Rente auf Direktbankkonto bei Auslandswohnsitz überweisen?

von
Jaeckjo

Ich plane im nächsten Jahr nach Brasilien umzuziehen. Ich beziehe volle Erwerbsminderungsrente, Ruhegeld wegen Erwerbsminderung und Mieteinahmen. Kürzlich hat die brasilianische Regierung den Rentnervisum wiedereingeführt, den ich zeitnah beantragen will. Dieses Gesetz fordert, dass die deutsche bzw. ausländische Bank nachweislich mindestens 2000 US-Dollar auf ein brasilianisches Konto jeden Monat überwest, beim Visumantrag müsste ich eine Bestätigung der Bank vorlegen. So entstehen neue Fragen.

Könnte die Rentenversicherung zunächst meine Rente auf mein deutsches Direktbankkonto überweisen, so dass dann Rente, Ruhegeld wegen Erwerbsminderung und Mieteinahmen zusammen als Betrag von mindestens 2000 US-Dollar monatlich per Dauerauftrag nach Brasilien auf mein brasilianisches Konto überwiesen wird, und ich der Rentenversicherung nur meine neue Wohnadresse in Brasilien angeben muss und die Bankverbindung gleich bleibt? Wäre dies möglich, dann hätte ich nur einmal statt dreimal eine Auslandsüberweisungsgebühr zahlen müssen und somit den Verlust durch Überweisungsgebühr verringert.

Ich will meine Mitgliedschaft bei der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung auf Anwartschaft umstellen, so dass die Rentenversicherung mir dann brutto=netto d. h. ohne Sozialversicherungsabzüge auszahlt und auf mein Direktbankkonto auszahlt ggfs. unter Abzug des monatlichen Beitrags der Krankenkassenanwartschaft von derzeit 57,94 Euro.

Mit meiner Steuerberaterin werde ich mich auch beraten, wegen Rentenversteuerung und Versteuerung der Mieteinahmen bei Wechsel zum Finanzamt Neubrandenburg.

Gruß
Jaeckjo

von
Jupp

Der DRV ist es egal, wo Sie Ihr Konto haben. Es zählt nur, wo Sie Ihren Wohnsitz haben.

Experten-Antwort

Hallo Jaeckjo,

prinzipiell überweist der Rentenversicherungsträger auch bei einem (dauerhaften) Auslandsaufenthalt auf ein Konto Ihrer Wahl - egal, ob im Inland oder im Ausland.

Allerdings kann es beim Verlegen des Wohnsitzes in ein Land außerhalb der Europäischen Union oder ein Land, mit dem Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat, zu Einschränkungen hinsichtlich des Rentenzahlbetrags kommen. Bitte beachten Sie daher auch die Hinweise auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung zum Thema „Umzug als Rentner ins Ausland“, welche Sie unter

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Ausland/Rente-im-Ausland/rente-im-ausland-umzug-detailseite.html

abrufen können.

von
Vorsicht!

Zitiert von: Experte/in
Hallo Jaeckjo,

prinzipiell überweist der Rentenversicherungsträger auch bei einem (dauerhaften) Auslandsaufenthalt auf ein Konto Ihrer Wahl - egal, ob im Inland oder im Ausland.

Allerdings kann es beim Verlegen des Wohnsitzes in ein Land außerhalb der Europäischen Union oder ein Land, mit dem Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat, zu Einschränkungen hinsichtlich des Rentenzahlbetrags kommen. Bitte beachten Sie daher auch die Hinweise auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung zum Thema „Umzug als Rentner ins Ausland“, welche Sie unter

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Ausland/Rente-im-Ausland/rente-im-ausland-umzug-detailseite.html

abrufen können.

Ich denke? wenn Sie als Rentner in bestimmte Länder umziehen, kann Ihre Rente u.Leistungen gekürzt werden.

Besser wäre wohl ein Deutsches Konto.

Auf jeden Fall sollten Sie auch mit Ihrer Krankenkasse sprechen, ob KV in Deutschland unds gibt es Leistungen in Brasilien.

Ähnlich ist es auch wenn Sie innerhalb Europa / EU umziehen.

Da wird Ihnen, bei erhalt einer Landesrente ( Brasilien?) schnell mal die Krankenversicherung verweigert.

Prüfen Sie dies vor Umzug !!

Gute Reise / langes Leben

von
Rüdiger

Zitiert von: Vorsicht!

Besser wäre wohl ein Deutsches Konto.

Auf jeden Fall sollten Sie auch mit Ihrer Krankenkasse sprechen, ob KV in Deutschland unds gibt es Leistungen in Brasilien.

Quatsch, ein Konto in Deutschland ändert nichts an der Tatsache, dass der Dauerhafte Aufenthalt in Brasilien liegt.
Und die Deutschhe KV erlischt auch beim Umzug außerhalb der EU, da muss man sich selbst versichern. Dafür wird die Rente Brutto ausbezahlt.

https://www.auslandstreff.de

Und was Kürzungen angeht:
"Verlegen Rentenberechtigte ihren Wohnsitz in ein Land außerhalb der EU, erhalten sie ihre volle Rente nur noch aus den Beitragszeiten im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland und anteilig aus ihren beitragsfreien Zeiten."

https://www.ruv.de/ratgeber/altersvorsorge/gesetzliche-rente/rente-im-ausland

von
Vorsicht!

Zitiert von: Rüdiger
Zitiert von: Vorsicht!

Besser wäre wohl ein Deutsches Konto.

Auf jeden Fall sollten Sie auch mit Ihrer Krankenkasse sprechen, ob KV in Deutschland unds gibt es Leistungen in Brasilien.

Quatsch, ein Konto in Deutschland ändert nichts an der Tatsache, dass der Dauerhafte Aufenthalt in Brasilien liegt.
Und die Deutschhe KV erlischt auch beim Umzug außerhalb der EU, da muss man sich selbst versichern. Dafür wird die Rente Brutto ausbezahlt.

https://www.auslandstreff.de

Und was Kürzungen angeht:
"Verlegen Rentenberechtigte ihren Wohnsitz in ein Land außerhalb der EU, erhalten sie ihre volle Rente nur noch aus den Beitragszeiten im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland und anteilig aus ihren beitragsfreien Zeiten."

https://www.ruv.de/ratgeber/altersvorsorge/gesetzliche-rente/rente-im-ausland

Kreativ ist:

wenn der Erstwohnsitz dann in Deutschland bleibt.

Dito die Krankenversicherung.

Gruß Quatsch

von
Rüdiger

Und die Deutsche Krankenkasse leistet dann Zahlungen in Brasilien?
Und wer trägt die Kosten für den Erstwohnsitz in Deutschland?
Einfach bei Verwandten anmelden ist auch nicht schlau, denn dann kommt zu denen das Finanzamt, weil sie die Miete nicht versteuert haben. Also nix Kreativ.
Denken hilft, bevor man in die Tasten haut.

von
Vorsicht)

Zitiert von: Rüdiger
Und die Deutsche Krankenkasse leistet dann Zahlungen in Brasilien?
Und wer trägt die Kosten für den Erstwohnsitz in Deutschland?
Einfach bei Verwandten anmelden ist auch nicht schlau, denn dann kommt zu denen das Finanzamt, weil sie die Miete nicht versteuert haben. Also nix Kreativ.
Denken hilft, bevor man in die Tasten haut.

Es ist doch sonderbar wie quer wir denken,

da ist ein Rentner welcher 40-50 Jahre in Deutschland gearbeitet hat.
Den exportieren wir dann als Kranken ins Ausland und überlassen die Probleme und Kosten anderen Staaten ?

Wir kürzen deren Renten und weigern uns mit z.B. Abkommen weiter die Krankenkasse zu benützen.

Es gibt immer 2 Seiten der Medaille

Wir exportieren unsere Probleme Alter u Pflege u Krankheit schlicht mit mickrigen Renten ins Ausland.

Schwierig so zu Denken ?

Ich persönlich habe dies so Direkt erlebt. In Europa als " gewesener " Deutscher

von
W°lfgang

Zitiert von: Vorsicht!
Zitiert von: Rüdiger
Zitiert von: Vorsicht!

Besser wäre wohl ein Deutsches Konto.

Auf jeden Fall sollten Sie auch mit Ihrer Krankenkasse sprechen, ob KV in Deutschland unds gibt es Leistungen in Brasilien.


Quatsch, ein Konto in Deutschland ändert nichts an der Tatsache, dass der Dauerhafte Aufenthalt in Brasilien liegt.
Und die Deutschhe KV erlischt auch beim Umzug außerhalb der EU, da muss man sich selbst versichern. Dafür wird die Rente Brutto ausbezahlt.

https://www.auslandstreff.de

Und was Kürzungen angeht:
"Verlegen Rentenberechtigte ihren Wohnsitz in ein Land außerhalb der EU, erhalten sie ihre volle Rente nur noch aus den Beitragszeiten im Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland und anteilig aus ihren beitragsfreien Zeiten."

https://www.ruv.de/ratgeber/altersvorsorge/gesetzliche-rente/rente-im-ausland

ist:

wenn der Erstwohnsitz dann in Deutschland bleibt.

Dito die Krankenversicherung.

Gruß Quatsch

Gesetzestreu ist man/frau, wenn man beachtet, wo der Lebensmittelpunkt/dauerhafte Aufenthalt liegt. Wo nur ein 'Erstwohnsitz angemeldet ist/Fake-Meldung', ist dabei schlicht unbedeutend!

Kreativ ist man/frau natürlich dann, wenn die Spielregeln zum dauerhaften Wohnsitz in D eingehalten werden, um so steuer- wie SV-rechtlich die Vorzüge dazu in D genießen zu können. Einfach mal Gesetze/Urteile dazu nachlesen/sich rechtlich informieren lassen, dann klappt das auch mit dem 'Inlandswohnsitz/aufenthalt' und zustehenden 'Begünstigungen'.

Gruß
w.

Experten-Antwort

In diesem Thread haben wir gelöscht, um politische Diskussionen und Anfeindungen zu unterbinden.
Ihr Admin