Reha direkt vor / bzw. während Altersrente

von
Yupp

Frage an die Experten:

Ich hatte im Januar einen Antrag auf EMR gestellt, welcher jetzt mit der Aufforderung eine Reha zu beantragen, beschieden wurde. Man könne den Grad meiner Erwerbsminderung nicht abschließend beurteilen.

Abgesehen davon, dass eine Reha bei meinem Krankheitsbild keinerlei Besserung bringen kann, ist eine Bewilligung auf Grund der Bearbeitungszeiten und freien Termine in der Klinik erst während meiner Altersrente zu erwarten.

Den Antrag auf Altersrente mit 63 habe ich noch nicht gestellt, werde ich dann im nächsten Monat machen. Die DRV weiss davon also bislang noch nichts.

Ich sehe nicht ein auf die EMR freiwillig zu verzichten und halte die vorgeschlagene Reha in meinem Fall für die reinste Geldverschwendung auf Kosten der Beitragszahler.

Wie sollte ich sinnvollerweise vorgehen ? Widerspruch einlegen mit oder ohne rechtliche Unterstützung ?

von
Schade

Was soll man denn dazu sagen?

Die DRV scheint nicht über die EM Rente entscheiden zu wollen, sofern kein Rehabericht vorliegt.
Solange Sie nicht in Reha wollen, liegt die Rentenentscheidung auf Eis und es fällt keine Entscheidung.

Ob Sie dann ein Widerspruchs- und/oder Klageverfahren durchziehen wollen dessen Erfolg keiner kennt
oder
die Altersrente beantragen ......

das ist allein Ihre Entscheidung.

Ihnen geht es doch höchstwahrscheinlich nur darum dass eine EM Rente höher wäre als eine zur gleichen Zeit bewilligte Altersrente.
Ist zwar irgendwie verständlich aber ob Sie deswegen auch voll erwerbsgemindert sind?

von
W°lfgang

Ergänzend:

EM-Rentenantrag (hier mit Vorlauf einer Reha) und Antrag auf Altersrente sind 2 verschiedene Rentenverfahren.

Sie können die Altersrente dann neben dem EMRT-Verfahren beantragen ...von irgendwas wollen Sie ja leben müssen. Unabhängig davon wird das EMRT-Verfahren fortgesetzt, was im Falle einer späteren Bewilligung der Rente auch zu einem höheren Rentenbetrag führen könnte (oder auch nicht ;-)), der dann in Form der Neuberechnung der bereits laufenden Altersrente zu übernehmen wäre.

Wenn Sie moralische Bedenken haben - neben den klaren gesetzlichen Abläufen solcher Erst-/Paralellverfahren - ziehen Sie den EMRT-Antrag zurück. Allerdings ist der Gedanke "ich will _nur_ die EMRT/wg. höherer Zurechnungszeit etwa (?) und das bitteschön OHNE ausreichende med. Beurteilung" - auch etwas moralinsauer.

> Den Antrag auf Altersrente mit 63 habe ich noch nicht gestellt, werde ich dann im nächsten Monat machen. Die DRV weiss davon also bislang noch nichts.

Tja, dann ist das halt das normale Verfahren, um Sie ggf. im Rahmen einer Reha weiterhin bis zur Regelaltersgrenze/oder darüber hinaus, beruflich fit zu halten ...wie verwerflich auch von der DRV, Ihre weiterhin möglichen Beiträge der Versichertengemeinschaft vorzuenthalten, ohne Ihre wahren Absichten zu kennen ;-)

Ohne Grund werden Sie nicht 'plötzlich' so kurz vor der geplanten Altersrente den Joker EMRT gezogen haben - oder?!

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Yupp,
sollten Sie an der medizinischen Rehabilitation nicht mitwirken, kommt dies dem Verzicht auf die EM-Rente gleich.
Also entweder machen Sie den Versuch Ihren Gesundheitszustand zu bessern oder gehen den direkten Weg in die Altersrente.
Freundliche Grüße

Experten-Antwort

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.2019, 08:01 Uhr]

von
Yupp

Liebe Experten,

als dritte Alternative besteht natürlich noch die Möglichkeit Rechtsmittel einzulegen.

Die Sinnhaftigkeit, eine fast 63 jährige erwerbsgeminderte Person bei komplett verschlossenem Arbeitsmarkt in eine Reha zu schicken, ergibt sich nicht.
Möglicherweise wird versucht, einen Teil der ungeliebten EMR-Anträge auf diese Art und Weise abzublocken ?

von
Groko

Zitiert von: Yupp
Liebe Experten,

als dritte Alternative besteht natürlich noch die Möglichkeit Rechtsmittel einzulegen.

Die Sinnhaftigkeit, eine fast 63 jährige erwerbsgeminderte Person bei komplett verschlossenem Arbeitsmarkt in eine Reha zu schicken, ergibt sich nicht.
Möglicherweise wird versucht, einen Teil der ungeliebten EMR-Anträge auf diese Art und Weise abzublocken ?

Möglicherweise liegt die Sinnhaftigkeit in einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation der 63 jährigen.

von
Knigge

Zitiert von: Yupp
Liebe Experten,

als dritte Alternative besteht natürlich noch die Möglichkeit Rechtsmittel einzulegen.

Rehaunfähigkeit bescheinigen lassen

von
Cassandra

Die Sinnhaftigkeit einer solchen Reha liegt auch manchmal darin, dass man den Versicherten in Ruhe und ausführlich begutachten möchte/sich ein Bild vom Gesundheitszustand machen möchte.
Somit werden Sie m.E. mit einer Verweigerung der Reha nichts positives erreichen.

von
Ulli

Was habt ihr bloß immer alle gegen Reha? Eine Reha tut doch gut, die DRV gestattet einen frei Wahl bei Ort und Lage ( Berge, Meer) und auch bei den Anwendungen vor Ort hat man je nach Größe und Lage der Klinik große Auswahl der Angebote, die einen gut tun.
Zb therapeutisches Bogenschiessen/ Kletter/ Rudern/ Reiten/ Tanzen/ Malen/ musizieren/wandern um nur einiges zu nennen.
Das tut doch gut, gerade wenn man dann danach in Rente geht sollte man das noch mal nutzen.
IN der Rente bekommt man sowas nicht mehr!