Rehamaßnahme

von
Besserwisser

Diese Woche beginnt meine Reha-Maßnahme. Beantragt auf verlangen der
Krankenkasse am 1.3.2018. Vor zwei Jahren hatte ich über meinen
Facharzt ein Maßnahme beantragt. Diese wurde nach langer Wartezeit
abgelehnt. Gleiches Krankheitsbild, keine Verschlechterung. Warum
lässt sich die Rentenversicherung vor den "Karren" der Krankenkassen
spannen.

von
W*lfgang

Hallo Besserwisser,

Sie sitzen aktuell im Karren der KK und die bestimmt, in welche Richtung gelenkt wirkt. Da kann/muss die sich mit dem geraden besten Untergrund (Asphalt von der DRV) zufrieden geben.

Wenn mehrere Sozialversicherungssysteme mit Leistungsmerkmalen 'verzahnt' sind, gib es immer vorrangige Einbahnstraßen - da ist Ihre Wunsch-Route arg eingeschränkt.

Sie können die bevorzugte Routenplanung der KK natürlich ablehnen, dann werden Sie allerdings unsanft aus deren Karren entladen - ohne weiteres Wegegeld ;-)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Besserwisser,

"W*lfgang" hat es bereits auf den Punkt gebracht, durch den Krankengeldbezug hat Ihre Krankenkasse ein Dispositionsrecht hinsichtlich einer Reha-Maßnahme bzw. Rentenantragstellung.
Die angedachte Maßnahme sollten Sie durchführen, ansonsten wird die Krankenkasse unter Hinweis auf Ihre Mitwirkungspflichten Ihren Krankengeldbezug prüfen und ggf. auch einstellen.

von
VieleFragen

Hallo,

es geht, wie immer, nur ums Geld.

Fordert die KK zur Reha auf, sind die Sie erstmal los und müssen kein KG für die Wochen zahlen.

Denn dann gibt es Übergangsgeld.

Und dann wird gehofft, dass in der Leistungseinschätzung drin steht, dass Sie nicht mehr arbeiten gehen können. Je schneller sind Sie ja dann nach der Reha in Rente.

Und schwupps ist die KK raus aus den Zahlungen.

Hinweis: Evtl. sind Sie aber gar nicht rehafähig???

Denn diesen Wisch muss der Arzt vor Rehaabtritt für Sie ausfüllen...

Keine Rehafähigkeit - kein Rehaantritt möglich - und die KK muss weiter KG zahlen.

Kann sein, dass Sie zum MDK müssen und der schickt Sie wieder zur Arbeit weil er meint, Sie wären plötzlich nicht mehr AU.

Das kommt auch oft vor.
Für fortlaufende AU vom Arzt Sorgen!

Dann sofort Widerspruch einlegen, evtl. mit Rechtsanwalt.

Im schwebenden Verfahren darf die KK Zahlungen nicht stoppen!

Notfalls einstweilige Verfügung auf Weiterzahlung des KG am SG beantragen.

Alles Gute Ihnen!

von
VieleFragen

Hallo,

es geht, wie immer, nur ums Geld.

Es stimmt nicht so richtig, dass die KK ein Dispositionsrecht bezogen auf Rentenantragsstellung hat.

Dazu dürfen die gar nicht während KG Bezug auffordern!

Nur Sie können einen Rentenantrag stellen bzw. kann die DRV mit Rehaantrag oder nach Reha umwandeln in Rentenantrag/Rente.

Fordert die KK zur Reha auf (10 Wochen Frist), sind die Sie erstmal los und müssen kein KG für die Wochen zahlen.

Denn dann gibt es Übergangsgeld.

Und dann wird gehofft, dass in der Leistungseinschätzung drin steht, dass Sie nicht mehr arbeiten gehen können. Je schneller sind Sie ja dann nach der Reha in Rente.

Und schwupps ist die KK raus aus den Zahlungen.

Hinweis: Evtl. sind Sie aber gar nicht rehafähig???

Denn diesen Wisch muss der Arzt vor Rehaabtritt für Sie ausfüllen...

Keine Rehafähigkeit - kein Rehaantritt möglich - und die KK muss weiter KG zahlen.

Kann sein, dass Sie zum MDK müssen und der schickt Sie wieder zur Arbeit weil er meint, Sie wären plötzlich nicht mehr AU.

Das kommt auch oft vor.
Für fortlaufende AU vom Arzt sorgen!

Dann sofort Widerspruch einlegen, evtl. mit Rechtsanwalt.

Im schwebenden Verfahren darf die KK Zahlungen nicht stoppen!

Notfalls einstweilige Verfügung auf Weiterzahlung des KG am SG beantragen.

Alles Gute Ihnen!

von
VieleAntworten

... auch von mir alles gute. Du bist der Beste.