Regelaltersrente erreicht, möchte Vollzeit weiter arbeiten

von
Gerry

Hallo, beziehe seit 01.02.2019 meine Regelaltersrente.
Da ich noch recht fit bin möchte ich noch weiter arbeiten gehen,
130 Std. im Monat. Meine Rente liegt knapp über 1000.- Euro.
Muß ich dieses meiner Rentenversicherung mitteilen.
Danke schon mal.

von
chi

Wenn die Regelaltersgrenze erreicht ist, gibt es keine Anrechnung von Hinzuverdienst auf die Rente. Deshalb muß auch die Rentenversicherung nicht darüber informiert werden.

Sie müssen einzig mit dem Arbeitgeber klären, daß der Sie weiter beschäftigt, und ihm mitteilen, ob Sie weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung zahlen wollen (nicht mehr verpflichtend, würde aber die Rente jährlich erhöhen).

Experten-Antwort

Hallo Gerry,

ab Erreichen der Regelaltersgrenze ist der Hinzuverdienst unbegrenzt. Sie müssen der Rentenversicherung somit nicht mitteilen ob und in welchem Umfang Sie arbeiten.

Wenn Sie als Arbeitnehmer tätig sind, besteht Versicherungsfreiheit d.h. Sie müssen keinen Arbeitnehmer-Anteil mehr zur Rentenversicherung zahlen.
Sie könnten jedoch gegenüber Ihrem Arbeitgeber erklären, dass Sie auf die Versicherungsfreiheit verzichten. Dann wird Ihr Arbeitnehmer-Anteil weiter abgezogen und Ihr Anteil und der des Arbeitgebers fließt in Ihr Rentenkonto. Jeweils zum 01.07 wird Ihre Rente dann um die Steigerung aus den Beiträgen und Zuschlägen erhöht.

Gerne können Sie sich hierzu in einer unserer Beratungsstellen beraten lassen.

von
Modi1969

Hallo,

Sie dürfen als Regelalter aus Sicht der Altersrente unbegrenzt hinzuverdienen (bei evtl. Hinterbliebenenrente stets Einkommensanrechnung, egal wie alt Sie sind..).
Der Arbeitgeber zahlt immer seinen Anteil, der aber Ihre Rente nicht steigert, sofern Sie nicht auf die Versicherungsfreiheit verzichten.
Durch die (unwiderrufliche) Erklärung lösen Sie jährliche Zuschlagsberechnungen Ihrer Altersrente jeweils zum 1.7. (erstmals zum 1.7.20 bei Erklärung in 2019..) aus, die mit zunehmendem Alter immer größer ausfallen.
In der Beratungsstelle DER DRV hierzu gerne weitere, ausführlichere Info...

von
Xyz

Zitiert von: chi
Wenn die Regelaltersgrenze erreicht ist, gibt es keine Anrechnung von Hinzuverdienst auf die Rente. Deshalb muß auch die Rentenversicherung nicht darüber informiert werden.

Aber Sie zahlen auf diesen Verdienst Steuern der Steuerklasse 6, so es sich nicht um einen Minijob (450 Euro) handelt.

Sie müssen einzig mit dem Arbeitgeber klären, daß der Sie weiter beschäftigt, und ihm mitteilen, ob Sie weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung zahlen wollen (nicht mehr verpflichtend, würde aber die Rente jährlich erhöhen).

Dieser Arbeitgeber ist dann ihr 2. Arbeitgeber, deshalb die Abzüge der Steuerklasse VI.

Beiträge zur Arbeitslosenversicherung müssen sie als Regelaltersrentner nicht mehr entrichten.

von
Xyz

Zitiert von: Experte/in
Hallo Gerry,

ab Erreichen der Regelaltersgrenze ist der Hinzuverdienst unbegrenzt. Sie müssen der Rentenversicherung somit nicht mitteilen ob und in welchem Umfang Sie arbeiten.

Wenn Sie als Arbeitnehmer tätig sind, besteht Versicherungsfreiheit d.h. Sie müssen keinen Arbeitnehmer-Anteil mehr zur Rentenversicherung zahlen.
Sie könnten jedoch gegenüber Ihrem Arbeitgeber erklären, dass Sie auf die Versicherungsfreiheit verzichten. Dann wird Ihr Arbeitnehmer-Anteil weiter abgezogen und Ihr Anteil und der des Arbeitgebers fließt in Ihr Rentenkonto. Jeweils zum 01.07 wird Ihre Rente dann um die Steigerung aus den Beiträgen und Zuschlägen erhöht.

Gerne können Sie sich hierzu in einer unserer Beratungsstellen beraten lassen.

Sie antworten immer nur aus der DRV Sicht. M. E. ist das grenzwertig, wenn Sie wirklich beraten wollen.
In diesem Fall: wer 130 Std arbeitet, der übt keinen Minijob aus. Mithin sind ihre Aussagen ja richtig.

Mir fällt in Gesprächen immer auf, dass die Menschen glauben, die Rente bekommen Sie brutto für netto. Kommt dann z. B. bei Ehepaaren die 1. Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung und damit dann die Aufforderung zu den 1/4 jährlichen Vorauszahlungen, ist die Überraschung meist groß bis unfassbar.
Und die Erkenntnis, dass das gezahlte nach Steuern, KV und PV Zahlung hinten und vorne nicht reicht, ist schrecklich. In unserer Nachbarschaft werden die mühsam erkämpften Eigenheime wegen Renteneintritt Stück für Stück notverkauft. Wie lange wir noch durchhalten?

Nicht böse sein, Sie geben sich viel Mühe, dafür Danke, aber es ist eben immer nur die halbe Beratung/Hinweis.

Wir haben alle gearbeitet wie die Weltmeister, allein: als Vorsorge für das Alter reicht es nun nicht.

von
W*lfgang

[quote=315642]Sie antworten immer nur aus der DRV Sicht./quote]

Hallo Xyz,

aus welcher Sicht sollte denn ein Forum der DRV sonst arbeiten/rechtlich zulässig *beraten = schlicht nur unverbindlich informieren? ;-)

Natürlich gibt es auch schon mal einfach gehaltene 'Tipps' zu Steuern + KV/PV - IMMER mit dem Hinweis verbunden, sich an die sachwissenden Berufsgruppen/-behörden zu wenden, um DEREN Forderungen mit der eigenen Renten-/Einkommenssituation verbindlich feststellen zu lassen.

Gruß
w.

von
Daneben

Zitiert von: Xyz
Zitiert von: Experte/in
Hallo Gerry,

ab Erreichen der Regelaltersgrenze ist der Hinzuverdienst unbegrenzt. Sie müssen der Rentenversicherung somit nicht mitteilen ob und in welchem Umfang Sie arbeiten.

Wenn Sie als Arbeitnehmer tätig sind, besteht Versicherungsfreiheit d.h. Sie müssen keinen Arbeitnehmer-Anteil mehr zur Rentenversicherung zahlen.
Sie könnten jedoch gegenüber Ihrem Arbeitgeber erklären, dass Sie auf die Versicherungsfreiheit verzichten. Dann wird Ihr Arbeitnehmer-Anteil weiter abgezogen und Ihr Anteil und der des Arbeitgebers fließt in Ihr Rentenkonto. Jeweils zum 01.07 wird Ihre Rente dann um die Steigerung aus den Beiträgen und Zuschlägen erhöht.

Gerne können Sie sich hierzu in einer unserer Beratungsstellen beraten lassen.

Sie antworten immer nur aus der DRV Sicht. M. E. ist das grenzwertig, wenn Sie wirklich beraten wollen.
In diesem Fall: wer 130 Std arbeitet, der übt keinen Minijob aus. Mithin sind ihre Aussagen ja richtig.

Mir fällt in Gesprächen immer auf, dass die Menschen glauben, die Rente bekommen Sie brutto für netto. Kommt dann z. B. bei Ehepaaren die 1. Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung und damit dann die Aufforderung zu den 1/4 jährlichen Vorauszahlungen, ist die Überraschung meist groß bis unfassbar.
Und die Erkenntnis, dass das gezahlte nach Steuern, KV und PV Zahlung hinten und vorne nicht reicht, ist schrecklich. In unserer Nachbarschaft werden die mühsam erkämpften Eigenheime wegen Renteneintritt Stück für Stück notverkauft. Wie lange wir noch durchhalten?

Nicht böse sein, Sie geben sich viel Mühe, dafür Danke, aber es ist eben immer nur die halbe Beratung/Hinweis.

Wir haben alle gearbeitet wie die Weltmeister, allein: als Vorsorge für das Alter reicht es nun nicht.

Hier im Forum wird nicht umfangreich beraten, hier werden Fragen beantwortet. Der Experte hat die gestellte Frage beantwortet. Nach Steuern, KV und PV und ähnlichem wurde überhaupt nicht gefragt.

Zudem ***dürfen*** die Experten der Rentenversicherung auch gar keine steuerrechtlichen Beratungen durchführen.