Orthopädische Einlagen für Sicherheitsschuhe Kostenübernahme

von
Jürgen68

Ich bin 50 Jahre alt und seit 1984 durchgehend beschäftigt.
Als Elektroinstallateur muss ich Sicherheitsschuhe tragen.
Für die Schuhe brauche ich Einlagen (Senkspreizfuss)
Bis vor 6 Jahren bekam ich die Kosten für meine Einlagen von der Rentenversicherung übernommen. Dann wurde der Antrag abgelehnt. Auch ein Widerspruch half leider nicht.Die folgenden Jahre habe ich die Einlagen selbst bezahlt(jeweils ca 140€).
Jetzt hat das Sanitätshaus mir geraten ich solle erneut beim
Rentenversicherer einen Antrag stellen. O Ton "das wird immer ohne Probleme übernommen.
Leider weiss ich aber das dem nicht immer so ist.
Eine Begründung warum der Antrag damals abgelehnt wurde habe ich
nicht bekommen.
Gibt es eine Möglichkeit den Sachverhalt vorher abzuklären bevor ich den Fragebogen und die vielen Formulare umsonst ausfülle?

von
Kaiser

Ein Antrag wird nicht ohne Begründung abgelehnt. Da solltest Du besser nochmal nachsehen.

von
???

Einlagen sind von der DRV nur dann zu übernehmen, wenn Sie ohne diese Einlagen nicht arbeiten können. Allein das Vorhandensein eines Senkspreizfusses führt aber nicht zu einer drohenden Erwerbsminderung.

von
Jürgen68

Im Ablehnungsbescheid stand kein
Grund für die Ablehnung, nur das man leider dem Antrag nicht zugestimmt wird. Warum hat man die Jahre vorher
Bezahlt dann nicht mehr ???
Bei Kniearthrose beidseitig sind Einlagen von Vorteil.

von
Jürgen68

Im Ablehnungsbescheid stand kein
Grund für die Ablehnung, nur das man leider dem Antrag nicht zugestimmt wird. Warum hat man die Jahre vorher
Bezahlt dann nicht mehr ???
Bei Kniearthrose beidseitig sind Einlagen von Vorteil.

von
Jürgen68

Im Ablehnungsbescheid stand kein
Grund für die Ablehnung, nur das man leider dem Antrag nicht zugestimmt wird. Warum hat man die Jahre vorher
Bezahlt dann nicht mehr ???
Bei Kniearthrose beidseitig sind Einlagen von Vorteil.

Experten-Antwort

Hallo Jürgen68,

die persönlichen Voraussetzungen für die Kostenübernahme von orthopädischen Einlagen in Fußschutz als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben liegen grundsätzlich vor, wenn das Tragen von Fußschutz (z. B. Sicherheitsschuhe) nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) erforderlich ist und eine Versorgung mit orthopädischen Einlagen erforderlich ist.

Nicht jede Fehlstellung des Fußes führt allerdings zwingend dazu, dass die Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder gemindert ist, weshalb eine Versorgung mit orthopädischen Einlagen erforderlich wäre. So liegt bei Knickfüßen, Senk-Spreizfüßen und Knick-Senk-Spreizfüßen regelmäßig keine erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit vor, sofern keine weiteren Diagnosen und Begleiterkrankungen vorhanden sind. Die Bettung der im Fachhandel erhältlichen Sicherheitsschuhe wird hier insofern als ausreichend erachtet. Die ärztliche Verordnung einer Einlage durch den behandelnden Arzt führt somit nicht automatisch dazu, dass die persönlichen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme als Teilhabeleistung erfüllt sind .

Aus welchem Grund Ihr Rentenversicherungsträger die Kosten zunächst übernommen und später ohne Begründung abgelehnt hat, kann ich im Rahmen dieses Forums leider nicht beurteilen. Zur Klärung dieser Frage sollten Sie sich ggf. nochmals direkt mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen.

von
???

Also im ersten Post hatten Sie nur Senkspreizfüße, jetzt zusätzlich Kniearthrose. Wurden auch beide Diagnosen gegenüber der DRV benannt oder kam das erst jetzt neu dazu?

Im übrigen werden bei Kniearthrosen nicht zwingend Einlagen benötigt. Es reicht eine einfache Schuh-Innen- oder Außenranderhöhung. Die wird im Normalfall aus optischen Gründen in Einlagen eingearbeitet. Bei Sicherheitsschuhen sollte das aber wohl kein Argument sein. Vielleicht versuchen Sie es das nächste mal mit einem entsprechenden Antrag?