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Neu ab 01.07.2017

von
Bombe

Moin,
kann mir mal jemand erklären was sich ändert ab 01.07.2017 hinsichtlich Hinzuverdienstgrenzen bei der EM-Rente (6.300 Euro)?
Kapiere NICHTS!!!
Grüsse aus Oldenburg!
Bombe

von
Bombe1

... da gibt es auch nichts zu kapieren. Die Hinzuverdienstgrenze für volle Erwerbsminderungsrentner sollen schleunigst abgeschafft werden.

Sie dürfen 6300 im Jahr hinzuverdienen. Jeder weiterer Euro kann Ihre Erwerbsminderungsrente gefährden.

Grüße aus Hamburg

von
Franz-Josef

Zitiert von: Bombe1

Sie dürfen 6300 im Jahr hinzuverdienen.

Falsch! Man darf so viel hinzuverdienen, wie man kann.
Zitiert von: Bombe1

Jeder weiterer Euro kann Ihre Erwerbsminderungsrente gefährden.

Selbstverständlich ist das so.
Wer seinen Lebensunterhalt mit Arbeit verdienen kann braucht auch keine VERSICHERTEN-Rente.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie leistungsfähig einige Erwerbsgeminderte nach erfolgter Rentenbewilligung sind.
Im Antragsverfahren behaupten die Allermeisten gewöhnlich, dass sie so gut wie gar nichts mehr können......

von
Rentensputnik

Sie dürfen bei einer vollen EM-Rente bis zu 6300 € jährlich hinzuverdienen, aber nur im Rahmen der festgestellten Leistungsfähigkeit (i.d.R unter 3 Stunden täglich).

von
Oldenburger

Moin, Bombe!

Erzielen Sie bereits neben einer Teilrente Hinzuverdienst? Dann erhalten Sie in Kürze noch umfangreiche Informationen zu den Änderungen. Die ersten Schreiben sind bereits rausgegangen.

Beziehen Sie eine Rente vom freundlichen Regionalträger vor Ort? Rufen Sie dort einfach mal an.

Aber auch wenn Sie Ihre Rente nicht vom Regionalträger erhalten, hilft Ihnen die Auskunfts- und Beratungsstelle in Oldenburg gerne bei Fragen zum neuen Hinzuverdienstrecht weiter.

Gruß, Oldenburger

Experten-Antwort

Hallo Bombe,

bisher musste für eine volle EM-Rente eine monatliche Hinzuverdienstgrenze von 450 Euro eingehalten werden, die zweimal im Jahr bis max. 900 Euro überschritten werden konnte. Sobald die Grenze auch nur geringfügig über diesen Rahmen hinaus überschritten wurde, wurde nur noch eine 3/4-Rente gezahlt.
Ab 01.07.2017 gilt eine jährliche Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro (= 14 x 450) - es wird also nicht mehr monatlich geprüft, sondern pauschal für das ganze Jahr und es ist egal, wie sich der Verdienst über das Jahr verteilt. Wenn die 6300 Euro überschritten werden, wird der übersteigende Betrag zu 40 % auf die EM-Rente angerechnet. Praktisch funktioniert das so, dass zunächst eine Prognose für den zu erwartenden Jahresverdienst abgegeben wird. Jeweils zum 01.07. prüft dann der RV-Träger rückwirkend, ob die Grenze tatsächlich eingehalten wurde bzw. der richtige Betrag angerechnet wurde. Ggf. müssen zu viel gezahlte Beträge zurück gezahlt werden oder es wird ein zu wenig gezahlter Betrag nachgezahlt.

Alle diese Aussagen setzen natürlich voraus, dass trotz der ausgeübten Beschäftigung überhaupt noch eine ausreichende Erwerbsminderung vorliegt, der Grundanspruch auf die EM-Rente also gegeben ist.

Weitere Erklärungen (z.B. Hinzuverdienst für eine teilweise EM-Rente) würden den Rahmen dieses Forums sprengen. Sofern Sie direkt davon betroffen sind, verweise ich auf die Antwort von Oldenburger: Sie erhalten eine schriftliche Erklärung dazu von Ihrem RV-Träger und Sie haben die Möglichkeit, sich das alles individuell (mit Probeberechnungen) in einer unserer Auskunfts- und Beratungsstellen erklären zu lassen. Hier noch eine Broschüre zum Thema:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/flexirente_das_ist_neu_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=17

von
Bombe

Moin,
zunächst mal vielen Dank für die Antworten.

Beispiel:
01.07.2017-30.06.2018:
8x450 Euro
4x675 Euro
Summe 6.300 Euro

Rentenrechtlich ist das so in Ordnung?
Was ist mit den Steuern?
8 Monate (je 450 Euro) steuerfrei
4 Monate (je 675 Euro) nicht steuerfrei?
Meine Rente wird ja im Rahmen der ESt-Erklärung ebenfalls versteuert einmal im Jahr.
Wie geht das zusammen?
Gruss
Bombe

von
Cassandra

Nein, die 6300 Euro gelten pro Jahr (vom 01.01.xx bis 31.12.xx) !
Und nicht vom 01.07. des einen Jahrs bis zum 30.06. des nächsten Jahres. Ausserdem interessiert der monatliche Verdienst nicht mehr, relevant ist nur noch der jährliche Betrag.

von
Oldenburger

Berücksichtigt wird immer das Kalenderjahr (01.01. - 31.12.).

Steuerrechtlich ist das eine ganz andere Geschichte, da sind Sie hier leider falsch.

von
=//=

Zitiert von: Franz-Josef

Zitiert von: Bombe1

Sie dürfen 6300 im Jahr hinzuverdienen.

Falsch! Man darf so viel hinzuverdienen, wie man kann.
Zitiert von: Bombe1

Jeder weiterer Euro kann Ihre Erwerbsminderungsrente gefährden.

Selbstverständlich ist das so.
Wer seinen Lebensunterhalt mit Arbeit verdienen kann braucht auch keine VERSICHERTEN-Rente.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie leistungsfähig einige Erwerbsgeminderte nach erfolgter Rentenbewilligung sind.
Im Antragsverfahren behaupten die Allermeisten gewöhnlich, dass sie so gut wie gar nichts mehr können......

Das betrifft die wenigsten Rentner, die eine VOLLE Erwerbsminderungsrente beziehen, sondern hauptsächlich die mit einer teilweisen EM-Rente! Bei diesen sind auch bisher schon die Hinzuverdienstgrenzen logischerweise wesentlich höher als bei einem Vollrentner.

von
=//=

Es ist doch eigentlich logisch, dass der Verdienst im Kalenderjahr plus die Rente in der Steuererklärung anzugeben sind. Daraus wird dann die Steuer berechnet. Da ändert sich an der Steuererklärung ja im Prinzip nichts, denn soweit ich weiß musste bisher auch schon der jährliche Verdienst (zumindest) angegeben werden.

Experten-Antwort

Hallo Bombe,

die 6300 Euro müssen im Kalenderjahr eingehalten werden (01.01. - 31.12.). Bei der von Ihnen angegebenen Einkommensverteilung innerhalb eines Kalenderjahres wäre die Hinzuverdienstgrenze eingehalten.

Steuern werden ebenfalls für das Kalenderjahr berechnet. Das ist aber nicht Thema dieses Forums.

Beachten sollten Sie jedoch eine eventuelle Beitragspflicht zur Sozialversicherung. Ein monatlicher Verdienst über 450 Euro ist kein "Minijob" mehr und es gelten damit andere Regelungen für die Versicherungspflicht und Beitragsberechnung.

von
Bombe

Nochmals Danke für das Feedback.
Dass ich bei Einkünften über 450 Euro steuerpflichtig und sozialversicherungspflichtig bin kann ich insofern nachvollziehen da es ja über der Minijob Grenze liegt.
Aber wenn ich die 6300 Euro im Kalendejahr erreichen möchte habe ich ja sowieso wenigstens einen Monat in dem ich dann (sehr deutlich) drüber liege.
Bei der alten Regelung die bis 30.06.2017 Gültigkeit hat gab es zwei Monate mit 900 Euro und 10 Monate mit 450 Euro. Entsprechend waren zwei Monate steuerpflichtig und sozialversicherungspflichtig und 10 Monate nicht?
Welche Sozialabgaben fielen dann an?
Wie rechnet der Arbeitgeber das dann alles auseinander?
So richtig kapieren tue ich das alles immer noch nicht.
Vielleicht kann jemand noch mal schreiben.
Also wenn ich z.B. gleichmäßige Arbeitszeiten über das Jahr hätte mit identischen Monatseinkünften, dann wären 6.300 Euro rund 500 Euro pro Monat Brutto.
Das wäre dann ja kein Minijob?
Dieses Thema geht nicht in meinen Kopf...
Gruss
Bombe

von
bubu

lese hier gerade zufällig mit und wüsste auch mal gern was das für eine seltsame neue Hinzuverdienstregel ist.
möchte ich 6300 euro im jahr verdienen kann ich keinen minijob annehmen?
oder wie ist das zu verstehen?

von
GroKo

Zitiert von: bubu

lese hier gerade zufällig mit und wüsste auch mal gern was das für eine seltsame neue Hinzuverdienstregel ist.
möchte ich 6300 euro im jahr verdienen kann ich keinen minijob annehmen?
oder wie ist das zu verstehen?


Es zwingt Dich doch niemand 6300 € zu verdienen.

von
=//=

6.300,00 EUR = 10 x 450,- EUR + 2 x 900,- EUR. Der Arbeitgeber rechnet das ab wie bisher und nicht 6.300,- EUR : 12 = 525,- EUR.

Die Regelungen wurden getroffen, damit es keine Teilrenten mehr im alten Sinn gibt. Glaubt es mir, für die Sachbearbeitung auch völliges Neuland und ein größerer Aufwand als bisher. Bis sich das Ganze dann mal ab 07/2018 etwas eingespielt hat. :-)

von
W*lfgang

Zitiert von: Bombe
Also wenn ich z.B. gleichmäßige Arbeitszeiten über das Jahr hätte mit identischen Monatseinkünften, dann wären 6.300 Euro rund 500 Euro pro Monat Brutto.
Das wäre dann ja kein Minijob?
Dieses Thema geht nicht in meinen Kopf...
Bombe,

das sind 2 verschiedene Sachen/Rechtsgebiete.

Das eine ist der aus Rentenrecht bei einer laufenden Rente zulässige jährliche Bruttojahresverdienst von 6300 EUR = keine Rentenkürzung.

Auf der anderen Seite - aus Einkommenssicht - gilt es Sozialversicherungsrecht (Abgaben für KV/PV ...) und Steuerrecht (kein nur Pauschalabzug von 2 % mehr wie beim Minijob) zu beachten ...und bei regelmäßigem Einkommen von 525 EUR/Monat oder 'unzulässiger' Überschreitung der Minijobgrenze in mehr als 3 Monaten/Jahr sind Sie aus der SV-Versicherungsfreiheit und der pauschalen Besteuerung raus - auch wenn Sie damit immer noch die Jahreshinzuverdienstgrenze von 6300 EUR für die Rente nicht überschreiten ...so einfach ist das :-)

Gruß
w.

von
=//=

Hallo W*lfgang, ich denke nicht, dass es so einfach ist. Denn was hat die Hinzuverdienstgrenze von jährlich 6.300 Euro mit der Versicherungspflicht bei Minijobs zu tun? Woher haben Sie das Wissen, dass die Versicherungspflicht/-Freiheit bei Minijobs jetzt anders gewertet wird? Verstehe ich nicht.

von
Gert H.

Auch ich verstehe W@lfgangs Theorie nicht.
Ich muss auch sagen, dass diese 6.300 Euro Hinzuverdienstgrenze bei der Rente gar nicht im Einklang mit der 5.400 Euro Minijob-Grenze steht.
Was soll das? Scheint schlecht durchdacht!
Gert H.

von
Ernie

Zitiert von: Gert H.

Auch ich verstehe W@lfgangs Theorie nicht.
Ich muss auch sagen, dass diese 6.300 Euro Hinzuverdienstgrenze bei der Rente gar nicht im Einklang mit der 5.400 Euro Minijob-Grenze steht.
Was soll das? Scheint schlecht durchdacht!
Gert H.

Das hat auch nieman dbehauptet. Wer nur einen Mini-Job ausüben möchte/kann verdient im Jahr 5400 Euro hinzu. Alle anderen haben die Möglichkeit 6300Euro zu verdienen ohne das die Rente gekürzt wird...