Weilchen

von
Aman

Diese monatliche Rentenhöhe sieht nicht sehr beeindruckend aus, scheint aber so, als hätte ich jetzt keine andere Alternative.

Nochmals vielen Dank!