Rehaklinik Einladung, Zustellung, Beweislast

von
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Zitiert von: Guido

Zitiert von: =//=

Jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazu geben. :-)

Wenn MIR eine Reha-Maßnahme bewilligt worden wäre, hätte ich spätestens nach 3 - 4 Wochen bei der Klinik (Name und Tel.Nr. steht in der Regel im Bewilligungsbescheid) ODER bei meinem Sachbearbeiter der DRV angerufen, wann ich denn endlich einen Termin bekomme. Ich würde keine 7 Wochen abwarten!!! Die KK sieht das evtl. ähnlich und vermutet deshalb auch eine mutwillige Verzögerung, was ich der KK nicht verdenken kann.

Denn wenn jemand 7 Wochen abwartet, bis er in die Reha kann, KANN es ihm/ihr eigentlich nicht soooo wichtig sein. Es sei denn, aus irgendwelchen terminlichen Gründen der Klinik kann keine frühere Aufnahme erfolgen. Selbst dann kann man die Umeinweisung in eine andere Klinik beantragen.

Ja hätte wenn und aber. Wenn Du mir diesen "hätte" Paragraphen in den Sozialgesetzbüchern nennst, OK. Dieser ist mir jedoch nicht bekannt.

Es gibt m.E. kein Gesetz wo eine Frist genannt wird, das der Antragsteller alle 3- 4 Wochen irgendwo nachfragen muss. Falls es dieses Gesetz gibt, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Ob es dann dem Antragsteller "egal" ist, sind mutmaßungen und diese Frage kann nur eine Kristallkugel beantworten. Über diese verfügt die KK m.E. nicht.

Das Gesetz schreibt vor, das man innerhalb von 10 Wochen diesen Antrag stellen muss. Alles weitere wird dann von den zuständigen Stellen veranlasst. Die einzige Pflicht, die der Antragsteller hat, ist zu dem Reha Termin zu erscheinen und bei dieser mitzuwirken. Es ist nicht Aufgabe des Antragstellers in regelmäßigen Abständen den Bearbeitungsstatus des Antrages zu überwachen. Die Behörden haben eine "Benachrichtigungsschuld", wenn ein Antrag entschieden worden ist, oder der Antragsteller irgendetwas tun muss.

Ich hoffe nur, dass Sie IMMER genau nach dem Gesetz handeln. :-)

Übrigens hat ein Antragsteller immer auch Pflichten und nicht nur Rechte. Und die "Pflicht" in diesem Fall liegt darin, wenn die AU so schnell wie möglich behoben werden soll, alles Mögliche zu tun, ium in die bewilligte Reha-Maßnahme zu kommen. Und ganz abgesehen von Rechten und Pflichten laut Gesetz kann ich immer noch nicht nachvollziehen, dass jemand Woche für Woche verstreichen läßt und nicht nach einiger Zeit - z.B. nach 4 Wochen - mal nach einem Termin nachfragt. Da können Sie mir nicht weismachen, dass Sie wirklich an einer schnellen Reha-Maßnahme interessiert waren.

Auch war der Reha-Antrag durch den Bewilligungsbescheid ABGESCHLOSSEN, man muss also nicht nach dem "Bearbeitungsstand" nachfragen.

Meinten Sie das mit "Benachrichtigungsschuld" des Amtes (was ich eh nicht verstehe)?

Denken Sie tatsächlich, dass die Mitarbeiter der DRV jedem Versicherten, dem eine Reha bewilligt wurde, hinterhertelefonieren, ob und wann sie einen Beginntermin haben?

Wenn eine Telefonnummer im Reha-Antrag angegeben wurde, wird diese in der Regel auch der Klinik mitgeteilt. Die Klinik kann dann notfalls den Versicherten über den Termin zusätzlich telefonisch benachrichtigen. Haben Sie wahrscheinlich auch nicht getan.

Ich bleibe bei meiner Meinung, dass ich die Reaktion der KK verstehe.

von
Schorsch

Zitiert von: =//=

Ich bleibe bei meiner Meinung, dass ich die Reaktion der KK verstehe.

Ich auch!

MfG

von
Herz1952

Ich frage mich eigentlich auch nur, warum hat die Reha-Klinik nicht angerufen und nachgefragt, wo der "Rehabilitant" bleibt. Gesprächsnotiz mit Datum und Uhrzeit machen seitens der Klinik hätte auch der Krankenkasse als Beweis dienen können.

Was die "Mitwirkungspflicht" des Patienten betrifft bezüglich einer baldigen Genesung, die kann biologisch und praktisch auch erfüllt werden, wenn man sich vorher noch ein wenig wenigstens erholt. Ich selbst habe davon Gebrauch gemacht. Einmal bei der Anschlussheilbehandlung durch die RV und einmal bei der Krankenkasse nach einem Tibia-Kopf-Bruch. Bei letzterem habe ich dann aber selbst nachgefragt nach einer Weile, weil sonst die Reha nichts mehr gebracht hätte.

Im ersten Fall habe ich die AHB mindestens 14 Tage hinausgezögert weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich alle Reha-Maßnahmen auch sinnvoll erfüllen kann. Den Brustkorb aufschneiden war eine Kleinigkeit gegen die Venenentnahme im Unterschenkel. Ansonsten hätte die RV wohl eine Reha-Maßnahme 2 Wochen länger zahlen müssen, wobei die 2 Wochen nichts gebracht hätten.

Es wird überhaupt zu viel Erwartung in eine Reha gelegt, sowohl von den Patienten, als auch von den Kostenträgern. Grund: Es wird am Schreibtisch entschieden, ohne sich mit dem Zustand des Patienten überhaupt auszukennen. Aber es darf offensichtlich auch nicht sein, dass man sich zu Hause auch regenerieren kann, ohne zusätzliche Kosten für eine Reha. Obwohl: Die RV hat das bei unserem Sohn anerkannt. Aber die Krankenkasse wollte ihn loswerden, er hat ja noch KG bekommen. Fairerweise muss ich aber hinzufügen, sie hat es mit der Besserung ernst gemeint, aber selber wollte sie die Kosten nicht tragen.

Aber auch das Gesundheitssystem bekommt von mir "das Fett weg". Durch Fallpauschalen kommt es doch relativ oft zu "blutigen Entlassungen" (mit anschließender, evtl. doch zu früher AHB).

Ich frage mich auch, wieso hat noch niemand ermittelt, wie viele Fälle es gibt, bei den - ob zu recht oder nicht - behauptet wird, die Einladung zur Reha sei nicht zugestellt worden. Je nach Kosten-Nutzenberechnung der Gesamtfälle könnte man doch Gegenmaßnahmen ergreifen - ob Anweisung die Bescheide per Einwurfeinschreiben zu senden, oder auch kurz und bündig durch protokollierte Anrufe zu dokumentieren. Letztendlich ist es eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Von dieser sprechen die Krankenkassen immer und nerven die Ärzte, wenn es sich um ein etwas teureres Medikament/Heilmittel/Hilfsmittel handelt.

Sicher hat in diesem Fall die Krankenkasse formell richtig gehandelt. Was sollte sie unter diesen Umständen sonst tun. Es gab ja keinen Mechanismus, der das verhindern konnte. Dem Patienten wären Ängste (die in diesem Fall auch nur theoretisch wären) erspart geblieben und der Krankenkasse/Rentenversicherung erspart geblieben.

Dass Briefe durch die Post nicht richtig zugestellt werden habe ich aber schon in Zeiten erlebt, da die Postmitarbeiter noch Beamte waren. Fast täglich war Post für andere Firmen im Schließfach, die z.T. versehentlich noch geöffnet wurden.

Nicht jeder Privatmann weis, dass man solche Sendungen einfach in den nächsten Briefkasten werfen kann (aber viele sind "verschwunden" - ich meine Briefkästen, und damit auch evtl. auch die Briefe).

Deshalb: Unterstellungen bitte vermeiden, das macht immer einen schlechten Eindruck bei jedem ehrlichen Menschen.

Es sind auch schon Brücken versetzt gebaut worden (in der Höhe), zumindest weis ich es bei einer, wobei die Italiener die "Nulllinie" für das Mittelmehr angenommen haben und die Schweizer die Nordsee. Es arbeitet kaum einer so korrekt wie die RV (grins).

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Dass Briefe durch die Post nicht richtig zugestellt werden habe ich aber schon in Zeiten erlebt, da die Postmitarbeiter noch Beamte waren. Fast täglich war Post für andere Firmen im Schließfach, die z.T. versehentlich noch geöffnet wurden.

Seltsamerweise ist bei mir in fünf Jahrzehnten erst ein einziger wichtiger Brief nicht angekommen, weil ihn der Zusteller in Nachbars Briefkasten geworfen hat, der für ein paar Wochen verreist war.

Im Übrigen liegt die tatsächliche Verlustquote bei Briefen und Paketen im Promille-Bereich.
Die Wahrscheinlichkeit dass man selbst einmal davon betroffen ist, ist also gleich null.
Auch wenn Ihre persönlichen Erfahrungen mal wieder von der Norm abweichen.

MfG

von
Amüsierter Mitleser

Zitiert von: Herz1952

Ich frage mich eigentlich auch nur, warum hat die Reha-Klinik nicht angerufen und nachgefragt, wo der "Rehabilitant" bleibt......

Und ich frage mich, ob Sie einfach nur zu viel Langeweile haben oder ob Sie keinen Gesprächspartner finden, dem Sie die Ohren vollblubbern können.

Dieses Forum ist doch kein Kneipen-Stammtisch.

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

und wie viele haben sich im Forum beschwert, dass sie "nichts" erhalten haben? Mir sind auch nur 2 in Erinnerung, oder gar nur einer?

Und wie viele tausende Briefe werden verschickt?

Im Büro habe ich mehre tausend Briefe gesehen, die im "Promille-Bereich" bleiben natürlich im Gedächtnis hängen.

Aber, man sollte nicht gleich behaupten, dass gleich einer lügt, wenn er sagt, wenn er sagt, er hätte das Schreiben nicht erhalten. Das haben Sie ja nicht getan.

von
=//=

Herz1952 schrieb:

Ich frage mich eigentlich auch nur, warum hat die Reha-Klinik nicht angerufen und nachgefragt, wo der "Rehabilitant" bleibt......

Will die Klinik was vom Patienten oder ist es nicht vielmehr umgekehrt? Ich kann Ihnen außerdem zig Beispiele nennen, in denen der Versicherte seine Telefonnummer nicht offenbart hat (weil es eine freiwillige Angabe ist laut Antragsformular) und sie auch in keinem Telefonverzeichnis zu finden ist. Abgesehen davon haben heute sowieso viele nur noch eine Mobilnummer. Deshalb kann eine Klinik auch nicht immer telefonisch nachfragen.

Und somit ist der von mir aufgezeigte Weg (Vers. ruft Klinik an) mit Sicherheit viel sinnvoller!