Rente- Wechsel der Steuerklasse

von
Anna F.

Guten Morgen, eine Frage die mehr das Thema Steuer betrifft. Mein Mann ist ab Jan. 17 in Altersrente, ich arbeite noch 6 Jahre. Bin jetzt ab Jan. in Steuerklasse 3, vorher 5 . arbeite jetzt nur noch 20 Std. Woche vorher 24 Std Woche. Habe dadurch weniger Brutto aber durch keine Lohnsteuer usw. das gleiche Netto wie vorher. Wie das bei der Einkommenssteuer-Berechnung ausgeht müssen wir abwarten. Kann man sagen das wir unter dem Strich zusammen mehr Netto haben durch die Rente? Sollten Steuer anfallen dann ist es ja besser das ich weniger arbeite und weniger Brutto habe, kann man das so sehen? Mein Mann liegt ca. 200 Euro über dem Durchschnitts-Rentner und kleine Betriebsrente, sonst keine Einnahmen. Danke sollte mir darauf jemand antworten

von
Zebri

Moin
Bei uns ist es ähnlich. Die Steuer wird im nächsten Jahr fest gesetzt. Bei Kl. Frau 3/ Mann 5 vermutlich Nachzahlung-bei 4/4 vermutlich keine oder kaum Nachzahlung. Wenn Rente wesentlich höher als Ihr Verdienst dann auch Kl. 5/3 möglich, wenn es keine Überraschung beim Steuerbescheid geben soll.Bei den Renten wird zunächst(monatlich keine Steuer abgezogen. Beispiel: Frau Jahresverdienst 18000€ - Mann zu versteuernde Jahresrente 12000€ = 30000€ zu versteuerndes Einkommen (abzüglich evtl. steuermindernde Ausgaben) nach Splittingtabelle. Wenn Sie mit dem Einkommen auskommen, bedeutet weniger arbeiten=weniger Steuern. Wir haben Kl. 3/5 und stellen uns auf eine Nachzahlung ein.

von
Zebri

Zitiert von: Zebri

, bedeutet weniger arbeiten=weniger Steuern.

Nur zum Verständnis: bei Jahresverdienst 18000€ + Renten z.B. 16% Steuer - bei Jahresverdienst 15000€ + Renten z.B. 14% Steuer
Zahlen nur als Beispiel - Ihre Individuelle Situation ergibt andere Werte aber zum Verstehen denke ich kann man mit dem Beispiel kalkulieren.

von
Anna F.

Danke, so in etwa wird es werden, vielleicht kleiner Vorteil durch die Schwerbeh. meines Mannes.

von
Konrad Schießl

Die Angaben 14%, 16% sind nicht ziel führend.Nennen Sie doch den monatlichen Bruttoverdienst
und die monatliche Bruttorente, vielleicht noch bei welcher Krankenkasse beide versichert sind.
Feststeht, von der Bruttojahresrente sind 74% steuerpflichtig.
Steuermindernd sind auch die Beiträge zur Kranken/Pflegeversicherung, vermutlich wie schon bisher
570 absetzbar für 50% anerkannte Behinderung.
Cent genau, kann ich Ihnen die Jahressteuer für 2017 nennen.

MfG.

von
Zebri

[quote=267919]

Cent genau, kann ich Ihnen die Jahressteuer für 2017 nennen.

Cent genau - unmöglich - Sie wissen jetzt doch noch gar nicht wie die Renten ab Juli steigen und ob es eine (tarifliche) Lohnerhöhung gibt. Ich mal noch eine Prognose ab. Bei ca Durchschnittsrente + Ehefrau 20 Wochenstunden bei St..Kl.. Frau 3 /Mann 5 kann die Nachzahlung schon grob geschätzt ca. 1000,-€ betragen.

von
Zebri

Zitiert von: Konrad Schießl

Feststeht, von der Bruttojahresrente sind 74% steuerpflichtig.

Das ist auch verwirrend. 74% der Rente (je nach Rentenbeginn, Betriebsrente wieder etwas anders) werden zum Einkommen gerechnet. Steuer fällt aber erst (2017) bei über 17640,-€für beide zusammen an. Darum meine grobe Schätzungen.

von
Konrad Schießl

Nach gesundem Menschenverstand kann ich ja wohl dies nach dem Stande Januar 2017 hoch-
gerechnet gemeint haben. Habe ja auch absichtlich die Frage nach der Höhe der Betriebsrente nicht
gestellt, vermutlich die Steuer nicht nachgelagert, maßgebend auch das Alter des Rentenbeginns.
Kann ja nicht schaden, wenn andere Leser dies zur Kenntnis nehmen.
Ich kritisiere Ihre Einlassung nicht " schätze die Nachzahlung auf ca. 1000 Euro" obwohl die Brutto-
beträge nicht genannt waren.

MfG.

von
W*lfgang

Zitiert von: Anna F.
Bin jetzt ab Jan. in Steuerklasse 3
Anna F.,

Sie zahlen viel zu wenig, Ihr Mann gar nichts. Der gesunde Menschenverstand sagt: wählen Sie die 4 - oder bereiten Sie sich auf Nachzahlungen vor. Im Detail kann Sie darüber nur ein Steuerberater aufklären oder auch eine Erstinformation bei Ihrem örtlichen Finanzamt.

Gruß
w.

von
Zebri

Dann ist ja alles gut.
Die Eingangsfrage war wie sich die Steuerklassenkombination 3/5, 4/4 oder 5/3 auswirkt.
Das muss jeder für sich entscheiden. Bei hohen Nachzahlungen wird das Finanzamt schon eine Vorauszahlung für das Folgejahr festsetzen.
Ich zahle z.B. bei Strom oder Betriebskosten lieber etwas mehr voraus und habe evtl. ein Guthaben.
Beim Finanzamt lieber warten und erst zahlen wenn fällig.
Meine Schätzung beruht auf meine eigene Erfahrung. Ich ca. 23 Wochenstunden und GDB 60. Ehemann EU-Rente + Betriebsrente.

von
Anna F.

Also ich habe jetzt im Jan. 17 1050 Euro Brutto, habe in Klasse 3 keine Lohnsteuer usw. mehr. Mein Mann 1500 Euro Bruttorente, und 400 Euro Brutto Betriebsrente. Er ist 53 geb. ging ab 1.1.17 mit 63 J. u 2 Monate in Rente nach mehr als 48 Beitragsj. Einkünfte haben wir sonst keine. Sollte jemand das hochrechnen können betr. Steuern bitte nochmal melden. Danke schönes Wochenende

von
Rentensputnik

Sehr geehrte Anna F.
Wie Sie schon am Anfang selbst bemerkten, handelt es sich um eine steuerrechtliche Frage, die Ihnen korrekt und rechtssicher nur von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein beantwortet werden können.
Wie Sie an den Antworten merken, handelt es ich hier um ein Rentenforum, in dem sich Experten für Renten- und nicht für Steuerecht tummeln.
Natürlich können Sie sich auch auf die Antworten der selbsternannten Steuerexperten verlassen, aber das birgt immer ein gewisses Risiko. Im Übrigen sollen Rentenberater der Deutschen Rentenversicherung nur ganz allgemeine Auskünfte zum Steuerecht, nicht bezogen auf den Individualfall geben.
Ein Steuerberater kann und wir Ihnen auch nicht die Höhe Ihrer Rente berechnen.
MfG

von
Konrad Schießl

Sputnik sind sicher für Wissenschaft brauchbare Dinge, ab er nicht unbedingt für Steuerfragen.
Zum Thema:
Für die gesetzliche Rente brauchte es noch nie eine Steuerkarte, also auch keine Steuerklasse.
Im genannten Fall empfiehlt sich einwandfrei für den Arbeitsverdienst die Klasse 3 und für die
Betriebsrente die Klasse 5, komme zu folgenden Ergebnis:

1050 Brutto x 12 12600 Arbeitsverdienst bei 9,675% Euro 1219,05 Kr.Pfl.V.

1500 Bruttorente x 12 18000 mit Verwirrung von 74% zu verst.Euro 13320 18000-1971.00 Abz.

0400 Betriebsrente x 12 4800 Ertragsanteilbest.20% zu verst.Euro 960 15,70% Abzüge aus
4800 .

12600.00 Arbeitseink.
13300,00 ges.Rente-steuerpflichtig
00960,00 Betriebsrente steuerpflichtig
-----------
26880,00 minus
01219,05 Abzüge
01971,00 Abzüge
00876,00 Abzüge unterschiedlich für Kranken und Pflegeversicherung
01000,-- Pendlerpauschale
00570,00 Behinderten Pauschale
00102,-- Werbungskosten Rente
-----------
21141,95 zu verst. Einkommen und 550,-- Gesamtsteuer
Aber, 402,96 Steuer nach Steuerklasse 5 bei der Betriebsrente bereits einbehalten, komme ich
auf 147,04 Nachzahlung nach der Steuererklärung. Somit sind alle-vorausgesetzt meine Be-
rechnung stimmt-, Märchen von gestern.

MfG.

von
Konrad Schießl

Sputnik sind sicher für Wissenschaft brauchbare Dinge, ab er nicht unbedingt für Steuerfragen.
Zum Thema:
Für die gesetzliche Rente brauchte es noch nie eine Steuerkarte, also auch keine Steuerklasse.
Im genannten Fall empfiehlt sich einwandfrei für den Arbeitsverdienst die Klasse 3 und für die
Betriebsrente die Klasse 5, komme zu folgenden Ergebnis:

1050 Brutto x 12 12600 Arbeitsverdienst bei 9,675% Euro 1219,05 Kr.Pfl.V.

1500 Bruttorente x 12 18000 mit Verwirrung von 74% zu verst.Euro 13320 18000-1971.00 Abz.

0400 Betriebsrente x 12 4800 Ertragsanteilbest.20% zu verst.Euro 960 15,70% Abzüge aus
4800 .

12600.00 Arbeitseink.
13300,00 ges.Rente-steuerpflichtig
00960,00 Betriebsrente steuerpflichtig
-----------
26880,00 minus
01219,05 Abzüge
01971,00 Abzüge
00876,00 Abzüge unterschiedlich für Kranken und Pflegeversicherung
01000,-- Pendlerpauschale
00570,00 Behinderten Pauschale
00102,-- Werbungskosten Rente
-----------
21141,95 zu verst. Einkommen und 550,-- Gesamtsteuer
Aber, 402,96 Steuer nach Steuerklasse 5 bei der Betriebsrente bereits einbehalten, komme ich
auf 147,04 Nachzahlung nach der Steuererklärung. Somit sind alle-vorausgesetzt meine Be-
rechnung stimmt-, Märchen von gestern.

MfG.

von
Anna F.

Danke Herr Schießl, sollte ihre Rechnung hinkommen, haben wir unter dem Strich doch etwas mehr Netto im Jahr da der Ehemann in Rente ist.

von
Konrad Schießl

Glaube schon, dass meine Berechnung hinkommt. auch wenn andere einen gesünderen Menschen-
verstand haben.Bin auch kein Selbsternannter Steuerexperte. Verstehe auch nicht warum die Wochen
Arbeitsstunden genannt werden.
Übrigends, konnte nicht ersehen bei welcher Krankenkasse Sie sind, habe mal 8,40% angenommen,
zahle als DAK Mitglied sogar 8,80%, schade dass der Einheitssatz aufgehoben wurde.
Habe für die Heuschrecken auch einen kleinen Rechenfehler eingebaut, bin gespannt , wer dies
spannt?

MfG.

von
Kritiker

"Habe für die Heuschrecken auch einen kleinen Rechenfehler eingebaut, bin gespannt , wer dies
spannt?"

Sehr geehrter Herr Schießl, Sie glauben doch nicht im Ernst, daß sich irgendjemand Ihren Q----
überhaupt durchliest geschweige denn auf Richtigkeit überprüft ??

von
hurz

[quote=267919]

0400 Betriebsrente x 12 4800 Ertragsanteilbest.20% zu verst. Euro 960 15,70% Abzüge aus
4800 .

Die" Betriebsrentenkasse" zieht bei zu versteuernde Rente von 960,-€, an
Steuern 402,96 € ab ?
- Das wäre mir neu.

von
Konrad Schießl

Entschuldigung, wo Sie recht haben, haben Sie recht.
Von 400 monatlich 20% ergibt 80 steuerpflichtig, aber kein Steueranfall, da bei Klasse V bis 106
monatlich keine Steuer anfällt.
Anderseits beweist Ihr Einwand, dass "von Kritiker" der nicht mal das Wort Quatsch schreiben kann,
eines besseren belehrt wird, zumindest Einer hat meinen Quatsch gelesen..
Es bleibt also bei der Zahlung nach Einkommensteuererklärung von 550 Euro ,wenn sich die Beträge
Januar 2017 nicht mehr verändern.

MfG.

von
hurz

Also ziehen wir noch mal "haushaltsnahe Dienstleitungen" (die eigentlich jeder hat).
Evtl. auch GdB höher als 50 ?
Dann rund 400,- € Steuer Nachzahlung.
(unverbindlicher Überschlag)