Reha

von
Beate

Hallo ans Forum,
ich wurde von der DRV aufgefordert eine Rehamassnahme anzutreten, im Rahmen einer Weitergewährung der vollen Erwerbsminderungsrente. Ich bin aber leider überhaupt nicht in der Lage dazu. Wie kann ich die Reha abwenden? Was muss ich beachten?
Bitte um Rat.
Viele Grüße Beate

von
Groko

Zitiert von: Beate

Hallo ans Forum,
ich wurde von der DRV aufgefordert eine Rehamassnahme anzutreten, im Rahmen einer Weitergewährung der vollen Erwerbsminderungsrente. Ich bin aber leider überhaupt nicht in der Lage dazu. Wie kann ich die Reha abwenden? Was muss ich beachten?
Bitte um Rat.
Viele Grüße Beate


Geh arbeiten und die Reha ist passe

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Beate,

Ihr Rentenversicherungsträger ist verpflichtet, im Rahmen der Antragstellung zur Weiterzahlung der Rente zu prüfen, ob eine Reha-Maßnahme die Erwerbsfähigkeit vielleicht bessern könnte. Offenbar wurde bei Ihnen die Aussicht gesehen, dass eine Reha-Maßnahme erfolgversprechend sein könnte. Wenn Sie dies nicht so sehen oder auch, wenn Sie sich derzeit nicht rehafähig fühlen, sollten Sie das am Besten mit Ihren behandelnden Ärzten besprechen und dies dann schriftlich Ihrem RV-Träger mitteilen und möglichst entsprechende ärztliche Unterlagen beifügen. Inwieweit dann eine andere Entscheidung getroffen wird, kann ich von hier nicht beurteilen. Sie sollten jedoch auch bedenken, dass Sie hinsichtlich der Besserung Ihrer Erwerbsfähigkeit auch Mitwirkungspflichten haben und ggf. die Zahlung der Rente versagt werden kann, wenn Sie - ohne ausreichende Gründe - nicht an der Reha teilnehmen.

von
Kahla

Hallo Beate,

nicht ohne wichtigen Grund sind Sie jetzt von der DRV aufgefordert worden, eine Rehamassnahme zu absolvieren. Irgendwas muss bei Ihnen gesundheitlich zwischen Ihrem EMR Erstantrag und Ihrem Weitergewährungsantrag positiv verändert haben. Also wenn Sie der Meinung sind dass sie die Reha Maßnahme nicht antreten können dann lassen Sie sich das von Ihrem Arzt bescheinigen. Vielleicht möchten Sie ja wieder arbeiten, dann würde ich die Reha Maßnahme antreten und dann sind Sie wahrscheinlich wieder gesund.

Mfg

von
Beate

Danke für die Antworten. Ich verstehe nicht wie der Gutachter nach so kurzer Zeit ( ca. 30 Min) darauf kommt das sich etwas gebessert hat. Zum Gutachter selbst fehlen mir sowieso die Worte. Ich habe einige Tage gebraucht um mich von dem Gutachten zu erholen. Mein Gesundheitszustand hat sich verschlechtert, nicht gebessert .Und ich war erst vor ca. 3 Jahren zur Reha.
Dann werde ich das das nochmal mit meinem Arzt besprechen. Rehafähig bin ich nicht, sonst würde ich die Reha ja antreten.

Also benötige ich eine Art Bescheinigung das ich die Reha nicht machen kann, richtig?Bekommt diese dann die Rehaklinik oder die DRV?

Beate

von
Herz1952

Mir scheint es so, als ob Beate Angst hat, dass durch die Reha die Erwerbsminderung behoben werden könnte... ;-)

von
Kahla

Die Aufforderung kam ja von der DRV deshalb würde ich die Bescheinigung per Einschreiben dorthin schicken. Ich weiß ja nicht wann der Termin bei der Reha ansteht vielleicht ein kurzer Anruf damit die auch informiert sind. Das mit dem Gutachten ist ein Thema für sich. Jeder hat da seine subjektive Meinung dazu. Es hört sich auch danach an dass sie irgendwann die Reha durchführen möchten. Würde ich vielleicht mit Ihrem Arzt und in der Bescheinigung erwähnen. Das einzige was Sie noch tun können, ist ihre Krankenakte so gut wie es geht auf den aktuellen Stand zu bringen.

Beste Gesundheit und alles Gute.

Mfg
Kahla

von
=//=

Der Gutachter hat Sie vielleicht nur 30 Minuten gesehen. Aber die ärztlichen Unterlagen lagen ihm mit Sicherheit vorher vor. Und Sozialmediziner haben Erfahrung, bei welchem Krankenbild eine Reha-Maßnahme sinnvoll sein könnte.

Wenn eine Reha-Maßnahme vorgeschlagen wird, heißt das ja nicht, dass sich Ihr Gesundheitszustand bereits gebessert hat. Aber durch eine medizinische Reha-Maßnahme LÄSST SICH IHR LEISTUNGSVERMÖGEN EVTL. VERBESSERN. Deshalb sollte zunächst diese Maßnahme durchgeführt werden.

Wenn Sie keinen plausiblen Grund haben (z.B. absolut nicht rehafähig wegen schwerer Erkrankung), sollten Sie die Maßnahme unbedingt antreten. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass eine "grundlose" oder fadenscheinige Ablehnung nicht sehr gut bei der DRV ankommt, abgesehen davon, dass Sie Mitwirkungspflichten haben.

Die Bescheinigung über die Nichtaufnahme der Reha-Maßnahme müssen Sie natürlich an die DRV senden, denn diese ist schließlich Kostenträger.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Beate,

auch aus meiner Sicht müssen Sie das unbedingt zuallererst mit der DRV klären. Es geht ja bei Ihnen nicht "nur" darum, eine angedachte Reha etwas hinauszuschieben, sondern um die Entscheidung über die weitere Rente nach Ablauf der Befristung. Wenn ich Sie richtig verstehen, ist es ja Ihr Anliegen, zunächst die EM-Rente weiter zu zahlen, ohne eine Reha durchzuführen und darüber kann nur Ihr RV-Träger entscheiden.

von
Beate

Ja, danke. Ich bin erstmal nicht fähig eine Reha zu machen. Dann kläre ich den Rest mit meinem Arzt und der mit der DRV. Selbst ein Akutklinikaufenthalt war mir bisher nicht möglich.Es ist schlimm, wenn man nicht kann, aber soll. Es geht einfach nicht. Ich brauche Ruhe und keine solchen Aufregungen ständig mit den Behörden.
MfG
Beate

von
Herz1952

Zitiert von: Beate

Es geht einfach nicht. Ich brauche Ruhe und keine solchen Aufregungen ständig mit den Behörden.

Richtig so! Schön den ganzen Tag vor der Glotze hängen und ausspannen. So werden Sie wieder richtig gesund...

von
Herz1952 das Richtige

Hallo Beate,

eigentlich haben Sie nach § 1 SGB V, nur die Pflicht darauf zu achten, dass Ihre Gesundheit nicht weiter gefährdet wird. Sollte eine Reha Ihrer Gesundheit sogar schaden, darf Sie eigentlich niemand dazu zwingen. Dies verstößt nämlich sogar gegen das Grundgesetz. Aber leider wird dieses oft nicht beachtet und es gibt sogar noch ein Patientenschutzgesetz, das zum Teil in das Bürgerliche Gesetzbuch eingebunden ist. Aber dies scheint für Ärzte ein chinesisches Fremdwort zu sein. Außerdem haben sowohl Ärzte und Gutachter so gut wie keine Rechtskenntnisse.

Achten Sie deshalb beim Attest Ihres Arztes darauf, dass es vollständig und Ihrer Meinung nach Richtig ist.

Manche Ärzte können das nicht (oder wollen sich keine große Arbeit machen). Deshalb kommt es auch dadurch zu Fehlentscheidungen von Gutachtern. Diese können bei vielen Krankheiten die Tatsachen nicht genau kennen. Dies liegt leider in der Natur der Sache. Außerdem sind diese auch oft voreingenommen.

Aber es gibt auch Fälle, bei denen die Reha vorzeitig durch die Reha-Klinik abgebrochen wird, weil sie nicht (zur Zeit wenigsten nicht) sinnvoll ist.

Allerdings sind die Rehakliniken "erfolgsorientiert" und Gutachten werden oft geschönt.

Warten Sie erst einmal ab, was die Rentenversicherung zum Attest sagt. Die RV ist auch nicht unbedingt daran interessiert unnütz, bzw. vorzeitig noch mehr Geld auszugeben.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952 das Richtige

eigentlich haben Sie nach § 1 SGB V, nur die Pflicht darauf zu achten, dass Ihre Gesundheit nicht weiter gefährdet wird. Sollte eine Reha Ihrer Gesundheit sogar schaden, darf Sie eigentlich niemand dazu zwingen. Dies verstößt nämlich sogar gegen das Grundgesetz. Aber leider wird dieses oft nicht beachtet und es gibt sogar noch ein Patientenschutzgesetz, das zum Teil in das Bürgerliche Gesetzbuch eingebunden ist. Aber dies scheint für Ärzte ein chinesisches Fremdwort zu sein. Außerdem haben sowohl Ärzte und Gutachter so gut wie keine Rechtskenntnisse.....

Manche Ärzte können das nicht (oder wollen sich keine große Arbeit machen). Deshalb kommt es auch dadurch zu Fehlentscheidungen von Gutachtern. Diese können bei vielen Krankheiten die Tatsachen nicht genau kennen. Dies liegt leider in der Natur der Sache. Außerdem sind diese auch oft voreingenommen.....

Allerdings sind die Rehakliniken "erfolgsorientiert" und Gutachten werden oft geschönt.


So viel dummes Zeug auf einmal liest man auch nicht jeden Tag.

Erstens wird im vorliegenden Fall niemand dazu gezwungen, gegen seinen Willen eine Reha anzutreten.
Allerdings liegt es im Verantwortungsbereich des Betroffenen, seine Reha-Unfähigkeit mit geeigneten Nachweisen glaubhaft zu machen.

Zweitens dürften die allermeisten Ärzte erheblich mehr Ahnung von dieser Materie haben, als der "Richtige @Herz1952" jemals haben wird.

Kurz: Der Frisör von "@Herz1952 dem Richtigen" wird von dessen "Fachwissen" bestimmt schwer beeindruckt sein.....;-)

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: Beate

Selbst ein Akutklinikaufenthalt war mir bisher nicht möglich.

Wie kann man denn bitteschön zu krank für einen Akutklinikaufenthalt sein?
Wer gesund ist, benötigt meines Wissens keine Akut-Kliniken....

MfG

von
Beate

Ich danke Herz1952 für seine hilfreichen Informationen und allen die mir zielführend weiterhelfen wollten.
Auf alles Andere werde ich hier nicht eingehen.
Denn was ist das bitte für ein Forum der DRV! in dem ratsuchende Menschen niedergemacht werden und einem irgendwelche Dinge einfach unterstellt werden! Da sollte sich der Forenbetreiber schleunigst etwas einfallen lassen.
Das ist unter aller Würde.
Beate

von
Herz1952

Zitiert von: Beate

Ich danke Herz1952 für seine hilfreichen Informationen

Bitte, gerne geschehen!

von
HotRod

Zitiert von: Herz1952

Mir scheint es so, als ob Beate Angst hat, dass durch die Reha die Erwerbsminderung behoben werden könnte... ;-)

Völlig zu Recht !

Vermutlich dient die Reha-Aufforderung dem Zweck, die Überleitung ins Hartz4-System vor zu bereiten.
Den Rest erledigen die Reha-Ärzte.
Daß so eine Reha-Aufforderung für jeden EU-Rentner ein Alptraum ist, kann ich gut verstehen !

Mahlzeit !

von
KSC

Die Antwort auf die gestellte Frage ist doch letztlich ganz einfach:

Gelingt es Beate (und ihren Ärzten) die DRV im konkreten Einzelfall davon zu überzeugen dass sie 1) nicht in eine Reha gehen kann (sei es nun dauerhaft oder nur vorübergehend) und dass sie 2) weiterhin erwerbsgemindert ist, dann braucht sie nicht zur Reha und bekommt die Rente weiter.

Gelingt es nicht die DRV von Beates Meinung zu überzeugen und Beate geht nicht zur Reha, wird die DRV mit ziemlicher Sicherheit den Verlängerungsantrag nicht bearbeiten und wegen fehlender Mitwirkung die Rente nicht verlängerm.

Das Risiko Ihres Handelns liegt bei Beate, die so oder so die Folgen zu tragen hat.

Was dabei herauskommt weiß niemand im Forum,

Schönes Wochenende und Beate alles Gute

von
Herz1952, das Richtige

Hallo Schorsch,

ich musste leider feststellen, dass ich mein "Krankheitsmanagement" selbst in die Hand nehmen muss.

Ich habe erst jetzt wieder ein Medikament gebraucht, das mir der Arzt nicht verschreiben wollte, weil er Regress-Ansprüche befürchtet hat. Das Medi war nur über das Ausland zu beziehen, weil die Firma den Vertrieb in Deutschland eingestellt hat, weil der G-BA keinen Zusatznutzen erkannte. Es hatte aber einen erheblichen Zusatznutzen, sogar nach den Richtlinien des IQWiG, das die Bewertung medizinisch vornimmt.

Ich habe die Krankenkasse angeschrieben und die Situation geschildert und mit den entsprechenden Attesten von 2 Ärzten versehen zum MDK der KK geschickt. Eine Bemerkung hat gelautet: Ich weis, dass eigentlich kein Antrag erforderlich ist, aber der Arzt hat darauf bestanden hat, da er wohl "AOK" geschädigt ist. Es handelte sich um eine Regressforderung in einem ähnlichen Fall. Er wollte mir noch ein anderes Medikament verschreiben, bei dem es nicht zu einer Q-T-c Zeitverlängerung kommen sollte, dafür aber eine Tachykardie ausgelöst werden konnte. Das konnte mein Herz aber auch nicht vertragen und ich wäre in "Teufels Küche" gekommen. (Kammerflimmern durch Tachykardie und "aus die Maus" evtl. trotz Defi.)

Nach ein paar Tagen wollte ich nachfragen bei der Post, ob mein Schreiben schon zugestellt wurde. (Einwurfeinschreiben). Da lag aber schon im Briefkasten ein Schreiben der BARMER, dass Sie die Kosten bis zum 18. Januar 2018 übernehmen und ich mich dann nochmal melden sollte.

Eigentlich ging es nur um Formsachen, wie Auslandsstatistik und Qualitätsprüfung des Medikamentes.

Das Gesundheitssystem ist "ein Staat im Staate". Es ist die Selbstverwaltung von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen. Die haben es fertiggebracht, dass den nicht einmal das Gesundheitsministerium etwas zu sagen hat. Kranke dürfen in diesem System nicht im geringsten mitbestimmen. Die Selbstverwaltung besteht auch nur aus gesunden Menschen.

Kürzlich stand in der Zeitung: 2 Drittel aller neuen Medikamente ohne Zusatznutzen (G-BA). Eine glatte Lüge durch Fehlbewertung G-BA, der für die Bewertung der Medikamente für GKV-Versicherte zuständig ist.

Es war nicht das erste Medikament mit angeblich keinem Zusatznutzen, obwohl mir mehre Ärzte versicherten es sei für mich sehr gut (und für andere auch), aber der G-BA empfand dies nicht so, denn es war ja teurer. Viele Ärzte wissen das auch, dass der G-BA falsch bewertet, trauen sich aber nicht so ein Medikament zu verschreiben, selbst wenn es einen großen Nutzen für den Patienten hat.

Ach ja, der Arzt hat Widerspruch eingelegt gegen die Regressforderung. Aber das wird wohl leider "dauern". Aber wenigstens er hat das kapiert. Anderen Ärzten geht der "Hintern" auf Grundeis. Auch deshalb, weil sie nicht einmal die offiziellen Verschreibungsregeln und das SGB V (Krankenkassenrecht mit Hinweis auf die Möglichkeiten, die Ärzte im "Einzelfall" haben. Ich bin leider nicht der einzige "Einzelfall".

In Deutschland ist überall "Gutantanamo", wo es kranke Kassenpatienten gibt, die etwas "aus der Reihe" tanzen mit ihren Krankheiten.

Wenn man dieses System kennt, dann stehen auch noch einem Glatzkopf die Haare zu Berge :-).

MfG

von
Herz1952, das Richtige

Hallo Schorsch,

ich kann mir vorstellen, warum Sie für eine Akutklinik zu krank ist und für welche. Zum Schutz von Beate gehe ich aber darauf auch weiter nicht ein.

MfG