Rehamassnahme abwenden

von
Lissi M.

Hallo Herz1952,

es ist schon ein Irrgarten in dem man sich hier als Laie befindet. Ich denke sogar das es von oben bewusst so gesteuert wird. Das man seine Möglichkeiten gar nicht ausschöpfen soll und sich zur wehr setzt. Sozusagen aufgibt.
Ich werde morgen dem folgen was mir Schorsch geraten hat und auch Wolfgang. Ich rufe einen Anwalt an. Habe mir schon jemand ausgesucht.Dann wird es sich hoffentlich klären lassen.
Vielen Dank an alle die mir hier einen guten Rat gegeben haben.Ggf. wende ich mich auch noch einmal an meine KK. zur Fragestellung wegen der Reha.
Lissi M.

von
KSC

Warum ist eigentlich eine Reha so gar keine Alternative für Sie?

Es könnte Ihnen doch auch gut tun? Die Reha könnte Ihnen gesundheitlich helfen?

Oder am Schluß der Reha könnte auch stehen, dass Sie wirklich nicht mehr arbeiten können?

Warum fürchten Sie sich so davor?

von
Schorsch

Zitiert von: Lissi M.

Ich bin ein unvoreingenommener Mensch und hoffe jetzt nicht das mir Herz1952 Märchen erzählt hat.

Er neigt aber zum Übeitreiben und sorgt mit seinen Endlos-Horror-Geschichten meistens mehr für Verwirrung als für Beruhigung und Hilfe.

Versuchen Sie mal, seine Beiträge auf das wirklich Wesentliche zu kürzen.
Sie werden erstaunt sein, wie wenig Text dann noch übrig bleibt.

MfG

von
Herz1952

Hallo Lissi M.

eigentlich hat "Schorsch" recht. Deshalb hier kurz der Ablaufplan, den ich Ihnen empfehlen möchte:

1. Gegen Sie zuerst zur Krankenkasse, das geht wohl am schnellsten. Teilen Sie dort auch Ihre Bedenken und Erfahrungen mit.

2. Es klärt sich dort alles nach Ihren Wünschen auf, oder

3. wenn nicht, dann Rechtshilfe in Anspruch nehmen. Dann können Sie auch mehr dazu sagen (Aussage der Krankenkasse).

Zur Reha kann auch niemand gezwungen werden, das ist freiwillig.

von
Lissi M.

Guten Abend zusammen,

vielen Dank nochmal für euren Rat.
Nun werde ich dann am besten morgen die KK anrufen und meine Bedenken äussern. Ich hoffe ich mach damit nichts falsch. Man muss ja unheimlich vorsichtig sein was man äussert oder besser nicht. Leider!Ich bin manchmal zu ehrlich. Aber so bin ich eben.

Es lag nun auch noch ein Brief im Briefkasten das ich keine ALG 1 bekomme ,bis deren Ärztlicher Dienst mich begutachtet hat. Entweder per Aktenlage oder persönlich. Mich verwirrt das sehr.

Bekomme ich denn dann trotzdem meine Teilrente in der Zwischenzeit, bis sich die AfA entschlossen hat? Es sind nur ein paar Euro, aber zumindest besser als überhaupt kein Geld.

Wegen der Reha: Ich bin nicht in der Lage eine Reha zu machen. Ich war ja erst in einer. Wenn überhaupt dann eher ein Akutkrankenhaus, oder wie sich das nennt.
Viele Grüße und Danke Lissi

von
Herz1952

Hallo Lissi,

Vielleicht sollten Sie diese Frage noch einmal neu stellen, da für die Experten Ihr Beitrag "beantwortet" ist. Normaler Weise müsste die Rente bis zur Beendigung des Widerspruchsverfahrens gezahlt werden. Aber dazu kann ein Experte eine entsprechende Anwort geben.

Nach dem Gespräch mit der Krankenkasse, sollten Sie sich doch einen Rechtsbeistand nehmen. Und zwar wegen des Verhaltens des Arbeitsamtes.

Es ist immer das gleiche Spiel, jeder versucht es auf den anderen zu schieben.

Es gibt im Internet alle Gesetze deutscher Gerichte seit 1997. Ein guter Anwalt/Versicherungsberater mit Gerichtszulassung hat die einschlägigen Urteile der Gerichte (evtl. auch zu Ihrem Fall) in der Bibliothek seines Computers parat.

Es ist leider so, dass gegen die Urteile immer wieder verstoßen wird und man muss den Leistungserbringern im wahrsten Sinne des Wortes "unter die Nase reiben". Man beruft sich auf Gesetzestexte und Paragrafen, die praktisch zum Teil durch die Gerichte außer Kraft gesetzt wurden.

Man darf dieses Vorgehen ruhig als Betrug bezeichnen, da die entsprechenden Institutionen diese Urteile sehr wohl kennen müssten. Wenn das Vorgehen des Amtes rechtswidrig ist, muss auch das Amt die Anwaltskosten bezahlen.

Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht.

Wenn das niemand weis, hat er schon von vornherein verloren und hat defacto "auf sein Recht verzichtet". Leider geht es nicht mehr anders.

Beim Rat eines RV-Experten können Sie allerdings sicher sein, dass diese korrekt ist, oder er schlägt einen entsprechenden Weg vor. Dies gilt natürlich nur für reine Rentenfragen.

von
Herz1952

Bei meiner Erfahrung war es die Krankengeldkasse. Aber das Prinzip ist bei vielen Institutionen das gleiche. Sie rechnen mit der Unerfahrenheit der Leistungsempfänger.

Ich habe sogar einen Facharzt, bei dem die Krankenkasse nach 2 Jahren nochmal zu Unrecht in Regress genommen wurde. Ihm blieb nichts anderes übrig, als Widerspruch einzulegen. Nach Auskunft der Ärztekammer mit guten Aussichten auf Erfolg.

von
Herz1952

Korrektur: Der Arzt wurde von der Krankenkasse zu Unrecht in Regress genommen.

von
Cassandra

Zitiert von: Lissi M.

Guten Abend zusammen,

vielen Dank nochmal für euren Rat.
Nun werde ich dann am besten morgen die KK anrufen und meine Bedenken äussern. Ich hoffe ich mach damit nichts falsch. Man muss ja unheimlich vorsichtig sein was man äussert oder besser nicht. Leider!Ich bin manchmal zu ehrlich. Aber so bin ich eben.

Es lag nun auch noch ein Brief im Briefkasten das ich keine ALG 1 bekomme ,bis deren Ärztlicher Dienst mich begutachtet hat. Entweder per Aktenlage oder persönlich. Mich verwirrt das sehr.

Bekomme ich denn dann trotzdem meine Teilrente in der Zwischenzeit, bis sich die AfA entschlossen hat? Es sind nur ein paar Euro, aber zumindest besser als überhaupt kein Geld.

Wegen der Reha: Ich bin nicht in der Lage eine Reha zu machen. Ich war ja erst in einer. Wenn überhaupt dann eher ein Akutkrankenhaus, oder wie sich das nennt.
Viele Grüße und Danke Lissi


Hallo,

Sie haben vor einigen Jahren eine Reha gemacht, die war nicht zielführend. Das kann jetzt schon wieder ganz anders sein.
Vermutlich sind Sie derzeit die Einzige, die sich für voll erwerbsgemindert hält. Sowohl die DRV als auch das Jobcenter sind da wohl anderer Meinung.
Ich empfehle Ihnen, sich nicht so sehr gegen diese Reha zu sperren, dass scheint ja momentan Ihre ganze Kraft zu erfordern.
Sollten Sie jedoch tatsächlich soooo krank sein, dann lassen Sie sich ein Akutkrankenhaus einweisen, dass ist auch der Rehaantrag (zunächst) nicht erforderlich.

von
Herz1952

Hallo Cassandra,

ob eine Reha-Maßnahme zielführend sein kann, das weis man selbst am besten. Lissi M. steckt jetzt vielmehr in der Mühle der Bürokratie. Außerdem muss man davon ausgehen, dass sich Ihr Zustand sogar verschlechtert hat, was eigentlich noch niemand der Beteiligten weis. Es sind womöglich noch keine weiteren Atteste/Befunde eingereicht worden.

Wenn jemand nicht Reha-fähig ist, ist es Geldverschwendung noch einmal eine solche durchzumachen. Das kann am ehesten die RV, die ja die Reha zu zahlen hat, am besten feststellen.

Die RV und das Arbeitsamt kann auch noch keine Angaben machen, weil die Informationen fehlen.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass ein Patient mitunter mehr weis als jeder einzelne Arzt, mit dem er es zu tun hat.

Ein Akutkrankenhaus ist nicht für Reha-Unfähige zuständig, die keine Akutbehandlung brauchen.

Manche halten eigentlich zu viel von Rehas und erwarten wahre Wunder. Das ist leider nicht der Fall.

Aber die ganze Sache mit den Krankenkassen ("Wenn sie diese Reha mitmachen, sind sie sicher wieder gesund und können arbeiten") ist meistens eine Lüge.

Ich kenne andererseits eine Frau, die wollte arbeiten. Es ging aber nicht, höchstens stundenweise an einem Tag der Woche. Sie beantragte eine Reha (über die Krankenkasse, die das dann an die RV weiterleitet). Der "Erfolg": Sie konnte nicht einmal bis zur "Anwendung" gehen. Es war ein anderes Gebäude. Empfehlung der Reha Einrichtung: Rente beantragen. sie hat sie auch bekommen (voll EM für 2 Jahre). Ich habe das in einem meiner Beiträge auch vorgeschlagen.

Es ist ja grundsätzlich richtig: "Reha" vor Rente. Aber es gibt viele Fälle wo es nicht geht. Eigentlich darf niemand zur Reha gezwungen werden. Das verstößt sogar gegen das Grundgesetz.

Es gibt auch kaum jemand, der sich gegen eine Reha sträubt, wenn er einigermaßen kann. Freie Kost und Logie sind garantiert. Einen kleinen Nutzen habe ich schon gehabt. Frische Luft, ebene Wege oder auch einmal eine Steigung und gutes Essen (vegetarisch). Aber ansonsten wäre das zu Hause auch besser geworden. Ich hab auch erst die Reha (AHB) hinausgezogen, bis ich wieder einigermaßen laufen konnte, sonst hätte ich die Anwendung auch vergessen können.

Man darf auch nicht vergessen, dass auf einer Reha eigentlich "Laborbedingungen" herrschen. Der Erfolg kann in der Alltagsbelastung leider sehr schnell "verfliegen".

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass ein Patient mitunter mehr weis als jeder einzelne Arzt, mit dem er es zu tun hat.

Dass SIE sich für klüger halten als qualifizierte Ärzte und Krankenkassen-Sachbearbeiter dürfte inzwischen allgemein bekannt sein.
Die Psychiater kennen dafür auch einen medizinischen Fachausdruck, der mir leider momentan entfallen ist.
Vermutlich werden Sie schon bald eine neue (bittere) Erfahrung machen müssen.
Nämlich, dass Überheblichkeit verdammt einsam machen kann.

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: Lissi M.
vielen Dank nochmal für euren Rat.
Lissi M.,

der Ihnen nichts hilft, weil die Detail-Kenntnisse immer noch fehlen.

Daher, machen Sie sich auf den Weg zu den Beratungsstellen DRV und zur KK ...hier stochern Sie mit Ihren Fragen nur weiter im Nebel rum, ohne dass Ihnen wirklich jemand weiter helfen könnte.

> Es lag nun auch noch ein Brief im Briefkasten das ich keine ALG 1 bekomme ,bis deren Ärztlicher Dienst mich begutachtet hat. Entweder per Aktenlage oder persönlich. Mich verwirrt das sehr.

Das auch noch - erster Rat weiterhin: DRV-Beratungsstelle aufsuchen, die werden das auch in Richtung Krankenkasse und 'Arbeitsamt' für Sie entwirren können ...dann marschieren Sie mit diesen Erkenntnissen weiter.

Keine Bange, das entwirrt sich sehr schnell nach den persönlichen Gesprächen.

Gruß
w.

von
Lissi M.

Danke für eure Mühe hier im Forum. Ich bin wirklich in einer Bürokratiemühle gelandet und mir geht es gesundheitlich sehr schlecht. Ich habe nun auch noch eine Gürtelrose bekommen. Das interssiert hier sicher nicht wirklich, aber ich habe im Moment nur wenig Kraft etwas anzugehen.
Nun habe ich aber dennoch für nächste Woche einen Termin bei einem Versichertenältesten der DRV ausgemacht. Ich hoffe das war der richtige Weg. Die KK. werde ich auch noch kontaktieren.
Mehr ist im Moment nicht drin. Ich hoffe das sich alles zum Guten wendet.
Habt ALLE Dank! Lissi M.

von
W*lfgang

Zitiert von: Lissi M.
Nun habe ich aber dennoch für nächste Woche einen Termin bei einem Versichertenältesten
Lissi M.,

kann ein guter mit schnellen Kontakten/Antworten sein - aber nicht überrascht sein, wenn er mit Ihrer speziellen Lage völlig überfordert ist ...und Sie wieder nur Zeit vertrödelt haben, statt sich gleich ins Wartezimmer der DRV zu setzen. Nun, Sie werden uns Ihre Erfahrung dazu sicher berichten.

Alles Gute für Sie bis dahin.

Gruß
w.

von
Lissi M.

Oh ,ach so Wolfgang. Ich dachte diese Leute kennen sich sehr gut aus. Dann werde ich den Termin besser wieder absagen und gleich in der Beratungsstelle der DRV einenTermin ausmachen.Danke nochmal für die Info.
Ja ich werde gerne hier über den Ausgang berichten. MfG Lissi M.

von
Tipp

Hallo Lissi,

versuchen Sie es vielleicht mal hier: https://www.krank-ohne-rente.de/index.php

Da kann ihnen bestimmt der eine oder andere Tipp gegeben werden...