Rehabilitationseinrichtung versagt

von
Flutterby

Hallo zusammen,

leider habe ich ein sehr großes und komplexes Problem mit einer Rehabilitationseinrichtung für Psychisch Kranke, in der mein Lebensgefährte sich befindet.

Ich versuche es kurz und sachlich zu halten.

Mann, 53, multimorbid erkrankt, 2 Jahre Daueraufenthalt in Psychiatrie mit stets übernommener Diagnose Depression und Angststörung, mit "erfolglosen" Therapieversuchen aller möglichen Art in Psychopharmaka, Elektrokonvulsionstherapie, sowie somatisch erkrankt z.N. Aortenklappenersatz, Marcumarpatient aufgrund eines Protein S-Mangels seit 30 Jahren.

Umzug in ein Übergangswohnheim für psychisch Kranke und Beginn einer sogenannten RPK Maßnahme diesen Sommer. Mitarbeiter sind Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, Hauswirtschafter, u.ä. Sogenannte Bezugsbetreuer unterstützen die Bewohner ihren Bedürfnissen entsprechend. Ärztliche (Psychisch und somatisch) Begleitung erfolgt individuell extern. Ein beratender, aber nicht be-handlungs-befähigter Psychiater steht der Einrichtung für drei Wochenstunden zur Verfügung. So das Konzept, einer ähnlich WG aufgebauten Rehabilitationseinrichtung. Dieses Haus ist keine Vertragsklinik der DRV Bund. Entschieden über die Aufnahme wurde hier im Einzelfall. Patient erhält kein Übergangsgeld. Kein Krankengeld. Ist als ehemaliger Selbstständiger Musiker mittellos. Kein Einkommen jeglicher Art.

Ziel sollte ein kleinschrittiger und individuell begleiteter Prozess ins normale Leben sein, mit Erlernen der Grundfertigkeiten einschließlich Integration in das Berufsleben. Maximale Dauer 2 Jahre.

So der Plan. So das Konzept. So die Idee.

Passiert ist ein Standardprogramm mit wenig bis gar keine Unterstützung und eine weitere Destabilisierung, wohl somatisch, als auch psychisch des eh noch nicht stabilen Patienten. Kritische Anfragen sowohl beim Träger, hier DRV Bund, als auch bei der Einrichtung wurden nicht gehört. Der Patient selbst, als Angstpatient nicht in der Lage auf sich adäquat zu achten, gegen Fehlverhalten zu "wehren", erleidet während des Zeitraums der Erstbewilligung aus unerklärlichen Gründen zwei Synkopen mit Sturzfolgen. Eine davon gravierend mit Folgeschäden. Es erfolgte hier keine Unfallmeldung an die gesetzliche Unfallversicherung, und auch kein Hinweis auf Erbringen einer AU (denn eine unterkurrente Erkrankung benötigt eine AU). Der Schaden in Form einer Trochlearisparese ist nicht heilbar. Ggf. frühestens in 12 Monaten sind die Symptome in einer Operation zu mildern.

Sachliche Fehlverhalten sind:
- unzureichende, mangelnde, der Biographie und Lebenssituation unangepasste Unterstützung zum Erhalt finanzieller Mittel
(Sozialhilfe als einfachster Weg - dauerte 3 Monate! bei mittellosem Menschen!)
- Keine Dokumentation und Informationsweitergaben (und wenn nicht vollständig) innerhalb des Teams über Synkopen und absolut inadäquater Umgang hiermit (Bewusstloser Patient wird ohne Marcumarausweis, Herzpass oder Überleitungsbogen irgendwelcher Art nach Sturz ins Krankenhaus verwiesen)
- Keine Meldung an gesetzliche Unfallversicherung nach zweitem Sturz mit Folgeschäden
- Unzureichende Informationsfluss, (Veränderungsmitteilungen, Pläne werden umkommentiert unter der Tür durchgeschoben) etc.
- Aufgrund unzureichender Akteneinsicht und Falschaussage des Bezugsbetreuers erfolgte 12 Wochen keine Zahlung an die Krankenkasse, dass nach dem zweiten Sturz der Versichertenstatus gefährdet war und ein umständlicher Weg eingeschlagen werden musste, dies abzuwenden

Auf der professionell-methodischen, auch zwischenmenschlicher Ebene ist es (noch) gravierender.

- Überforderung des Patienten wird nicht erkannt und Maßnahmen nicht eingeleitet
- Begleitung erfolgt auf therapeutisch fragwürdigem Weg bis gar nicht
- angebliche Angehörigenarbeit, wird entgegen des "Verkaufsflyers" nicht unterstützt
- Patient wird während des Aufenthaltes immer instabiler, sowohl somatisch als auch psychisch. Gegenmaßnahmen werden nicht eingeleitet.
- nach 8 Wochen erfolgt Weiterbewilligungsantrag in Phase der Arbeitsunfähigkeit (die ich als Angehörige erwirkt habe) mit wohlwollenden Aussichten, trotz vorliegender AU von erst mal 6 Wochen und Einschränkung durch Trochlearisparese, die permanente Begleitung bedeutet (Weiterbewilligung ist erfolgt) für medizinischen Teil der RPK
- mit Einbruch einer Krise des Patienten in der 13. Woche und nicht vorhandener Krisenintervention verliert Patient völlig den sicheren Rahmen
- Ende vom Lied: Die Einrichtung selbst wird keinen WEiterbewilligungsantrag mehr stellen und die Maßnahme endet zum 19.12.17.

Der Patient verlässt nach 6 (!) Monaten eine Einrichtung die ihn stabilisieren soll mit einer weiteren Destabilisation aussichtslos. Es wurden ungeprüfte Vorschläge gemacht, was er für Wege einschlagen könne. Die in seinem Fall in 8 Wochen weder zu erreichen sind, oder die Voraussetzungen (jetzt) nicht mehr gegeben sind.

Ich habe im Zuge des "Endgesprächs" als Angehörige nun die Reissleine gezogen und mich beim Träger der Einrichtung hier Caritas beschwert. Diverse Anfragen schriftlicher Art bei DRV Bund sind bis heute nicht beantwortet. Einzig die, dass als Nicht-Vertragsklinik, die DRV Bund auch nur beschränkt Delegatinsfähig ist. Damit hat also die Einrichtung Narrenfreiheit? Die Beschwerde beim Träger brachte meinem Partner zusätzlichen Ärger ein und man sitzt nun einem beleidigten Team gegenüber dass völlig unprofessionell von meinem Partner nun einen Bezugsbetreuerwechsel, einen Umzug in eine andere Etage und eine Neueingewöhnung in eine neue Bewohnergruppe zumutet. Für ziellose 8 Wochen.

Dies ist nur ein Ausschnitt aus mich sprachlos machenden Methoden.

Und meine Wut als Angehörige für den Diebstahl von 6 Monate Lebenszeit und eine wahnsinnige Summe an Ausgaben die ich als Freundin getragen habe (hätte der Mann keine Angehörige, was dann eigentlich?), das Unverständnis von Begleitungsmethoden ist immens.

Ich kann, möchte und werde das so nicht stehen lassen. Den Schaden den sie meinem Partner zugefügt haben, und/oder er sich hat zufügen lassen, und unserer ganzen Familie ebenso (ich habe einen Nebenjob annehmen müssen um die Kosten die die Einrichtung generierte abzudecken), sind immens. Und verantwortlich soll dafür das fragilste Glied der Kette sein, der Schutzbefohlene.
Das kann und darf nicht sein.

Welche Möglichkeiten habe ich (wir) gegen diese Einrichtung vorzugehen. (Im übrigen geht es anderen Mitbewohnern genau so, jeder in seiner individuellen Begleitbiographie - doch andere haben eben sonst nichts und würden O-Ton: nie den Mund aufmachen)

Was tun, welche Wege gehen?

Wie gesagt:

DRV Bund äußert sich nicht
Rehaberater vor Ort (hier Köln) hat bis heute auf mehrere schriftliche und noch mehr telefonische Anfragen NICHT reagiert
Träger hat Kritikpunkte geht gehört und Reaktion der Einrichtung ist "Strafe"

Was ist der nächste Schritt?

Kann mir jemand helfen? Danke.

von
Angela

Zitiert von: Flutterby

Schon mal was von Ironie gehört[/quote]

Die Gewöhnung an Ironie, ebenso wie die an Sarkasmus, verdirbt übrigens den Charakter, sie verleiht allmählich die Eigenschaft einer schadenfrohen Überlegenheit: man ist zuletzt einem bissigen Hunde gleich, der noch das Lachen gelernt hat, außer dem Beißen.

Friedrich Wilhelm Nietzsche[/quote]

Na im Beissen ( alle sind doof in der Reha ) gehörst Du zu den Fortgeschrittenen.

von
Flutterby

Na im Beissen ( alle sind doof in der Reha ) gehörst Du zu den Fortgeschrittenen.[/quote]

Alle sind doof in der Reha, kann ich leider nicht lesen.

Sich am Leid anderer, sich über eine durch Fachpersonal geschaffene Destabilisierung eines ihrer Schutzbefohlenen ironisch zu ergötzen, und Angehörige die in Sorge sind und die Sorge sowohl psychisch als auch physisch und materiell mittragen müssen, auf diesem Niveau anzugehen, zeigt ein reduziertes Kommunikations- und Verständnisverhalten.
Es wird sicher Gründe geben, weshalb Sie das tun.

Deshalb und dennoch bitte ich SIE weitere Kommentare, wenn sie denn der Sache nicht dienlich sind zu unterlassen.

von
Schorsch

Zitiert von: Flutterby

Ich versuche es kurz und sachlich zu halten.

Dieser Versuch ist kläglich gescheitert.

Der Hinweis, dass Sie die Reha-Einrichtung aus verschiedenen Gründen für ungeignet halten und das hier:

Zitiert von: Flutterby

Was tun, welche Wege gehen?
Was ist der nächste Schritt?
Kann mir jemand helfen? Danke.

....hätten völlig gereicht.

Vielleicht findet sich ja noch jemand, der Ihren meterlangen Endlos-Text komplett liest.
Ich zumindest habe keine Zeit und auch keine Lust dazu.

MfG

von
Friedhelm

Zitiert von: Flutterby

Ich versuche es kurz und sachlich zu halten.

Wenn das Ihre Vorstellungen von einer "Kurzfassung" sind, dann danke ich Ihnen, dass Sie uns Mitlesern die "Vollversion" erspart haben.....

von
Flutterby

Nachdem sich nun genug erfahrene Forum Mitglieder über mich unerfahrenn Forumgast ausreichend und ausschließlich echauffiert haben, frage ich noch einmal zu den 2%.

Einrichtung versagt.

Welche Wege können nun gegangen werden?

von
otto normalverbraucher

Hallo Flutterby,

ich habe dein Posting aufmerksam gelesen.

Das, was du beschreibst, habe ich während meiner Berufstätigkeit als gerichtlich bestellter Betreuer sehr häufig gesehen. Auch wenn Du bis ins letzte Detail belegen kannst, dass in der Maßnahme nicht ansatzweise die Therapie geboten wird/geboten werden kann, deretwegen Dein Freund in diese Einrichtung gegangen ist, wirst du auch über Gericht pp nichts erreichen, denn das Gegenteil ist von "Fachleuten" dokumentiert und bei psychiatrischen Einrichtungen kaum zu widerlegen. Du würdest Kraft an einer Stelle investieren, die Dich/Deinen Freund keinen Schritt weiter bringt - noch nicht einmal zur Genugtuung, dass Deine Einschätzung die Richtige ist, wirst Du bekommen.
Ich kann Dir nur raten, diese Einrichtung abzuhaken, bei weiteren Einrichtungen auf der Basis Deiner Erfahrungen vorher sehr genau hinzusehen und an dieser Stelle Deine Kraft zu investieren. Es gibt auch für Deinen Freund passende und gute Einrichtungen.

von
Flutterby

Danke für deine Antwort und das aufmerksame Lesen.

Ich bin selbst Pflegefachkraft und kann allein aufgrund meiner Berufsethik kaum wegsehen, verstehe dennoch was du meinst, dass sich hier Kraft und Energie kaum lohnen.

Hätten wir die Möglichkeit uns mal per Mail auszutauschen? Um hier nicht zu viel Platz einzunehmen?

Du schreibst, dass "Fachleute" dokumentiert haben. Nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz – sowie nach den entsprechenden (Neben-) Pflichten des Heimvertrags, hat der Patient ein umfassendes Einsichtsrecht in die Dokumentation. Damit kann belegt werden, was und was nicht dokumentiert worden ist. Im Besitz einer Generalvollmacht in allen Belangen, darf meines Wissens, mein Partner mir die Handlungsvollmacht erteilen, die Dokumentationen einzusehen und ggf. zu kopieren, oder? Der Antrag auf gesetzliche Betreuung durch mich ist gestellt.

Ich glaube einfach dass Veränderung nur im Dialog geschehen kann und wenn die Verantwortlichen dafür Stellung beziehen müssen. Und es geht hier nicht um gewinnen.

Wenn du sagst, dass erlebst du sehr häufig, dann ist das ein Zeichen mehr, das zumindest versucht werden darf, etwas zu verändern.

Denn unabhängig meines Lebensgefährten, wird hier bewusst mit der Reduziertheit und den Ängsten der Schutzbefohlenen gespielt und dafür wird eine Menge Geld, Gelder die wir alle beifügen, teilweise sinnfrei vergeudet. Die Kosten eines Heimplatzes betragen ca. 3000 Euro. Das ist verdammt viel Geld. Es kann auch gesellschaftlich nicht tragbar sein, soviel Geld an Einrichtungen zu bezahlen, die Ihren Auftrag verfehlen.

Und es geht hier nicht nur um meinen Partner. Die aktuell dort lebenden Mitbewohner haben keinerlei Lobby sich mitzuteilen. Drohungen werden ausgesprochen, wenn man sich positioniert. Wenn eine Mitbewohnerin suizidal wird und ein instabiler Mitbewohner das gerade noch so auffängt, weil kein Mitarbeiter vor Ort oder erreichbar; wenn ein anderer Mitbewohner als einzigen Ausweg "da raus" für sich sieht, das bezogene Zimmer zu zertrümmern und lieber in eine geschützte Station geht, als diese Einrichtung und deren Mitarbeiter zu ertragen,usw., finde ich es durchaus berechtigt, die Einrichtung in sozialgesellschaftlicher Richtung und beruflicher Ethik in Frage zu stellen. Es geht nicht um Genugtuung, es geht um Sozialcourage, und ja ich bin persönlich involviert, und ja ich habe auch einen ethischen Anspruch an Arbeit mit und für Schutzbefohlene. Es ist eine Dienstleistung die gut honoriert wird und der Patient hat ein Recht darauf, diese in jedem Fall in bestem Wissen und Gewissen zu erhalten.

Wenn du mir eine wirklich passende Einrichtung nennen kannst, aufgrund deiner Erfahrungen wäre ich dir sehr dankbar. Wir haben aufgrund seiner individuellen Anamnese keine gefunden.

von
otto normalverbraucher

@ angela

Gibt es in diesem Forum eigentlich so etwas wie Netiquette-Regeln?

Ich finde es ziemlich erstaunlich, wie hier miteinander umgegangen wird.

Keiner kommt doch in dieses Forum, weil er gerade Langeweile hat, sondern weil er auf der Suche nach Informationen ist, die er bisher nicht gefunden/bekommen hat.
Der Ton ist aggressiv, verletzend und respektlos. Achtung vor der Not der Ratsuchenden in vielen Beiträgen nicht vorhanden.

Schade......

Eine kleine Erinnerung für Sie Angela....Ich wünsche Ihnen, dass Sie persönlich nie in die Situation kommen, dringend Rat und Hilfe wo auch immer möglich zu suchen und stattdessen auf das Angebot eines Taschentuchs zu stoßen.

@ kommentierende User in diesem Thread
Der Sachverhalt wurde von Flutterby - auf den Gesamtvorgang bezogen - kurz und knapp dargestellt. Den kommentierenden fehlt ganz offensichtlich Erfahrung in diesem Bereich des Sozialsystems. Empathie ist übrigens eine Fähigkeit, die nicht jedem gegeben ist, die man aber trainieren kann....

@ flutterby
schau mal auf die Seite www.bpe-online.de oder bei entsprechenden Zusammenschlüssen vor Ort.

von
Genervter

Zitiert von: otto normalverbraucher
@ angela

Gibt es in diesem Forum eigentlich so etwas wie Netiquette-Regeln?

Ich finde es ziemlich erstaunlich, wie hier miteinander umgegangen wird.

Keiner kommt doch in dieses Forum, weil er gerade Langeweile hat, sondern weil er auf der Suche nach Informationen ist, die er bisher nicht gefunden/bekommen hat.
Der Ton ist aggressiv, verletzend und respektlos. Achtung vor der Not der Ratsuchenden in vielen Beiträgen nicht vorhanden.

Schade......

Eine kleine Erinnerung für Sie Angela....Ich wünsche Ihnen, dass Sie persönlich nie in die Situation kommen, dringend Rat und Hilfe wo auch immer möglich zu suchen und stattdessen auf das Angebot eines Taschentuchs zu stoßen.

@ kommentierende User in diesem Thread
Der Sachverhalt wurde von Flutterby - auf den Gesamtvorgang bezogen - kurz und knapp dargestellt. Den kommentierenden fehlt ganz offensichtlich Erfahrung in diesem Bereich des Sozialsystems. Empathie ist übrigens eine Fähigkeit, die nicht jedem gegeben ist, die man aber trainieren kann....

@ flutterby
schau mal auf die Seite www.bpe-online.de oder bei entsprechenden Zusammenschlüssen vor Ort.

Auch Ihre Kritik täuscht nicht darüber hinweg, dass es sich in diesem Fall nicht um ein rentenspezifisches Problem geht und daher in diesem Forum falsch ist!

von
Herz1952

Hallo Flitterboy,

dort finden Sie jede Menge Infos:

https://www.google.de/search?q=reha+abbrechen&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&dcr=0&ei=r0vjWdaCI9HCXo7PiLAC

Alles Gute für Sie!

von
otto normalverbraucher

Auch Ihre Kritik täuscht nicht darüber hinweg, dass es sich in diesem Fall nicht um ein rentenspezifisches Problem geht und daher in diesem Forum falsch ist!

@Max
Sie haben natürlich recht - es geht nicht primär um ein rentenspezifisches Problem, auch wenn viele Rehabilitanden mit psychiatrischen/psychosomatischen Diagnosen mit der DRV als Kostenträger genau diese Erfahrungen gemacht haben und noch machen. Die DRV folgt Hinweisen, dass die angepriesenen und von der DRV bezahlten Leistungen nachweislich nicht erbracht wurden, in der Regel nicht. Aus meiner Sicht ist das eine große Lücke in der Qualitätssicherung.
Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass ein Hinweis, wo evtl hilfreiche Infos zu finden sind, nicht fehl am Platz ist.

Für Ihr anschließendes Posting möchte ich mich ausdrücklich bedanken und schließe mich inhaltlich an.

von
Flutterby

@otto Normalverbraucher und @ Max
Danke für die Links und den vermutlich erfolglosen Versuch an die Menschlichkeit zu appellieren.
@Angela und Genervter
Was auch immer Sie an diesem Thread stört, es ist Ihnen genug Energie wert, sich permanent niveaulos zu äußern.

Um Ihnen aber einen Schritt entgegen zu kommen und zu hoffen auch von Ihnen außer Floskeln mal was sinnvolles zu hören, reduzier ich meine Anfrage nun auf Rentenspezifisches, wie sie es nennen.

Die Maßnahme wird vom DRV Bund bezahlt. Dieser reagiert auf Beschwerden nicht. Es sollte im Interesse jedes Rentenbeitragszahlers sein, sinnfreien Maßnahmen nicht mittragen zu müssen.
In diesem Fall ist nach 8 Wochen eine erste Weiterbewilligung beantragt worden, in der die Einrichtung einen positiven Verlauf unter Vortäuschung falscher Tatsachen bescheinigt hat. Es ist der DRV Bund kein Unfall, keine interkurrente Erkrankung, keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt worden.
Statt dessen wurde der Wochenplan erst mal weitergeführt mit der Aussage: Er muss ja nicht dran teilnehmen. Das ist schlichtweg Betrug und Erschleichen von Leitungen.
Nun hat sich das Blatt gewendet und durch eine nicht begleitete Krise, ausgelöst durch das Verhalten oder Nicht-Verhalten der Einrichtung wird der Patient vor die Tür gesetzt, instabiler als vorher und eine Weiterbewilligung verweigert, mit der konträren Aussage, ihn als nicht rehafähig zu sehen.
Damit sind 6 Monate tausende von Euro durch die DRV Bund geflossen. In eine Einrichtung die Menschen de facto schadet.

Was kann also der einzelne hier bei der Rentenversicherung zur Qualitätssicherung beitragen? Wer trägt denn hier die Verantwortung? Die Einrichtung oder der zahlende Träger?
Wer prüft denn wie solche Einrichtungen?
Und welche Folgen hat für den Einzelnen eine Maßnahme die erst bewilligt, weiterbewilligt und dann plötzlich durch die Einrichtung als vom den Patient nicht zielführend dargestellt wird?

Und wie oft kann so eine Maßnahme wiederholt werden? Welche Folgen hat das für den Rentenversicherungsnehmer?

Eine Idee @genervte @Angela? Oder hierzu vielleicht noch ein lesenswertes erwachsenes Kommentar?

von
Flutterby

@otto Normalverbraucher und @ Max
Danke für die Links und den vermutlich erfolglosen Versuch an die Menschlichkeit zu appellieren.
@Angela und Genervter
Was auch immer Sie an diesem Thread stört, es ist Ihnen genug Energie wert, sich permanent niveaulos zu äußern.

Um Ihnen aber einen Schritt entgegen zu kommen und zu hoffen auch von Ihnen außer Floskeln mal was sinnvolles zu hören, reduzier ich meine Anfrage nun auf Rentenspezifisches, wie sie es nennen.

Die Maßnahme wird vom DRV Bund bezahlt. Dieser reagiert auf Beschwerden nicht. Es sollte im Interesse jedes Rentenbeitragszahlers sein, sinnfreien Maßnahmen nicht mittragen zu müssen.
In diesem Fall ist nach 8 Wochen eine erste Weiterbewilligung beantragt worden, in der die Einrichtung einen positiven Verlauf unter Vortäuschung falscher Tatsachen bescheinigt hat. Es ist der DRV Bund kein Unfall, keine interkurrente Erkrankung, keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt worden.
Statt dessen wurde der Wochenplan erst mal weitergeführt mit der Aussage: Er muss ja nicht dran teilnehmen. Das ist schlichtweg Betrug und Erschleichen von Leitungen.
Nun hat sich das Blatt gewendet und durch eine nicht begleitete Krise, ausgelöst durch das Verhalten oder Nicht-Verhalten der Einrichtung wird der Patient vor die Tür gesetzt, instabiler als vorher und eine Weiterbewilligung verweigert, mit der konträren Aussage, ihn als nicht rehafähig zu sehen.
Damit sind 6 Monate tausende von Euro durch die DRV Bund geflossen. In eine Einrichtung die Menschen de facto schadet.

Was kann also der einzelne hier bei der Rentenversicherung zur Qualitätssicherung beitragen? Wer trägt denn hier die Verantwortung? Die Einrichtung oder der zahlende Träger?
Wer prüft denn wie solche Einrichtungen?
Und welche Folgen hat für den Einzelnen eine Maßnahme die erst bewilligt, weiterbewilligt und dann plötzlich durch die Einrichtung als vom den Patient nicht zielführend dargestellt wird?

Und wie oft kann so eine Maßnahme wiederholt werden? Welche Folgen hat das für den Rentenversicherungsnehmer?

Eine Idee @genervte @Angela? Oder hierzu vielleicht noch ein lesenswertes erwachsenes Kommentar?

von
Herz1952

Zitiert von: Flutterby

Die Maßnahme wird vom DRV Bund bezahlt. Dieser reagiert auf Beschwerden nicht. Es sollte im Interesse jedes Rentenbeitragszahlers sein, sinnfreien Maßnahmen nicht mittragen zu müssen.

Was erwarten Sie denn? Weil es ein paar Meckerköppe gibt, soll die Einrichtung direkt geschlossen werden? Sie können davon ausgehen, dass Einrichtungen und Beschwerden genau geprüft werden. Aber manche erweisen sich nunmals als haltslos...

von
???

Wie Sie dem Impressum entnehmen können, handelt es sich bei dieser Seite um eine Initiative der Regionalträger und der KBS. Der Experte hier weiß nur, wie das Beschwerdesystem bei ihm im Haus läuft bzw. zumindest laufen sollte. Und das wird Ihnen nicht wirklich weiterhelfen, da es ja Ihnen ja um die DRV Bund geht.

Im übrigen ist es eigentlich allgemein bekannt, dass man sich, wenn die 1. Ebene nicht reagiert, an die Vorgesetzten wendet. Sie können sich also bei der DRV Bund durch die Hierarchieebenen durcharbeiten oder gleich an das Direktorium bzw. die Präsidentin wenden. Auch Ministerien sind häufig Ansprechpartner bei Beschwerden und gehen denen nach.

Was ich persönlich nicht verstehe, ist dass sich Ihr Freund immer noch in dieser Einrichtung befindet. Wenn dort alles so furchtbar ist und es auch keine Behandlungsperspektiven gibt, sehe ich keinen Sinn darin. Und nach Ihren Schilderungen habe ich das Gefühl, dass er dringend eine Akut-Behandlung benötigt um sich wieder zu stabilisieren.

von
Genervter

Zitiert von: Flutterby
@otto Normalverbraucher und @ Max
Danke für die Links und den vermutlich erfolglosen Versuch an die Menschlichkeit zu appellieren.
@Angela und Genervter
Was auch immer Sie an diesem Thread stört, es ist Ihnen genug Energie wert, sich permanent niveaulos zu äußern.

Um Ihnen aber einen Schritt entgegen zu kommen und zu hoffen auch von Ihnen außer Floskeln mal was sinnvolles zu hören, reduzier ich meine Anfrage nun auf Rentenspezifisches, wie sie es nennen.

Die Maßnahme wird vom DRV Bund bezahlt. Dieser reagiert auf Beschwerden nicht. Es sollte im Interesse jedes Rentenbeitragszahlers sein, sinnfreien Maßnahmen nicht mittragen zu müssen.
In diesem Fall ist nach 8 Wochen eine erste Weiterbewilligung beantragt worden, in der die Einrichtung einen positiven Verlauf unter Vortäuschung falscher Tatsachen bescheinigt hat. Es ist der DRV Bund kein Unfall, keine interkurrente Erkrankung, keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt worden.
Statt dessen wurde der Wochenplan erst mal weitergeführt mit der Aussage: Er muss ja nicht dran teilnehmen. Das ist schlichtweg Betrug und Erschleichen von Leitungen.
Nun hat sich das Blatt gewendet und durch eine nicht begleitete Krise, ausgelöst durch das Verhalten oder Nicht-Verhalten der Einrichtung wird der Patient vor die Tür gesetzt, instabiler als vorher und eine Weiterbewilligung verweigert, mit der konträren Aussage, ihn als nicht rehafähig zu sehen.
Damit sind 6 Monate tausende von Euro durch die DRV Bund geflossen. In eine Einrichtung die Menschen de facto schadet.

Was kann also der einzelne hier bei der Rentenversicherung zur Qualitätssicherung beitragen? Wer trägt denn hier die Verantwortung? Die Einrichtung oder der zahlende Träger?
Wer prüft denn wie solche Einrichtungen?
Und welche Folgen hat für den Einzelnen eine Maßnahme die erst bewilligt, weiterbewilligt und dann plötzlich durch die Einrichtung als vom den Patient nicht zielführend dargestellt wird?

Und wie oft kann so eine Maßnahme wiederholt werden? Welche Folgen hat das für den Rentenversicherungsnehmer?

Eine Idee @genervte @Angela? Oder hierzu vielleicht noch ein lesenswertes erwachsenes Kommentar?

Bevor überhaupt jemand eine sachgerechte Stellungnahme geben könnte, müsste zunächst eine Stellungnahme der von Ihnen angegriffenen Rehaeinrichtung erfolgen! Diese sieht das nämlich vermutlich ganz anders als Sie.
Wenn diese den geschilderten Sachverhalt ganz anders sieht, müssen Sie beweiskräftig argumentieren.
Nur wenn Ihnen das gelingt, werden Sie etwas bewegen können.

von
der anderen

Was ich problematisch finde:
Es handelt sich nicht um eine Vetragsklinik der DRV Bund, die Bewilligung erfolgte im Einzelfall.

Wer hatte denn den Wunsch, unbedingt in diese Einrichtung zu kommen?
Und was wird jetzt von der DRV erwartet, wenn doch ausgerechnet diese Einrichtung gewünscht wurde?

Ganz wie ??? kann ich auch nict verstehen, dass der Patient jetzt auch noch die restliche Zeit dort bleiben soll...

von
Flutterby

@genervter (deutlich zu lesen)

Natürlich sieht diese das anders, nämlich gar nicht. Stellungnahme erfolgte nicht. Es gibt auch eine Strategie des Schweigens als Antwort.
Deshalb kam ich ja, in der Hoffnung auf Hilfe über die DRV Bund auf dieses Forum. Ich konnte ja nicht ahnen was hier für ein rauer Wind weht.

Es gibt nichts beweiskräftig zu argumentieren. Fehlverhalten bleibt Fehlverhalten und ist durch das Fehlverhalten an sich schon bewiesen.

Danke für den Hinweis. War selbstverständlich geschehen.

von
Flutterby

Zitiert von: der anderen
Was ich problematisch finde:
Es handelt sich nicht um eine Vetragsklinik der DRV Bund, die Bewilligung erfolgte im Einzelfall.

Das dies keine Vertragsklinik ist, sondern eine Einzelfallentscheidung war, haben wir auch erst nach vielen Anfragen über Umwege und durch Zufall erfahren. Auch dass es eine RPK Maßnahme ist, haben wir weder zuvor von der DRV Bund noch von der Einrichtung erfahren. Ebenfalls eher Zufall. Und nein es erfolgte keine Beratung durch Reha-Berater. Der Antrag wurde im Rahmen eines Klinikaufenthaltes gestellt durch den dortigen Sozialarbeiter.

Wer hatte denn den Wunsch, unbedingt in diese Einrichtung zu kommen?
Und was wird jetzt von der DRV erwartet, wenn doch ausgerechnet diese Einrichtung gewünscht wurde?

Diese Einrichtung ist durch die DRV Bund ausgewählt worden, es war nicht ein expliziter Wunsch, sondern sie wurde aufgrund der Indikation gestellt und der individuellen Biographie als einzig in fragend kommende durch die Träger ausgewählt.

Ganz wie ??? kann ich auch nict verstehen, dass der Patient jetzt auch noch die restliche Zeit dort bleiben soll...

Weil die Rahmenbedingungen, dass ich zwei Arbeitsstellen aufgebe nicht gegeben sind. Kinder im Haus. Die Krankheiten behindern ein normales, selbstständiges Leben. Genügt das als Antwort?