Reha Arbeitsunfähig entlassen mit 6 Stunden arbeitsfähig?

von
mediapac

In meinem Entlassungsschreiben steht Arbeitsunfähig entlassen, aber eine Seite weiter steht, kann 6 Stunden arbeiten.

Wie jetzt? Kann kaum vor die Tür (Angststörung)

Wette 1 Million EUR, das nächste Woche ein schreiben von der AOK kommt,

Sehr geehrter Herr M.
bitte arbeiten gehen, wir stellen die Zahlung ein.

bin jetzt bisschen platt....

von
Herz1952

Das kann durchaus passieren. Eine Angststörung ist nicht immer ein Grund, dass ein Mensch den Rest seines Lebens auf Kosten der Solidargemeinschaft lebt.

Sie haben natürlich immer das Recht einen Widerspruch einzulegen, sofern Sie der Ansicht sind, das Ihnen Unrecht geschieht.

von
Rentner1956

Dem Beitrag von Herz1952 finde ich sehr passend. Was manch einer hier postet. Kürzlich kam ein Beitrag im Fernsehen über einen Staatsbediensteten, der tatsächlich eine Pension bezieht wegen einer Papierallergie.

von
???

Da steht bestimmt, dass Sie im letzten Beruf/auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch 6 Stunden arbeiten können. Das bedeutet nur, dass Sie (wahrscheinlich) keinen Rentenanspruch haben werden. Von daher brauchen Sie sich keine Sorgen wegen eines Schreibens der AOK machen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

dass ist keine Widerspruch. Eine Arbeitsunfähigkeit ist in der Regel ein vorübergehender, krankheitsbedingter Zustand. Erst wenn das Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vollständig unter 6 Stunden absinkt, wird hier auch eine entsprechende Feststellung getroffen. Es besteht für Sie daher Hoffnung, wieder auf den Arbeitsmarkt zurückkehren zu können.

von
User

Zitiert von: Rentner1956

Kürzlich kam ein Beitrag im Fernsehen über einen Staatsbediensteten, der tatsächlich eine Pension bezieht wegen einer Papierallergie.

Und das hat was mit dem Thema hier zu tun?

von
mediapac

Der Herz1952 Typ den lassen wir mal außen vor, der hat langweile.

@"Experte"

Es besteht für Sie daher Hoffnung, wieder auf den Arbeitsmarkt zurückkehren zu können.

klingt auch alles nach "du fauler Sack" du hast nichts.

von
Schorsch

Zitiert von: mediapac

@"Experte"

Es besteht für Sie daher Hoffnung, wieder auf den Arbeitsmarkt zurückkehren zu können.

klingt auch alles nach "du fauler Sack" du hast nichts.


Für Sie ist "ARBEITSunfähigkeit" also gleichbedeutend mit "ERWERBSunfähigkeit" oder wie?

Halten Hausärzte ihre arbeitsunfähigen Patienten auch "für faule Säcke", weil sie eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit für wahrscheinlich halten?

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: mediapac

In meinem Entlassungsschreiben steht Arbeitsunfähig entlassen, aber eine Seite weiter steht, kann 6 Stunden arbeiten.

Vermutlich ist damit gemeint, dass Sie in Ihrem bisherigen Beruf nach wie vor arbeitsunfähig sind, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aber mindestens 6 Stunden täglich arbeiten können, dass Sie also nicht rentenrelevant erwerbsgemindert sind.

Ich gehe nicht davon aus, dass man Ihnen deshalb Ihr Krankengeld streicht.
Allerdings werden Sie damit rechnen müssen, dass Sie von Ihrer Krankenkasse zur Beantragung von "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" aufgefordert werden.

MfG

von
Herz1952

@mediapac
@ Rentner1956

Das war wieder mal mein Doppelgänger.

Ich sehe das so: Sie sind zunächst mal arbeitsunfähig. Dies bezieht sich auf Ihre jetzige Tätigkeit. Man hält Sie allerdings für fähig im weiteren Verlauf der Krankheit/Besserung mehr als 6 Stunden/täglich für arbeitsfähig (vielleicht auch nur unter anderen Voraussetzungen/Arbeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt.

Das hat zunächst einmal nichts zu sagen. Warten Sie erst einmal ab, wie es weitergeht. Widerspruchsmöglichkeiten gibt es immer. Leider sind psychisch Kranke oft nicht dazu in der Lage bzw. haben Angst.

Nehmen Sie sich im Bedarfsfalle sachkundige Hilfe. Dies kann zunächst auch mal ein Psychiater sein.

Jede Rehaklinik ist zunächst einmal darauf aus, den Erfolg der Reha zu "schönen". Die leben ja von Ihren "Erfolgen". Da ist aber das letzte Wort nicht gesprochen.

von
mediapac

@Herz1952
dann Entschuldigung, wusste nicht das Sie hier einen haben der in Ihren Namen schreibt.

@schorsch &@Herz1952

bedanke ich mich für die Antworten von euch, ohne bla bla und hilfreich für mich.
schönes WE

von
Herz1952

Ich sehe gerade, dass Schorsch im Prinzip das gleiche geschrieben hat.

Wenn ich mich recht erinnere, stand bei meinem Reha-Bericht im Prinzip das gleiche drin. Zunächst arbeitsunfähig entlassen. Für meine bisherige Tätigkeit war ich nicht mehr in der Lage. Bei einer wesentlichen Besserung wäre ich allerdings gerne bereit gewesen, wieder zu arbeiten.

Mittlerweile hat aber die Krankenkasse den "Ernst der Lage" erkannt und mich in Ruhe gelassen. Später kam es zum Rentenantrag, Nahtlosigkeitsregelung ALG 1, EM-Rente.

Gegen die Krankenkasse sollten Sie unbedingt rechtlich "vorgehen". Das Spiel ist nämlich folgendes: Streichung des Krankengeldes, Arbeitslosmeldung, Prüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit durch das Arbeitsamt, dann kann auch vom AA die erneute Aufforderung zur Reha kommen, oder auch sogar zur Rentenantragsstellung (falls das AA keine Vermittlungsfähigkeit aufgrund Ihrer Krankheit sieht).

Natürlich dürfte Sie Ihre Krankenkasse erneut zu einem Reha-Antrag auffordern, weil diese Sie "loshaben will".

Aber wie schon erwähnt, erst einmal abwarten und die Sache mit einem Facharzt besprechen.

Der Experte hat es auch in kurzen Worten zusammengefasst, wie die Situation zunächst eingeschätzt wird. Ich habe das Scenario geschildert, wie es sein könnte, falls sich die Krankheit nicht bessert.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Gegen die Krankenkasse sollten Sie unbedingt rechtlich "vorgehen". Das Spiel ist nämlich folgendes: Streichung des Krankengeldes, Arbeitslosmeldung, Prüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit durch das Arbeitsamt, dann kann auch vom AA die erneute Aufforderung zur Reha kommen, oder auch sogar zur Rentenantragsstellung (falls das AA keine Vermittlungsfähigkeit aufgrund Ihrer Krankheit sieht).

Jetzt übertreiben Sie aber!

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es überhaupt (noch) keinen Grund, rechtlich gegen die Krankenkasse vorzugehen.
Solche Hinweise tragen höchtens dazu bei, den Fragesteller unnötig zu verunsichern.

Sollte die Krankenkasse tatsächlich verlangen, dass der Fragesteller LTA-Maßnahmen beantragt, dann wäre das völlig legitim und rechtlich übehaupt nicht zu beanstanden.

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Das Spiel ist nämlich folgendes: Streichung des Krankengeldes, Arbeitslosmeldung, Prüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit durch das Arbeitsamt, dann kann auch vom AA die erneute Aufforderung zur Reha kommen, oder auch sogar zur Rentenantragsstellung (falls das AA keine Vermittlungsfähigkeit aufgrund Ihrer Krankheit sieht).

Das "Spiel" läuft gewöhnlich so ab, dass zunächst Leistungen zur Teihabe am Arbeitsleben beantragt werden, für die bei Erwerbsfähigen gewöhnlich die DRV zuständig ist.
Dann wird geprüft welche LTA-Maßnahmen sinnvoll sind und zeitnah bewilligt.

Das alles kann geschehen, bevor der Krankengeldanspruch erloschen ist und während der LTA-Maßnahme gibt es dann voraussichtlich Übergangsgeld von der DRV.

Zur Panikmache besteht zum gegenwärtigen Zeitpunkt also überhaupt kein Grund!

MfG

von
Herz1952

Zitiert von: Herz1952

Ich sehe gerade, dass Schorsch im Prinzip das gleiche geschrieben hat.

Wenn ich mich recht erinnere, stand bei meinem Reha-Bericht im Prinzip das gleiche drin. Zunächst arbeitsunfähig entlassen. Für meine bisherige Tätigkeit war ich nicht mehr in der Lage. Bei einer wesentlichen Besserung wäre ich allerdings gerne bereit gewesen, wieder zu arbeiten.

Mittlerweile hat aber die Krankenkasse den "Ernst der Lage" erkannt und mich in Ruhe gelassen. Später kam es zum Rentenantrag, Nahtlosigkeitsregelung ALG 1, EM-Rente.

Gegen die Krankenkasse sollten Sie unbedingt rechtlich "vorgehen". Das Spiel ist nämlich folgendes: Streichung des Krankengeldes, Arbeitslosmeldung, Prüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit durch das Arbeitsamt, dann kann auch vom AA die erneute Aufforderung zur Reha kommen, oder auch sogar zur Rentenantragsstellung (falls das AA keine Vermittlungsfähigkeit aufgrund Ihrer Krankheit sieht).

Natürlich dürfte Sie Ihre Krankenkasse erneut zu einem Reha-Antrag auffordern, weil diese Sie "loshaben will".

Aber wie schon erwähnt, erst einmal abwarten und die Sache mit einem Facharzt besprechen.

Der Experte hat es auch in kurzen Worten zusammengefasst, wie die Situation zunächst eingeschätzt wird. Ich habe das Scenario geschildert, wie es sein könnte, falls sich die Krankheit nicht bessert.


Ich kann mich nur immer wieder Entschuldigen für den Mist, den mein Alter Ego schreibt.

von
Pseudo

@ richtiger Herz1952
Nennen sie sich doch ab sofort Herz1953, dann ist das Probelm mit dem Doppelgänger gelöst. Der Quatsch den sie teilweise schreiben bleibt leider der gleiche ( Doppel grins )

von
Herz1952

Ich hatte eigentlich die Möglichkeit, gemeint, dass die Krankenkasse das Krankengeld trotz weiterer Arbeitsunfähigkeit streicht, d. h. diese abstreitet, trotz ärztlichem Attest.

Die Krankenkasse wird auch nicht zur LTA auffordern, sondern muss erst die "AU" wegbringen. Das Arbeitsamt wiederum macht zunächst ein eigenes Gutachten und ist nicht darauf aus eine LTA einzuleiten, wenn ihrer Meinung nach kein Erfolg aus gesundheitlichen Gründen zu erwarten ist. Außerdem bezieht sich die AU immer auf die jetzige Tätigkeit. Die Krankenkasse hat eigentlich kein Recht eine Verweisungstätigkeit dafür heranzuziehen. Es ist nun mal Sache der Krankenkasse bei AU zu zahlen, wenn es sich um die bisherige Tätigkeit handelt.

Außerdem entscheidet die Krankenkasse weder bei einem Reha-Vorschlag noch bei einem LTA Vorschlag nicht nach medizinischen, sondern nur nach verwaltungstechnischen Gesichtspunkten. Deren eigener medizinischer Dienst (nicht: MDK), ist nämlich in die ganze Sache gar nicht eingeschaltet. Deshalb kommt es auch oft vor, dass eine Reha vorgeschlagen wird, die RV aber diese für gar nicht zweckvoll erachtet. Gerade wenn, wie bei vorliegendem Fall bereits eine Reha gemacht wurde und diese nicht zum vollen Erfolg geführt hat. Solange noch AU besteht ist auch eine LTA sinnlos.

Bei unserem Sohn hat der Gutachter auf 3 - 6 Stunden entschieden. So hat er auch die LTA durchgezogen. Mehr als 2 - 3 Stunden ging aber nicht. Dafür wurde Übergangsgeld bezahlt. Nach der LTA wurde Rentenantrag gestellt, und die RV stellte die Restleistungsfähigkeit auf unter 3 Stunden fest. Nach 3 Jahren "Dauerrente".

Psychische Erkrankung sind nun mal keine Grippe, die man in 2 Wochen "auskurieren" kann (leider).

Es gibt auch viele junge Leute, die befristet deswegen berentet sind. Viele wollen wieder arbeiten, aber es dann doch nicht und es wird weiter befristet. Oder auch den Fall, dass die Patienten spüren, dass es nicht geht und Angst haben, dass die Rente nicht verlängert wird. Psychische Erkrankungen sind in den meisten Fällen mit massiven Angststörungen verbunden. Im letzten Fall kam es nicht zur Streichung, sondern zur EM-Rente auf unbestimmte Dauer.

Aber damit ich nicht weitere Panik verbreite. @mediapac: ich hatte eine Arbeitskollegin, die hatte auch in erster Linie eine Angststörung. Zusammen mit einem Facharzt hat diese sich jedoch so gebessert, dass ihr Leben nicht mehr dadurch eingeschränkt war und hat wieder gearbeitet.

Ich wünsche Ihnen alles Gute

von
Inka

Hallo

Bei mir stand das letztes Jahr genauso im Entlassungsbrief der Rehaklinik. Ich habe das hinterfragt und bekam zur Antwort, dass ich kurz bis mittelfristig nicht arbeitsfähig bin, halt so, als wenn der Hausarzt krank schreibt. Das hat aber keinen Einfluss auf die allgemeine Erwerbsfähigkeit. Zu der Zeit bezog ich noch teilweise EMRente und dies berücksichtigt, bin ich teilweise erwerbsfähig. Ich war nach der Reha dann noch zwei Wochen Zuhause und bin dann wieder arbeiten gegangen.
Da Sie aber Krankengeld beziehen, wird die Krankenkasse den MDK beauftragen Sie zu begutachten, um Sie aus dem Krankengeldbezug zu bekommen.

@Herz 1952
Hallo Herz 1952, können Sie sich nicht mit dem anderen Herz einigen. , bezüglich der Namensgebung? Oder ist das so eine Insidersache.
Es ist wirklich irreführend.:)

MfG
Inka

von
Herz1952

Hallo Inka,

das geht leider nicht, weil es am Forumsprogramm liegt, dass jeder mit jedem Namen antworten kann. Ich habe selbst schon als "Absender" versehentlich den Namen des "Empfängers" reingeschrieben.

Das Forum soll "einfach" sein. Als Programmierer weis ich in etwa wie es möglich wäre. Ich kenne auch Foren mit E-Mail-Adressen und Passwörtern. Aber diese wären evtl. ein Hindernis für die wirklich Hilfesuchenden. Vielleicht liest "er" den Beitrag jetzt und hat soviel Anstand, dies in Zukunft zu unterlassen.

Ich habe auch noch 2 Links bezüglich Krankenkassenrecht mit "Verweisungstätigkeit" bei AU

Auch @Schorsch wird sich dafür interessieren:

https://krankengeld24.de/anspruch/74-verweisung-kranker-arbeitnehmer-zur-agentur-fuer-arbeit.html

http://www.finkenbusch.de/wp-content/uploads/2011/09/Verweisungst%C3%A4tigkeit.pdf

Diese Links stimmen in etwa mit meinen Ausführungen bezüglich der "Tricks" der Krankenkassen überein, nämlich, dass diese nicht alles dürfen, was sie gerne hätten.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Ich hatte eigentlich die Möglichkeit, gemeint, dass die Krankenkasse das Krankengeld trotz weiterer Arbeitsunfähigkeit streicht, d. h. diese abstreitet, trotz ärztlichem Attest.

Zu dieser Annahme gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt keinen Grund.
Es wäre auch denkbar, dass morgen ein Meteorit auf ihr Haupt fällt.
Zitiert von: Herz1952

Die Krankenkasse wird auch nicht zur LTA auffordern, sondern muss erst die "AU" wegbringen.

Das darf sie sehr wohl, wenn der MDK, gestützt auf das Reha-Gutachten, dauerhafte AU im bisherigen Beruf feststellt.
Bei mir war es damals auch so, was ich auch völlig in Ordnung fand.
Auch mein damaliger Rechtsbeistand, der sich parallel um mein Rentenverfahren gekümmert hat, hatte keinerlei Beanstandungen.

Nennen Sie doch bitte mal den Paragrafen, der die Krankenkasse bis zum Ende des maximalen Anspruchszeitraums zur KG-Zahlung verpflichtet, wenn dauerhafte BU festgestellt wurde.
Oder hat Ihnen das auch wieder der "leitende Mitarbeiter einer großen BKK verraten, mit dem Sie gemeinsam auf der Intensivstation lagen"?
Solche Informationsquellen sind hier wenig hilfreich.

MfG