Pflichten eines Arbeitnehmers bei Krankheit in der Wiedereingliederung

von
SimPersonal

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin mit einem Fall konfrontiert, bei dem sich eine Mitarbeiterin in der Wiedereingliederung für einen Tag krank gemeldet hat, aber dann ohne weitere Informationen weitere Tage dem Dienst fern geblieben ist. Sie können sich sicher vorstellen, dass hier nun die Kollegen und Vorgesetzten etwas verärgert sind.

Es stellt sich daher die Frage, welche Pflichten ein Arbeitnehmer hat, wenn er in der Wiedereingliederung krank wird? Allein die Mitteilung, dass man wegen Schmerzen für einen Tag nicht kommen kann, ist doch kein Freibrief ohne weitere Informationen einfach weitere Tage dem Dienst fernzubleiben?

Stellt ein solches Verhalten ein Grund für eine Abmahnung dar? Gibt es für diesen Fall arbeitsrechtliche Möglichkeiten oder Schritte, die von Seiten des Arbeitgebers bzw. der Vorgesetzten eingeleitet werden sollten?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar

von
Schorsch

Als mein damaliger Wiedereingliederungsversuch nach wenigen Tagen scheiterte, reichte ein Anruf und die Sache war erledigt.
Eine AU-Bescheinigung war jedenfalls (seit Ende der Lohnfortzahlung) nicht erforderlich.

MfG

Experten-Antwort

Hallo SimPersonal,

auch wenn ein Arbeitnehmern während einer Wiedereingliederung noch als arbeitsunfähig gilt, hat er sich für jeden Tag, den er nicht in den Betrieb kommt, zu melden bzw. wenn er absehen kann, dass der „Ausfall“ länger dauert, den ungefähren Zeitraum mitzuteilen. Auch während der Widereingliederung gelten für den Arbeitnehmer die gleichen Rechte und Pflichten, wie wenn er „normal“ arbeiten würde.
Wie Sie geschrieben haben, hat sich die Arbeitnehmerin für den ersten Tag vorschriftsmäßig gemeldet. Das Fernbleiben an den übrigen Tagen, ohne weitere Meldung, ist arbeitsrechtlich sehr bedenklich. Hier nun die Personalabteilung gefragt. Sie muss wissen, was nun weiter zu unternehmen ist. Dies ist dann keine Sache für dieses Forum.