Mischtätigkeit

von
Andreas

Meine Frage: Ich übe als Freiberufler sowohl eine nicht rentenversicherungspflichtige Tätigkeit im Gesundheitswesen aus als auch eine versicherungspflichtige Tätigkeit als Lehrer, deren Einkommen den Mindestsatz übersteigt. Welches Einkommen wird für die Berechnung der Rente herangezogen. Nur das Einkommen, das ich als Lehrer erzielt habe oder mein Einkommen aus der selbständigen Tätigkeit insgesamt? Ich danke Ihnen für Ihre Auskunft.

von
KSC

Was genau wollen Sie wissen?

Ihre spätere Rente wird nach den gezahlten Beiträgen errechnet, also aus der Lehrertätigkeit nur dann wenn Sie daraus auch Pflichtbeiträge zahlen - den Betrag sehen Sie aus der jährlichen Renteninformation.

Wenn es Ihnen darum geht was Sie als versicherungspflichtiger Lehrer selbst bezahlen müssen, dann hängt dies vom Gewinn aus der selbständigen Tätigkeit ab.

Dass Sie aus der Tätigkeit als Arbeitnehmer Beiträge zahlen unterstelle ich ebenso, wie Sie wissen dürften dass diese Beiträge als Arbeitnehmer sich auf Ihre spätere Rente auswirken werden.
(Sie sind ja schließlich Lehrer.......und ein Lehrer weiß doch normalerweise alles)

von
KSC

Quatsch, nicht richtig gelesen, sorry.

Die versicherungspflichtige Tätigkeit wirkt sich aus - die freuberufliche nur wenn Sie daraus auch Pflichtbeiträge zahlen würden, weil Sie auch dort versicherungspflichtig sind. Und dann wäre der Gewinn aus der Selbständigkeit entscheidend.

von
****

Zitiert von: Andreas
Meine Frage: Ich übe als Freiberufler sowohl eine nicht rentenversicherungspflichtige Tätigkeit im Gesundheitswesen aus als auch eine versicherungspflichtige Tätigkeit als Lehrer, deren Einkommen den Mindestsatz übersteigt. Welches Einkommen wird für die Berechnung der Rente herangezogen. Nur das Einkommen, das ich als Lehrer erzielt habe oder mein Einkommen aus der selbständigen Tätigkeit insgesamt? Ich danke Ihnen für Ihre Auskunft.

Hallo Andreas,
wenn ich dich richtig verstehe, übst Du zwei verschiedene selbständige Tätigkeiten aus und unterliegst nur in der Tätigkeit als Lehrer der Versicherungspflicht gem. § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB 6.
Dann wäre für die Lehrertätigkeit entweder
-der halbe Regelbeitrag zu zahlen, ohne Einkommensprüfung (nur in den ersten 3 Kalenderjahre möglich)
- der Regelbeitrag, wieder ohne Einkommensprüfung
- oder der Einkommensgerechte Beitrag, hier ist nur das Arbeitseinkommen aus der Lehrertätigkeit maßgebend für die Beitragsberechnung.
Da im Steuerbescheid aber in der Regel bei den Einkünften aus Gewerbe/selbst. Tätigkeit u. LDW nur eine Gesamtsumme ausgewiesen ist und Du dann anschließend der RV den Anteil des Einkommens aus der Lehrertätigkeit irgendwie nachweisen musst, damit die fälligen Beiträge richtig berechnet werden können.
Siehe dazu den folgenden Link:
http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_165R9.3.1&a=true

Noch einen schönen Abend

Experten-Antwort

Hallo Andreas,

der Antwort von "****" kann ich mich anschließen.