Reha Antrag ohne Zustimmung des Patienten.

von
Akira

Darf ein Arzt einen Reha Antrag stellen ohne dies in irgendeiner Form vorher mit dem Patienten besprochen zu haben?

von
Klar

Seit 2016 ist es jedem Arzt erlaubt und möglich eine Reha bei der KK zu verordnen. Hierzu füllt der Arzt einen Bogen aus und schickt den mit anderen Unterlagen zur KK. Die prüft dann ihre Zuständigkeit und leitet den Antrag ggf. an die DRV oder BG weiter.

Was nicht geht ist ein Zwangsreha. Dies käme ja einer Zwangseinweisung gleich, die nur mit gerichtlicher Anordnung erfolgen kann und nicht bei einer Rehamaßnahme existiert.

Sollte der Arzt das so getan haben informieren Sie die KK und Ärztekammer. Entmündigt sind wir noch nicht. Ohne Ihre Zustimmung passiert nichts.

von
Akira

Der Arzt hat durch sein unüberlegtes handeln sogar sehr großen Schaden angerichtet. Er hat nachhaltig mein Vertrauen in Ärzte geschädigt. Da er den Antrag direkt zur Rentenversicherung geschickt hat ohne mit mir darüber zu sprechen. Jedenfalls werde ich in Zukunft keinem Arzt mehr vertrauen. Der entstandene Schaden ist nicht wieder aus der Welt zu schaffen. Es ist immer noch meine Entscheidung einer Behandlung zuzustimmen. Ich lehne nicht grundlos Hilfe ab.

von
Kaiser

Zitiert von: Akira
Der Arzt hat durch sein unüberlegtes handeln sogar sehr großen Schaden angerichtet. Er hat nachhaltig mein Vertrauen in Ärzte geschädigt. Da er den Antrag direkt zur Rentenversicherung geschickt hat ohne mit mir darüber zu sprechen. Jedenfalls werde ich in Zukunft keinem Arzt mehr vertrauen. Der entstandene Schaden ist nicht wieder aus der Welt zu schaffen. Es ist immer noch meine Entscheidung einer Behandlung zuzustimmen. Ich lehne nicht grundlos Hilfe ab.

Und der Arzt hält Dich nicht grundlos für rehabedürftig.

von
Schorsch

Zitiert von: Akira
Darf ein Arzt einen Reha Antrag stellen ohne dies in irgendeiner Form vorher mit dem Patienten besprochen zu haben?

Ohne schriftliche Zustimmung des Patienten kann gar kein wirksamer Reha-Antrag gestellt werden.
Höchstens dann, wenn der Patient nicht mehr Herr seiner Sinne ist und unter Betreuung steht.

Ist das bei Ihnen der Fall?

MfG

von
Akira

Es kam ein Brief von der Rentenversicherung in dem Stand das mein Arzt eine Antrag auf Reha gestellt hat und entsprechende Unterlagen eingegangen sind. Ich solle bitte den restlichen Antrag ausfüllen und an die Rentenversicherung senden. Habe darauf hin bei der Rentenversicherung angerufen und gefragt was das für ein Arzt sei und man mir die eingegangenen Unterlagen doch bitte schicken soll, da ich nicht weiß was das ganze soll, ich habe keinen Antrag gestellt und auch keinem Arzt gegenüber den Wunsch geäußert das ich in Reha möchte. Es passierte eine Weile nichts dann kam plötzlich die Reha Genehmigung mit dem entsprechenden Platz in einer Reha Klinik. Kurze Zeit später kam dann ein Brief mit den Unterlagen des Arztes der den Antrag gestellt hat. Habe bei der Rentenversicherung wiederspruch eingelegt was dort nicht wirklich jemanden interessiert hat. Es kam nach einiger Zeit ein Brief für eine andere Reha Klinik.

Den Arzt habe ich nie wieder aufgesucht. Nach mehreren Monaten kam dann ein Brief das der Antrag gegenstandslos sei da ich auf eine Reha verzichte.

Mal davon das ich abgesehen dass ich nie eine reha beantragt habe, kommt es dem Versuch einer Zwangsbehandlung schon sehr nahe. Ich habe inzwischen einen anderen Arzt der über diese Aktion auch nur den Kopf schüttelt. Er meinte ich zum Glück bin ich zu ihm gekommen.

von
Akira

Nein, ich stehe nicht unter Betreuung.

von
Akira

Vielleicht sollte ich noch erwähnen das der Arzt der den Antrag gestellt hat zwei mal meine Krankenakte verlegt/verloren hatte. Jedenfalls war sie des Öfteren nicht auffindbar. Macht auch keinen sehr guten Eindruck.

Experten-Antwort

Hallo Akira,
da hier die Frage geklärt werden soll, wie der Rehaantrag zustande gekommen ist, empfiehlt es sich, im Rahmen eines Beratungsgespräches bei der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung eine Akteneinsicht zu beantragen.