Mütterrente

von
Schiebi26

Hallo, ich habe mit meiner ersten Frau, 2 gemeinsame Kinder, geboren in 1983 und 1984. Die beiden Kinder ließen sich dann, als sie 18 Jahre alt waren, vom 2ten Mann meiner damaligen Frau, adoptieren, also bis dahin war ich deren Vater. Nun beziehe ich seit dem 1.01.2014 eine vorgezogene Altersrente auf Grund von Schwerbehinderung, die nun seit gestern von alleine in die Altersrente übergegangen ist, da ich nun 65 Jahre und 7 Monate alt bin. Nun ist ja seit dem 01.01.2019 die Mütterreente erhöht worden und da denke ich doch, das doch 1 Kind, bzw. die Punkte davon bei der Rente, zu mir gehören sollten. Meine Fraage ist demnach, was muss ich machen, damit das in die Wege geleitet wird.

von
DRV

Als Vater stehen Ihnen die Kindererziehungszeiten nur zu, wenn Sie das Kind überwiegend erzogen haben.
Vermutlich sind die entsprechenden Zeiten schon der leiblichen Mutter zugeordnet worden und damit käme die Erhöhung ab 2019 nur bei der leiblichen Mutter zum Tragen.

von
Schiebi26

Zitiert von: DRV
Als Vater stehen Ihnen die Kindererziehungszeiten nur zu, wenn Sie das Kind überwiegend erzogen haben.
Vermutlich sind die entsprechenden Zeiten schon der leiblichen Mutter zugeordnet worden und damit käme die Erhöhung ab 2019 nur bei der leiblichen Mutter zum Tragen.

Es geht ja nicht um 1 Kind, sondern um 2 und ich denke ja nicht daran, das ich alle Punkte der Mutterrente bekomme, sondern die Hälfte, wie es im Versorgungsausgleich, ja auch gemacht wird.

von
Erklärbär

Zitiert von: Schiebi26
Hallo, ich habe mit meiner ersten Frau, 2 gemeinsame Kinder, geboren in 1983 und 1984. Die beiden Kinder ließen sich dann, als sie 18 Jahre alt waren, vom 2ten Mann meiner damaligen Frau, adoptieren, also bis dahin war ich deren Vater. Nun beziehe ich seit dem 1.01.2014 eine vorgezogene Altersrente auf Grund von Schwerbehinderung, die nun seit gestern von alleine in die Altersrente übergegangen ist, da ich nun 65 Jahre und 7 Monate alt bin. Nun ist ja seit dem 01.01.2019 die Mütterreente erhöht worden und da denke ich doch, das doch 1 Kind, bzw. die Punkte davon bei der Rente, zu mir gehören sollten. Meine Fraage ist demnach, was muss ich machen, damit das in die Wege geleitet wird.

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Guten Abend, Sie denken leider falsch!

Es gibt das Formblatt V0810. Es hat sechs Seiten. Danach sollte man sich den Antrag V0820 runterladen. Mit diesem Antrag kann man festlegen, ob für die Mutter oder den Vater die Kindererziehungszeiten berücksichtigt werden." Nur aufteilen lässt sich die Mütterrente auch künftig nicht. Ergänzend für Ungläubige und solche die es einfach nicht wahrhaben wollen ist nachfolgendes dienlich.

Zitat:
"Der entscheidende Grundsatz heißt:
Die Kindererziehungszeit kann nur ein Elternteil angerechnet bekommen. Das ist jedoch nicht automatisch die Mutter. Sondern der Elternteil, der das Kind überwiegend erzogen hat.
Dirk von der Heide, Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund
Und was, wenn sich das nicht so genau sagen lässt? "Erziehen die Eltern ihr Kind gemeinsam, erhält grundsätzlich die Mutter die Erziehungszeit", so von der Heide."

Noch ausführlicher für letzte Zweifel an diesen geschriebenen, zitierten Zeilen, werden unter nachfolgendem Link erklärt:

https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/muetterrente-auch-fuer-vaeter100.html

Damit wäre der Fall "Mütterrente" ausführlich erklärt, ohne wenn oder aber?!

von
W*lfgang

Zitiert von: Schiebi26
Es geht ja nicht um 1 Kind, sondern um 2 und ich denke ja nicht daran, das ich alle Punkte der Mutterrente bekomme, sondern die Hälfte, wie es im Versorgungsausgleich, ja auch gemacht wird.

Hallo Schiebi26,

Versorgungsausgleich (VA) und Mütterrente ist ein 'ekliges' Thema - nicht für Sie, sondern für die Berater, die auf etwaige Nachfragen/meist von Vätern, dazu eine Lösung präsentieren sollen.

Fakt scheint hier: im Rahmen des VA wurden die Rentenkonten geklärt, die Erziehungszeiten üblicherweise voll der Mutter zugeordnet - wovon Sie im Rahmen des VA bisher zur Hälfte 'profitiert' haben/etwas geringere Abzüge bei Ihrer Rente bezogen auf den Ehezeitraum.

Frage: Gab es bisher/ab 2014 bereits eine Korrektur des VA wg. 'Mütterrente 1.0'?
Frage 2: Wann war der VA, vor 2009?
Frage 3: Gibt es bei einem VA vor 2009 noch andere damals ausgeglichene Versorgungsanwartschaften? ...so was wie Betriebsrenten, speziell bei Ihnen?

Wenn Sie den bisherigen VA 'aufrollen' wollen (wg. 'Mütterrente 2. 0'), dann gehen Sie bitte vorher in eine Beratungsstelle mit allen VA-Unterlagen – sonst haut Sie vielleicht der Bumerang ('Gier' nach dem halben neuen halben Punkt für die Kinder) hintendran ins Abseits/*oops, alles zusammen weniger geworden ...die Gerichtsgebühren für die Einleitung des 'Neuberechnungsverfahrens' beim Amtsgericht haben Sie trotzdem zu zahlen.

Gute Fachanwälte für Familiensachen/Versorgungsausgleich können auch da eine Hilfe sein, wenn es darum geht, einen vor 2009 abgeschlossenen VA/bisher nicht neu aufgewickelt - speziell mit 'Mütterrente' + Betriebsrentenansprüchen - zu bewerten/Zahlen zu liefern. Kostet natürlich ...

Gruß
w.

von
Lama

Wie Wolfgang schon darlegt lieber Finger weg von einer Neuauflage des VA. Bei mir sind die Daten ähnlich und kurz stand der Gedanke mal auf der Agenda. Da die Holde aber nichts von meiner Betriebsrente abbek hat wollen wir es dabei belassen und ihr das bißchen mehr rente gōnnen. Ich habe auch noch das Glück des Rentenprivilegs und kriege die Kürzung erst später

Experten-Antwort

Hallo Schiebi26,

ich kann mich der Antwort von "DRV" anschließen.