Private Rentenversicherung - Versicherungsnehmer und versicherte Person unterscheiden sich

von
Make

Guten Abend,

folgender Sachverhalt:

Mein Vater hat 2004 zu meinem 18. Geburtstag eine private Rentenversicherung für mich abgeschlossen.

Versicherungsnehmer ist mein Vater, versicherte Person bin ich.

Nun zahle ich seit einiger Zeit aber die Beiträge selbst und wir fragen uns, ob die Konstellation sinnvoll ist und was für Konsequenzen sich daraus ergeben können? Zuteilung ist 2051, dann bin ich 65 und mein Vater 92.

Im Detail stellen sich uns folgende Fragen:
- Wem gehört die Versicherung ( und damit die eingezahlten Beträge)?
- Welche Konsequenzen ergeben sich, sollte meinem Vater vor Zuteilung der Versicherung etwas zustoßen? Geht die Versicherung dann ins Erbe und wird unter den Erben verteilt?
- Wer bekommt denn eigentlich die Rente?
Da ich die versicherte Person bin, gehe ich davon aus, dass die Rentenzahlung fortgeführt wird, solange ich lebe. Nur ist es ja wahrscheinlich, dass mein Vater vorher stirbt.

Macht so eine Konstellation überhaupt Sinn? Könnte man die Versicherung auch auf mich übertragen?

Vielen Dank im Vorraus für ihre Antworten.

von
KSC

Ihre Frage klären Sie doch bitte mit der Gesellschaft bei der diese Versicherung läuft.

Das ist wahrlich nicht das Arbeitsfeld der gesetzlichen Rentenversicherung.

Wäre das gleiche wenn Sie beim Bäcker fragen ob er Ihnen die Haare schneidet.

von
MaKe

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mir war nicht ersichtlich, dass hier ausschließlich Themen zur GKV behandelt werden - immerhin gibt die Seite ja auch allerhand informatives zur privaten Vorsorge.

Falls also doch noch ein Experte seine Gedanken mit mir teilen möchte, schaue ich dem jetzt schon mit großer Dankbarkeit entgegen.

Herzliche Grüße

Experten-Antwort

Hallo MaKe,
die Idee hier im Forum anzufragen war nicht so falsch.
Allerdings geht es hier um individuelle vertragliche Gestaltungen, zu denen ich Sie bitte auch an Ihr Versicherungsunternehmen verweisen möchte.

von
Martina

Hallo Make,

ich bin keine Expertin, sondern Laie und beschäftige mich gerade mit derselben Frage. Hast Du schon eine Experten-Antwort anderswo bekommen?

Ich verstehe das so:
1. Wenn Dein Vater als Versicherungsnehmer Dir seine Versicherung schenkt, sind seine Beitragszahlungen (seit welchem Zeitpunkt? erst ab Schenkung?) eine Schenkung an Dich, die übrigens der Schenkungssteuer unterliegt. (Vermutlich musst Du keine zahlen.) Aber die Schenkung könnte für das Erbe relevant werden (sobald Dein Vater verstirbt), denn die Höhe der Schenkung zählt ab dem Zeitpuntk der Schenkung bis zu 10 Jahren zur Erbmasse (jedes Jahr um 10% gemindert).

Wenn Dein Vater weiterhin Versicherungsnehmer bleibt:

2. Wenn die Laufzeit abgelaufen ist und Du noch lebst, geht die Rente/Kapitalabfindung an den Begünstigten (scheinst Du selbst zu sein?). Sie zählt NICHT zur Erbmasse Deines Vaters, egal ob Dein Vater vor dem Ende der Laufzeit oder danach verstirbt.

3. Wenn Du vor Ablauf der Laufzeit verstirbst, dann wird die Todesfallsumme ausgezahlt und zwar an Deine Erben (es sei denn, im Vetrag ist eine andere "Erbreihenfolge" eingetragen, ist bei mir bei einer Kapitallebensversicherung der Fall ...)

4. Wenn Du währen der Rentenbezugszeit verstirbst, dann wird ggf. noch ein "Rest" Todesfallsumme ausgezahlt ...

Bzgl. Deiner konkreten Fragen:

- Wem gehört die Versicherung ( und damit die eingezahlten Beträge)? -> Dem Versicherungsnehmer, also momentan Deinem Vater, aber nur solange er lebt. Danach seinen Erben.

- Welche Konsequenzen ergeben sich, sollte meinem Vater vor Zuteilung der Versicherung etwas zustoßen? Geht die Versicherung dann ins Erbe und wird unter den Erben verteilt? -> Die Erben erben die Versicherung. Dabei spielt vermutlich aber nur die Höhe der Beitragseinzahlungen eine Rolle (?), nicht der Wert der Versicherungspolice selbst. Was mir unklar ist: Werden die Erben die neuen Versicherungsnehmer? Oder wird "zwangsgekündigt", und sie erhalten nur den Rückkaufswert??

- Wer bekommt denn eigentlich die Rente? -> Ich denke, dass sich der Begünstigte nicht ändert, egal, ob Dein Vater lebt oder nicht. Wenn also die Versicherung fortgeführt werden kann, wird am Ende der Laufzeit die Rente an den Begünstigten (Dich) ausgezahlt. Aber wenn sie nicht fortgeführt werden kann, sondern vielleicht zwangsgekündigt wird, wer erhält dann den Rückkaufswert? Logisch wäre: die Erben.

- Macht so eine Konstellation überhaupt Sinn? Könnte man die Versicherung auch auf mich übertragen? -> Ein Unterschied ist die Sache mit der Schenkung: Übertrag wäre eine Schenkung. Der andere Unterschied wäre: Ob die Versicherung gekündigt werden müsste oder so was, wenn der Versicherungsnehmer verstirbt.

Gerne freue ich mich auf Input Deinerseits!
Viele Grüße, Martina

von
Rolf Schulze

Ich habe von einem Freund, der selbst aus der Versicherungsbranche stammt, eine scheinbar recht neue Sache entdeckt. Zuvor hatte ich bei ihm Gott sei Dank bereits vor Jahren meine private Rentenversicherung vorzeitig veräußert, da er als Policenhändler tätig ist. Dieser Verkauf brachte mit mehr als wenn ich die Versicherung aufgelöst hätte...

Nun zur Sache. Ich empfehle JEDEM den GLOBALPENSIONFUND, der mit gebrauchten Rentenversicherung im hohen Stil handelt.

Weitere konkrete Informationen dazu findet Ihr unter
https://www.globalpensionfund.com/rc/417189124501963830

Beste Grüße,
Euer Rolf

von
Rudolf G

Hallo,
diese Versicherung kann durchaus Sinn machen.
Es müssten nur mehr Details abgeklärt werden.
Evtl. ist geplant (weil wahrscheinlich) dass der Vater eher verstirbt und Sie dann den Vertrag erhalten (erben).
Ich hatte einmal einen ähnlichen Vertrag und damit gut Gewinn gemacht und Steuern gespart. Wenn Sie den Vertrag nicht verstehen, dann hilft nur eine Aufklärung bei der Vers. Gesellschaft.

von
W°lfgang

Zitiert von: Rolf Schulze
https://www.****.com/

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Gruß
w.