Krankentage in der DDR

von
Achim

Im Versicherungsverlauf sind die Krankentage in der DDR-Zeit so belegt, wie sie hinten im SV- Ausweis stehen, obwohl vorn die Anzahl von Tagen angegeben war. Dadurch ergibt sich manchmalz. B kein voller Kalendermonat und es erfolgt keine Bewertung, obwohl nach den bescheinigten Tagen, z. B. 23 sich schon ein voller Monat ergeben würde. Wie ist es denn richtig,bzw. was hat Prporität, die Zahl vorn oder die tatsächliche Tage hinten im SV-Ausweis, und wie sind diese zu bewerten.

von
Valzuun

Entscheidend ist die Anzahl der Tage-also was „Vorne“ steht. Aber:
multipliziert mit 7 geteilt durch 5. Es darf also ein bissel mehr sein.

Kurze Teilzeiträume ergeben damit später ggf. sogar einen vollen Monat.

von
ganz einfach

So ist es üblich und richtig:
Wenn Sie in dieser Zeit Beiträge an die DRV gezahlt haben, dann stehen Ihnen auch die vollen Rentenpunkte für den gesamten Zeitraum zu.
So war es zumindest bei mir.

Experten-Antwort

Hallo Achim,

den Ausführungen von "ganz einfach" schließen wir uns an.

von
egal (der Erste)

Zitiert von: Experte/in
Hallo Achim,

den Ausführungen von "ganz einfach" schließen wir uns an.

Echt jetzt...?

von
W°lfgang

Zitiert von: Achim
Krankentage in der DDR-Zeit

Hallo Achim,

diese werden grundsätzlich ab 31.12. rückwärts im Jahr 'verbucht' UND auch bewertet.

Entweder als beitragsfreie Versicherungszeit für einen vollen Monate 31.12.-01.12. (eigener Durchschnittswert aller Zeiten, davon 80 % für den vollen Monat), oder weiterhin als beitragsgeminderte Zeit z.B. 30.11.- 17.11 (Überschneidung mit noch Beitragszeit im Teilmonat neben rückgerechneten Arbeitsausfalltagen) aufgewertet auf vergleichsweise 80 % des Durchschnittswertes angehoben, wenn der Beitragswert aus Beschäftigung (im Beispiel hier 01.11.- 16.11.) dadrunter liegen sollte.

Gruß
w.

von
Jonny

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Achim
Krankentage in der DDR-Zeit

Hallo Achim,

diese werden grundsätzlich ab 31.12. rückwärts im Jahr 'verbucht' UND auch bewertet.

Entweder als beitragsfreie Versicherungszeit für einen vollen Monate 31.12.-01.12. (eigener Durchschnittswert aller Zeiten, davon 80 % für den vollen Monat), oder weiterhin als beitragsgeminderte Zeit z.B. 30.11.- 17.11 (Überschneidung mit noch Beitragszeit im Teilmonat neben rückgerechneten Arbeitsausfalltagen) aufgewertet auf vergleichsweise 80 % des Durchschnittswertes angehoben, wenn der Beitragswert aus Beschäftigung (im Beispiel hier 01.11.- 16.11.) dadrunter liegen sollte.

Gruß
w.


ATA's zu 100 %, nicht wahr?

von
LSch

25.09.2020, 17:12
von
LSch
Nach meiner Kenntnis gilt folgende Handhabung.
1.
Es wurden keine Arbeitsausfalltage auf den Seiten mit Verdiensten eingetragen.
zu 1.
Der zuständige RV-Träger hat zu prüfen, ob Krankheitstage zu berücksichtigen sind wie folg:
a)
Liegt der Krankheitszeitraum vor 1984 erfolgt eine Berücksichtigung nur, wenn zwischen Beginn- und Ende-Datum mindestens ein voller Kalendermonat liegt.
.
Beispiel-1: krank vom 03.04 bis 02.06.1983.
Zu berücksichtigen ist der Monat April und Juni 1983 als beitragsgemindert, der Monat Mai als beitragsfrei.
.
Beispiel-2: krank vom 03.04. bis 30.05.1983
Es erfolgt keine Berücksichtigung, weil zwischen Beginn und Ende kein voller Monat Krankheit vorhanden ist.
.
b) Ab 01.01.1984 ist jeder Tag Krankheit entsprechend den Eintragungen im SV-Buch zu berücksichtigen.
.
Bewertung dieser Monate bei Rentenbeginn ab 01-1997 mit 80% des ermittelten Gesamtleistungswertes.
.
2.
Auf den Seiten mit Verdiensten sind durch Mitarbeiter der Lohnbuchhaltungen Arbeitsausfalltage eingetragen worden.
zu 2.
Auch hier hat der RV-Träger zu prüfen, ob eine Berücksichtigung erfolgen kann.
a)
Liegt der Zeitraum der eingetragenen Ausfalltage vor 1984, erfolgt eine Berücksichtigung nur, wenn die Summe der Ausfalltage >=22 ist.
Ermittlung der Ausfalltage (ATg oder ATA) = (Zahl Krankentage * 5 / 7).
Bei 30 Krankentagen = (30*5)=150 Kal.-Tg). 150/7 = 22 Ausfalltage.
.
Die Summe Ausfalltage wird stets vom 31.12. eines jeden Kalenderjahres subtrahiert, bei früherer Beendung des Beschäftigungsverhältnisses gilt dieser Zeitraum für die Rückrechnung, unabhängig davon, wann im jeweiligen Kalenderjahr Krankheit vorgelegen hat.
.
Wurden 22 Ausfalltage eingetragen, ist der letzte Arbeitstag der 30.11. (22*7)/5 = 31 Kalendertage. Der Monat Dezember ist danach ein beitragsfreier Monat der, im Gegensatz von Krankheit, mit 100% des Gesamtleistungswertes zu berücksichtigen ist.
.
Sind nur 3 Ausfalltage vorhanden, ist der letzte Arbeitstag der 26.12. des betreffenden Kalenderjahres.
Liegt der Zeitraum vor 1984 erfolgt keine Berücksichtigung, ab 1984 würde der Monat Dez. als beitragsgemindert zu berücksichtigen sein. Bewertung ebenfalls mit 100% des Gesamtleistungswertes minus der Entgeltpunkte, die aus dem Verdienst vom 01.12. bis 26.12. ermittelt wurden.

Nachtrag zu meinem vorangegangenen Beitrag.

Sind Ausfalltage eingetragen, haben sie "Priorität" da ja die Bewertung mit 100 % erfolgt.
Jede andere Art der Berücksichtigung hat eine, die Person benachteiligende Bewertung zur Folge und sollte mit Bezug auf §44 SGB 10 geltend gemacht werden.

von
Wow

Was für ein Lärm / Aufwand / Geschreibsel um / wegen Nichts!

von
LSch

User Wow,
Ihre Antwort bezogen auf Ihren Beitrag, da kann ich nur zustimmen.