Rente Ost - West

von
Martin

Durch den neuen Entwurf zur Angleichung der Renten sollen die West- und die Ost-Renten angeglichen werden. Ist es richtig, dass bei einem Lohn von ca. 3000 Euro im Monat von 2015 bis 2024 der Arbeiter in Hessen daraus 25 Euro weniger Rente erhält als der Arbeiter in Sachsen?

von
Erstaunt

Sorry, aber --
wissen Sie denn wirklich nicht, daß die Rentner im Osten schon immer höhere Renten bekommen haben als die Rentner im Westen? Und sogar ohne eigene Beitragszahlungen !
Nicht zuletzt durch den Ost- Hochrechnungsfaktor, durch die sogenannte Intelligenzrente und ähnliche DDR-Regelungen, die man übernommen hat. .
Dank dafür den Herren Kohl und Blüm.
Und so wird es weitergehen, der heute 30-jährige aus Frankfurt / Main wird in ca. 38 Jahren weniger Rente bekommen als der 30-jährige aus Dresden, bei gleichem Einkommen und gleichen Beitragszahlungen.
Wer es konkret wissen will, kann es überall nachlesen. Zu diesem unsäglichen Thema gibt es unzählige Berichte und Kommentare, sogar von der DRV.
Man muß nur googln!!!!!

von
Konrad Schießl

Weiß zwar nicht wie groß Sie sind, weiß aber, Lügen haben kurze Beine.
Die Renten im Osten waren deswegen teilweise höher, weil es keine Arbeitslosen gab und deshalb
die Beitragsjahre mehr waren.
Natürlich zahlten auch die Ostler in die Rentenkasse, natürlich nicht in die Westdeutschen Renten-
kassen, sie wohnten auch nicht im Bundesgebiet, außerdem war Ostgeld die Währung.
Wäre ja von Interesse was Sie gegoogelt haben.
Der Vergleich , mehr Rente in 30 Jahren als der Rentner in West mit 38 Jahren ist Utopie.
Sie wissen scheinbar noch nicht, viele Geringverdiener in Ost bekommen nach der Angleichung
weniger Rente als derzeit durch die Hochwertung.

MfG.

von
Maya

Zitiert von: Martin

Ist es richtig, dass bei einem Lohn von ca. 3000 Euro im Monat von 2015 bis 2024 der Arbeiter in Hessen daraus 25 Euro weniger Rente erhält als der Arbeiter in Sachsen?

Nein, wenn dann ist es umgekehrt.

Bisher gilt es wie folgt.
Arbeitnehmer West mit 3000,- EUR verglichen mit Arbeitnehmer Ost mit 3000,- EUR:
Dem Arbeitnehmer im Osten wurden diese 3000,- mit eine Faktor aufgewertet, der höher ist als die Differenz zwischen dem aktuellen Rentenwert Ost und West.
Das heißt, dass der Arbeitnehmer im Osten für seine 3000,- EUR unterm Strich mehr Rente bekommen hat, als der Arbeitnehmer im Westen mit gleichem Einkommen.
Jetzt, mit der "Anpassung von Ost und West" wird zwar der aktuelle Rentenwert Ost auf West-Niveau angehoben (I. das erhöht die Rente derjenigen, die bereits eine Rente beziehen, welche Entgeltpunkte Ost zu Grunde liegen), allerdings fällt im gleichem Zug auch der höherwertige Hochrechnungsfaktor (nach Anlage 10 SGB VI) weg, sodass (II.) es für die aktiv-arbeitende Bevolkerung im Osten de facto zu einer Rentenkürzung kommt, weil der bisherige "Ausgleich"** wegfallen soll !

**P.S.: Bei gleicher Arbeit ist es relativ unwahrscheinlich, dass - im Durchschnitt betrachtet - einer im Osten das gleiche Gehalt bekommt wie einer im Westen (Ausnahmen im Einzelfall gibt es natürlich).

von
Konrad Schießl

Vielen Dank für Ihre fundierten und leicht verständlichen Ausführungen.

MfG.

von
W*lfgang

Hallo Martin,

das 'Problem' ist nicht neu - wenn West-Löhne auch im Osten gezahlt werden und über den 'Angleichungsfaktor' bisher/bis dahin nach oben gesetzt werden und nur IN DIESEM FALL zu einer Mehrrente führen ...Ihre örtlich bevorzugte Partei wird Sie über diese 'Angleichung' sicher aufklären können und der damit verbundenen 'Benachteiligung' /nicht zu vergessen mit den Mehrkosten der DRV für Alle ...aber, die DRV-Kasse ist doch zz. immer noch prall, also melken wir/die Politik sie für den Osten mal eben etwas ab *) - *oops, es stehen ja Wahlen an, hätte ich jetzt beinahe laut gedacht ;-)

So gesehen, Tipp: machen Sie in den Osten rüber, um noch schnell ein paar kleine EUR Rente mitzunehmen.

Gruß
w.
*) das kein falscher Eindruck entsteht. Die 'Angleichung' Ost/West würde wohl allein schon durch das steigende Einkommensniveau/Rentenanpassung im Osten funktionieren und vielleicht in 10 Jahren erreicht sein. Nur, Politik braucht 'Reklame' - wir tun was *trommeltrommeltrommel...was auch immer wirtschaftlich 'sinnvoll' sein mag - EURE Stimmen sind eben 'sinnvoll' ...für 'uns' *Tuschhhhh;-)

von
Erstaunt

Herr Konrad Schießl,
ich nehme zu Ihren Gunsten an, daß Sie schon gar nicht merken, was Sie eigentlich zusammenschreiben.
Soviel Unlogik, Unwissenheit, Unverständnis, mangelnde Beobachtungs- und Auffassungsgabe wie in vielen Ihrer Beiträge - so auch hier - habe ich selten festgestellt.
Sie haben keine Ahnung, verschonen Sie dieses Forum mit Ihren "Weisheiten", gehen Sie lieber ein paar Weißbier trinken. Das bringt zumindest dem Wirt etwas.

@ Martin,
lassen Sie sich nicht beirren. Googeln Sie, Sie werden sich wundern!

von
Paul West

Jahr Verdienst Ost-Faktor Ost-Entgelt Vergl.wert EP-West EP-Ost Nachteil West
2015 36.000,00 1,1502 41.407,20 35.363 1,0180 1,1709 -13,06%
2016 36.000,00 1,1479 41.324,40 36.267 0,9926 1,1394 -12,88%
2017 36.000,00 1,1193 40.294,80 37.103 0,9703 1,0860 -10,65%
2018 36.000,00 1,1000 39.600,00 37.103 0,9703 1,0673 -9,09%
2019 36.000,00 1,0840 39.024,00 37.103 0,9703 1,0518 -7,75%
2020 36.000,00 1,0700 38.520,00 37.103 0,9703 1,0382 -6,54%
2021 36.000,00 1,0560 38.016,00 37.103 0,9703 1,0246 -5,30%
2022 36.000,00 1,0420 37.512,00 37.103 0,9703 1,0110 -4,03%
2023 36.000,00 1,0280 37.008,00 37.103 0,9703 0,9974 -2,72%
2024 36.000,00 1,0140 36.504,00 37.103 0,9703 0,9839 -1,38%
Summe: 9,7730 10,5705 -7,54%

Monatsrente West 297,59 €
Monatsrente Ost 321,87 €
Nachteil West -24,28 €

Hochrechnungswert 2018 fiktiver Mittelwert aus 2017/2019
Hochrechnungswerte 2019 bis 2014 Werte aus dem Gesetzentwurf von Frau Nahles

Meine Frage: Müssen wir Beitragszahler im Westen uns das gefallen lassen, dass wir das auch noch mitfinanzieren sollen?

von
zelda

Hallo @all,

interessant, wie sich alle aufregen, dass bei einer Beschäftigung in den neuen Bundesländern -bei gleichem Lohn ! - eine etwas höhere Rente gezahlt wird als bei einer Beschäftigung in den alten Bundesländern.

Es wird aber kein gleicher Lohn in Ost und West gezahlt !

Selbst nicht im öffentlichen Dienst auf Kommunalebene wird gleiches Gehalt gezahlt. Da erhält der Stadtangestellte Ost immer noch weniger "Weihnachtsgeld" als der Stadtangestellte West , darf dafür aber eine Stunde in der Woche länger arbeiten....

Es verkennen viele, dass diese "Bevorzugung" durch die Hochwertung (und dann derzeit wieder Verminderung durch den noch geltenden geringeren aktuellen Rentenwert (Ost) ! ) nur erfolgt, weil eben im Osten grundsätzlich noch geringere Löhne gezahlt werden als im Westen. Diese Ungerechtigkeit versucht man dann erst im Rahmen der Rentenberechnung "auszugleichen".

http://www.sueddeutsche.de/news/karriere/arbeit-entgeltatlas-zeigt-grosses-ost-west-verdienstgefaelle-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160511-99-907059

Wo bleiben die Aufreger, wenn es darum geht, warum z.B. eine Erzieherin in Mecklenburg- Vorpommern bis zu 600 Euro - monatlich - weniger erhält wie der bundesdeutsche Durchschnitt ??

Wenn endlich keine willkürliche Grenze mehr zwischen Ost und West bei den Verdiensten gezogen wird, so können wir auch gern die Hochwertung und die unterschiedlichen Rentenwerte Ost und West abschaffen...

MfG

zelda

von
Rentensputnik

Hallo Zelda,
sicherlich ist Ihnen bewusst, dass es auch in den alten Bundesländern durchaus unterschiedliche Vergütungsstrukturen gibt. Hier gibt es aber keinen Länderausgleich. Von daher ist die Höherbewertung der Ostentgelte nicht mehr gerechtfertigt und wird auch richtigerweise stufenweise abgeschafft.

von
Konrad Schießl

Habe nichts dagegen, wenn die Angleichung erfolgt, das dann die Hochwertung wegfällt.
Natürlich ist es bisher so, bei gleich hohen Verdienst in West und Ost kommen die gut Verdiener
durch die fiktive Hochwertung, trotz niedrigeren Rentenwert etwas günstiger weg.
Es ist aber selten der Fall. dass der Verdienst gleich hoch ist.
Viele Geringverdiener werden nach der Angleichung weniger Rente bekommen, da die Hochwertung derzeit, obwohl statt 30,45 Rentenwert nur 28,66 Rentenwert in Ost gelten.
Berechnung:
Nehme mal das Beispiel von Zelda, ein Berufsstand verdient im Osten um 600 monatlich weniger, ergibt sich folgende Berechnung.West 36.000 Brutto, in Ost 36000 minus 600 x 12 7200 Euro
28800 bei 1.1479 Hochwertung in 2016 33059,52, dadurch 31594 Du.Verdienst, ergibt
28,66 Rentenwert Ost : 31594 x 33059,52 fiktiv 29,99 Rentenwert.
In West 30,45 : 36267 x 36000 30,22 Rentenwert, somit ( 30,22-29,99) 0,23 Euro in West höher.
Viele wissen es nicht, für viele in Ost eine Verschlechterung, da einfach die Löhne noch immer
niedriger sein werden.
Nachdem es sich um Rente handelt ghen plus oder minus zu Lasten der Rentenkasse und nicht
in den Bundeshaushalt.

MfG.

von
zelda

Zitiert von: Rentensputnik

Hallo Zelda,
sicherlich ist Ihnen bewusst, dass es auch in den alten Bundesländern durchaus unterschiedliche Vergütungsstrukturen gibt. Hier gibt es aber keinen Länderausgleich. Von daher ist die Höherbewertung der Ostentgelte nicht mehr gerechtfertigt und wird auch richtigerweise stufenweise abgeschafft.

Hallo Rentensputnik,

natürlich ist mir bekannt , dass es auch in den alten Bundesländern regional unterschiedliche Vergütungsstrukturen bestehen.
Aber leider wird gerade in den unteren Lohngruppen immer noch hart zwischen Ost und West unterschieden - Stichwort Mindestlohn. Zwar gilt der gesetzliche Mindestlohn im gesamten Bundesgebiet, bei den branchenabhängigen Regelungen beginnen schon wieder die Unterschiede:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohn#Deutschland

Ähnliches ist leider auch bei vielen Tarifverträgen zu beobachten , nicht zuletzt im TVÖD auf Ebene der Kommunen...

Zudem ist der Anteil der Tarifbindung im Osten wesentlich geringer als in den alten Bundesländern.

Der Kardinalfehler besteht jedoch im Versuch, mittels rentenrechtlicher Regelungen (Hochwertung) arbeitsrechtliche Unterschiede (harte Lohnunterschiede in Ost / West) auszugleichen...

MfG

zelda

von
Bernd Waltger

Wie haben die Bürger der einstigen DDR den Westen gesehen?Wenig arbeiten und viel verdienen!Während man ostwärts über 9 Stunden arbeiten ging,sprach man im Westen von der 35 Stundenwoche(mit Lohnausgleich).Als die 5 Tage Woche eingeführt wurde(Samstags gehört Papi mir)behielt die BRD alle Feiertage,während in der DDR etliche dafür abgeschafft wurden.Die meisten Ostrentner haben lückenlose Erwerbsbiographien von z.T. 50 Jahren(mit 14 Jahren Ende der Schulzeit-Lehre-Arbeit).

von
W*lfgang

Zitiert von: Bernd Waltger
Die meisten Ostrentner haben lückenlose Erwerbsbiographien von z.T. 50 Jahren
Bernd Waltger,

...die ja auch im Rahmen der vorliegen grünen 'DDR-SV-Ausweise' 1 : 1 ins Rentenkonto D-gesamt eingebaut worden sind. Mit den dann aktuell möglichen Altersrentenansprüchen auch über die 45 Jahre. Wenn Sie jetzt noch eine Frage für Ihren Beitrag folgen lassen würden, wäre es perfekt ...oder wollten Sie nur mal 'Rumnölen'? ;-)

Gruß
w.

von
Konrad Schießl

Von wegen 9 Stunden, das ich nicht lache.
War 2 mal nach der Wiedervereinigung drüben, habe unter anderem folgendes erlebt:
Bei einer Kontoeinrichtung, musste ich den neuen Kunden wegen einer Vollmacht Erteilung
3 mal wegen falscher Ausfüllung des sogenannten Unterschriften Proben Blatt zu mir in die
Bank bitten.
Darauf angesprochen, sagte mir der Neukunde, es spielt überhaupt keine Rolle, in unseren
Betrieb sind Hunderte beschäftigt die an sich keine Arbeit zu verrichten hatten, somit war
der Einzelne jederzeit in der Lage Privates während der 9 stündlichen Arbeitszeit zu verrichten.

Meist war es übrigens so, Material wurde erst in den Abendstunden angeliefert, dies ergab
Überstunden und dafür eine öffentlich Auszeichnung wegen über Soll Erfüllung.
Auch das konnte ich erleben bei einer Kfz.Finanzierung in Chemnitz, der Stadt meiner Beruflichen
Aushilfe. Viermal kam ein Kunden wegen der Finanzierung, musste aber ablehnen, die mir angebotene Sicherheit, die Abtretung der Ansprüche eingezahlter Beiträge in die RENTENVER-
SICHERUNG-natürlich in die dortige Rentenkasse-konnte ja als Sicherheit nicht angenommen.
werden.
Immer wieder machte mich der Kunde darauf aufmerksam, im Kassenraum war doch auf einem
Plakat zu lesen"KREDITE für JEDERMANN""
Es gäbe noch viel zu erzählen, die 14 Tage Aushilfe möchte ich in 46 Jahren Tätigkeit bei einer
Bank nicht vermissen.
Halte trotzdem die Wiedervereinigung für sehr wichtig, wir Westdeutschen hatten eben Glück
nicht wie in der DDR leben zu müssen.

MfG.

von
Konrad Schießl

Von wegen 9 Stunden, das ich nicht lache.
War 2 mal nach der Wiedervereinigung drüben, habe unter anderem folgendes erlebt:
Bei einer Kontoeinrichtung, musste ich den neuen Kunden wegen einer Vollmacht Erteilung
3 mal wegen falscher Ausfüllung des sogenannten Unterschriften Proben Blatt zu mir in die
Bank bitten.
Darauf angesprochen, sagte mir der Neukunde, es spielt überhaupt keine Rolle, in unseren
Betrieb sind Hunderte beschäftigt die an sich keine Arbeit zu verrichten hatten, somit war
der Einzelne jederzeit in der Lage Privates während der 9 stündlichen Arbeitszeit zu verrichten.

Meist war es übrigens so, Material wurde erst in den Abendstunden angeliefert, dies ergab
Überstunden und dafür eine öffentlich Auszeichnung wegen über Soll Erfüllung.
Auch das konnte ich erleben bei einer Kfz.Finanzierung in Chemnitz, der Stadt meiner Beruflichen
Aushilfe. Viermal kam ein Kunden wegen der Finanzierung, musste aber ablehnen, die mir angebotene Sicherheit, die Abtretung der Ansprüche eingezahlter Beiträge in die RENTENVER-
SICHERUNG-natürlich in die dortige Rentenkasse-konnte ja als Sicherheit nicht angenommen.
werden.
Immer wieder machte mich der Kunde darauf aufmerksam, im Kassenraum war doch auf einem
Plakat zu lesen"KREDITE für JEDERMANN""
Es gäbe noch viel zu erzählen, die 14 Tage Aushilfe möchte ich in 46 Jahren Tätigkeit bei einer
Bank nicht vermissen.
Halte trotzdem die Wiedervereinigung für sehr wichtig, wir Westdeutschen hatten eben Glück
nicht wie in der DDR leben zu müssen.

MfG.

von
Realität

Bravo Paul West und Rentensputnik, so ist es !!
Ansonsten kann man sich das weltfremde, unwahre und unehrliche Gerede kaum mehr anhören!

1.) Wo bleibt der Grundsatz der (west)deutschen Rentenversicherung:

Jeder bekommt die Rente, für die er eingezahlt hat? Herr Blüm!
Arbeitsjahre spielen dabei KEINE Rolle!

2.) Mit Sicherheit hat kein Ostdeutscher mangels Möglichkeiten vor 1990 in die DRV auch nur einen Pfennig eingezahlt, d.h. nach diesem Grundsatz eigentlich keinerlei Ansprüche. Die gezahlten Renten sind daher ein Geschenk des Staates auf Kosten der westdeutschen Beitragszahler ( ja, so ist es).

Nur nebenbei: Ein ostdeutscher Durchschnittsverdiener zahlte damals ca.50-60 Ostmarkt für Steuern, Renten- und Krankenversicherung in die DDR-Kasse ( nichts in die westdeutsche Rentenversicherung). Was Herr Honecker damit gemacht hat, dürfte hinlänglich bekannt sein.
Ein westdeutscher mit Sicherheit insgesamt ca. DM 600-800 ( u.a. auch in die Rentenkasse)!

3.) Wenn der Staat / die BRD diese Leute alimentieren will, muß er das auf eine andere Art und Weise machen, finanziert durch Steuern. Nicht durch die Renten-Beitragszahler.

4.) Frage: Bekommen die Arbeitnehmer im Bayerischen Wald, Emsgebiet, Hunsrück, Eifel etc. die gleichen Gehälter wie in München, Frankfurt, Hamburg? Nein, sie zahlen logischerweise dafür auch weniger Beiträge an die DRV und bekommen dafür später auch weniger Rente ( vergl. Grundsatz).
Warum bekommen diese Leute dann keine Hochrechnung der Rente ( wie im Osten?).

5.) Sind die Renten im Osten schon immer höher gewesen als im Westen, durch die Hochrechnung und durch die Anerkennung und Gewährung von DDR-Renten ( wie z.B. Intelligenzrente für vor allem Stasi-Leute).
D.H. hier wurden Renten ohne eigene Beitragszahlungen geschenkt, die zudem über den Renten lagen, für die andere Leute zig-Jahre eingezahlt hatten.
Dafür gibt es genügend Beweise, Belege und wissenschaftliche Ausarbeitungen, man muß diese nur zur Kenntnis nehmen und akzeptieren wollen.
U.a. der aktuelle Bericht von B. Raffelhüschen, frühere Fernsehberichte Plus-Minus, Artikel DRV und und und .

6.) Aus heutiger Sicht wird sich diese Ungerechtigkeit und Benachteiligung der westdeutschen Rentner fortsetze, geltende Hochrechnung und Angleichung des Rentenpunkt-Wertes.
Wenn nicht eine grundsätzliche Änderung erfolgt, d.h. die überhöhten Ostrenten müssen abgeschmolzen / gekürzt oder die geringeren westdeutschen Renten müßten entsprechend erhöht werden.
Wer es glaubt wird selig.

Aber die Wahrheit wird hierzulande nicht mehr gerne gehört, man glaubt nur noch, was man glauben will.

von
W*lfgang

Zitiert von: Realität
man glaubt nur noch, was man glauben will.
...besser hätte ich den Inhalt Ihres Beitrags zur gesamtdeutschen Rentengeschichte in immerhin nur 372 Worten auch nicht zum Abschluss bringen können ;-)

Gruß
w.

von
Max1964

Zitiert von: Realität

5.) Sind die Renten im Osten schon immer höher gewesen als im Westen, durch die Hochrechnung und durch die Anerkennung und Gewährung von DDR-Renten ( wie z.B. Intelligenzrente für vor allem Stasi-Leute).
D.H. hier wurden Renten ohne eigene Beitragszahlungen geschenkt, die zudem über den Renten lagen, für die andere Leute zig-Jahre eingezahlt hatten.

bin zwar Wessi, aber was ein Unfug;

die jetzige Angleichung wird manchen (im Osten) noch bitter aufstoßen, bisher lag das Bemessungsentgelt niedriger und es gab eine höhere Bewertung bei gleichem Gehalt West/Ost. Grundlage war hier -und es war richtig- das nach Wiedervereinigung (oder besser: Übernahmw der SBZ durch die Westsektoren) -gerne von Westfirmen ausgenutzte- niedrigere Lohnniveau.

über Stasirenten u.ä. braucht man sich gleich gar nicht aufregen. könnte man sich eher ob der nach wie vor überbordenden Beamtenversorgung hierzulande aufregen, zudem hatten viele in der DDR in die FZR (freiweillige Zusatzrentenversicherung) eingezahlt und so den eigenen Anspruch aufgewertet (bis jeweils 500 Ostmark). war sinnvoll, warum soll denen das gestrichen werden?

das System der FZR häte man eher übernehmen sollen, anstatt so einen Unsinn wie Riester- und Rüruprente und zig BAV-Varianten einzuführen.

dieses Rumgehacke auf das Ostrentensystem ist jedenfalls widerlich. die Leute dort konnten nichts dafür, dass es bessere Sozialleistungen gab als hierzulande.

von
Max1964

Zitiert von: Max1964

[(bis jeweils 500 Ostmark).

Tippfehler, 600 Ostmark