Psychosomatische Reha

von
Löwe123

Hallo,

Bin aktuell zur Reha und benötige eure Hilfe.

Mein Reha-Ziele sind klar definiert:
Schmerzen lindern durch körperliche Anwendungen und Bewegungstherapie sowie berufliche Wiedereingliederung.

Ich habe mich bewusst für diese Reha Klinik entschieden, da laut Internetseite viele für mich angemessene Therapien unter der Kategorie Schmerzen hilfreich wären.

Leider sieht mein Therapieplan anders aus. Es handelt sich um einen einfachen psychosomatischen Therapieplan, der sich 0 an meine Beschwerden oder Reha-Ziele orientiert, wodurch sich mein Zustand auch bisher nur verschlechtert hat.

Auf Nachfrage wurde gesagt, dass es sich um eine psychosomatische Reha handelt und ein gewisser Anteil an psychosomatischen Therapien gemacht werden müssen, welche mir immer wieder ausgequatscht werden, obwohl ich das alles schon kenne und diese wirklich nicht hilfreich sind. Wie hoch ist dieser Anteil? Das Minimum würde ich ja verständlicherweise auch mitmachen. Ich fände es echt schade, wenn die Reha abgebrochen werden muss, weil die Therapien nicht angemessen und zielführende sind. Mir wurde auch hier in der Reha eine Schmerzstörung ohne somatischen Korrelat bescheinigt.

Diese Woche werde ich das noch über mich ergehen lassen. Ich möchte den Therapieplan der nächste Woche abwarten und notfalls Maßnahmen ergreifen, z.B. Beschwerde einreichen oder Vorsprache/Aussprache beim Oberarzt.

Welche Empfehlung könnt Ihr mir gegeben?

Ich bitte um Antworten, wie „selbst schuld“ oder „es ist halt eine psychosomatische Reha“ abzusehen.

Ich bitte um Verständnis und tatsächliche Ratschläge bezüglich meiner oben erwähnten Situation.

Schöne Grüße

von
Reha

Den einzigen vernünftigen Ratschlag haben Sie sich schon selber gegeben. Sprechen Sie mit den für Sie zuständigen Ärzten und/oder dem Sozialdienst der Klinik.
Nur so können Sie evtl. erforderliche Änderungen auch zeitnah herbeiführen.
Sollten diese Gespräche nicht mit dem von Ihnen gewünschten Ergebnis ändern, bleibt Ihnen immer noch die Beschwerde.
Ob und wann diese dann zu einer Änderung führen wird, steht allerdings in den Sternen.
Ein Forum kann Ihnen das persönliche Aktivwerden nicht ersetzen.

von
Paul

Das kann ich dir genau sagen, der Psychosomatische „Pflichtteil“ besteht aus 3 mal in der Woche Gruppentherapie a 90 Minuten ( 2 mal allgemein, 1 mal themenspezifischen) und einmal einzelne (30 Minuten).
An Sport ist üblicherweise Wassergym, Nordic Walking, Frühsport und MTT alles so 2-3 mal die Woche von der DRV vorgeschrieben , sowie Entspannungsübungen und Ergotherapie.

Den Rest solltest du dir auf freiwilliger Basis aussuchen dürfen, zb Yoga, Massagen, Akupunktur, Rückengym, Schmerzgymnastikgruppe, Bogensschiessen, rudern, kletter oder so, je nachdem was die Klinik anbietet.

Experten-Antwort

Hallo Löwe123,

hier im Forum können wir die Angelegenheit leider nicht klären.

Bitte sprechen Sie mit den Ärzten vor Ort.

von
Löwe123

Danke für die Antworten, ich warte nun den Therapieplan der kommenden Woche ab. Vielleicht hat sich da ja schon etwas verändert nach den Gesprächen. Den Psychosomatischen Pflichtteil, wie hier im Beitrag beschrieben, werde ich natürlich akzeptieren. Ich werde dann erneut das Gespräch suchen und dann die notwendigen Schritte einleiten.