Neue Hinzuverdienstgrenze. Fragen zur Berechnung.

von
Noname

Hallo,
Scheins gilt ja ab heute die hinzuverdienstgrenze.
Er wird das das höchte einkommen aus den letzen 15 Jahren benutzt. In netto oder brutto? Monats oder jahresgesamsteinkommen? Oder sogar ein monat inkl. Weihnachtsgeld?

Wird der hinzuverdienst von dem rentenauszaglungsbetrag abgezogen oder von der höheren rente (kk und pflegeversicherung)?

Was wäre zb. sollte wer wegen der neuen regelung wieder rente in höhe von 10€ monatlich erhalten, müsste dieser dann nichtmehr die krankenkassenbeiträge selber zahlen?

(kk freiwillig versuicherzt, wegfall der rente letzes jahr, hinzuverdienst überschritten gehen sie beim hinzuverdienst von gewerbeeinahmen (zb windkraft aus)

von
Herz1952

Zitiert von: Noname

Hallo,
Scheins gilt ja ab heute die hinzuverdienstgrenze.
Er wird das das höchte einkommen aus den letzen 15 Jahren benutzt. In netto oder brutto? Monats oder jahresgesamsteinkommen? Oder sogar ein monat inkl. Weihnachtsgeld?

Wird der hinzuverdienst von dem rentenauszaglungsbetrag abgezogen oder von der höheren rente (kk und pflegeversicherung)?

Was wäre zb. sollte wer wegen der neuen regelung wieder rente in höhe von 10€ monatlich erhalten, müsste dieser dann nichtmehr die krankenkassenbeiträge selber zahlen?

(kk freiwillig versuicherzt, wegfall der rente letzes jahr, hinzuverdienst überschritten gehen sie beim hinzuverdienst von gewerbeeinahmen (zb windkraft aus)


Ja und Nein.

von
Herz1952

Zitiert von: Noname

Hallo,
Scheins gilt ja ab heute die hinzuverdienstgrenze.
Er wird das das höchte einkommen aus den letzen 15 Jahren benutzt. In netto oder brutto? Monats oder jahresgesamsteinkommen? Oder sogar ein monat inkl. Weihnachtsgeld?

Wird der hinzuverdienst von dem rentenauszaglungsbetrag abgezogen oder von der höheren rente (kk und pflegeversicherung)?

Was wäre zb. sollte wer wegen der neuen regelung wieder rente in höhe von 10€ monatlich erhalten, müsste dieser dann nichtmehr die krankenkassenbeiträge selber zahlen?

(kk freiwillig versuicherzt, wegfall der rente letzes jahr, hinzuverdienst überschritten gehen sie beim hinzuverdienst von gewerbeeinahmen (zb windkraft aus)


Ja und Nein.

von
Unverständnis

Zitiert von: Noname

Hallo,
Scheins gilt ja ab heute die hinzuverdienstgrenze.

Ist aber erst nicht seit heute bekannt, dass das Neue Hinzuverdienstrecht ab 01.07.2017 gilt

Zitiert von: Noname

Er wird das das höchte einkommen aus den letzen 15 Jahren benutzt.

Nein, für ein Teil der Berechnung der Hinzuverdienstgrenze/Hinzuverdienstdeckel werden die höchsten Entgeltpunkte eines (Kalender)Jahres zu Grunde gelegt, welche in den letzten 15 Jahren vor dem Leistungsfall liegen.
Entgeltpunkte werden nicht nur aus 'Einkommen' berechnet.

Zitiert von: Noname

In netto oder brutto? Monats oder jahresgesamsteinkommen?

Welchen Betrag finden Sie denn in den Versicherungsverläufen der Rentenversicherung wieder?

Zitiert von: Noname

Oder sogar ein monat inkl. Weihnachtsgeld?

Es gelten die höchsten Entgeltpunkte eines Jahres. Wenn vom Weihnachtsgeld Beiträge entrichtet worden sind (was der Regelfall sein sollte), zählt auch das Weihnachtsgeld hinzu. Aber das erkennen Sie ja auch aus dem Versicherungsverlauf (wenn man sich ihn denn mal anschauen würde).

Zitiert von: Noname

Wird der hinzuverdienst von dem rentenauszaglungsbetrag abgezogen oder von der höheren rente (kk und pflegeversicherung)?

Die Berechnung erfolgt - wie bisher - auf Grundlage der Bruttorente

Zitiert von: Noname

Was wäre zb. sollte wer wegen der neuen regelung wieder rente in höhe von 10€ monatlich erhalten, müsste dieser dann nichtmehr die krankenkassenbeiträge selber zahlen?

Ob Beiträge von einer Rente einzubehalten sind, entscheidet - allein - die Krankenkasse, nicht der Rentenversicherungsträger

Zitiert von: Noname

(kk freiwillig versuicherzt, wegfall der rente letzes jahr, hinzuverdienst überschritten gehen sie beim hinzuverdienst von gewerbeeinahmen (zb windkraft aus)

Nett von Ihnen, dass Sie diese Hinweise geben.
Sie sollten Sie hier weitergehend informieren

http://flexirente.drv.info/

Experten-Antwort

Hallo Noname,

seit dem 1. Juli 2017 wird sowohl der Hinzuverdienst als auch die Hinzuverdienstgrenze auf das Kalenderjahr bezogen. Die kalenderjährliche Hinzuverdienstgrenze beträgt 6.300,00 EUR. Dieser Hinzuverdienstgrenze wird dem kalenderjährlichen Hinzuverdienst gegenübergestellt. Kalenderjährlicher Hinzuverdienst über 6.300,00 EUR vermindert die Rente. Der Betrag über dieser Grenze wird durch 12 geteilt. 40 Prozent davon werden von der Monatsrente (brutto) abgezogen. Also nicht vom Auszahlbetrag, sondern vor Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.

Damit aufgrund von Rente und Hinzuverdienst kein höheres Einkommen als vor dem Rentenbezug erzielt wird, gibt es eine Höchstgrenze: den Hinzuverdienstdeckel. Für die Berechnung des Hinzuverdienstdeckels werden die Einkommensverhältnisse in den letzten 15 Kalenderjahren vor dem Beginn der ersten Rente betrachtet. Von diesen 15 Jahren ist das Kalenderjahr mit den meisten Entgeltpunkten (dem höchsten Einkommen) maßgebend.
Wenn die verminderte Monatsrente und ein Zwölftel des Hinzuverdienstes zusammen höher sind als der Hinzuverdienstdeckel, wird der darüberliegende Betrag vollständig von der Monatsrente (brutto) abgezogen. Um zu erfahren, wie hoch Ihr Hinzuverdienstdeckel ist, können Sie sich auch gern an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger wenden.

Sollten Sie aufgrund der neuen Hinzuverdienstregelung wieder Anspruch auf Rente haben, entscheidet allein Ihre Krankenkasse, ob Sie aus dieser Rente Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen.

Als Hinzuverdienst werden auch steuerrechtliche Gewinne (Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus selbständiger Arbeit) berücksichtigt. Wenn also Ihre Einnahmen aus Windkraft steuerrechtlich diesen Einkünften zugeordnet werden, sind sie auch als Hinzuverdienst anzurechnen.