Regelaltersrente + Arbeiten

von
Petermann

hallo,

ab 1.8.19 habe ich anspruch auf regelaltersrente.

ich habe mich mit meinem arbeitgeber geeinigt bis zum
1.8.20 (also 1 Jahr über regelalter) vollzeit weiter zu arbeiten.

mir geht es um folgende fragen:

ist es besser für mich ab 1.8.19 die regelaltersrente
zu beantragen?

oder ist es besser für mich die regelaltersrente erst zum 1.8.20 zu beantragen?

Hier ein paar Zahlen:

Mein Verdienst: 50.000 Euro Brutto / Jahr

gesetzlicher Rentenanspruch: ca. 1300 monatlich

VBL-Anspruch: ca. 100 monatlich

Steuerklasse 1 (nicht verheiratet)

DANKE für eure Hilfe!!

MfG

Petermann

Experten-Antwort

Hallo Petermann,

durch einen späteren Rentenbeginn über das Regeleintrittsalter hinaus steigern Sie Ihre Rente um jeden Monat um 0,5 % und erhalten damit bei einem späteren Einstieg in die Regelaltersrente einen Zuschlag zur Rente(z. B. bei einem Jahr somit 6% Rentenzuschlag).
Da wir hier Ihre persönliche Situation nicht weiter einschätzen können, empfehlen wir eine persönliche Beratung in Ihrer örtlichen Rentenservicestelle.

von
Hannes

Zitiert von: Experte/in

Hallo Petermann,

durch einen späteren Rentenbeginn über das Regeleintrittsalter hinaus steigern Sie Ihre Rente um jeden Monat um 0,5 % und erhalten damit bei einem späteren Einstieg in die Regelaltersrente einen Zuschlag zur Rente(z. B. bei einem Jahr somit 6% Rentenzuschlag).
Da wir hier Ihre persönliche Situation nicht weiter einschätzen können, empfehlen wir eine persönliche Beratung in Ihrer örtlichen Rentenservicestelle.


Da die Beratungsstellen z.Zt. sehr ausgebucht sind, sollte man evtl. auf Versichertenälteste/Versichertenberater hinweisen. Auch diese können wahrscheinlich Auskunft geben.

von
Kaiser

Zitiert von: Hannes
Zitiert von: Experte/in

Hallo Petermann,

durch einen späteren Rentenbeginn über das Regeleintrittsalter hinaus steigern Sie Ihre Rente um jeden Monat um 0,5 % und erhalten damit bei einem späteren Einstieg in die Regelaltersrente einen Zuschlag zur Rente(z. B. bei einem Jahr somit 6% Rentenzuschlag).
Da wir hier Ihre persönliche Situation nicht weiter einschätzen können, empfehlen wir eine persönliche Beratung in Ihrer örtlichen Rentenservicestelle.


Da die Beratungsstellen z.Zt. sehr ausgebucht sind, sollte man evtl. auf Versichertenälteste/Versichertenberater hinweisen. Auch diese können wahrscheinlich Auskunft geben.

Da wär ich mir nicht so sicher. Da gibt es solche und solche! Vorher bei der telefonischen Rücksprache mit dem Versichertenältesten/Versichertenberater besser abklären, ob er in der Lage ist, zur angesprochenen Problematik Auskunft zu geben.

von
Bernd

Vielleicht rechnet der Wolfgang die unterschiedlichen Varianten durch und gibt eine Empfehlung ab...

von
Klugpuper

Einfach bis Ende Oktober einen Beratungstermin buchen, dann ist der Rentenbeginn 1.8. noch möglich.

Ansatz für eigene Überlegungen:
Der Leistungsfall der VBL ist der Beginn einer Vollrente von der DRV. Also, warum 1200 Euro VBL-Rente liegen lassen?

von
Nor.

Zitiert von: Klugpuper
Einfach bis Ende Oktober einen Beratungstermin buchen, dann ist der Rentenbeginn 1.8. noch möglich.

Ansatz für eigene Überlegungen:
Der Leistungsfall der VBL ist der Beginn einer Vollrente von der DRV. Also, warum 1200 Euro VBL-Rente liegen lassen?

Die VBL-Rente beträgt nicht 1200, sondern nur 100 Euro !

Siehe Beitrag von Petermann

LG

von
Bartl

Hallo,

Sie können auch die Regelaltersrente ab dem 01.08.2019 beziehen und parallel dazu bis zum 01.08.2020 weiter arbeiten. Hinzuverdienst ist ab Regelaltersgrenze unschädlich möglich. Grundsätzlich wären Sie in der Beschäftigung ab 01.08.2019 wegen des Bezugs der Regelaltersrente versicherungsfrei. Sie könnten jedoch auf die Versicherungsfreiheit gegenüber Ihrem Arbeitgeber verzichten. Wenn Sie dies machen, werden aus der Beschäftigung Zuschlagsentgeltpunke ermittelt, die Ihre Rente nachträglich erhöhen. Dann hätten Sie dieses eine Jahr die Regelaltersrente parallel zu Ihrem Verdienst. Dies ist meines Erachtens günstiger, als ein Jahr auf die Rente zu verzichten, um dann eine 6 % höhere Rentenanwartschaft zu erhalten. Dies würde sich erst nach ca. 16 Jahren Rentenbezug lohnen. Außerdem ist bei einem Rentenbeginn im Jahr 2019 die Steuerbelastung um 2 % niedriger als bei einem Rentenbeginn im Jahr 2020.

Die Erhöhung der Rente um die nach Rentenbeginn ermittelten Zuschlagsentgeltpunkte erfolgt zum 1. Juli für das vergangene Kalenderjahr.

Die für die Beschäftigung vom 01.08.2019 bis 31.12.2019 gezahlten Beiträge erhöhen Ihre Rente ab 01.07.2020 und die Beiträge für 01.01.2020 bis 01.08.2020 erhöhen Ihre Rente ab 01.07.2021.

von
Klugpuper

Ein Jahr lang auf monatlich 100 Euro VBL-Rente verzichten, ergibt einen Gesamtverzicht von? 1200 Euro!

von
Petermann

Zitiert von: Bartl
Hallo,

Sie können auch die Regelaltersrente ab dem 01.08.2019 beziehen und parallel dazu bis zum 01.08.2020 weiter arbeiten. Hinzuverdienst ist ab Regelaltersgrenze unschädlich möglich. Grundsätzlich wären Sie in der Beschäftigung ab 01.08.2019 wegen des Bezugs der Regelaltersrente versicherungsfrei. Sie könnten jedoch auf die Versicherungsfreiheit gegenüber Ihrem Arbeitgeber verzichten. Wenn Sie dies machen, werden aus der Beschäftigung Zuschlagsentgeltpunke ermittelt, die Ihre Rente nachträglich erhöhen. Dann hätten Sie dieses eine Jahr die Regelaltersrente parallel zu Ihrem Verdienst. Dies ist meines Erachtens günstiger, als ein Jahr auf die Rente zu verzichten, um dann eine 6 % höhere Rentenanwartschaft zu erhalten. Dies würde sich erst nach ca. 16 Jahren Rentenbezug lohnen. Außerdem ist bei einem Rentenbeginn im Jahr 2019 die Steuerbelastung um 2 % niedriger als bei einem Rentenbeginn im Jahr 2020.

Die Erhöhung der Rente um die nach Rentenbeginn ermittelten Zuschlagsentgeltpunkte erfolgt zum 1. Juli für das vergangene Kalenderjahr.

Die für die Beschäftigung vom 01.08.2019 bis 31.12.2019 gezahlten Beiträge erhöhen Ihre Rente ab 01.07.2020 und die Beiträge für 01.01.2020 bis 01.08.2020 erhöhen Ihre Rente ab 01.07.2021.

Hallo,

vielen Dank für die Rückmeldung.

Wenn ich die Rente beantrage und weiter arbeite muss ich mit einer Steuernachzahlung von rund 3500 Euro rechnen! Ich tendiere eher zunächst auf die Rente zu verzichten.

Muss ich jemanden informieren wenn ich keinen Rentenantrag stelle ??

Danke,

Grüße
Petermann

von
Klugpuper

Sie wollen auf 5 × 1300 EUR = 6500 EUR verzichten (plus 5 × 100 EUR VBL), weil Sie 3500 EUR Steuernachzahlung scheuen?

Nach meiner Rechnung sind 7000 EUR mehr als 3500 EUR, aber das ist alles Ihr Bier.

Wenn Sie keinen Rentenantrag stellen, müssen Sie niemanden informieren.

von
Nor.

Zitiert von: Klugpuper
Sie wollen auf 5 × 1300 EUR = 6500 EUR verzichten (plus 5 × 100 EUR VBL), weil Sie 3500 EUR Steuernachzahlung scheuen?

Nach meiner Rechnung sind 7000 EUR mehr als 3500 EUR, aber das ist alles Ihr Bier.

Wenn Sie keinen Rentenantrag stellen, müssen Sie niemanden informieren.

Hallo Klugpuper,

bei einem Verzicht hat er doch aber ab 08/2020 eine deutlich höhere Rente???

von
senf-dazu

bei einer geschätzten Rente von 1300 sind 6% mehr etwa 80 Euro.
Die 3500 Euro sind also schon nach 4 Jahren wieder drin.
Andererseits ist der Steuer-Freibetrag geringer ...

Nun ja, Infos sind nun genug vorhanden, entscheiden muss Petermann ...

von
W*lfgang

Zitiert von: Bernd
Vielleicht rechnet der Wolfgang die unterschiedlichen Varianten durch und gibt eine Empfehlung ab...

Bei Verzicht auf
15.600 € Rente
+ 4.650 € zusätzliche Beitragszahlung aus 50.000 €
+ 1.200 € keine VBL
= 21.450 € 'Verlust' in diesem Jahr Weiterarbeit

muss dass aus dem verschobenen Rentenbeginn/Mehrbetrag erst mal aufgeholt werden.

Grob überschlagen gibt es durch verschobenen Rentenbeginn über RAG mit den zusätzlich 'erwirtschafteten' Entgeltgelten + Zuschlag auf die gesamte Rente etwa 140 €.

Damit wäre der oben genannte Betrag/Verlust schon in 13 Jahren wieder im eigenen Konto/lohnt 'total' in der heutigen Finanzwelt ...aber, auch bei ggf. noch 'kürzeren' Amortisierungssphasen kenne ich keinen Versicherten, der bei Weiterarbeit über Regelaltersgrenze die Option der Pflichtversicherung gezogen hat - Zahlen neutral vorstellen, der 'Kunde' bewertet/entscheidet es :-)

Gruß
w.

von
Modi1969

Hallo,

Ergänzung zu den Vorbeiträgen:
Sollte mit Rente 1 Jahr gewartet werden (Plan) und in dem geplanten Arbeitsjahr tritt plötzlich schwere Krankheit auf, steht Petermann nach der Lohnfortzahlung (sofern ges. KV) ohne Krankengeld da (älter als Regelalter) und hat dann aus finanziellen Gründen Druck, schnellstmöglich Rente zu beantragen ( Terminvorlauf bei RV bedenken...). Bezieht er dagegen neben der Arbeit seine Rente, fällt er im Krankheitsfall nicht ins finanzielle Loch und ist die im ersten Fall genannten existenziellen Probleme los.
Es sollte auch über den Steuerberater gerechnet werden, wie sich Rente + Lohn MIT/OHNE Verzicht auf Vers.freiheit letztendlich auswirken. Ggf. kommt der Amortisierungszeitpunkt der weiter einbehaltenen Rentenbeiträge unter Berücksichtigung der steuerlichen Effekte schneller, als wenn man nur einbehaltene Beitragsanteile mit Zuwachs in der Rente vergleicht...