Krankengeldanspruch nach Blockfrist?

von
Bernd Frank

Hallo zusammen,
habe ich erneuten ansrpuch auf Krankengeld?

Ich bin am 01.05.2014 psychisch erkrankt und seit dem krank geschrieben worden. Am 27.10.2015 wurde ich von der Krankenkasse ausgesteuert und bekam dann bis zum 06.10.2016 ALG1.

Seit dem 07.10.2016 nehme ich an eine beruflichen Rehamaßnahme teil (unterstützte Beschäftigung), die noch bis Oktober 2017 läuft und ich währenddessen Übergangsgeld beziehe.

Ich habe noch einen bestehenden Arbeitsvertrag, der aber seit 01.05.14 ruht.
Wenn ich nun nach meiner beruflichen Reha nicht wieder arbeitsfähig werde und ich mich deshalb krankschreiben lassen würde, hätte ich dann wieder erneuten Anspruch auf Krankengeld? Wenn ja, von was würde es berechnet werden.

Kann mir jemand eine Antwort darauf geben?

LG Bernd

von
Upsala

Hallo Bernd,

das wäre eine klassische Frage die man an seine Krankenkasse richten sollte, was ich Ihnen hiermit empfehle. In einem Forum zum Themengebiet der gesetzlichen Rentenversicherung strebt die Wahrscheinlichkeit qualitative Antworten zu Krankengeldfragen zu bekommen ansatzweise gegen Null ;-)

Alles Gute!

Mfg
Upsala

von
Herz1952

Zitiert von: Upsala

In einem Forum zum Themengebiet der gesetzlichen Rentenversicherung strebt die Wahrscheinlichkeit qualitative Antworten zu Krankengeldfragen zu bekommen ansatzweise gegen Null ;-)

Hallo Bernd Frank,

da muss ich @Upsala entschieden widersprechen.
Meine Erfahrungen im Umgang mit Krankenkassen sind sehr umfangreich und ich konnte bzw. musste sogar schon mal meinen Ärzten erklären wo es lang geht, weil die sich meistens auch nicht auskennen.;-)

Mein Fachwissen habe ich aus diversen abonnierten Ärztezeitungen und aus erster Hand.
Zufälligerweise hatte ich mal einen leitenden Angestellten einer großen Krankenkasse als Bettnachbarn aim Krankenhaus.
Der hat mir vielleicht Storys erzählt.....;-)

Sie sollten sich mal folgenden Link ansehen:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/wegfall-des-krankengeldes-bei-aufforderung-zum-reha-antrag_064473.html

Falls Sie von Ihrer Krankenkasse zum Reha-Antrag aufgefordert wurden, z.B. wegen Teilkrankengeldbezug könnte dieser Link nützlich für Sie sein.

Sie haben leider nicht geschrieben wer Sie aufgefordert hat und auch nicht den Bezug auf § 51 SGB V erwähnt, nach dem eine KG-Einstellung die Konsequenz sein kann. Diese kann allerdings nach Widerspruch nicht vor Ende des Widerspruchsverfahrens "verhängt" werden. Darüber gibt es Gerichtsurteile. Ich weis allerdings nicht mehr, ob sich dieser Link auch darauf bezieht, glaube aber schon. Leider ist mir das Aufrufen und durchlesen aus gesundheitlichen Gründen auch zu viel.

Andererseits habe ich auch schon erlebt, dass die KK auch ohne Hinweis auf den Paragrafen darauf hingewiesen hat.

Auf jeden Fall entscheidet im Endeffekt die RV. Dabei kann es durchaus passieren, dass diese auch feststellt, dass eine Reha-Maßnahme nicht sinnvoll ist, da eine solche schon einmal fehlgeschlagen ist. Die RV ist auch darauf bedacht, dass sie nicht Gelder ausgibt für Maßnahmen, die keinen Erfolg versprechen.

Der Widerspruch gegen die Teilrente ist wahrscheinlich so zu verstehen, dass Sie eine Vollrente bekommen wollen. Das kann ich aber daraus nicht mit Sicherheit verstehen. Aber Ihre Einschätzung, dass Sie nicht "rehafähig" sind deutet darauf hin (also auch nicht arbeitsfähig).

Es gibt auch die Möglichkeit, dass Sie irgendwie die Reha antreten und die Reha-Klinik hält Sie auch nicht mehr für Reha-fähig. Dann ist ein neuer Rentenantrag zu empfehlen, bzw. die Klinik wird Ihnen das empfehlen.

Auf jeden Fall sollten Sie darauf achten, dass die ärztlichen Atteste richtig und vollständig sind. Der letzte Entlassungsbericht sollte auch beigefügt werden. Auch, wenn zu erwarten ist, dass die RV-diesen auch bereits hat.

Zuerst gilt es einmal den Widerspruchsbescheid gegen die (Nur-) Teilrente abzuwarten und gegen die Reha-Aufforderung ebenfalls Widerspruch einzulegen.

Eventuell müssten Sie einen Rechtsbeistand dazu nehmen, wenn die Widersprüche abgelehnt werden bzw. nicht Ihren Vorstellungen entsprechen.

von
Groko

Zitiert von: Herz1952

Zitiert von: Upsala

In einem Forum zum Themengebiet der gesetzlichen Rentenversicherung strebt die Wahrscheinlichkeit qualitative Antworten zu Krankengeldfragen zu bekommen ansatzweise gegen Null ;-)

Hallo Bernd Frank,

da muss ich @Upsala entschieden widersprechen.
Meine Erfahrungen im Umgang mit Krankenkassen sind sehr umfangreich und ich konnte bzw. musste sogar schon mal meinen Ärzten erklären wo es lang geht, weil die sich meistens auch nicht auskennen.;-)

Mein Fachwissen habe ich aus diversen abonnierten Ärztezeitungen und aus erster Hand.
Zufälligerweise hatte ich mal einen leitenden Angestellten einer großen Krankenkasse als Bettnachbarn aim Krankenhaus.
Der hat mir vielleicht Storys erzählt.....;-)

Sie sollten sich mal folgenden Link ansehen:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/wegfall-des-krankengeldes-bei-aufforderung-zum-reha-antrag_064473.html

Falls Sie von Ihrer Krankenkasse zum Reha-Antrag aufgefordert wurden, z.B. wegen Teilkrankengeldbezug könnte dieser Link nützlich für Sie sein.

Sie haben leider nicht geschrieben wer Sie aufgefordert hat und auch nicht den Bezug auf § 51 SGB V erwähnt, nach dem eine KG-Einstellung die Konsequenz sein kann. Diese kann allerdings nach Widerspruch nicht vor Ende des Widerspruchsverfahrens "verhängt" werden. Darüber gibt es Gerichtsurteile. Ich weis allerdings nicht mehr, ob sich dieser Link auch darauf bezieht, glaube aber schon. Leider ist mir das Aufrufen und durchlesen aus gesundheitlichen Gründen auch zu viel.

Andererseits habe ich auch schon erlebt, dass die KK auch ohne Hinweis auf den Paragrafen darauf hingewiesen hat.

Auf jeden Fall entscheidet im Endeffekt die RV. Dabei kann es durchaus passieren, dass diese auch feststellt, dass eine Reha-Maßnahme nicht sinnvoll ist, da eine solche schon einmal fehlgeschlagen ist. Die RV ist auch darauf bedacht, dass sie nicht Gelder ausgibt für Maßnahmen, die keinen Erfolg versprechen.

Der Widerspruch gegen die Teilrente ist wahrscheinlich so zu verstehen, dass Sie eine Vollrente bekommen wollen. Das kann ich aber daraus nicht mit Sicherheit verstehen. Aber Ihre Einschätzung, dass Sie nicht "rehafähig" sind deutet darauf hin (also auch nicht arbeitsfähig).

Es gibt auch die Möglichkeit, dass Sie irgendwie die Reha antreten und die Reha-Klinik hält Sie auch nicht mehr für Reha-fähig. Dann ist ein neuer Rentenantrag zu empfehlen, bzw. die Klinik wird Ihnen das empfehlen.

Auf jeden Fall sollten Sie darauf achten, dass die ärztlichen Atteste richtig und vollständig sind. Der letzte Entlassungsbericht sollte auch beigefügt werden. Auch, wenn zu erwarten ist, dass die RV-diesen auch bereits hat.

Zuerst gilt es einmal den Widerspruchsbescheid gegen die (Nur-) Teilrente abzuwarten und gegen die Reha-Aufforderung ebenfalls Widerspruch einzulegen.

Eventuell müssten Sie einen Rechtsbeistand dazu nehmen, wenn die Widersprüche abgelehnt werden bzw. nicht Ihren Vorstellungen entsprechen.


Ich wusste schon immer die außerordentliche fachliche Kompetenz deiner Beiträge, die trotz der Komplexität der erläuterten Sachverhalte, ein ungemeines Maß an allgemeiner Verständlichkeit aufzeigen, zu schätzen.
Hoch anzurechnen ist dir zudem deine locker-humorige Art, mit der du dem Forums-Publikum, nicht oberlehrerhaft, nein, sondern mit einem schmunzeln zwischen den Zeilen dein Fachwissen mitteilst.
Ironie off.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Bernd Frank,

leider ist es uns im Rahmen dieses Forums zur Rentenversicherung und Alterssicherung nicht möglich, Fragen zum Recht der Krankenversicherung zu beantworten. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass ich Sie zur Beantwortung Ihrer Frage an Ihre zuständige Krankenkasse oder ein einschlägiges Forum zum Krankenversicherungsrecht verweisen muss.

von
Rentensputnik

Hallo Bernd Frank!
Hören Sie auf den Rat des Experten und damit meine ich nicht Herz1952.
An seinem Beitrag merken Sie, dass er eine schwere, unheilbare Krankenkassenpsychose hat und daher mit seinen Ratschlägen weit übers Ziel hinausschießt.
Im Endeffekt müssen Sie aber selbst entscheiden, ob oder welchen Rat Sie annehmen wollen.

von
W*lfgang

Zitiert von: Bernd Frank
habe ich erneuten ansrpuch auf Krankengeld?

Betrifft: "Blockfrist"

Hallo Bernd,

vielleicht hilft Ihnen das auf die Schnelle weiter, bevor Sie sich mit Ihrer KK dazu auseinandersetzten müssten:

http://kv-media.de/kg_dauer.php

Nachfrage auch hier möglich/Krankenkassenforum:

http://www.krankenkassenforum.de/

Gruß
w.