Persönliches Budget

von
Marion

Hallo ...Ich bin befristet voll erwerbsgemindert laut DRV ,bekomme aber aus Versicherungstechnischen Gründen keine Rente .Ich habe einen GDB von 50 % und bekomme seit 2014 die große Witwenrente die ich mit etwas Wohngeld aufstocke...Nun würde ich gern ein persönliches Budget beantragen ,da ich nur mit Bus und Bahn zu meinen Ärtzen komme die ca. 17-20 km weit weg sind...Die Bus/Bahnfarten sind teuer hier und ich kann es mir nicht leisten von dem was ich zum Leben habe ...könnte ich da das persönliche Budget beantragen ?

von
Herz1952

Hallo Marion,

im Vergleich zu mir geht es Ihnen noch sehr gut. Ich habe einen GdB von 100 mit den Merkzeichen B+G. Außerdem habe ich die Pflegestufe 1.

von
???

Das Persönliche Budget ist eine Abrechnungsart und keine Leistungsart. Sie müssen also erst mal grundsätzlich Anspruch auf die Erstattung der Fahrtkosten zu Ihren Ärzten haben, um diese Kosten dann im Rahmen des Persönlichen Budgets abzurechnen.
Ansprechpartner ist bei Arztfahrten meines Wissens Ihre Krankenkasse.

von
Marion

das tut mir sehr leid ...aber sehr gut geht es mir leider auch nicht ,ich muß zu den Ärzten sonst droht extreme Verschlimmerung meiner Situation und wenn man auf dem Land wohnt und niemanden hat der einem hilft ist das nicht schön ...Ich glaube es gibt verschiedene Behinderungen körperliche sowie psychische ...ich muß dringend eine Psychotherapie machen weiß aber nicht wie ich die Fahrten dorthin finanzieren soll

von
Herz1952

Hallo Marion,

vielleicht hilft Ihnen dieser link:

http://www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/a722-persoenliches-budget-broschuere.html

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Marion,

das persönliche Budget ist keine Zusatzleistung. Das persönliche Budget kann nur von dem Träger gewährt werden, der auch die Leistung erbringen könnte. Die Fahrten zum Arzt sind nicht Aufgabe der Rentenversicherung, allenfalls der Krankenkasse. Bitte fragen Sie dort nach.

von
Marion

vielen Dank :)

von
Herz1952

Hallo Marion,

fragen Sie doch mal bei der nächsten Sozialstation nach, ob diese nicht für Fahrten zu den Ärzten "einspringen". In unserem Dorf hat sich eine "Nächstenhilfe" unter dem "Dach" einer caritativen Organisation gebildet. (Arztbesuche, Einkaufsfahrten, u.v.m.). Das sind ehrenamtliche Helfer die das gerne gegen ein Benzingeld machen, oder man macht ein kleines Geschenk als Anerkennung.

Die haben sich allerdings auch gefragt, warum die Krankenkasse meine Fahrten nicht bezahlt, da ich aus gesundheitlichen Gründen ein halbes Jahr fahruntauglich war.

Aber die Krankenkassen zahlen solche Fahrten nicht. Sie zahlen nur, wenn es sich um einen Notfall handelt und Sie eine Notfallpraxis/Krankenhaus aufsuchen müssen. Auch ambulant, aber nur die Hinfahrt.

Alles Gute

von
Marion

Lieben Dank für den Tipp ..werde das mal in Angriff nehmen