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Reha–Abbruch

von
Selina Franz

Hallo,

ich habe eine Frage, die mir sehr wichtig ist und hoffe, dass mir jemand eine Antwort geben kann.
Und zwar bin ich momentan in Süddeutschland in einer Suchtreha, die ich auf eigenen Wunsch beantragt habe und von der DRV bewilligt bekam. Nun bin ich seit einigen Wochen hier und mir gefällt es hier nicht, aufgrund der Mitpatienten. Ein Großteil ist wegen des Paragaph 35 hier. Das bedeutet Therapie statt Haft. Dementsprechend rau ist hier auch der Umgangston. Ich leide darunter sehr, auch wenn ich bis jetzt noch nicht in einen Konflikt geraten bin.
Ich habe davor ALG 1 bezogen und die DRV genehmigt mir jetzt das Übergangsgeld.
Was kann ich tun, ich ertrage die Atmosphäre hier einfach nicht und möchte auch nicht plötzlich abbrechen, weil ich Angst vor den Konsequenzen habe.
Aber mir geht es von Tag zu Tag schlechter, weil ich wenig Mitpatienten an meiner Seite habe, die wie ich sind.
Kann mir jemand helfen?

von
Schorsch

Ich empfehle Ihnen, baldmöglichst einen Gesprächstermin mit dem Sozialdienst der Klinik zu vereinbaren und dort Ihre Probleme vorzutragen.

In so einer wie von Ihnen beschriebenen Umgebung würde auch ich mich nicht wohlfühlen und schnellstmöglich das Weite suchen.

Bestimmt gibt es auch Therapieeinrichtungen mit angenehmerer Atmosphäre.
Und der Sozialdienst Ihrer Einrichtung sollte eigentlich dazu in der Lage sein, Ihnen entsprechende Auskünfte zu erteilen.

MfG

Experten-Antwort

Hallo "Selina Franz",
in keinem Fall sollte gleich ein Abbruch in Erwägung gezogen werden, dieser stellt vielmehr eine letzte Möglichkeit dar, wenn keine anderen vertretbaren Lösungen erarbeitet werden konnten.
Wir empfehlen Ihnen daher, Ihre Eindrücke zunächst im Rahmen einer vertrauensvollen Diskussion mit den in der Klinik zuständigen Therapeuten und/oder Ärzten zu erörtern.
Im gemeinsamen Gespräch können die geschilderten Beweggründe aufgearbeitet werden; die Rehabilitationseinrichtung erhält so eine unmittelbare Rückmeldung zu Ihrer Einschätzung und damit die Möglichkeit, der von Ihnen als belastend empfundenen Situation durch geeignete Maßnahmen wie z.B. einer geänderten Gruppenzusammensetzung, entgegenzuwirken.

von
Groko

Zitiert von: Selina Franz
Hallo,

ich habe eine Frage, die mir sehr wichtig ist und hoffe, dass mir jemand eine Antwort geben kann.
Und zwar bin ich momentan in Süddeutschland in einer Suchtreha, die ich auf eigenen Wunsch beantragt habe und von der DRV bewilligt bekam. Nun bin ich seit einigen Wochen hier und mir gefällt es hier nicht, aufgrund der Mitpatienten. Ein Großteil ist wegen des Paragaph 35 hier. Das bedeutet Therapie statt Haft. Dementsprechend rau ist hier auch der Umgangston. Ich leide darunter sehr, auch wenn ich bis jetzt noch nicht in einen Konflikt geraten bin.
Ich habe davor ALG 1 bezogen und die DRV genehmigt mir jetzt das Übergangsgeld.
Was kann ich tun, ich ertrage die Atmosphäre hier einfach nicht und möchte auch nicht plötzlich abbrechen, weil ich Angst vor den Konsequenzen habe.
Aber mir geht es von Tag zu Tag schlechter, weil ich wenig Mitpatienten an meiner Seite habe, die wie ich sind.
Kann mir jemand helfen?

Hier wird Dir keiner ein Alibi für einen Entzugsabbruch geben.