maximale Wochenarbeitszeit bei voller EM Rente

von
Fray

Hallo,

ich bekomme seit 2000 eine relativ gute Rente wegen voller EM , unbefristet.

Ich möchte nun einem Minijob nachgehen.
Nun meine Frage. Die max. zulässige tägliche Arbeitszeit von 3 h nicht überschritten werden, so daß eine wöchentliche Arbeitszeit von 15 h möglich wäre?

Ist es auch erlaubt an 3 Tagen jeweils 4 oder 5 h zu arbeiten? So das die wöchentliche Arbeitszeit nicht überschritten wird?

Vielen Dank für Informationen.

Mit freundlichem Gruß

Fray

von
Schorsch

Zitiert von: Fray

ich bekomme seit 2000 eine relativ gute Rente wegen voller EM , unbefristet.

Ich möchte nun einem Minijob nachgehen.
Nun meine Frage. Die max. zulässige tägliche Arbeitszeit von 3 h nicht überschritten werden, so daß eine wöchentliche Arbeitszeit von 15 h möglich wäre?

Ist es auch erlaubt an 3 Tagen jeweils 4 oder 5 h zu arbeiten? So das die wöchentliche Arbeitszeit nicht überschritten wird?


Wer dazu in der Lage ist MINDESTENS drei Stunden täglich zu arbeiten, ist NICHT vollständig erwerbsgemindert.

Genau drei Stunden täglich oder fünfzehn Stunden wöchentlich KÖNNTEN demnach bereits zu viel sein.

Es kommt darauf an, wie streng der zuständige Sachbearbeiter diese gesetzliche Regelung auslegt.
Und da die Sachbearbeiter manchmal wechseln, könnte es sogar passieren, dass Sachbearbeiter A beide Augen zudrückt, Sachbearbeiter B aber eine erneute Überprüfung des beruflichen Leistungsvermögens veranlasst, wenn mindestens drei Stunden täglich gearbeitet wird.

Mir persönlich wäre das zu gefährlich.
Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte stets darauf achten, dass die tägliche Arbeitszeit 2,5 bis 2,75 Stunden nicht überschreitet.

MfG

Experten-Antwort

Hallo Fray,
vor dem Hintergrund, dass für die Beurteilung des Leistungsfalls der vollen Erwerbsminderung entscheidend auf den zeitlichen Umfang der ausgeübten Tätigkeit abzustellen ist, ist die Ausübung einer abhängigen Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit für den Anspruch unschädlich, wenn die abhängige Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit weniger als 3 Stunden täglich – bzw. unter 15 Stunden wöchentlich – ausgeübt wird. Bei einem Verdienst bis 450 € ist grundsätzlich die Annahme gerechtfertigt, dass eine Arbeitszeit von 15 Stunden wöchentlich bzw. 3 Stunden täglich nicht erreicht wird. Ermittlungen zum zeitlichen Umfang der geringfügigen Beschäftigung sind daher in diesen Fällen entbehrlich.

von
Frayday

Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: Fray

ich bekomme seit 2000 eine relativ gute Rente wegen voller EM , unbefristet.

Ich möchte nun einem Minijob nachgehen.
Nun meine Frage. Die max. zulässige tägliche Arbeitszeit von 3 h nicht überschritten werden, so daß eine wöchentliche Arbeitszeit von 15 h möglich wäre?

Ist es auch erlaubt an 3 Tagen jeweils 4 oder 5 h zu arbeiten? So das die wöchentliche Arbeitszeit nicht überschritten wird?


Wer dazu in der Lage ist MINDESTENS drei Stunden täglich zu arbeiten, ist NICHT vollständig erwerbsgemindert.

Genau drei Stunden täglich oder fünfzehn Stunden wöchentlich KÖNNTEN demnach bereits zu viel sein.

Es kommt darauf an, wie streng der zuständige Sachbearbeiter diese gesetzliche Regelung auslegt.
Und da die Sachbearbeiter manchmal wechseln, könnte es sogar passieren, dass Sachbearbeiter A beide Augen zudrückt, Sachbearbeiter B aber eine erneute Überprüfung des beruflichen Leistungsvermögens veranlasst, wenn mindestens drei Stunden täglich gearbeitet wird.

Mir persönlich wäre das zu gefährlich.
Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte stets darauf achten, dass die tägliche Arbeitszeit 2,5 bis 2,75 Stunden nicht überschreitet.

MfG

Du kannst auch 15 Stunden an einem Tag arbeiten und den rest der Woche frri. So oder so wird deine Rente überprüft und eventuell gekürzt auf teilweise oder komplett gestrichen - auch eine unbefristete - .
Viel Spaß dabei.

Gruß

von
Fastrentner

Zitiert von: Experte/in
Hallo Fray,
vor dem Hintergrund, dass für die Beurteilung des Leistungsfalls der vollen Erwerbsminderung entscheidend auf den zeitlichen Umfang der ausgeübten Tätigkeit abzustellen ist, ist die Ausübung einer abhängigen Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit für den Anspruch unschädlich, wenn die abhängige Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit weniger als 3 Stunden täglich – bzw. unter 15 Stunden wöchentlich – ausgeübt wird. Bei einem Verdienst bis 450 € ist grundsätzlich die Annahme gerechtfertigt, dass eine Arbeitszeit von 15 Stunden wöchentlich bzw. 3 Stunden täglich nicht erreicht wird. Ermittlungen zum zeitlichen Umfang der geringfügigen Beschäftigung sind daher in diesen Fällen entbehrlich.

Diese Aussage halte ich für sehr gefährlich. Sie suggeriert, dass man durchaus 3 Stunden und mehr täglich arbeiten kann, solange unter 15 Stunden wöchentlich gearbeitet wird und nicht mehr als 450 € Einkommen erzielt werden.
Bei einer gezielten Leistungsüberprüfung könnte das sehr wohl die volle EM-Rente, zu Recht, in Frage stellen.

von
Leserhamster

Geben Sie bloß acht, das Ihr Vorhaben nicht nach hinten losgeht.
Wichtig ist, das Sie UNTER DREI STUNDEN AM TAG erwerbstätig sind.
Kommen Sie über diese Grenze, dann ist das Risiko, eine Überprüfung Ihrer
Leistungsfähigkeit zu bekommen, sehr hoch. Je nach Sachbearbeiter.

Sicherer wäre es, das Sie Zwei Stunden am Tag arbeiten, dann haben Sie keine
Probleme mit der DRV.

Experten-Antwort

Hallo Fray,
ich möchte meine Antwort vom 27.03.2018 ergänzen.
In der Tat ist es so, dass durchaus auch an einzelnen Tagen in der Woche mehr als 3 Stunden gearbeitet werden darf, wenn dann anschließend entsprechend Zeit zum Ausruhen ist und die Ausübung der Beschäftigung damit Ihrem Restleistungsvermögen entspricht. Hier würde auf die wöchentliche Höchststundenzahlt abgestellt werden können.

Aber es kann natürlich in der Tat auch sein - und da gebe ich Schorsch, Fastrentner und Lesehamster Recht - dass Ihr Rententräger bei einer solchen Konstellation Ihr Leistungsvermögen durch den Sozialmedizinischen Dienst überprüfen lässt. Zu welchem Ergebnis dies führt (leistungsgerechte Beschäftigung oder ggf. rentenschädlich), kann ich natürlich nicht beurteilen. Hier wird es tatsächlich auf den Einzelfall ankommen.

Wenn Sie das Risiko einer ärztlichen Überprüfung nicht eingehen wollen, sollten Sie mit Ihrer täglichen Arbeitszeit unter 3 Stunden bleiben.

von
uka

Hallo,

eine Frage hierzu aus der Freiberufler-Fraktion (Unterricht für Senioren, 1 Einheit 1,5 Stunden): wie erfolgt denn ein Stundennachweis sowohl wöchentlich als auch täglich hier? Genauer: Was wird an Nachweisen von mir gefordert werden?
Ich könnte z.B. an 3 Wochentagen jeweils eine bis zwei Einheiten unterrichten, sprich an 2 Wochentagen genau 3 Stunden arbeiten - danach 4 bis 5 Tage frei zur Erholung - oder aber an 4 bis 5 Tagen der Woche jeweils 1,5 Stunden Unterricht und nur 2 bis 3 Tage frei. Zu bedenken wäre doch für jeden Menschen mit gesundem Verstand auch, dass Wegezeiten für schwerbehinderte Menschen sehr beschwerlich sein können.
Kommt diese Beurteilung jetzt wirklich auf jeweilige Sachbearbeiter an? Zu Bedenken vielleicht auch: Die Wenigsten erhalten eine "sehr gute" EM-Rente. Die Meisten wollen auch von Anfang an alles richtig machen, Schwierigkeiten im Nachhinein sind doch das Letzte, was wir brauchen!

Dieses Forum finde ich wirklich sehr gut. Man erhält auf verständliche Fragen auch verständliche Antworten - ABER -
Wer kann eigentlich rechtsverbindliche Antworten erteilen bevor diverse Kinder in die diversen Brunnen fallen? Meine Sachbearbeiter konnten dies bisher nicht.

Liebe Grüße
uka

von
Ulla

Zitiert von: uka
Hallo,

eine Frage hierzu aus der Freiberufler-Fraktion (Unterricht für Senioren, 1 Einheit 1,5 Stunden): wie erfolgt denn ein Stundennachweis sowohl wöchentlich als auch täglich hier? Genauer: Was wird an Nachweisen von mir gefordert werden?
Ich könnte z.B. an 3 Wochentagen jeweils eine bis zwei Einheiten unterrichten, sprich an 2 Wochentagen genau 3 Stunden arbeiten - danach 4 bis 5 Tage frei zur Erholung - oder aber an 4 bis 5 Tagen der Woche jeweils 1,5 Stunden Unterricht und nur 2 bis 3 Tage frei. Zu bedenken wäre doch für jeden Menschen mit gesundem Verstand auch, dass Wegezeiten für schwerbehinderte Menschen sehr beschwerlich sein können.
Kommt diese Beurteilung jetzt wirklich auf jeweilige Sachbearbeiter an? Zu Bedenken vielleicht auch: Die Wenigsten erhalten eine "sehr gute" EM-Rente. Die Meisten wollen auch von Anfang an alles richtig machen, Schwierigkeiten im Nachhinein sind doch das Letzte, was wir brauchen!

Dieses Forum finde ich wirklich sehr gut. Man erhält auf verständliche Fragen auch verständliche Antworten - ABER -
Wer kann eigentlich rechtsverbindliche Antworten erteilen bevor diverse Kinder in die diversen Brunnen fallen? Meine Sachbearbeiter konnten dies bisher nicht.

Liebe Grüße
uka

Hallo,

diverse Kinder in diversen Brunnen fallen? Was meinen Sie damit?
Rechtsverbindliche Antworten werden und können Sie in diesem Forum nicht erhalten. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich und explizit an Ihre zuständige RV/DRV.

Mfg

von
Kaiser

Wenn Dein Leistungsvermögen bei unter 3 Stunden täglich liegt und Du dies überschreitest, riskierst Du den Entzug der vollen EM-Rente, ob als Angestellter oder Selbständiger spielt dabei keine Rolle.
Du bist bezüglich eines Hinzuverdienstes zur Wahrheit verpflichtet. Es gibt überall Menschen, die nur darauf warten, jemanden anzuschwärzen, der sich nicht an Recht und Gesetz hält, weil er z.B. mehr arbeitet als sein Gesundheitszustand erlaubt.
Bleibe bei der Wahrheit und teile Änderungen Deinem zuständigem Rententräger mit, dann kann es auch nicht zu bösen Überraschungen kommen.

von
uka

Liebe Ulla

exakt an diese habe ich mich ja mehrfach gewandt. Ohne Erfolg. Sachbearbeiter zitieren, was ich selbst lesen kann. Angeblich "pingelige Vorgesetzte" sind nicht ans Telefon zu kriegen.
Dass ich im Forum keine rechtsverbindlichen Antworten erhalten kann ist mir, wenn Sie meinen Beitrag richtig lesen, ja doch klar. Ich frage hier nach Möglichkeiten welche zu bekommen.
- Und zwar ohne kostenintensive Rechtsberatungen.

Trotzdem danke
uka

von
Max

Hallo!

Sie schreiben Sie bekommen eine gute Rente.....!!!!

Und das schon seit 2000 ....wenn ich das richtig lese.....warum fällt Ihnen nach solch langer Zeit .....der Gedanke ein einen Minijob annehmen zu wollen ....der Ihre vermutlich sehr gute finanzielle Existenz zerstören könnte....Sie sind doch nicht dumm....wie alt sind Sie den......das Sie trotzdem solch ein Risiko eingehen wollen?

Alles Gute

Mac