Reha und Krankenkasse

von
Hans

Hallo,

ich habe eine Reha in Bad Kissingen genehmigt bekommen. Ich möchte aber nicht diese Einrichtung und habe nun von meinem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch gemacht. Die Krankenkasse schrieb, dass sie mir das Krankengeld streichen, wenn ich nicht nach Bad Kissingen gehe, wenn ich den Aufnahmetermin verschiebe oder die Reha ablehne. Darf, die Krankenkasse das? Die Reha ja schließlich über den Rentenversicherungsträger.

von
Schorsch

In der Tat dürfen die Krankenkassen die Dispositionsrechte ihrer Versicherten einschränken, sofern diese Krankengeld beziehen.

Und wenn Sie Ihren Wechsel-Wunsch nicht konkret begründen können, darf Sie Ihre Krankenkasse wie geschehen unter Druck setzen.

MfG

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Hans,

das eingeschränkte Dispositionsrecht nach § 51 SGB V führt dazu, dass Sie den bereits gestellten Reha-Antrag ohne Zustimmung der Krankenkasse nicht mehr zurücknehmen oder beschränken dürfen. Ebenso dürfen Sie den Antrittstermin einer bewilligten Reha ohne die Zustimmung der Krankenkasse grundsätzlich nicht mehr verschieben (dies wäre bei einer nachträglichen Ausübung des Wunsch- und Wahlrechts aber sicher der Fall). Insoweit kann ich Ihnen nur empfehlen, sich nochmals - unter Darlegung nachvollziehbarer Gründe - an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden und dort zu versuchen, eine entsprechende Zustimmung einzuholen.