Reha und Fristen

von
Rehabilitant

Moin moin,

im April wurde ein Rehaantrag an die DRV geschickt. Diese hat dann nach knapp 4 Wochen (!) beschlossen, nicht zuständig zu sein, und das ganze an die KK weitergeleitet.

Dort erfuhr ich, dass wohl noch Unterlagen vom Arzt gefehlt hätten. Ich habe daraufhin nachgefragt und die letzte und einzige Rückfrage wegen Unterlagen stammt aus dem Jahar 2010.

Krankenkassenmitarbeiter meinten auch, warum sie zuständig sein sollten, sei nicht nachvollziehbar.

Mittlerweile war ich beim VdK und man hat ein Schreiben dn die DRV geschickt mit der Bitte um Akteneinsicht. Nun sind auch fast schon wieder vier Wochen ins Land gegangen, ohne dass ich irgendwas gehört hätte.

Ich weiß zwar, dass eine Rücksendung an den urpsrünglichen Adressaten nicht möglich ist, und die Info der KK, dass man meinen Antrag auf "Kostenbeteiligung bei einer Kur" (hab ich gar nicht beantragt!) prüfen werde bzw. das DRV Schreiben nur eine Info ist, ohne Widerspruchsbelehrung. Aber, wenn der VdK dem jetzt widerspricht, dachte ich, wird das seine Richtigkeit haben.

Ich weiß, wenn ein Gutachten benötigt wird, kann das dauern, aber bislang habe ich auch davon rein gar nichts gehört. Eigentlich tut sich überhaupt nichts.

Im Moment steh ich auf dem Schlauch und weiß so gar nicht weiter ...

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag,
der zuerst angegangene Rehabilitationsträger (hier: die DRV) stellt innerhalb von zwei Wochen nach Eingang des Leistungsantrages fest, ob er für die beantragte Leistung zuständig ist und entscheidet ggf. innerhalb von drei Wochen über den Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe. Ist seine Zuständigkeit nach dem für ihn geltenden Leistungsgesetz nicht gegeben, leitet er den Antrag unverzüglich an den nach seiner Auffassung zuständigen Reha-Träger weiter.
Zu beachten ist, dass ein die 2-Wochen-Frist auslösender Antrag vorliegt, wenn die eingegangenen Unterlagen eine Beurteilung der Zuständigkeit zulassen. Im Verhältnis zu anderen Sozialleistungsbereichen (z.B. Krankenversicherung) können hierbei aussagekräftige medizinische Unterlagen erforderlich sein, die eine sozialmedizinische Prüfung der sachlichen Zuständigkeit zulassen.
Stellt der RV-Träger -wie in Ihrem Fall- fest, dass seine Zuständigkeit nicht gegeben ist, leitet er den Antrag an den voraussichtlich zuständigen Reha-Träger (hier: die Krankenkasse) weiter. Der Weiterleitungsempfänger ist grds. gesetzlich verpflichtet über den Antrag zu entscheiden.
Da Ihr Reha-Antrag bereits an die Krankenkasse weitergeleitet wurde, empfehlen wir Ihnen weitere Anfragen direkt an Ihre Krankenkasse zu richten und so eine Klärung herbeizuführen.

von
rehabilitant

Die Frist war schon um fast das doppelte überschritten. Ich hatte schon diverse rehas, alle über die DRV. Und jede reha diente dazu, die verbliebene Arbeitskraft zu erhalten bzw. zu stabilisieren. Stand alles so im Antrag

von
rehabilitant

... Und über den vdk waren die Akten angefordert worden bzw Widerspruch gg die Weiterleitung an die KK eingelegt worden

von
Apollosonde

Zitiert von: rehabilitant

Die Frist war schon um fast das doppelte überschritten.

Der Experte hat es doch erklärt: Die Frist von zwei Wochen zur Frage der Zuständigkeit geht nicht automatisch los, wenn der Antrag beim Rentenversicherungsträger eingeht, sondern erst dann "wenn die eingegangenen Unterlagen eine Beurteilung der Zuständigkeit zulassen....Im Verhältnis zu anderen Sozialleistungsbereichen (z.B. Krankenversicherung) können hierbei aussagekräftige medizinische Unterlagen erforderlich sein, die eine sozialmedizinische Prüfung der sachlichen Zuständigkeit zulassen."

Das heißt also NICHT, dass der Antrag einfach nur vier Wochen rumlag. Zwischendurch dürfte bei Ihrer Fallkonstellation der Rentenversicherung eigene medizinische Dienst den Fall ebenfalls für die "sozialmedizinische Prüfung" vorgelegen haben.

von
KSC

Alles schön und recht - aber was für eine Antwort erwarten Sie nun im Forum?

Selbst wenn wir hier sagen dass ein Fehler vorlag würde das nichts nützen.

Was meinen Sie wie beeindruckend es wäre wenn Sie folgenden Brief an die DRV schicken würden:

Liebe DRV ihr habt Mist gebaut das hat mir sogar jemand im Expertenforum so geschrieben.

von
rehabilitant

Sehr sinnvoller Beitrag, KSC! Ich wollte ja lediglich in Erfahrung bringen, wie in einem derartigen Fall vorgegangen werden soll. Nicht mehr und nicht weniger. Ich werde ja wohl kein seltener Einzelfall sein, oder doch?

von
rehabilitant

an den Experten: es wurden ja gerade keine weiteren Unterlagen bei meinen Ärzten angefordert! Noch hat sich anderweitig irgendjemand von der DRV gemeldet. Ist schon kaum nachvollziehbar und sehr verwirrend.

Aber andererseits weiß ich von einem Voll-EM-Rentner, bei dem nach mehreren Rehas über die KK selbige das auf einmal an die DRV weitergeschickt haben. Also gerade andersrum.

von
rehabilitant

an den Experten: es wurden ja gerade keine weiteren Unterlagen bei meinen Ärzten angefordert! Noch hat sich anderweitig irgendjemand von der DRV gemeldet. Ist schon kaum nachvollziehbar und sehr verwirrend.

Aber andererseits weiß ich von einem Voll-EM-Rentner, bei dem nach mehreren Rehas über die KK selbige das auf einmal an die DRV weitergeschickt haben. Also gerade andersrum.