Rente oder Wiedereingliederung?

von
M.v.G.

Hallo,

Vorab die Fakten.
Ich habe angeborenen Glaukom beidseitig rechts Blind, links sehr eingeschränkt, um die 40 OP's usw. Zwei verdrehte BW mit Bandscheibebvorfall und andere kleine Einschränkungen. Ich arbeite für die Kirche, letztes Jahr dann ein massiver Arbeitsplatzkonflikt bei dem ich den Glauben an die Institution Kirche verloren habe. Zusätzlich erblinde ich gerade, dazu nun Burnout, Depression und Erschöpfungszustände. Ich beende gerade eine Psychosomatikreha. Ich werde als Krank entlassen, da ich in meinem bisherigen Beruf nicht mehr arbeiten kann und alles andere wegen der Erblindung zur Zeit kein Sinn macht. Sie empfehlen eine Wiedereingliederung, aber erst wenn ich beim Sehen einen gleichbleibenden Status habe. Das heist, im August habe ich eine OP mit hohem Risiko, bei der ich eben auch komplett erblinden kann, im besten Fall aber so schlecht wie jetzt sehen kann. Nur wenn alles perfekt läuft werde ich frühestens ende des Jahres überhaupt wieder für die Wiedereingliederung in Frage kommen, aber eher später. Jetzt kann mir keiner sagen, was besser ist, Wiedereingliederung beantragen mit Krankschreibung bis diese überhaupt möglich ist oder eine Erwerbsminderung und aus dieser dann wenn es möglich ist eine Wiedereingliederung. Nur soll ich schnell beantragen, nur was? Ich hoffe mir kann hier jemand helfen.
Vielen Dank im Voraus.

MfG M.v. Grzymala

von
Hoffnung

Zitiert von: M.v.G.
Hallo,

Vorab die Fakten.
Ich habe angeborenen Glaukom beidseitig rechts Blind, links sehr eingeschränkt, um die 40 OP's usw. Zwei verdrehte BW mit Bandscheibebvorfall und andere kleine Einschränkungen. Ich arbeite für die Kirche, letztes Jahr dann ein massiver Arbeitsplatzkonflikt bei dem ich den Glauben an die Institution Kirche verloren habe. Zusätzlich erblinde ich gerade, dazu nun Burnout, Depression und Erschöpfungszustände. Ich beende gerade eine Psychosomatikreha. Ich werde als Krank entlassen, da ich in meinem bisherigen Beruf nicht mehr arbeiten kann und alles andere wegen der Erblindung zur Zeit kein Sinn macht. Sie empfehlen eine Wiedereingliederung, aber erst wenn ich beim Sehen einen gleichbleibenden Status habe. Das heist, im August habe ich eine OP mit hohem Risiko, bei der ich eben auch komplett erblinden kann, im besten Fall aber so schlecht wie jetzt sehen kann. Nur wenn alles perfekt läuft werde ich frühestens ende des Jahres überhaupt wieder für die Wiedereingliederung in Frage kommen, aber eher später. Jetzt kann mir keiner sagen, was besser ist, Wiedereingliederung beantragen mit Krankschreibung bis diese überhaupt möglich ist oder eine Erwerbsminderung und aus dieser dann wenn es möglich ist eine Wiedereingliederung. Nur soll ich schnell beantragen, nur was? Ich hoffe mir kann hier jemand helfen.
Vielen Dank im Voraus.

MfG M.v. Grzymala

Hallo,

vorab möchte ich Ihnen Mut machen. Bleiben Sie stark. Ich habe einen sehr guten Freund der fast exakt die gleiche Augenerkrankung hat. Er hat die volle Erwerbsminderungsrente erhalten ohne großen bürokratischen Aufwand. Die Frage stellt sich bei Ihnen was Sie wirklich wollen und hängt von einigen Faktoren ab z.b. Alter, ect.
Sie benötigen einen vertrauensvollen Augenarzt, der voll und ganz hinter Ihnen steht. Bei Ihrer Erkrankung würden Sie mindestens einen GdB 80 und MZ G und B unbefristet bekommen.
Wünsche Ihnen bestmögliche Gesundheit und alles Gute.

Gruß

von
???

Wenn Sie noch arbeiten möchten, sollten/könnten Sie sich auch über blindengerechte Arbeitsplätze informieren. Heute ist durch die richtige Ausstattung mit technischen Helferlein viel mehr möglich als früher. Ansprechpartner wäre hier der Blindenbund oder, wenn Sie einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben stellen, auch die DRV. Sie stellt in der Regel dann den Kontakt zu entsprechend spezialisierten Anbietern her.

von
M.v.G.

Ersteinmal Danke für die Rückmeldungen. Ich habe bereitz einen GdB von 80 mit G RF und Begleitperson. Ich bin 47 und habe auch noch kleinere Kinder. Ich möchte schon gerne wieder tätig sein, die Frage ist aber was und wie überhaupt, da ich nicht sonderlich belastbar bin. Gerne würde ich mich auch ganz meinen Kindern widmen, die beide einen Pflegegrad aben und eben viel Hilfe brauchen. Dies wird für die RV aber nicht relevant sein.

von
Hoffnung

Zitiert von: M.v.G.
Ersteinmal Danke für die Rückmeldungen. Ich habe bereitz einen GdB von 80 mit G RF und Begleitperson. Ich bin 47 und habe auch noch kleinere Kinder. Ich möchte schon gerne wieder tätig sein, die Frage ist aber was und wie überhaupt, da ich nicht sonderlich belastbar bin. Gerne würde ich mich auch ganz meinen Kindern widmen, die beide einen Pflegegrad aben und eben viel Hilfe brauchen. Dies wird für die RV aber nicht relevant sein.

Es gibt von der DRV Berufsförderungswerke verteilt in Deutschland. Z.B. das BfW in Düren Zentrum für berufliche Bildung für blinde und sehbehinderte. Sie können entweder einen LTA Antrag stellen und gehen dann zum BfW oder lassen sich vorab schon in einem BfW beraten/aufzeigen, welche berufliche Alternativen Sie haben und welche Fördermöglichkeiten über die DRV möglich ist.

Mein Freund war bereits weit über die 50 und seelisch erkrankt aufgrund seines Augenleidens und hat sich dann für die EMR entschieden.

Mfg

Experten-Antwort

Hallo M.v.G.,

sollten Sie in Ihrem alten Beruf nicht mehr arbeiten können, würde sich zunächst anbieten, einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) zu stellen. Sollte dem Antrag dem Grunde nach stattgeben werden, wird der Rehaberater mit Ihnen versuchen, einen geeigneten Weg zu erarbeiten, ins Berufsleben zurückzukehren.