Rehabilitation nach Aussteuerung in einer Tagesklinik

von
Cendri

Sehr geehrtes Expertenteam, über die BG habe ich 1 Jahr Verletztengeld bezogen. Ich wurde wegen eines Verkehrsunfalles behandelt und nach Scheitern der Wiedereingliederung aufgrund unfallunabhängiger Symptomatik an die GKK und RV übergeben, mit dem Hinweis auf eine mögliche Rehabilitation aufgrund einer psychischen Erkrankung, die zwar durch den Unfall aktiviert wurde aber nicht unfallursächlich ist. Ich wurde während des Behandlungszeitraumes bei der BG nicht wegen der unfallunabhängigen psychischen Erkrankung behandelt. Mit Scheitern der Wiedereingliederung wurde mir aus gesundheitlichen Gründen gekündigt. Seit der Übergabe werde ich zwischen den Kostenträgern GKK, ARGE, RV hin und her geschoben, ohne das eine Rehabilitation durch die RV genehmigt wurde (Widerspruch läuft.) 5 Monate sind jetzt schon vergangen und mittlerweile bin ich von der GKK ausgesteuert worden. Aufgrund der Reha-Ablehnung durch die RV (trotz verschiedener Befunde) hat auch die ARGE die Nahtlosübergangsregelung nicht genehmigt und ich musste mich in Vollzeit arbeitssuchend zur Verfügung stellen. Nach Meinung der RV reiche eine ambulante Psychotherapie nebenbei aus (trotz Aussage der verschiedenen Ärzte, dass eine Reha unbedingt für die Teilhabe am Arbeitsleben notwendig sei). Nun hat sich mein psychischer Zustand stark verschlechtert, dass mich meine Psychotherapeutin zur Untersuchung in eine psychiatrische Klinik schickte. Dort stellte sich heraus, dass ich so schnell wie möglich in einer Tagesklinik behandelt werden müsse. Ich habe die RV hierzu auch schriftlich informiert. Es dürfte jetzt doch keine Einwände mehr gegen eine Rehabilitation geben? Ich könnte zeitnah in einer Tagesklinik der Asklepiosgruppe aufgenommen werden. Aber übernimmt hier die RV die Kosten? Auch hinsichtlich Übergangsgeld? Denn wenn ich in die Tagesklinik gehe, dann bekomme ich kein Geld mehr von der ARGE. Wie sicher ich dann als Alleinerziehende den Unterhalt? Hätten alle Kostenträger schneller nach Aufforderung der BG reagiert, dann hätte ich ohne extenzielle Sorgen vor der Aussteuerung in die Klinik gehen können und wäre vielleicht jetzt bereits in der Teilhabe am Arbeitsleben aufgenommen worden. Zum Schluss noch eine Frage: Auch wenn die unfallspezifische und unfallunabhängige Krankheit zusammen auftraten, gibt es hierfür nicht eine Ausnahme, die regelt, dass für die nicht behandelte unfallunabhängige Krankheit eine eigenständige Blockfrist beginnt? Ich kann ja nichts dafür, dass ich in der Zeit der BG keine Therapie zur unfallunanbhängigen Erkrankheit machen durfte. Ich hoffe, Sie können mir helfen, telefonisch bekommt man ja leider keine Beratung. Vielen Dank! Grüße. 

von
Cendri

Sorry, bin im falschen Forum. Hier geht's ja rund ums Thema Rente. Weiß jemand, wie man den Beitrag wieder entfernen kann?

von
???

Tagesklinik klingt für mich eher nach einer Akutbehandlung und nicht nach Rehabilitation. Sollte ich richtig liegen, wäre der Kostenträger die Krankenkasse und nicht die DRV.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Cendri,

grundsätzlich ausgeschlossen sind medizinische Rehabilitationsleistungen der Rentenversicherung bei akuter Krankheit – wenn also zum Beispiel zunächst eine Krankenhausbehandlung notwendig ist.

Eine Rehabilitationsleistung durch die Rentenversicherung ist grundsätzlich auch ausgeschlossen, wenn Sie wegen eines Arbeitsunfalls, einer Berufskrankheit oder einer Schädigung im Sinne des sozialen Entschädigungsrechts gleichartige Leistungen von einem anderen Rehabilitationsträger (beispielsweise von der Unfallversicherung) erhalten können.

von
Cendri

Vielen Dank für Ihre Antworten. Da das Thema etwas komplexer ist, werde ich mich an Ihre Beratungsstelle wenden.