Reha überschneidet sich mit Urlaub

von
Brem

Ich bin gerade dabei einen Rehaantag zu stellen (Formulare G100 und 110) und mein behandelder Arzt meinte Aufgrund der erfahrungsgemäß langen Bearbeitungszeiten wird die Maßname fast sicher mit dem lange geplantem und gebuchtem Urlaub kollidieren. Ich habe schon in diversen Foren gelesen, das ein Verschieben der Rehamaßname (ambulant) seitens der Rentenkasse nicht vorgesehen ist.
Stimmt das, und welche Möglichkeiten habe ich da? Bis zum Antritt der Reha bin ich AU und hoffe eigentlich danach wieder arbeiten zu können.

von
Achill

Lange Bearbeitungszeit ist immer relativ, wenn alle benötigten Unterlagen vorhanden ergeht der Bescheid grds. in 1-2 Wochen nach Eingang des Antrags.

Eine Verschiebung des Aufnahmetermins, wird bei Ihnen in der Regel schwierig, da Sie wie ich aus dem Sachverhalt erkennen kann, Krankengeld beziehen?

Hier ist eine Absprache mit der Krankenkasse notwendig.

Von der Rentenversicherung aus, ist eine Verschiebung des Termins grds. möglich.

Warten Sie jedoch erstmal ab, ob die Reha genehmigt wird und wann Sie von der Einrichtung einen Termin bekommen.

Dann können Sie weiter schauen.

von
Nick L. Beck

Wenn Sie im Antrag direkt den Zeitraum angeben, in dem Sie aufgrund Ihres lange geplanten und gebuchten Uraubs nicht zur Verfügung stehen, geben Sie - im Falle einer Bewilligung - dem Reha-Träger sowie der Behandlungsstätte eine Chance, dies von vornherein in die Planung einzubeziehen. Der Reha-Träger kann bei den für Sie geeigneten Behandlunsstätten vielleicht im Vorfeld erfragen, wann vor diesem Hintergrund eine Behandlung möglich wäre, und so eine Behandlungsstätte auswählen, die Ihnen einen geeigneten Termin nennt, der eben nicht mit Ihren Planungen kollidiert. Oder die Klinik regelt dies erst nach einer Bewilligung selbständig. Gerade bei einem zuvor lange geplanten und gebuchten Urlaub stellt sich die Rentenversicherung hier erfahrungsgemäß eher nicht quer, und auch die Krankenkasse sollte trotz voraussichtlich erfolgter Aufforderung hier nicht nur bürokratisch, sondern auch verständnisvoll reagieren - gerade wenn Sie schon im Vorfeld mit offenen Karten spielen und die beteiligten Stellen hierdurch unterstützen. Sie sind da nicht der erste Antragsteller mit dieser Problematik. ;-)

Im umgekehrten Fall wäre es natürlich verständlich, wenn Sie Ihren Urlaubstermin erst einmal verschweigen und erst dann offenlegen, wenn er tatsächlich mit dem vorgesehenen Behandlungszeitraum kollidiert, dass diese Stellen etwas "verschnupt" reagieren nach dem Motto, "da hätte man auch direkt drauf hinweisen können..."

Also mein Tipp: direkt bei der Antragstellung auf den Urlaubszeitraum hinweisen, dann besteht die größte Chance, dass Ihnen auch in Ihrem Interesse bestmöglich geholfen wird. Denn das möchten diese Stellen ja letztendlich auch. :-)

Mal interessehalber: wann soll´s denn losgehen? Vielleicht ist der Reisetermin ja ohnehin weit genug weg (oder zu kurzfristig) und der Arzt hat da einfach nur eine etwas pessimistischere Sichtweise... ;-)

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Brem,

die Aussage von Achill ist korrekt. Sie sollten so bald wie möglich den Reha-Antrag stellen. Empfehlenswert ist auch, direkt bei der Antragstellung die Urlaubsplanung gegenüber dem Rentenversicherungsträger bekannt zu geben.

Aus Ihrem Beitrag geht hervor, dass sie arbeitsunfähig bis zum Beginn der Reha-Leistung sind. Insoweit müssen Sie berücksichtigen, dass Sie während einer Arbeitsunfähigkeit nicht so ohne Weiteres in Erholungsurlaub fahren können. Hier müssen sowohl der Arbeitgeber (bei Entgeltfortzahlung) als auch die Krankenkasse (bei Krankengeldzahlung) zustimmen. Ein Grund mehr, um baldmöglichst die Reha-Leistung zu beginnen.

Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der Reha wünscht
Ihr Experte

von
arni

hallo brem,

wie der experte schon schrieb wenn sie au sind können sie ohne zustimmung der kk nicht in den urlaub fahren!!!!!

es könnte auch sein dass die kk für die zeit des urlaubes dass krankengeld einstellt und sie durch den mdk wieder arbeitsfähig schreibt,(was ja eigentlich logisch ist wer urlaub fahren kann kann ja nicht so dolle au sein)

ist immer wieder merkwürdig dass man lange au ist dann aber plötzlich zum urlaub eine spontanheilung erfährt:-))

sie sind dann ev. auch garnicht mehr au genug um eine reha bewilligt zu , bekommen????

sie haben doch bestimmt bei so einer langen urlaubsvorbereitung eine reiserücktrittvers. abgeschlossen?????

mal ehrlich, wenn man ernsthaft erkrankt ist und dadurch au mit krankengeld und reha angedacht ist, ist wohl die genesung an erster stelle vorrangig oder?

von
Brem

Wenn man einen Urlaub bei der Abreise 2014 gleich für 2015 vor Ort bucht und eine nicht unerhebliche Anzahlung leistet - weiß man nicht was einem bis dahin zustößt..... :-) Soetwas plant man eigentlich nicht mit ein, das ist das Eine.
Das Andere - Urlaub dient auch UND vorrangig der Erholung (es ist ja kein Abenteuerurlaub) In wiefern sollte er also der Heilung missdienlich sein? Wird hier aber gerne sofort unterstellt...
Ich habe kein Interesse daran, für den Zeitraum noch Au geschrieben zu sein, wie es viel hier gerne praktizieren. Ich wäre nach der Reha DAVOR gerne wieder Arbeitsfähig und würde den Urlaub gerne regulär antreten
Darum die eigentliche Frage in wie weit man den Termin dafür steuern kann

von
arni

na wenn schon 2014 gebucht bei der abreise dann hat man wohl eine reiserücktrittversicherung weil man eben nie weiss was in einem jahr so passieren kann gesundheitlich.

also mir wäre eine genesung wichtiger als alles auszuschöpfen, wenn sie jetzt schon wissen dass sie dann nicht mehr au sind dann stellt sich die frage nach der glaskugel kennt ihr behandelner auch schon den aubeendigungstermin???:-))

wenn ihnen der urlaub so wichtig ist dann einfach wieder arbeiten gehen und dann urlaub machen und auf rehaurlaub verzichten.

von
Elke Müller

Ich glaube, wenn man krank ist und Krankengeld über die Krankenkasse bekomme und auf eine Reha wartet, die man zumal auch noch selbst beantragt hat und die Genehmigung dann sehr lange dauert, man mit Einverständnis des Arztes (Attest dass Urlaub der Genesung dient) auch in den Urlaub fahren kann. Zumal man ja davon ausgegangen ist, dass die Reha bis zum geplanten Urlaubsantritt schneller bewilligt worden wäre. (3 Wochen Frist). Man mit der Reha schon fertig wäre und dem Berufsleben wieder zur Verfügung stehen würde. Gibt es irgendwelche Fakten die dagegen sprechen? Dann kann ich das doch der Krankenkasse mit einem guten Gefühl mitteilen.