Reha Bericht - sozialmed. Prognose

von
D.R.

Guten Tag,

in einem Reha-Entlassbericht steht, dass "die sozialmedizinische Prognose als kritisch eingeschätzt wird".
Insgesamt ist von einer Leistungsfähigkeit bzgl. des allgemeinen Arbeitsmarktes von mehr als 6 Std. täglich auszugehen, jedoch mit erheblichen qualitativen (nicht quantitativen) Einschränkungen und auch erst nach erfolgreicher, da bisher nur unzureichend erhaltener, Therapie.

Wie ist dies zu beurteilen, insbesondere im Hinblick auf die Überlegung einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen?

Im Bericht ist steht außerdem, dass davon ausgegangen wird, dass diese Einschränkungen über mehrere Jahre weiterhin bestehen bleiben. Darüberhinaus hat sich der Gesundheitszustand, die Reha erfolgte vor 9 Monaten, weiterhin verschlechtert.

Für Meiningen und Ratschläge bin ich dankbar!

von
???

Solange Sie mehr als 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können, sind Sie nicht erwerbsgemindert und haben damit auch keinen entsprechenden Rentenanspruch. Ob und inwieweit die Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes die Beurteilung Ihrer Erwerbsfähigkeit beeinflusst, kann Ihnen niemand hier im Forum sagen. Sprechen Sie mit Ihren Ärzten und wenn die Sie auch für erwerbsgemindert halten, stellen Sie einfach einen Rentenantrag.

von
D.R.

Das ist natürlich klar und wird auch so geschehen.

Kann die Aussage "sozialmedizinische Prognose wird als kritisch eingeschätzt" beurteilt werden?
Was heißt das? Unabhängig vom jetzigen Zustand, was wollte der Arzt damit ausdrücken? Ideen hierfür?

von
Schade

Welchen Sinn sollte es haben, wenn wir im Forum - wir alle sind medizinische Laien - uns überlegen was ein Arzt mit seiner Aussage hat ausdrücken wollen?

Wie wäre es wenn Sie Ihren Hausarzt / Facharzt fragen; soll der doch rätseln was sein Kollege in der Klinik damit genau ausdrücken wollte. Der Hausarzt hätte zudem die Möglichkeit sich ans Telefon zu setzen und mit seinem Arztkollegen zu telefonieren....:)

von
Herz1952

Zitiert von: Schade

Welchen Sinn sollte es haben, wenn wir im Forum - wir alle sind medizinische Laien - uns überlegen was ein Arzt mit seiner Aussage hat ausdrücken wollen?

Hallo Schade,

ich würde mich nicht als medizinischen Laien bezeichnen. Aufgrund meiner Erfahrungen als EM-Rentner würde ich mich durchaus als Semi-Experten sehen.

von
D.R.

Schade,

auf die Idee meinen Arzt zu fragen wäre ich natürlich niemals von selbst gekommen, Danke dafür!
Vielleicht liegt der Grund diese Frage hier zu stellen aber ja darin, dass es gar keine medizinische Frage ist. Es ging mir um diese Formulierung, "kritisch".
Es hätte ja durchaus sein können dass es bei der Beurteilung der Leistungsprognose oder sozialmedizinischen Prognose sowas wie geläufige Formulierungen oder verschiedene Abstufungen gibt. Meiner laienhaften Vorstellung nach im Sinne von: positiv, negativ, kritisch und dergleichen. Und dass aus diesen Formulierungen Schlüsse gezogen werden, die dem - zwar Laien - aber was das Thema betrifft durchaus erfahrenen Forumsleser/schreiber nicht gänzlich unbekannt sind.

von
AM

Zitiert von: D.R.

Es hätte ja durchaus sein können dass es bei der Beurteilung der Leistungsprognose oder sozialmedizinischen Prognose sowas wie geläufige Formulierungen oder verschiedene Abstufungen gibt. Meiner laienhaften Vorstellung nach im Sinne von: positiv, negativ, kritisch und dergleichen. Und dass aus diesen Formulierungen Schlüsse gezogen werden, die dem - zwar Laien - aber was das Thema betrifft durchaus erfahrenen Forumsleser/schreiber nicht gänzlich unbekannt sind.

Ich denke, genau so ist es, ich habe diese Formulierung fast wörtlich auch schon öfters gehört. Es ist eine etwas schwurbelige Art auszudrücken, dass der Rehaerfolg nicht so dolle war. Ähnlich wie man Arbeitszeugnise immer irgendwie positiv formuliert. Gerne in Verbindung mit der Aussage, dass der Patient noch längerer Therapie bedarf ...

von
Herz1952

Hallo D.R.,

was im Reha-Entlassungsbericht steht ist nur eine momentane Einschätzung durch den Reha-Arzt. Die eigentliche sozialmedizinische Prognose wird beim Rentenantrag durch die RV bestimmt. Wesentlich sind dann die Arztberichte und es wird wohl noch ein Gutachter hinzugezogen werden.

Erst danach können Sie die rentenrelevante Beurteilung wirklich erkennen. Einen Antrag haben Sie ja schon gestellt.

Jetzt heißt es erst mal "Geduld".