Mein Arzt will Wiedereingliederung vor Klinikaufenthalt durchführen

von
Biene64

Hallo Zusammen,
ich habe folgendes Problem:

seit ca. 4 Monaten bin ich wegen Depressionen krank geschrieben. Ich habe mich inzwischen um einen Platz in einer psychiatrischen Tagesklinik gekümmert und habe die Zusage, dass ich ab Oktober einen Platz bekomme. Mein Psychiater meinte nun aber, ich solle doch versuchen vorher wieder zu arbeiten, weil das ja noch so lange dauert. Dazu muss ich sagen, dass ich schon vor meiner Krankschreibung für September Urlaub gebucht habe.
Jetzt meine Fragen:

Macht es Sinn, eine Wiedereingliederung durchzuführen, anschließend ca. 2 Wochen normal zu arbeiten, dann in Urlaub zu gehen und anschließend ca. 8-10 Wochen in die Klinik zu gehen?

Falls mein Arbeitgeber die Wiedereingliederung evtl. aus diesem Grund ablehnen sollte, darf ich dann trotzdem im September die Reise antreten, obwohl ich dann sicher noch krank geschrieben sein würde?

Vielen Dank schonmal für eine fachmännische Antwort.
Gruss,
Sabine

von
=//=

Das ist doch völliger Unsinn, was Ihr Psychiater Ihnen vorschlägt!

Ihr Arbeitgeber wird sich auch kaum auf einen solchen Vorschlag einlassen, zu Recht. Wenn Sie krank sind, können Sie nicht arbeiten, auch nicht stufenweise. Eine stufenweise Wiedereingliederung wird in der Regel NACH einem Krankenhausaufenthalt (KK zuständig) bzw. NACH einer Reha-Maßnahme (RV-Träger) durchgeführt.

Ihnen ist aber hoffentlich klar, dass Sie die Krankenkasse von Ihren Urlaubsplänen unterrichten müssen. Wenn der Urlaub länger andauert, können Sie evtl. Probleme mit der KK bekommen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Biene64,

bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich mich als Vertreter der Deutschen Rentenversicherung zu Fragen des Arbeitsrechts und zu allgemeinen medizinischen Sachverhalten nicht positionieren kann.

von
Biene64

Vielen Dank für eure Meinungen. Ich habe mich inzwischen mit der Schwerbehindertenvertretung meiner Firma in Verbindung gesetzt und er will sich darum kümmern. Er ruft bei der Krankenkasse an und erkundigt sich, was die davon halten.
Ich habe schon richtig Bauchschmerzen, weil ich morgen den Termin bei meinem Psychiater habe. Eigentlich dachte ich, dass ein Facharzt Verständnis hat und alles tut, damit es einem wieder besser geht, aber dem ist wohl nicht so. Ich wünschte, ich könnte wieder arbeiten, aber ich weiß, dass es nicht funktionieren wird. Ich möchte endlich wieder meine Ängste und tiefen Gedanken und die unglaubliche Müdigkeit verlieren und wieder lachen und Spaß haben können. Mein Arzt aber vermittelt mir mit seinem Verhalten, dass er mich nicht Ernst nimmt, oder sogar für einen Simulanten hält. Das ist nicht sehr förderlich. Ich arbeite seit fast 30 Jahren in meiner Firma und ich mache es gerne, aber im Moment geht es nun mal nicht.