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Reha beenden, komisches Schreiben KK

von
Mike

Hallo,
meine Frau ist zur Zeit in REHA in einer Psychosomatischen Klinik der Rentenversicherung.
Da Sie vorher schon 6 Monate zu Hause war und es Ihr wesentlich besser ging, wollte Sie zumindest die Kur als finish mitnehmen vor der Wiedereingliederung. Nun ist es so, das Sie festgestellt hat, das die Reha Ihr nichts neues vermitteln kann, zumal die Beschäftigungen dort sie nicht weiter bringt. Weiterhin schaut Sie den ganzen Tag in traurige und weinende Gesichter. Das ist ja auch OK für eine Psychsomatische Klinik, jedoch belastet es Sie und Sie möchte nun vorzeitig nach Hause und mit der Wiedereingliederung beginnen.

Nun meine Fragen. Sie hat schon mit den Sozialdienst in der Klinik und der Ärztin Kontakt aufgenommen. Die klären das gerade. Nur ist mir ein Schreiben der Krankenkasse eingefallen, welches mir sehr merkwürdig erscheint. Bei Zusage der Reha war zu dem Thema Abbruch folgender Text enthalten, welcher mich verunsichert.

Hier steht :
Bei vorzeitigen Abbruch einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation aus anderen als medizinischen Gründen gehen wir davon aus, dass die Voraussetzungen von Arbeitsunfähigkeit nicht mehr gegeben sind. Sollte eine vorzeitige Beendigung einer Leistung zur medizinischen Rehabilitaion beabsichtig sein, sprechen Sie uns bitte umgehend an.

Zur Vermeidung wirtschaftlicher Nachteile wenden Sie sich bitte rechtzeitig an uns und schildern uns die Gründe , wenn Sie derartige Erklärungen gegenüber dem Rentenversicherungsträger beabsichtigen.

Das heisst für mich, die Krankenkasse will bevor meine Frau mit der Klinik spricht, das Sie die Krankenkasse davon informiert ???

Was bedeutet das, wie geht meine Frau am besten vor um keine Leistung zu verlieren und in die Wiedereingliederung zu gehen ?

Besten Dank.

von
Deep Throat

Zitiert von: Mike
...

Ihre Ehefrau ruft bei Ihrer Krankenkasse an und teilt dort mit, dass sie die Reha vorzeitig beenden wolle. Da das Krankengeld während der Wiedereingliederung weitergezahlt werden würde, weiß ich nicht, ob die Krankenkasse da so ohne Weiteres mitspielt.
Momentan dürfte wohl Übergangsgeld von der Rehaabteilung gezahlt werden. Anschließend müsste wieder Krankenkasse zahlen...

von
Hugo

Als ich 6 Wochen in einer psychosomatischen Reha war, sah ich keineswegs traurige und weinende Menschen.
Die Menschen dort haben sich nicht von den Menschen außerhalb der Einrichtung unterschieden.

von
Ernie

Hallo Mike,

Sie befolgen am besten folgenden Satz der KK "Zur Vermeidung wirtschaftlicher Nachteile wenden Sie sich bitte rechtzeitig an uns und schildern uns die Gründe , wenn Sie derartige Erklärungen gegenüber dem Rentenversicherungsträger beabsichtigen."

Experten-Antwort

Hallo Mike,

mit diesem Text möchte die Krankenkasse verhindern, dass eine Leistung zur Rehabilitation leichtfertig abgebrochen wird.

Während der Zeit der Reha-Maßnahme ist die Rentenversicherung für die Zahlung von Übergangsgeld zuständig.
Bei einem Abbruch und weiter andauernder Arbeitsunfähigkeit ist wieder die Krankenkasse mit der Zahlung von Krankengeld zuständig. Auch bleibt bei einer anschließenden stufenweisen Wiedereingliederung die Krankenversicherung weiter zahlender Leistungsträger.
Wird hingegen die Rehabilitation regulär -evtl. auch vorzeitig mit ärztlichem Einverständnis- abgeschlossen, ist für eine innerhalb von vier Wochen beginnende stufenweise Wiedereingliederung der Rentenversicherungsträger zur Zahlung von Übergangsgeld verpflichtet.

Sollte es daher zu einem Abbruch der Reha-Maßnahme kommen, setzen sie sich deshalb kurz mit ihrer Krankenkasse in Verbindung. Diese wird Ihnen dann das Weitere erklären.