< content="">

kurz Beschäftigungen / Hausfrau

von
Sarah

Hallo,

ich arbeite immer wieder in der Gastronomie mit kurzfristigen Beschäftigung. Oft komme ich im Jahr nicht über die 70 Tage Regelung, so dass ich keine Sozialversicherung zahle. Leider zahle ich somit auch nichts in die Rente ein. Sonst bin ich Hausfrau.
Wie kann ich am besten meine Rente aufbessern?

Vielen Dank für eure Antworten

von
Herz1952

Am besten privat vorsorgen. Für die Altersrente sehe ich nämlich schwarz, wenn Sie nie sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Wahrsheinlich werden Sie im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein.

von
Sarah

Ich habe schon eingezahlt. Zahle seit etwa 6 jähren nicht ein. Bin nun 32 Jahre alt. Also seit dem ich 26 bin zahle ich nicht mehr ein. Davor also ab dem ich 16 jähre alt war habe ich eingezahlt.

Was soll ich den privat machen?

von
Ranschid

Hi, Sarah,

um mehr über die "Lücke" in den 6 Jahren zu erfahren - folgende Frage:
Haben Sie Kinder?

von
Sarah

Nein

von
Ranschid

Hi,

okay, da Sie keine Kinder haben, besteht zunächst auch nicht die Möglichkeit die Lücken in der Vergangenheit zu schließen. Es kommt nun darauf an, welche finanziellen Mittel Sie zur Verfügung haben um für die Altersvorsorge etwas zu tun. Da SIe ja nur bedingt aus einer Beschäftigung Einkommen erzielen wird das nicht so einfach sein. Sie könnten sich am Arbeitsmarkt eine Beschäftigung mit Festanstellung suchen, weil ja dann wieder Beiträge zur RV fließen. Ebenso wird grds. der Anspruch auf Arbeitslosengeld entstehen. Meines Erachten wäre eine versicherungspflichtige Beschäftigung eine gute Lösung. Sie hätten vermutlich mehr Geld im Monat, die Rentenanwartschaften würden weiter wachsen, ein Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung würde sich aufbauen. Ebenso besteht noch die Chance eine vorgezogene Altersrente z.B. mit 63 zu bekommen, wenn Sie bis dahin die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen (und die dann vorliegende Gesetzgebung dies noch zulässt).

von
Sarah

Das ist für mich keine Möglichkeit eine Festanstellung anzunehmen. Zu den Gründen möchte ich mich nicht äussern.

Welche Möglichkeiten habe ich privat was einzuzaheln? Riester rente oder Lebensversicherung

von
senf-dazu

Hallo Sarah!

Eine Lebensversicherung können Sie quasi immer abschließen. Welche Renten die Anbieter dann später wirklich zahlen können bei der derzeitigen Zinssituation, sei dahingestellt.

Einen Riester-Vertrag können Sie abschließen, wenn Sie z.B.
- als geringfügig Beschäftigte der Zahlung an die DRV widersprochen haben
- Studentin sind
(siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Riester-Rente). Das wäre zu klären.

Wenn Sie unter diese Personengruppen zu zählen sind, können Sie neben einem Eigenanteil auch einen Zulage vom Staat erhalten und später eine zusätzliche Rente genießen.
Aber auch hier kommt nur dann wirklich was raus, wenn vorher ordentlich was reinkommt. Und das Versicherungsunternehmen hat auch noch Kosten, die die Rendite schmälern ...

Wenn eine Pflichtversicherung nicht vorliegt, könnte eine freiwillige Versicherung bei der DRV ein Weg sein, zwischen ca. 84 Euro und etwas über 1000 Euro monatlich sind möglich. Heraus kommen in etwa zwischen 4 und 65 Euro monatliche Rente für ein Jahr freiwilliger Versicherung.

Um die Möglichkeiten zu klären und das Ergebnis abschätzen zu können, sollten Sie eine Beratungsstelle der DRV aufsuchen und sich dort zu diesem Thema informieren.

von
Herz1952

Bei dem derzeitigen Zinsniveau können Sie auch einfach monatlich 100,-€ in ein Sparschwein legen. In 30 Jahren haben Sie dann 36000,-€ angespart. Das hilft auf jedenfall etwas weiter.

Vorteil ist außerdem, dass dieses Geld nicht auf eine etwaige Grundsicherung angerechnet wird, da nur Sie etwas davon wissen :-)

von
Konrad Schießl

Die anderen User werden Ihnen in diesem Forum kaum weiterhelfen können. Es zählen ausschließlich Fakten, die ich Ihnen liefern kann:

Das Verhältnis, Jahresrente des Einzelnen zu seinem Jahresverdienst, unter Berücksichtigung des
Durchschnittsverdienstes ergibt die Entgeltpunkte mal Rentenwert die Rente.
Richtig ist aber auch, zu viele Bremsfaktoren hindern eine höhere Prozentanhebung, nenne nur
die Einführung der Riesterrente der größte Bremsfaktor, hier werden für alle Beschäftigten rech-
nerisch 4% aufgewendet, also auch für alle Nicht Riestersparer.
Gemein ist aber auch, bei der Betriebsrente fällt für den Bezieher der volle Beitragssatz an, bei
DAK-Versicherten 16,10% plus 2,55 % Pflegeversicherung, 18,65 % Beitrag an.

von
Fred

Als günstigste Lösung sehe ich: Anstatt der Arbeit mit der 70 Tage Regelung, jeden Monat min. für 175,- bis 450,- € als Aushilfe (in der Gastronomie) zu arbeiten.

von
W*lfgang

Zitiert von: Fred
Als günstigste Lösung sehe ich: Anstatt der Arbeit mit der 70 Tage Regelung, jeden Monat min. für 175,- bis 450,- € als Aushilfe (in der Gastronomie) zu arbeiten.
...was natürlich zu einer 'auskömmlichen' Rente jenseits von Grundsicherung im Alter führt und bis dahin noch ein paar EUR im Portemonnaie kostet ;-)

> Sarah: Was soll ich den privat machen?

Wovon bestreiten Sie wohl jetzt Ihren Lebensunterhalt? Was bleibt übrig, was kann für die Altersvorsorge überhaupt 'angespart' werden? Was ist notwendig/machbar?

Sarah geht schlicht einfach mal in die nächste Beratungsstelle, um sich anhand der persönlichen Lebensumstände zu informieren - alles Andere/Ratschläge ist zunächst schlicht Bullshit.

Gruß
w.

PS: >Konrad Schießl: Es zählen ausschließlich Fakten, die ich Ihnen liefern kann:
...na, da bin ich ja beruhigt, dass diese 'Fakten' jetzt _hilfreich_ waren und die Zukunftsplanung von Sarah gesichert ist ;-)

Experten-Antwort

Hallo, Sarah,

Sie haben die Möglichkeit in einem Intensivgespräch zur Altersvorsorge bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung, die gestellten Fragen zu klären. Sie erhalten dort unentgeltlich Informationen, welche Möglichkeiten Sie haben bis zum Rentenbeginn noch eine Altersvorsorge aufzubauen. Dort werden nicht nur Möglichkeiten der gesetzlichen Rentenversicherung erörtert, sondern auch die der betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Sollten Sie einen Lebenspartner an Ihrer Seite haben, kann man diese Beratung für beide als Gemeinschaft vornehmen. Im Anschluss an diese neutrale, nicht produktbezogene Beratung, könnten Sie sich dann (z.B. über eine Verbraucherzentrale) mit den speziellen Produkten der einzelnen Anbieter beschäftigen und für ein Produkt entscheiden, welches Ihren Ansprüchen entspricht. Die dortigen Beratungen sind allerdings meistens kostenpflichtig. Bevor Sie ein Intensivgespräch durchführen, sollte zunächst Ihr Rentenversicherungskonto geklärt sein (d.h. alle rentenrelevanten Sachverhalte müssen im Versicherungsverlauf enthalten sein, damit hypothetisch berechnet werden kann, wie hoch Ihre Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei Rentenbeginn einmal sein würden). Sollte dies noch nicht erledigt sein, sollten Sie, bzw. auch Ihr Lebenspartner vorher einen Antrag auf Kontenklärung stellen. Nutzen also Sie die Möglichkeit des Intensivgesprächs zur Altersvorsorge.

von
Fred

Na, wo ist Sarah geblieben?
Fake oder etwas anderes stimmt nicht.

von
Sarah

Ich bin noch da, aber hatte keine zeit zum antworten. Ich werde mir einen termin bei meiner Rentenversicherung machen und mich beraten lassen.

Danke für eure Antworten