Rente und Job

von
Marion

Hallo, meine Mutter bekommt eine Rente von 615,- € und eine Witwenrente von 616,37 € - zusätzlich hat Sie noch einen 450,00 € Job.
Meine Frage ist jetzt...wieviel darf Sie verdienen, damit Sie nichts abgezogen bekommt bzw. versteuern muss. Sie hat in den letzten Monaten bisschen mehr verdient. Ich habe gehört, dass diese Jahr die Rentner u.a. mehr verdienen dürfen - CORONA.
Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar - Im Namen meiner Mutter.

Herzliche Grüße
Marion

von
KSC

Um die Bandbreite der theoretischen Möglichkeiten etwas einzuschränken und damit keine Romane schreiben zu müssen, beantworten Sie bitte noch folgendes:
a)Was für eine Rente bezieht die Dame- EM oder Altersrente?
Falls Altersrente bitte angeben welche Rentenart, bzw. das Alter der Dame.
b)bekommt sie beim Minijob die Eigenanteile abgezogen oder nicht?

von
Marion

Um die Bandbreite der theoretischen Möglichkeiten etwas einzuschränken und damit keine Romane schreiben zu müssen, beantworten Sie bitte noch folgendes:
a)Was für eine Rente bezieht die Dame- EM oder Altersrente?
Falls Altersrente bitte angeben welche Rentenart, bzw. das Alter der Dame.
b)bekommt sie beim Minijob die Eigenanteile abgezogen oder nicht?

a)Meine Mutter bekommt Ihre Altersrente. Sie ist jetzt 73 Jahre.

b)Nein, ihr wird nichts abgezogen.

Herzliche Grüße
Marion

von
Schade

Somit ist Ihre Mutter im Regelalter und darf aus Sicht der Altersrente unbegrenzt hinzuverdienen (und das hat mit den diesjährigen Corona Besonderheiten gar nichts zu tun).

Aber:

Bezogen auf die Witwenrente liegt sie bereits heute über dem Freibetrag von netto 902,62€ (Altersrente + Lohn) und hat damit bereits jetzt eine monatliche Kürzung von etwa 50 € - den genauen Betrag ersehen Sie aus der letzten Mitteilung die sie im Sommer erhalten hat.
Daher würde jeder Euro den sie netto mehr verdient bedeuten dass die Witwenrente um weitere 40 Cent sinkt.

Tipp für clevere: auf die Versicherungsfreiheit beim Minijob verzichten, dann hat sie zwar 3,6% weniger Lohn (maximal 16,20 €), überschreitet aber nicht mehr den Freibetrag und hat die ungekürzte Witwenrente (also etwa 50 € mehr) und die Beiträge aus dem Minijob des Jahres 2020 würden zum 01.07.2021 eine zusätzliche Erhöhung der Altersrente bedeuten.......
Gutes WE

Experten-Antwort

Hallo Marion,

wir schließen uns der Antwort von Schade an.

von
Marion

DANKE schön - HERZLICHEN DANK für die Info.
Werde es jetzt in die Wege leiten.

Herzliche Grüße
Marion

von
Marion

eine Frage hätte ich noch....

Rentenversicherungsfreiheit -
ich hab ein Formular aus dem Internet, was jetzt ausgefüllt werden muss.
Welche Nachteile entstehen ihr, wenn sie verzichtet?

VG
Marion

von
Peter T.

Das Problem wird sein, nachträglich kann man die einmal abgewählte Versicherungspflicht nicht mehr zurück nehmen.
Man muss am Anfang daran denken, leider bleibt es jetzt so...

von
Rosalie

Zitiert von: Peter T.
Das Problem wird sein, nachträglich kann man die einmal abgewählte Versicherungspflicht nicht mehr zurück nehmen.
Man muss am Anfang daran denken, leider bleibt es jetzt so...

Ergänzend dazu: das gilt NUR bei einem bestehenden Minijob (also dass man die Entscheidung, Versicherungspflicht oder nicht, nicht mehr ändern bzw. zurücknehmen kann....).

Bei jedem "neuen" Minijob hat man dieses Wahlrecht wieder!

LG Rosalie

von
Peter T.

Soweit richtig, jedenfalls wenn der alte Minijob gekündigt wird. Ansonsten bleibt es auch bei Neuen dabei.
https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/06_was_gilt_fuer_rvpflicht/01_befreiung_rv_pflicht/node.html

von
Rosalie

Zitiert von: Peter T.
Soweit richtig, jedenfalls wenn der alte Minijob gekündigt wird.

Sie haben völlig recht, allerdings bin ich bzgl. der Ausgangsfrage , dass es sich bei der Mutter der/des Fragesteller*in um eine 73jährige Altersrentnerin handelt nicht davon ausgegangen, das die Dame evtl. gleich mehrere Mini-Jobs parallel ausüben könnte.

Aber prinzipiell muss - bei Aufnahme eines oder mehrerer Minijobs - wirklich GUT überlegt werden, wie man sich bzgl. der Versicherungspflicht entscheidet, da diese Entscheidung dann für diesen Minijob eben nicht mehr geändert werden kann...

von
Peter T.

In dem Alter wird sie aber auch nicht den Minijob kündigen und wieder neu anfangen. Ob das auch überhaupt gehen würde, beim gleichen AG? Und einen anderen Job wird sie auch nicht mehr nehmen, wegen der paar Euro, die abgezogen werden. Da würde ich eher die Stunden reduzieren, wenn es eh abgezogen wird oder eine Entgeldumwandlung machen, falls das rechnerisch besser kommt.

von
Marion

DANKE für die Informationen, aber ich konnte noch nicht rauslesen, was die Nachteile sein könnten!!

Das Formular hab ich jetzt runtergeladen. Hab auch alles soweit verstanden, was ihr geschrieben habt - DANKE dafür.

Bevor ich das Formular ausfülle, wäre schön, wenn ich noch Info bekommen könnte, was die Nachteile wären, wenn....

VG
Marion

von
Marion

Zitiert von: Experte/in
Hallo Marion,

wir schließen uns der Antwort von Schade an.

Was wären den die Nachteile, wenn wir das machen sollten?
Wenn überhaupt Nachteile entstehen??!!

VG
Marion