Rache durch die DRV, wenn ich dem EMR-Antrag, 2 BSG-Urteile beifüge?

von
Vorschlag

Ich würde den EM-Antrag, direkt an die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, zu Händen Frau Gundula Roßbach persönlich/vertraulich schicken.

Sie kann dann eventuell, die unteren Mitarbeiter entsprechend anweisen, die Erwerbsminderungsrente zu bewilligen (ehe der Antragsteller, bei einer Ablehnung der EMR, eventuell die Bildzeitung informiert, die DRV beachtet BSG-Urteile nicht).

von
Martin

Zitiert von: Alois
Zitiert von: Bin total geschockt
Hallo,

mehrere Experten haben in einem anderen Thread hier im Forum empfohlen, bei der Beantragung der EM-Rente, zwei BSG-Urteile beizufügen.

Siehe hier hat jedoch am 06.09.2021 um 00:04 Uhr, als einziger, sehr bedrohlich geantwortet:

Zitatanfang:
"Der Entscheider wird vermutlich eher denken, dass Sie ihn für unfähig halten und Ihren Antrag erst einmal gaaaanz nach unten in den Stapel schieben.

Sie beantragen Ihre EM-Rente, weil Sie meinen Sie sind erwerbsgemindert, und einzig das weisen Sie nach und reichen dazu die Unterlagen ein.

Irgendwelche Kopien von Urteilen (welche auch immer) mit zuschicken können Sie sich sparen

Der Entscheider hat selbst einen dicken Wälzer gültiger Gesetze, und eine Sammlung evtl. in Ihrem Fall auch noch zu berücksichtigender Urteile, in denen er dann im Grenzfall noch mal nachschlägt.

Oder machen Sie auch schon die Abrechnung des Stromverbrauchs selbst und schicken Sie diese dem Stromanbieter mit, wenn Sie ihm den Zählerstand mitteilen???"
Zitatende

Beschränkt sich die Rache der DRV darauf, dass mein Antrag nur etwas? später bearbeitet wird, ich meine EM-Rente aber bekomme?

Oder geht die Rache soweit, dass mein Antrag ganz abgelehnt wird?

Mein Stromanbieter betrügt mich nicht um 50%, die Abrechnungen erfolgen Cent genau. Deshalb brauche ich die Abrechnung nicht selbst zu machen und dort hinzuschicken.

Die DRV lehnt aber, laut Forum, 50% aller EM-Anträge ab. Deshalb möchte ich die 2 BSG-Urteile, so wie in dem Thread, von mehreren Experten empfohlen, dem EM-Antrag beifügen.

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/erwerbsminderungsrente-0880ba1691/seite/4.html

Bei einem "normalen" Rentenantrag spielen diese Urteile keine Rolle. Erst wenn die dort benannten Konstellationen auf Sie zutreffen, kann eine Verweisung darauf eventuell nützlich sein. Im Prinzip geht es dabei um EM-Rente durch die Hintertür. Wenn Ihr Antrag bewilligt wird, kommen Sie erst gar nicht in diese Situation. Wird dieser abgelehnt und Ihre Situation ist die gleiche wie in den Urteilen (kurz:lange Fehlzeiten derzeit und fortfolgend) dann wäre das ein möglicher Weg.

Kleine Ergänzung zu den Konstellationen = Fehlzeiten:

Derzeit mehr als 26 Wochen krankgeschrieben + fortfolgend mehr als 26 Wochen krankgeschrieben = Erwerbsminderungsrente

Ich würde jedoch direkt darauf hinweisen. Dies ist der sehr viel kürzere Weg.

Für die Antragstellung noch gute und konkrete Tipps vom Experten @Jan:

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/erwerbsminderungsrente-0880ba1691/seite/5.html

Experten-Antwort

Liebe Teilnehmende am Forum,

bitte beachten Sie die Netiquette und bleiben Sie sachbezogen und respektvoll in Ihrer Kommunikation.
Ich habe einige unangemessene Beiträge entfernt.

Allen einen schönen Tag und beste Grüße
Ihr Admin

von
Expertenantwort abwarten

Zitiert von: Ich_fasse_es:nicht
Zitiert von:
Kleine Ergänzung zu den Konstellationen = Fehlzeiten:

Derzeit mehr als 26 Wochen krankgeschrieben + fortfolgend mehr als 26 Wochen krankgeschrieben = Erwerbsminderungsrente

Ich würde jedoch direkt darauf hinweisen. Dies ist der sehr viel kürzere Weg.

Jetzt fängt der Spinner schon wieder mit seinem Urteil an

Der Experte wird erneut darauf hinweisen, dass die hier immer wieder erneut auftauchenden, falschen Behauptungen bezüglich einer mehrmals 26 wöchigen Arbeitsunfähigkeit, allein ganz sicher nicht zur Gewährung einer Erwerbsminderungsrente führen.
Wer dem nicht glaubt, möge einen Antrag stellen und das Ergebnis abwarten. Die Realität kann dann sehr ernüchternd sein. Hier kann sich eben jeder noch so unqualifizierte Rentenlaie äußern und durch falsche Behauptungen unberechtigte Hoffnungen wecken. Vertrauen sollte man letztendlich aber nur den eindeutig gekennzeichneten Expertenantworten.
Diese allerdings wären aber mal gefordert, diesen immer wieder hochkochenden Unsinn durch klare Aussagen und die frühzeitige Schließung entsprechender Threads zu unterbinden.

von
Ach ja

Zitiert von: Vorschlag
Ich würde den EM-Antrag, direkt an die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, zu Händen Frau Gundula Roßbach persönlich/vertraulich schicken.

Sie kann dann eventuell, die unteren Mitarbeiter entsprechend anweisen, die Erwerbsminderungsrente zu bewilligen (ehe der Antragsteller, bei einer Ablehnung der EMR, eventuell die Bildzeitung informiert, die DRV beachtet BSG-Urteile nicht).

Frau Roßbach ist die Präsidentin der DRV Bund. Die DRV Bund ist in diesem Forum gar nicht präsent.
Daran merkt man wieder, welche rentenrechtlichen Laien sich hier melden. Traurig!

von
Schlawickel

Zitiert von: Bin total geschockt
Hallo,

mehrere Experten haben in einem anderen Thread hier im Forum empfohlen, bei der Beantragung der EM-Rente, zwei BSG-Urteile beizufügen.

Hallo,
wie viele hier schon geschrieben haben, ist für den Erfolg Ihres Antrages zunächst Ihr Gesundheitszustand und die sich daraus noch ableitende Erwerbsfähigkeit ausschlaggebend.

Ob durch das Beifügen von Urteilsbegründungen eine subjektiv anbweichende Entscheidung des Sachbearbeiters verursacht wird, ist eher etwas für die Glaskugel oder für Verschwörungstheoretiker. Dann können Sie auch mutmaßen, dass Ihr Antrag, wenn Sie aus Gelsenkirchen kommen und der Sachbearbeiter aus Dormund, sicher abgelehnt wird....

Spaß bei Seite. Stellen Sie den Antrag und fügen Sie alle ärztlichen Unterlagen bei. Ggfs. kommt es dann zur Begutachtung und diese wird Ihnen im Ergebnis schon eine erste Tendenz aufzeigen, wohin die Reise geht. Sollte dann nicht wie erhofft entschieden werden, bleibt Ihnen noch das Widerspruchsverfahren und bei einer erneuten Ablehnung dann das Klageverfahren.

Ihr Rechtsbeistand wird dann sicherlich im Klageverfahren (sollten Sie definitiv nicht alleine bestreiten) auch auf hilfreiche Urteile zurück greifen. Diesen sollten Sie aber wenn möglich schon im Widerspruchsverfahren in Anspruch nehmen.

Alle weiteren Mutmaßungen helfen Ihnen nicht weiter, sondern tragen nur zur Verunsicherung bei.

Experten-Antwort

Hallo Bin total schockiert,

für den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente müssen persönliche und versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein.

Zu den persönlichen Voraussetzungen gehört, dass der Versicherte erwerbsgemindert ist. Das heißt, dass er wegen Krankheit oder Behinderung grundsätzlich auf nicht absehbare Zeit außerstande sein muss, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei (volle Erwerbsminderung) oder sechs Stunden täglich (teilweise Erwerbsminderung) erwerbstätig zu sein. Die Entscheidung hierzu trifft der zuständige Rentenversicherungsträger unter Berücksichtigung der Gesamtumstände des jeweiligen Einzelfalls.

Wenn Sie Ihrem Antrag zwei BSG Urteile beifügen, wird Ihr Antrag weder verzögert bearbeitet noch alleine deswegen abgelehnt. Rache – egal in welcher Form - ist deswegen nicht zu befürchten. Die Rentenversicherung ist dazu verpflichtet, zu prüfen, ob die oben genannten Voraussetzungen objektiv erfüllt sind und muss dann eine Entscheidung treffen.

Da ein weiterer Erkenntnisgewinn unwahrscheinlich ist, schließe ich diesen Thread.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

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