Minijob- Auswirkungen bei Pflichtversicherung und gleichzeiter EM-Rente

von
Peter T.

Hallo, ich habe eine Frage zu der kontrovers diskutierten Frage, ob die Versicherungsbefreiung besser für die Berechnung der späteren Altersrente ist?
Ich bin 50 Jahre als und beziehe seit 7 Jahren eine volle EM Rente.
Da ich noch nicht ganz aufgegeben habe, habe ich seit 4 Jahren einen Minijob.
Dort habe ich mich nicht von der Versicherungspflicht befreien lassen, auch, weil ich dachte, es wird noch einmal. Leider sieht das meine Krankheit anders, aber sei es drum.
Nun stellt sich für mich die Frage, ob es nicht doch besser ist, sich befreien zu lassen, weil ich zum Einen runs 16 € mehr monatlich habe und zum 2. noch 2 Jahre u.a. Krankengeld innerhalb der Zurechnungszeit erhalten habe, wo nach (jetziger Rechtslage) auch die Altersrente erhöht werden könnte.
Wenn aber ein Minijob mit Versicherungspflicht die Gesamtleistungsbewertung herunter ziehen kann, ist es doch sicher besser, wenn mann sich befreien lässt?
Hierzu habe ich auch eine Frage hinsichtlich der 35 Jahre, für die AR für Schwerbehinderte. Die habe ich noch nicht ganz voll, da ich studiert hatte. Kommen denn durch die EM-Rnte auch irgendwelche Zeiten als Anrechnungszeit dazu oder bleibt es so stehen, bis zu der Zurechnungszeit (bis dahin z.B. 28 Jahre)?
Ich bin immer noch in der Hoffung, meine Krankheit besserts ich vielleicht doch irgendwann wieder, wäre es besser, den Minijon so lange weiter Versicherungspflichtig zu halten, bis man die 35 Jahre voll hat oder ist das "egal"?
Ich denke das sind Fragen, die derzeit viele haben, nachdem das Thema hier in den letzten Tagen ziemlich "explodiert" ist.

von
Sehr Schade

Der einzige, der Ihnen da kompetent weiterhelfen kann, ist Schade.

von
Kaiser

Zitiert von: Sehr Schade
Der einzige, der Ihnen da kompetent weiterhelfen kann, ist Schade.

Absolute Rechthaberei.

von
Ach ja

Die Experten selbst haben dieses Thema zum Problem gemacht. Sollen diese auch die Suppe auslöffeln.

von
W°lfgang

Zitiert von: Peter T.
Da ich noch nicht ganz aufgegeben habe, habe ich seit 4 Jahren einen Minijob. Dort habe ich mich nicht von der Versicherungspflicht befreien lassen (...)
Nun stellt sich für mich die Frage, ob es nicht doch besser ist, sich befreien zu lassen

Hallo Peter T.,

auf lange Sicht könnte das Vor- wie Nachteile haben.

Der entscheidende Vorteil: sollte die EM-Rente eines Tages doch wegfallen/entzogen werden und kurze Zeit/2/3/4 Jahre später darüber neu entschieden werden, hatte Sie mit versicherungspflichtigen Minijob-Beiträgen die erforderlichen 36 Monate Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren vor dem nächsten EM-Fall erfüllt ...wäre auch mein derzeitliches Votum, die Versicherungspflicht in dem jungendlichen Alter bestehen zu lassen.

Nachteil bei Dauer-EM-Rente bis zur ersten Altersgrenze/Altersrente: nein ...diese wird nicht kleiner werden.

Alles natürlich aus heutiger Sicht auf den aktuellen gesetzlichen Grundlagen. Buchen Sie eine Reise in die Zukunft, dann werden Sie es besser wissen ;-)

Gruß
w.

von
Frage

Der entscheidende Vorteil: sollte die EM-Rente eines Tages doch wegfallen/entzogen werden und kurze Zeit/2/3/4 Jahre später darüber neu entschieden werden, hatte Sie mit versicherungspflichtigen Minijob-Beiträgen die erforderlichen 36 Monate Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren vor dem nächsten EM-Fall erfüllt ...
w.[/quote]

Hallo.
Falls die EMR mal wegfallen, ist man doch über das ALG 1 oder Krankengeld Pflichtversichert!
Dafür braucht man doch nicht zusätzlich einen minijob mit Beiträgen???
Sollte man aus der EMR fallen, und in H4 fallen, dann würde das mit dem minijob mit Beiträge zur Rente Sinn machen.
Aber man fällt doch normalerweise nicht gleich in H4, sollte die EMR mal nicht verlängert oder bewilligt werden?

von
Moody

Zitiert von: Ach ja
Die Experten selbst haben dieses Thema zum Problem gemacht. Sollen diese auch die Suppe auslöffeln.

Seit wann sind Fragen in einem Forum ein Problem?

von
Andi

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Peter T.
Da ich noch nicht ganz aufgegeben habe, habe ich seit 4 Jahren einen Minijob. Dort habe ich mich nicht von der Versicherungspflicht befreien lassen (...)
Nun stellt sich für mich die Frage, ob es nicht doch besser ist, sich befreien zu lassen

Hallo Peter T.,

auf lange Sicht könnte das Vor- wie Nachteile haben.

Der entscheidende Vorteil: sollte die EM-Rente eines Tages doch wegfallen/entzogen werden und kurze Zeit/2/3/4 Jahre später darüber neu entschieden werden, hatte Sie mit versicherungspflichtigen Minijob-Beiträgen die erforderlichen 36 Monate Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren vor dem nächsten EM-Fall erfüllt ...wäre auch mein derzeitliches Votum, die Versicherungspflicht in dem jungendlichen Alter bestehen zu lassen.

Nachteil bei Dauer-EM-Rente bis zur ersten Altersgrenze/Altersrente: nein ...diese wird nicht kleiner werden.

Alles natürlich aus heutiger Sicht auf den aktuellen gesetzlichen Grundlagen. Buchen Sie eine Reise in die Zukunft, dann werden Sie es besser wissen ;-)

Gruß
w.


Verehrter Wolfgang,
ich habe die Diskussion mit Spannung verfolgt, da ich auch Erwerbsfähigkeitsrente habe. Kommt es denn häufig vor, daß die Rente für 2,3,4 Jahre wegfällt? Danke Anderl

von
W°lfgang

[/quote]Verehrter Wolfgang,
ich habe die Diskussion mit Spannung verfolgt, da ich auch Erwerbsfähigkeitsrente habe. Kommt es denn häufig vor, daß die Rente für 2,3,4 Jahre wegfällt? Danke Anderl[/quote]

Hallo Anderl,

habe ich in mein Büro in den letzten 40 Jahren nicht erlebt ...wobei das natürlich keine repräsentative Feststellung ist.

Gruß
w.

von
Anderl

Verehrter Wolfgang,
das verstehe ich nicht. Erst schreiben Sie das sei der entscheidende Vorteil. Nun schreiben Sie das kommt gar nicht vor. Ein entscheidender Vorteil, der nie vorkommt? Können Sie mir das erklären? Danke Andreas

von
W°lfgang

Zitiert von: Anderl
Ein entscheidender Vorteil, der nie vorkommt? Können Sie mir das erklären?

...das sind fiktive Gedanken, für den _einen_ Fall, den es mal betreffen könnte.

Damit sollte das Thema nunmehr auch erledigt sein. Der 'RKI-Wert' liegt hier sicher im ‰-Bereich ;-)

Gruß
w.

von
Klarinettist

Der Troll führt euch alle vor mit der gleichen Frage alle paar Stunden in leicht abgewandelter Form. Plötzlich haben alle die sonst überhaupt kein Problem hatten zufällig diesen einen Beitrag der Experten in einem sonst unauffälligen Thema.

Na klar ;)

von
Anderl

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Anderl
Ein entscheidender Vorteil, der nie vorkommt? Können Sie mir das erklären?

...das sind fiktive Gedanken, für den _einen_ Fall, den es mal betreffen könnte.

Damit sollte das Thema nunmehr auch erledigt sein. Der 'RKI-Wert' liegt hier sicher im ‰-Bereich ;-)

Gruß
w.


Also gibt es den entscheidenden Vorteil nur fiktiv und ich bin auf einen Troll hereingefallen.
Warum unternehmen die Experten nichts gegen die vielen Trolle?

von
Kaiser

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Anderl
Ein entscheidender Vorteil, der nie vorkommt? Können Sie mir das erklären?

...das sind fiktive Gedanken, für den _einen_ Fall, den es mal betreffen könnte.

Damit sollte das Thema nunmehr auch erledigt sein. Der 'RKI-Wert' liegt hier sicher im ‰-Bereich ;-)

Gruß
w.


Typisch Wolfgang. Kann seine eigenen Aussagen nicht erklären und findet sich dabei ganz toll.

von
Peter T.

Also ich kann versichern, ich bin kein Troll. Wer meine Beiträge kennt, weiß dies auch ganz sicher.
Und das Diese Frage nun hier andauernd auftaucht, liegt daran, dass es hier (jedenfalls für mich das 1.Mal) von einem Experten die Aussage kam, eine Versicherungspflicht kann auch Nachteile haben.
Und da es sicher viele EM Rentner mit einem Minijob gibt, haben daher auch sicher viele offene Fragen, gerade zu Ihrem Fall, der ja mit dem Alter ect unterschiedlich sein kann.
Aber wenn ich eben im Jahr rund 200 € an die Rentenversicherung extra vergebe und dann auch noch Nachteile haben kann, dann möchte ich das natürlich gern geklärt haben. Und zwar in Ruhe, denn wenn ich einmal abwählen, dann kann ich nicht wieder die Versicherungspflicht dazu nehmen. Daher möchte ich auch gern alle Pro und Contras kennen, um abzuwägen, was für mich das Beste in meinem Fall ist.
Daher Danke für all die Überlegungen dazu...

von
Sehr verunsichert

Zitiert von: Klarinettist
Der Troll führt euch alle vor mit der gleichen Frage alle paar Stunden in leicht abgewandelter Form. Plötzlich haben alle die sonst überhaupt kein Problem hatten zufällig diesen einen Beitrag der Experten in einem sonst unauffälligen Thema.

Na klar ;)

Auch ich bin kein Troll.

Ich finde es unglaublich, mit welcher Geringschätzung und welchem Sarkasmus hier auf Fragen geantwortet wird. Anstatt sich einfach auf Fakten zu konzentrieren.

von
Siehe hier

Zitiert von: Peter T.
Also ich kann versichern, ich bin kein Troll. Wer meine Beiträge kennt, weiß dies auch ganz sicher.
Und das Diese Frage nun hier andauernd auftaucht, liegt daran, dass es hier (jedenfalls für mich das 1.Mal) von einem Experten die Aussage kam, eine Versicherungspflicht kann auch Nachteile haben.
Und da es sicher viele EM Rentner mit einem Minijob gibt, haben daher auch sicher viele offene Fragen, gerade zu Ihrem Fall, der ja mit dem Alter ect unterschiedlich sein kann.
Aber wenn ich eben im Jahr rund 200 € an die Rentenversicherung extra vergebe und dann auch noch Nachteile haben kann, dann möchte ich das natürlich gern geklärt haben. Und zwar in Ruhe, denn wenn ich einmal abwählen, dann kann ich nicht wieder die Versicherungspflicht dazu nehmen. Daher möchte ich auch gern alle Pro und Contras kennen, um abzuwägen, was für mich das Beste in meinem Fall ist.
Daher Danke für all die Überlegungen dazu...

Die Expertenantwort kam auf bei einem Fragesteller, der jetzt gerade aktuell einen EM-Rentenbescheid erhalten hat. Rückwirkend seit 2020. Also mit einer Zurechnungszeit von 65 + 9 Monate. Er könnte von seinem Alter her und mit GdB dann mit 61 + 8 Monaten in die SB-Rente (mit Abschlägen) wechseln.
Es würde dann aber bei einem vorzeitigen Rentenbeginn (hier dann SB-Rente) die Hochrechnung der EM-Rente 'gekappt', also würde nur bis zur SB-Rente zählen.

Würde er 'jetzt' noch einen versicherungspflichtigen Minijob nebenbei aufnehmen würde dieser also aktuell (so oder so) in der Zurechnungszeit liegen.

Dazu schrieb der Experte dann:

"Dieses Thema ist gerade im Zusammenhang mit Zurechnungszeiten recht komplex. Handelt es sich um einen versicherungspflichtigen Minijob, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich dieser negativ auf die Rentenberechnung auswirkt, wenn parallel eine besser bewertete Zurechnungszeit liegt. Es könnte hier also günstiger sein, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Sollten Sie das vorhaben, empfehle ich Ihnen, sich die möglichen Auswirkungen von Ihrem Rentenversicherungsträger näher erläutern zu lassen."

In IHREM Fall, mit Geburtsjahr 1971 (?) und EM-Rente seit 7 Jahren (also seit 2014 ?) wäre die EM-Rente hochgerechnet bis 60, maximal bis 62. Und mit Jahrgang 1971 könnten Sie z.B. eine SB-Rente erst ab 63 in Anspruch nehmen.

Dennoch wäre ein evtl. Minijob innerhalb der Zurechnungszeit.

Ihre persönlichen EP würden aber nicht gekappt, weil der Beginn Ihrer SB-Rente nach der Zurechnungszeit beginnen würde. Diese EP sind besitzgeschützt. Wenn dann die Vergleichsberechnung ergibt dass die eigentliche SB-Rente niedriger wäre, würden Sie dennoch den Betrag der bisherigen EM-Rente weiter erhalten.

In Ihrem Fall würden sich die Beiträge eines Minijob also auch nicht negativ auswirken. Und nach der Zurechnungszeit sich auch noch rentenerhöhend auswirken. Auch auf die dann vorzeitig genommene SB-Rente (oder etwas später auf eine andere vorzeitig genommene Rente für langjährig Versicherte).

Der 'Eigenanteil' bei einem 450 EUR-Job beträgt zzt. monatlich 16,20 EUR. Während der Zurechnungszeit zahlen Sie diesen Betrag also tatsächlich wohl in die 'allgemeine' Rentenkasse, haben aber dafür ja bereits eine 'beitragsfreie' höhere EM-Rente, als Sie mit den vor Rentenbeginn erzielten EP hätten erreichen können, da Sie ja leider nicht mehr erwerbsfähig sind. Und das auch weiterhin, denn der Besitzschutz garantiert auch Ihnen ja, dass die spätere Altersrente (welche auch immer) nicht niedriger sein darf als die bisher bezogene EM-Rente.

So wie ich es bisher verstehe, kommt dieses 'neue Problem' also eher zum Tragen durch die neue, verlängerte Zurechnungszeit seit 2019. Wenn dann ein EM-Rentner doch vorzeitig in eine andere Altersrente wechseln möchte. Die dann ja vor Ende der für die EM-Rente hochgerechneten Zeit liegen kann.

Insofern verstehe ich Ihre (und die anderer) Verunsicherung durchaus und es wäre sicher gut, wenn es nochmal 'allgemeinverständlich' also auch für die, die nicht von der neuen, höheren Zurechnungszeit profitieren, beruhigend formuliert werden könnte.

Klar ist, dass es nur EM-Rentner betreffen könnte. Alle anderen, die noch arbeiten und nebenbei einen (versicherungspflichtigen) Minijob haben, erhöhen damit Ihre (auch vorzeitige) Altersrente. Sofern Hauptjob und Minijob nicht zusammen die Beitragsbemessungsgrenze überschreiten. Denn da ist Deadline. Auch ohne Minijob.

von
Siehe her - Besitzschutz falsch verstanden?

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Peter T.
Also ich kann versichern, ich bin kein Troll. Wer meine Beiträge kennt, weiß dies auch ganz sicher.
Und das Diese Frage nun hier andauernd auftaucht, liegt daran, dass es hier (jedenfalls für mich das 1.Mal) von einem Experten die Aussage kam, eine Versicherungspflicht kann auch Nachteile haben.
Und da es sicher viele EM Rentner mit einem Minijob gibt, haben daher auch sicher viele offene Fragen, gerade zu Ihrem Fall, der ja mit dem Alter ect unterschiedlich sein kann.
Aber wenn ich eben im Jahr rund 200 € an die Rentenversicherung extra vergebe und dann auch noch Nachteile haben kann, dann möchte ich das natürlich gern geklärt haben. Und zwar in Ruhe, denn wenn ich einmal abwählen, dann kann ich nicht wieder die Versicherungspflicht dazu nehmen. Daher möchte ich auch gern alle Pro und Contras kennen, um abzuwägen, was für mich das Beste in meinem Fall ist.
Daher Danke für all die Überlegungen dazu...

Die Expertenantwort kam auf bei einem Fragesteller, der jetzt gerade aktuell einen EM-Rentenbescheid erhalten hat. Rückwirkend seit 2020. Also mit einer Zurechnungszeit von 65 + 9 Monate. Er könnte von seinem Alter her und mit GdB dann mit 61 + 8 Monaten in die SB-Rente (mit Abschlägen) wechseln.
Es würde dann aber bei einem vorzeitigen Rentenbeginn (hier dann SB-Rente) die Hochrechnung der EM-Rente 'gekappt', also würde nur bis zur SB-Rente zählen.

Würde er 'jetzt' noch einen versicherungspflichtigen Minijob nebenbei aufnehmen würde dieser also aktuell (so oder so) in der Zurechnungszeit liegen.

Dazu schrieb der Experte dann:

"Dieses Thema ist gerade im Zusammenhang mit Zurechnungszeiten recht komplex. Handelt es sich um einen versicherungspflichtigen Minijob, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich dieser negativ auf die Rentenberechnung auswirkt, wenn parallel eine besser bewertete Zurechnungszeit liegt. Es könnte hier also günstiger sein, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Sollten Sie das vorhaben, empfehle ich Ihnen, sich die möglichen Auswirkungen von Ihrem Rentenversicherungsträger näher erläutern zu lassen."

In IHREM Fall, mit Geburtsjahr 1971 (?) und EM-Rente seit 7 Jahren (also seit 2014 ?) wäre die EM-Rente hochgerechnet bis 60, maximal bis 62. Und mit Jahrgang 1971 könnten Sie z.B. eine SB-Rente erst ab 63 in Anspruch nehmen.

Dennoch wäre ein evtl. Minijob innerhalb der Zurechnungszeit.

Ihre persönlichen EP würden aber nicht gekappt, weil der Beginn Ihrer SB-Rente nach der Zurechnungszeit beginnen würde. Diese EP sind besitzgeschützt. Wenn dann die Vergleichsberechnung ergibt dass die eigentliche SB-Rente niedriger wäre, würden Sie dennoch den Betrag der bisherigen EM-Rente weiter erhalten.

In Ihrem Fall würden sich die Beiträge eines Minijob also auch nicht negativ auswirken. Und nach der Zurechnungszeit sich auch noch rentenerhöhend auswirken. Auch auf die dann vorzeitig genommene SB-Rente (oder etwas später auf eine andere vorzeitig genommene Rente für langjährig Versicherte).

Der 'Eigenanteil' bei einem 450 EUR-Job beträgt zzt. monatlich 16,20 EUR. Während der Zurechnungszeit zahlen Sie diesen Betrag also tatsächlich wohl in die 'allgemeine' Rentenkasse, haben aber dafür ja bereits eine 'beitragsfreie' höhere EM-Rente, als Sie mit den vor Rentenbeginn erzielten EP hätten erreichen können, da Sie ja leider nicht mehr erwerbsfähig sind. Und das auch weiterhin, denn der Besitzschutz garantiert auch Ihnen ja, dass die spätere Altersrente (welche auch immer) nicht niedriger sein darf als die bisher bezogene EM-Rente.

So wie ich es bisher verstehe, kommt dieses 'neue Problem' also eher zum Tragen durch die neue, verlängerte Zurechnungszeit seit 2019. Wenn dann ein EM-Rentner doch vorzeitig in eine andere Altersrente wechseln möchte. Die dann ja vor Ende der für die EM-Rente hochgerechneten Zeit liegen kann.

Insofern verstehe ich Ihre (und die anderer) Verunsicherung durchaus und es wäre sicher gut, wenn es nochmal 'allgemeinverständlich' also auch für die, die nicht von der neuen, höheren Zurechnungszeit profitieren, beruhigend formuliert werden könnte.

Klar ist, dass es nur EM-Rentner betreffen könnte. Alle anderen, die noch arbeiten und nebenbei einen (versicherungspflichtigen) Minijob haben, erhöhen damit Ihre (auch vorzeitige) Altersrente. Sofern Hauptjob und Minijob nicht zusammen die Beitragsbemessungsgrenze überschreiten. Denn da ist Deadline. Auch ohne Minijob.

@Siehe her:
Ich kann mich an zahlreiche Beiträge von Ihnen erinnern, in denen sie bei einem Wechsel von EMR zur Schwerbehindertenrente oder vorzeitigen Altersrente gesprochen haben und auf den Besitzschutz verwiesen haben. Unabhängig davon, ob der Wechsel der Rente vor oder nach dem Ende der Zurechnungszeit erfolgen sollte.

Hier klingt das jetzt auf einmal ganz anders.
Beispiel:
Rentenbeginn EMR 2020.
Zurechnungszeit bis 65 Jahre und 9 Monate
SB-Rente ab 63 möglich

Bisher hatte ich verstanden:
Wechsel von EMR zur SB-Rente ab 63 OHNE Abschläge möglich, da Besitzschutz (die SB-Rente wird berechnet, letztendlich wird aber die höhere der beiden Renten gezahlt).

Jetzt bei diesem Beispiel verstehe ich:
Wechsel von EMR zur SB-Rente ab 63 möglich, aber Kürzung der Rente, da jetzt nur noch die Zurechnungszeit bis 63 berücksichtigt wird. Also doch kein Besitzschutz nach §88 SGB 6?

Hier bitte ich noch mal um Erläuterung.

von
Tom

Bisher hatte ich verstanden:
Wechsel von EMR zur SB-Rente ab 63 OHNE Abschläge möglich, da Besitzschutz (die SB-Rente wird berechnet, letztendlich wird aber die höhere der beiden Renten gezahlt).

Jetzt bei diesem Beispiel verstehe ich:
Wechsel von EMR zur SB-Rente ab 63 möglich, aber Kürzung der Rente, da jetzt nur noch die Zurechnungszeit bis 63 berücksichtigt wird. Also doch kein Besitzschutz nach §88 SGB 6?

Hier bitte ich noch mal um Erläuterung. [/quote]

Genau, dieses Problem habe auch ich!
Ich könnte vorzeitig in eine SB Rente aus einer EMR gehen.
Und ich habe auch erst vor kurzem einen Minijob (seit nun 2 Jahren unregelmäßig neben meiner EMR).
EMR wurde 2010 gewährt.
Ich muß bis zur SB Rente noch 5 Jahre warten. Oder die EMR einfach bis zur regulären AR laufen lassen.
Aber das mit dem Minijob mit Beiträgen! irritiert mich nun.
Ich könnte meinen Minijob jederzeit kündigen oder beitragsfrei stellen.

Experten-Antwort

Hallo Peter T.,

dieses Thema ist gerade im Zusammenhang mit Zurechnungszeiten tatsächlich sehr komplex.

Bei einer Erwerbsminderungsrente wird eine Zurechnungszeit gebildet. Diese ist vom jeweiligen Rentenbeginn abhängig. Bei einem Rentenbeginn ab 01.07.2014 wurde die pauschale Zeit bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres berechnet. Hier wird also eine Durchschnittsberechnung der Entgeltpunkte vom Leistungsfall bis zur Vollendung des 62. Lebensalters hochgerechnet und der Rentenberechnung „gutgeschrieben“, obwohl diese Zeiten tatsächlich nicht erwirtschaftet wurden.
Unter anderem durch diese Zurechnungszeit hat die Erwerbsminderungsrente einen höheren Zahlbetrag, als die vergleichbare Altersrente zum gleichen Stand.

Wenn man nun also während dieser Zurechnungszeit weitere Beiträge einzahlt (ob durch einen Minijob oder durch eine freiwillige Beitragszahlung oder durch eine Pflegetätigkeit), kommt es darauf an, welchen Entgeltpunktewert diese Zurechnungszeit hat und ob diese zusätzlichen Beiträge diesen Wert der Zurechnungszeit übersteigen.
Übersteigen die zusätzlich eingezahlten Beiträge den Wert der Zurechnungszeit nicht, wirken sie sich möglicherweise auch bei einer späteren Bewilligung einer Altersrente nicht aus.

Die Ausübung eines versicherungspflichtigen Minijobs neben einer Zurechnungszeit kann (!) sich durchaus positiv auswirken (z.B. auf einen möglichen Grundrentenanspruch, auf die Erfüllung der Wartezeit von 45 Jahren, usw.).

Es wurde in den letzten Tagen ja auch schon viel im Forum dazu geschrieben. Da es sich hier um höchst individuelle Auskünfte handelt, empfehlen wir Ihnen sich auch individuell beraten zu lassen.

Zu Ihrer zweiten Frage lässt sich folgendes sagen:
Bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen wird eine „Wartezeit“ von 35 Jahren benötigt. Hierzu zählen nach § 51 (3) SGB VI alle rentenrechtlichen Zeiten (gem. § 54 SGB VI) (also auch Schul- und Studienzeiten).

Durch die Umwandlung der Erwerbsminderungsrente in eine Altersrente wird die Zurechnungszeit zu einer Anrechnungszeit (diese erhält dann bei der Berechnung den Wert der Gesamtleistungsbewertung). Es kommen demnach bis zum Ende der Zurechnungszeit keine weiteren rentenrechtlichen Zeiten dazu.

Zu Ihrer dritten Frage (Wartezeit 35 Jahre):
Auch für einen Minijob, der versicherungsfrei (bzw. von der Versicherungspflicht befreit) ist, werden so genannte Zuschläge an Wartezeitmonaten (§ 52 SGB VI) berücksichtigt. Hier lässt sich jedoch pauschal sagen, dass nicht jeder Monat der versicherungsfreien Beschäftigung auch einen Monat ergibt, der vollwertig auf die Wartezeit angerechnet werden kann. Dies ist bei einer versicherungspflichtigen Beschäftigung anders. Hier zählt jeder Beitragsmonat vollwertig bei der Ermittlung der Wartezeitmonate.
In Ihrem Fall ist es jedoch so, dass bereits die Zurechnungszeit vollständig bei der Wartezeit von 35 Jahren berücksichtigt wird. Solange die Zurechnungszeit noch besteht (also z.B. bis zur Vollendung des 62. Lebensalters), wirkt sich also auch eine versicherungspflichtige Beschäftigung nicht zusätzlich aus.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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