Lohnt sich vorzeitiger Rentenbeginn?

von
Kai

Angenommen, man geht mit 63 in Rente und nimmt den Anschlag hin, zahlt aber freiwillig ein, um diesen Abschlag wieder auszugleichen.
Lohnt sich das überhaupt? Wie alt muss man da werden, damit es sich rechnen lässt?
Oder sollte man besser nicht vorher in Rente gehen, also die erst mit 67 in Anspruch nehmen?

von
Akimon

So früh wie möglich in Rente gehen und den Rest des Lebens geniesen.

von
Luggi

Zitiert von: Kai

Angenommen, man geht mit 63 in Rente und nimmt den Anschlag hin, zahlt aber freiwillig ein, um diesen Abschlag wieder auszugleichen.
Lohnt sich das überhaupt? Wie alt muss man da werden, damit es sich rechnen lässt?
Oder sollte man besser nicht vorher in Rente gehen, also die erst mit 67 in Anspruch nehmen?

Zwischen 19-21 Jahre Rentenbezug.
Durch ggf. Steuerersparnis und Rentenanpassungen einige Jahre früher..
Dann so 17 bis 19 Jahre im Allgemeinen. Kann man machen muss man nicht.

von
Red Ahorn

Hallo,

ich schließe mich "Akimon" an. Ich verzichte auf den Abschlag z.b. 10,8% und genieße das Leben. Jedem steht es frei bis 67 und länger zu arbeiten. Mittlerweile gibt es jetzt schon 1,7 Millionen Erwerbsminderungsrentner. Das ist alles bewußt gesteuert. Bald wird das Renteneintrittsalter auf 70 erhöht.

von
Akimon

[/quote]

Zwischen 19-21 Jahre Rentenbezug.
Durch ggf. Steuerersparnis und Rentenanpassungen einige Jahre früher..
Dann so 17 bis 19 Jahre im Allgemeinen. Kann man machen muss man nicht.
[/quote]

....dann biste mit 82 Jahren ein reicher Mann / eine reiche Frau auf dem Friedhof.

von
W*lfgang

Zitiert von: Kai
Oder sollte man besser nicht vorher in Rente gehen, also die erst mit 67 in Anspruch nehmen?
Kai,

eine pauschale Aussage ist da nicht möglich, das hängt von der dann erarbeiteten Lebens- und Einkommenssituation ab. Manchen sind 300-400 weniger Rente ab 63 völlig egal - weil sie es sich leisten können, andere haben den dritten Versorgungsausgleich hinter sich ...

Die weitere Einzahlung freiwilliger Beiträge scheint zwar lukrativ/rentable (verglichen mit aktuellen privaten Rentenspardinges auf jeden Fall) - nur, wie oben schon gesagt, setzt die Amortisierungsphase punktgenau mit Ihrer Beerdigung ein. Denken Sie da eher an Ausgleichszahlungen zur Minderung/Wegfall des Rentenabschlags, was bereits ab Alter 50 möglich ist. Da ergeben sich vielleicht steuerlich gesehen viel potentere Möglichkeiten.

Gruß
w.

von Experte Experten-Antwort

Hallo Kai,

wenn Sie vorzeitig in Rente gehen, dann haben Sie einen Rentenabschlag von 0,3 % pro Monat des vorzeitigen Rentenbezugs.

Diesen Abschlag können Sie durch die Zahlung von Beiträgen ganz oder teilweise ausgleichen.

Sie können die Erteilung einer besonderen Rentenauskunft beantragen, aus der Sie die Rentenminderung und die Höhe der erforderlichen Beitragszahlung ersehen können.

Bezüglich der Rendite kann ich mich grundsätzlich meinen Vorschreibern anschließen. Sie müssen grundsätzlich ca. 20 Jahre die Rente beziehen, damit Sie Ihr Geld wieder haben. Der Zeitraum könnte kürzer sein, wenn Sie entweder durch die Beitragszahlung Steuerermäßigungen haben oder einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung aus der Rente erhalten. Andererseits wird die Rendite schlechter, falls Sie gesetzlich kranken- und pflegeversichert sind und Ihnen hierzu Beiträge von der Rente abgezogen werden.