Psychiater als Begleitperson mit zum Gutachter nehmen?

von
Unmöglich

Nun, diese Aussage macht mir gerade zumindest meine neue Situation richtig bewusst. Danke dafür!

von
Vorschlagsmann

Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll Akteneinsicht zu beantragen. Nur dann wissen Sie welche medizinischen Unterlagen wirklich beigezogen wurden bzw. vorlagen.

Ich halte es für ungewöhnlcih , dass der Hausarzt nicht alle Unterlagen über Sie hat, aber auch ungewöhnliche Dinge passieren natürlich.

von
Unmöglich

@Vorschlagsmann: Zufällig habe ich die Akte beim Hausarzt vor kurzem für die BU-Rentenüberprüfung dort holen, kopieren und einsenden müssen. Ich weiß also was in der Akte beim Hausarzt drin ist. Da ich quasi permanent in der Tagesklinik bin, werden von dort keine Berichte an meinen Hausarzt gesendet. Ich bin quasi dauerhaft in der ambulanten Psychiatrie / Tagesklinik! Das diese Akte nicht angefragt wurde weiß ich von meinem Psychiater und der meinte noch, dass wird bestimmt noch angefragt, wurde es aber nicht. Von der Klinik aus kam auch die Aufforderung an mich den Antrag zu stellen, auch das wurde angegeben und der Gutachter hat sogar im Gespräch nochmal danach gefragt, welcher Arzt genau dort gesagt hat ich solle einen Antrag auf EM-Rente stellen! Mein Psychiater wird regelmäßig von der DRV als Gutachter beauftragt, er hätte mich bestimmt nicht aufgefordert diesen Antrag zu stellen wenn er nicht überzeugt wäre, dass mir das auch zu steht. Wie gesagt hat er mich vom Beginn meiner Erkrankung / die letzten 8 Jahre begleitet.

von
Unmöglich

Mein Zustand hat sich seitdem der Antrag läuft wesentlich verschlechtert. Das Konto ist leer, der Kühlschrank auch, die Krankenkasse will eine 600€ Nachzahlung und ab sofort 205€ mtl. Beitrag.. Ich stehe mit 520€ BU-Rente da und kann nicht zahlen, dass interessiert dort aber auch niemand! Seit der Bescheid da ist habe ich nicht mehr geschlafen, am Montag muss ich zum Jobcenter, denn beim Sozialamt wurde ich weggeschickt. Das mich der Staat derart hängen lässt, dass setzt mir richtig zu, damit habe ich absolut nicht gerechnet.. Eigentlich gehöre ich in eine Klinik, aber dann riskiere ich die Insolvenz, dass muss mind. bis Montag warten. Alles in allem wird mir jedenfalls nicht geholfen, ganz im Gegenteil.

von
EU-Rentner

Zitiert von: Unmöglich
Mein Zustand hat sich seitdem der Antrag läuft wesentlich verschlechtert. Das Konto ist leer, der Kühlschrank auch, die Krankenkasse will eine 600€ Nachzahlung und ab sofort 205€ mtl. Beitrag.. Ich stehe mit 520€ BU-Rente da und kann nicht zahlen, dass interessiert dort aber auch niemand! Seit der Bescheid da ist habe ich nicht mehr geschlafen, am Montag muss ich zum Jobcenter, denn beim Sozialamt wurde ich weggeschickt. Das mich der Staat derart hängen lässt, dass setzt mir richtig zu, damit habe ich absolut nicht gerechnet.. Eigentlich gehöre ich in eine Klinik, aber dann riskiere ich die Insolvenz, dass muss mind. bis Montag warten. Alles in allem wird mir jedenfalls nicht geholfen, ganz im Gegenteil.

So bitter das klingen mag, jedoch wird diese Tatsache, auch wenn es für Sie drängend ist, niemand hier für Sie klären können.

Normalerweise ist im Anschluss an das Krankengeld im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung die Agentur für Arbeit am Zuge, soweit Anspruch auf ALG I besteht. Besteht dieser Anspruch nicht (mehr), müssen Sie ALG II beantragen, wobei Ihnen hierbei Ansprüche aus der privaten Vorsorge (BU) wohl angerechnet werden. Dies ist bei ALG I und im Krankengeldbezug nicht der Fall.

Ihre eigentliche Frage, ob Sie eine weitere Person zu einer Begutachtung mitnehmen dürfen, unabhängig vom Personen- bzw. Berufsstand, wurde Ihnen inhaltlich vollumfänglich vom User "siehe hier" beantwortet. Also wohl eher "nein".

Wobei ich ebenfalls das Verhalten Ihres "Facharztes" nicht verstehe. Wenn doch keine Unterlagen in der Klinik angefordert worden sind, hätte man doch unaufgefordert einen Befundbericht erstellen und dem Hausarzt zur Verfügung stellen können, bzw. Ihnen mitgeben, damit Sie dieses dem Gutachter vorlegen und er es im Rahmen seines Gutachtens berücksichtigen muss.

Sie sollten Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, dafür haben Sie maximal einen Monat Zeit. Dies aufschiebend dahingehend, dass Sie die Begründung nachliefern, unter gleichzeitiger Aufforderung der Aushändigung einer Kopie der Akte.

So Sie sich dem allein nicht gewachsen fühlen, nehmen Sie die Hilfe eines Sozialverbands in Anspruch. Ggf. besteht jedoch auch der Anspruch auf einen "Beratungsschein" für eine kostenlose anwaltliche Beratung. Wichtig: Fachgebiet Sozialrecht.

Das alles wird Ihnen jedoch kurzfristig keinen Erfolg bringen. Aber ggf. hilft es ja, die Angelegenheit ein wenig rationaler anzugehen.

von
Besser

Ich würde Ihnen das Forum krank ohne Rente empfehlen, was sie mit ein bischen googeln leicht finden. Da sind haufenweise Fälle wie Ihre und sie bekommen langfristig Unterstützung von den Usern.

von
Jana

Man kann doch nicht einfach einen anderen Arzt mitnehmen und hoffen, dass dann ein positiver Bescheid kommt.

Warum schickt man vorliegende Befunde nicht mit statt zu hoffen, dass diese angefordert werden? Und dann dauert es auch nicht so lange.

von
Unmöglich

Zitiert von: Jana
Man kann doch nicht einfach einen anderen Arzt mitnehmen und hoffen, dass dann ein positiver Bescheid kommt.

Warum schickt man vorliegende Befunde nicht mit statt zu hoffen, dass diese angefordert werden? Und dann dauert es auch nicht so lange.

Solche Fragen können nur von jemand kommen, der noch nie selbst von psychischer Krankheit betroffen war. Wenn das alles so einfach machbar für mich wäre wie Sie sich das vorstellen, dann würde ich einer Arbeit nachgehen und hätte meine Ruhe..

von
Wallo

Zitiert von: Jana
Man kann doch nicht einfach einen anderen Arzt mitnehmen und hoffen, dass dann ein positiver Bescheid kommt.

Warum schickt man vorliegende Befunde nicht mit statt zu hoffen, dass diese angefordert werden? Und dann dauert es auch nicht so lange.

Erst formal innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen, gleichzeitig Gutachten anfordern.
Dann Widerspruchsbegründung schreiben. Zusammen mit Arzt nach Fehlern im Gutachten suchen. Noch nicht eingeschickte Befunde von den Ärzten nachreichen !
Falls man damit überfordert ist, Hilfe vom VDK oder über Anwalt holen.
Anbei: Warum beziehen sie schon nicht längst Alg 2, dann sind sie auch krankenversichert ?
Kommen sie mal aus den Puschen, keiner hier im Forum kann ihnen helfen !

von
Unmöglich

Zitiert von: Wallo
Zitiert von: Jana
Man kann doch nicht einfach einen anderen Arzt mitnehmen und hoffen, dass dann ein positiver Bescheid kommt.

Warum schickt man vorliegende Befunde nicht mit statt zu hoffen, dass diese angefordert werden? Und dann dauert es auch nicht so lange.

Erst formal innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen, gleichzeitig Gutachten anfordern.
Dann Widerspruchsbegründung schreiben. Zusammen mit Arzt nach Fehlern im Gutachten suchen. Noch nicht eingeschickte Befunde von den Ärzten nachreichen !
Falls man damit überfordert ist, Hilfe vom VDK oder über Anwalt holen.
Anbei: Warum beziehen sie schon nicht längst Alg 2, dann sind sie auch krankenversichert ?
Kommen sie mal aus den Puschen, keiner hier im Forum kann ihnen helfen !

Ja Wallo da haben Sie Recht. Ich beziehe bisher kein ALG2, weil ich das nicht wollte.. Mir graust es davor dorthin zu gehen! Ich habe zuerst von Ersparnissen gelebt und das Auto verkauft. Werde das morgen hinter mich bringen.

von
Schade

Momentan git es nur folgende Tipps an Sie:

Nicht über Vergangenes grübeln sondern jetzt tätig werden!

1) Widerspruch einlegen innerhalb der Monatsfrist.
2) mit Ärzten Kontakt aufnehmen und alles sammeln was zur Begründung der Rente wichtig sein könnte (und was Sie vielleicht längst hätten einreichen können)und das dann auch einreichen!
3) Das Ergebnis des Widerspruchs abwarten
4) Mögliche Geldansprüche auf ALG 2 beim Jobcenter geltend machen.

Was der letzte Gutachter vielleicht verkehrt gemacht hat, bringt Sie nicht weiter, vielleicht war ja auch Ihr Vorgehen nicht optimal? Enenso weiß keiner ob das Gutachten mit Begleitpersomn anders verlaufen wäre.

Mehr kann Ihnen im Forum niemand sagen, Spekulationen über kommende Gutachter und was wäre wenn bringt Sie nicht weiter.

Alles Gute

von
Jana

@unmöglich

Ich bin wegen einer psychischen Erkrankung (Depression, Angststörung, Zwangsstörung) in Erwerbsminderungsrente.

Soviel zu: das kann nur jeman schreiben, der nicht psychisch erkrankt ist.

Statt hier seitenweise rumzulamentieren, wäre es besser das Problem anzugehen.

Widerspruch, endlich alle vorliegenden Befunde einsenden, Anträge für ALG 2 stellen!

Aus gutem Grund will der DRV, dass sich unabhängige Gutachter jemanden ansehen. Deshalb wird kein Arzt - erst recht nicht kostenlos - mit Ihnen zum Gutachtertermin gehen.

Ich habe auch einige doofe Gutachter kennengelernt, die geradezu menschenverachtend mit mir umgegangen sind. Ja, das ist mies.
Aber auch total nette.
Unabhängig gewertet vom Ergebnis des Gutachten. Ich habe nur eines davon überhaupt gelesen.

Experten-Antwort

Hallo Unmöglich,

damit eine zutreffende Begutachtung sichergestellt ist, sind die Gutachter der Rentenversicherungsträger gehalten, in der Regel keine Begleitpersonen zuzulassen.

Sie sollte diesen Wunsch dennoch Ihrem Rentenversicherungsträger vorab mitteilen und begründen. Dann wird der Rentenversicherungsträger - wenn möglich - einen Gutachter auswählen, der eine Begleitperson während der Untersuchung zulässt. Der Gutachter kann dies jedoch ablehnen, wenn das Beisein einer weiteren Person die Untersuchung und damit die Ergebnisse beeinflussen würde.

In Ihrem Fall haben Sie jetzt die Möglichkeit gegen den erhaltenen Bescheid innerhalb der Widerspruchsfrist Widerspruch einzulegen. Das führt dazu, dass die ganze Sache nochmals komplett überprüft wird. Unter Umständen kommt es dann auch zu einer neuen Begutachtung.

In einem Widerspruchsverfahren kommt es auf eine ausführliche Begründung an, in der Sie am besten alles so schildern wie uns hier im Forum. Anschließend ist es sicherlich auch ratsam, Ihren behandelnden Facharzt ein ausführliches Statement dazu erstellen zu lassen. Alles was zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht vorgelegen hat, für Sie aber relevant erscheint, können Sie im Widerspruchsverfahren vorbringen.

Viele Grüße

von
Reiner

Hallo,

bei Verfahren vor dem Sozialgericht kann man sicherlich
bei orthopädischen Gutachten § 103 SGG und § 109 SGG nach Voranmeldung eine Begleitperson mitnehmen.

Bei psychiatrischen Gutachten wird zumindest ein Vorgespräch
und Nachgespräch mit Angehörigen oder einer adäquaten Begleitperson möglich sein. Manche Gutachter sind hierzu offen, um sich ggf. ein umfängliches Bild machen zu können.

Das oben genannte sollte auch bei DRV Gutachten möglich sein!
Wobei aber in der Regel (90%) eher von den DRV Gutachter abgelehnt wird. Hierbei sollte man aber "Standhaft" bleiben und eine Begleitperson ggf. durch einen Anwalt ankündigen.
Bei Ablehnung dies der DRV miteilen. Die DRV ist sicherlich behilflich einen entsprechenden Gutachter zu suchen.

Die "Gutachten Verfälschung" bei Mitnahme von einer adäquaten Begleitperson ist mehr eine Unterstellung gerade bei
orthopädischen etc. Gutachten. Die Begleitperson muss sich ruhig verhalten, darf nicht Fotografieren und Aufnehmen, aber auf Fragen sicherlich antworten.

Bei psychiatrischen Gutachten sind Begleitperson bei Vor und oder Nachgesprächen sicherlich erlaubt.

Sollte das psychiatrische DRV Gutachten inhaltlich nicht umfänglich sein oder den positiv Vorgutachten negativ
gegenüberstehen, sollte dies durch behandelte Fachärzte, Anwalt
geprüft und ggf. interveniert werden.
Bei für den Antragsteller sehr eklatanten Gutachten, kann
dies Gutachten (noch ggf. vor einem Widerspruch) abgelehnt werden.

Info:

Begleitperson Gutachter, Mitwirkungspflicht

12.01.2017, 14:33

Experten-Antwort

Hallo Lieselotte,

grundsätzlich hat jeder das Recht, zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand zu erscheinen. Ihre Bekannte hat jedoch keinen generellen Anspruch darauf, dass der vom Rentenversicherungsträger beauftragte medizinische Gutachterarzt eine Begleitperson während der Untersuchung zulassen muss. Sie sollte diesen Wunsch dennoch Ihrem Rentenversicherungsträger vorab mitteilen und begründen. Dann wird der Rentenversicherungsträger - wenn möglich - einen Gutachter auswählen, der eine Begleitperson während der Untersuchung zulässt. Der Gutachter kann dies jedoch ablehnen, wenn das Beisein einer weiteren Person die Untersuchung und damit die Ergebnisse beeinflussen würde.

Wenn vom Rentenversicherungsträger aus sozialmedizinischer Sicht die Notwendigkeit einer Begleitperson nicht gesehen wird, kann im Rahmen der Mitwirkungspflicht auch eine Begutachtung ohne Begleitung verlangt werden. Manchmal ist es aber schon ausreichend, wenn die begleitende Person nicht während der gesamten Untersuchung, sondern nur zu Beginn oder am Ende der Begutachtung anwesend ist.

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/begleitperson-gutachter-mitwirkungspflicht.html

Literatur hierzu Grundlagen der
Begutachtung
von Arbeitsunfällen
Erläuterungen für Sachverständige:

3.7.3 Mitnahme einer Begleitperson
Die Frage, ob Versicherte einen Anspruch auf eine Begleitperson (z. B. Verwandte, Ehegatten, Rechtsbeistand) bei der ärztlichen Begutachtung haben, sollte im Sozialrecht vor allem wegen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und des Grundsatzes eines fairen Verfahrens großzügig gehandhabt werden. Unabhängig vom rechtlichen Anspruch steht hinter dem Wunsch oftmals das Wissen um die entscheidende Weichenstellung für etwaige Sozialleistungsansprüche sowie eine Skepsis gegenüber einer objektiven Durchführung des Begutachtungsprozesses. Diese Sorge wird bei Ablehnung der Begleitperson verstärkt und damit die Akzeptanz des Begutachtungsergebnisses geschwächt. Dem Wunsch nach einer Begleitperson sollten Sachverständige deshalb aufgeschlossen gegenüberstehen.

Begleitpersonen haben nur eine beobachtende Funktion. Wird dies missachtet und kommt es zu nicht hinnehmbaren Störungen, dürfen Sachverständige die Untersuchung abbrechen. Die versicherten Personen sind dann auf die Folgen der Nichtfeststellbarkeit von anspruchsbegründenden Tatsachen hinzuweisen. Wegen ihres eigenen vorrangigen Persönlichkeitsrechts brauchen sie Ton- oder Foto-/Videoaufnahmen bei der Untersuchung selbstverständlich nicht zu dulden.

Quelle:
https://publikationen.dguv.de/praevention/arbeitsmedizin/3057/grundlagen-der-begutachtung-von-arbeitsunfaellen-erlaeuterungen-fuer-sachverstaendige

Grüße

von
Unmöglich

Wow ich danke sehr für die ausführliche Hilfe!!! Danke!!

von
Siehe hier

Zitiert von: Röhrich
Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Röhrich
Tut das Not, dass das hier so rumoxidiert?

Haben Sie auch noch etwas anderes zu sagen??

Sonst lesen Sie doch nur stillschweigend genießend einfach weiter mit ;-)

Was is'? Nich' ma in Ruhe 'n Ei legen kann man hiä!"

Nö. Klar nicht! Ist ja ein Rentenforum kein Abort. Da scheinen Sie also einiges zu verwechseln.

Aber wenn's Ihnen hilft... mit dem Tablet auf dem Plumpsklo...
weiterhin viel Spaß!

von
Siehe hier

Zitiert von: Unmöglich
Wow ich danke sehr für die ausführliche Hilfe!!! Danke!!

Hallo Unmöglich,

waren Sie beim Jobcenter heute wie von Ihnen geplant?? Und wie auch von anderen Ihnen vorgeschlagen...?

Nicht vergessen, ein Schritt nach dem anderen!!!

Widerspruch einlegen können Sie auch noch morgen. Aber erst einmal das Dach über dem Kopf sichern!

Und dann weiter 'kämpfen'.

Die richtige Reihenfolge ist wichtig!!

Wünsche Ihnen dafür viel Kraft und alles Gute!

von
Henry

Save water and shower together

von
Schlawickel

Zitiert von: Kontrolle

Aber der wird sich hüten, "unter Aufsicht" eines Oberarztes einer Klinik, ein fehlerhaftes Gutachten, zu Ungunsten des Antragstellers zu erstellen.

Da wäre ich mir nicht so sicher, denn die Sachverhalte werden von jedem Arzt anders beurteilt - so sind meine Erfahrungen. Auch wenn der Vertrauensarzt, hier der begleitende Psychiater als Oberarzt sicherlich unzweifelhaft über die entsprechende Kompetenz verfügt, so kann der Gutachter die Erwerbsfähigkeit dennoch ganz anders beurteilen. Denn hier ist ausschlaggebend, ob ich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt überhaupt mehr als 6 Stunden täglich tätig sein kann.

Unklar ist ja auch, ob überhaupt eine zweite Begurachtung erfolgt. Daher würde ich zunächst die Entscheidung der DRV abwarten. Sollte hier die Ablehnung kommen, kann immer noch Widerspruch eingelegt werden.

Und noch ein Hinweis aus eigener Erfahrung: Auch wenn der Gutachter Sie nach der Begutachtung als vermindert erwerbsfähig (3 bis unter 6 Stunden täglich) einstuft, heißt das noch nicht, dass das von der DRV auch so gesehen wird. Ist nämlich bei mir der Fall und es läuft das Widerspruchsverfahren.

Sollte es zu einer zweiten Begutachtung kommen, würde ich den Psychiater einfach mitnehmen.

Viel Erfolg und alles Gute.

von
Oh Mann

Zitiert von: Schlawickel
Zitiert von: Kontrolle

Sollte es zu einer zweiten Begutachtung kommen, würde ich den Psychiater einfach mitnehmen.

Viel Erfolg und alles Gute.

Auf die Gefahr hin, dass dieser ohne vorherige Genehmigung vor der Tür stehen bleiben muss. Eine ausgesprochen dumme Idee und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Psychiater sich auf so etwas einlässt.

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