Rentenbeginn wann am sinnvollsten ???

von
Richard

Guten Tag liebe Experten,

ich möchte gern wissen, was für mich am sinnvollsten ist.

Geb.-Datum 09/19060

EU Rente unbefristet seit 01/2012

Grad der Erwerbminderung 50 % unbefristet lt. Ausweiß

35 Jahre 10 Monate Rentenbeiträge gezahlt, davon 1 Jahr Arbeitslosengeld und fast 1,5 Jahre Krankengeld.

Macht es Sinn, mit 63 in Rente zu gehen ?
Rente für langjährig Versicherte oder ?
Rente für Schwerbehinderung ?

Gibts von meiner jetzigen Rentenhöhe nochmal Abzüge ?

Oder ist es besser, erst mit 67? in die normale Alterrente zu machen?

Viele Fragen - wenig Ahnung, deshalb hoffe ich hier auf Hilfe und Antworten. Dankeschön.

von
Richard

Sorry Tippfehler.

Geb-Dat. 09/1960

von
Siehe hier

Zitiert von: Richard
Guten Tag liebe Experten,

ich möchte gern wissen, was für mich am sinnvollsten ist.

Geb.-Datum 09/19060

EU Rente unbefristet seit 01/2012

Grad der Erwerbminderung 50 % unbefristet lt. Ausweiß

35 Jahre 10 Monate Rentenbeiträge gezahlt, davon 1 Jahr Arbeitslosengeld und fast 1,5 Jahre Krankengeld.

Macht es Sinn, mit 63 in Rente zu gehen ?
Rente für langjährig Versicherte oder ?
Rente für Schwerbehinderung ?

Gibts von meiner jetzigen Rentenhöhe nochmal Abzüge ?

Oder ist es besser, erst mit 67? in die normale Alterrente zu machen?

Viele Fragen - wenig Ahnung, deshalb hoffe ich hier auf Hilfe und Antworten. Dankeschön.

Hallo Richard,

Rentenbeginn für
langjährig Versicherte (mit 12% Abschlag) wäre der 01.01.2023
Schwerbehinderung (mit 10,8 % Abschlag) wäre der 01.02.2022

Aufgrund des 'Bestandschutzes' würde auch die Rente für langjährig Versicherte nicht niedriger sein, als die davor bereits bezogene EM-Rente.
Auch später beginnende Renten behalten weiterhin diesen Abschlag.

'Ihr' frühestmöglicher Rentenbeginn wäre demnach der 01.02.2022.

Lassen Sie sich rechtzeitig im nächsten Jahr (ca. 3-4 Monate vor diesem Datum, also September/Oktober) nochmals persönlich bei Ihrer zuständigen DRV beraten. Dort kann anhand einer Probeberechnung festgestellt werden, ob die SB-Rente zum 01.02.2022 höher oder niedriger ausfallen würde als Ihre jetzige EM-Rente. Der davon höhere Betrag müsste bezahlt werden.
Dort vor Ort könnten Sie dann auch direkt die Rente beantragen.

Alles Gute!

Experten-Antwort

Hallo Richard,

die Entgeltpunkte, die der Berechnung Ihrer vollen Erwerbsminderungsrente zugrundeliegen, haben eine Rentenminderung/Kürzung i.H.v. 10,8 % erfahren.
Diese Kürzung werden die Entgeltpunkte auch in der anschließenden Altersrente behalten. Hierbei ist es egal, um welche Altersrente es sich handelt.

Sie können sich verschiedene Rentenauskünfte von Ihrem Rentenversicherungsträger anfordern, um sehen zu können, wie hoch die jeweilige Altersrente sein wird.

Aufgrund des Besitzschutzes wird die anschließende Altersrente nicht geringer als Ihre bisherige Erwerbsminderungsrente.

von
Abschlagsfan

Hallo,
würde ein rentenversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis nach einer befristeten EMR dazu führen die Abschläge von 10,8 % wieder loszuwerden?
Wie lang müsste dies mindestens bestehen?

von
W°lfgang

Zitiert von: Abschlagsfan
Hallo,
würde ein rentenversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis nach einer befristeten EMR dazu führen die Abschläge von 10,8 % wieder loszuwerden?
Wie lang müsste dies mindestens bestehen?

Hallo Abschlagsfan,

um eine Neuberechnung der späteren Altersrente ohne 'Besitzschutz' aus der frühere EM-Rente/der diesen zugrundeliegenden EP zu erreichen, muss die Folgerente erst nach 2 Jahren beginnen - dann werden alle Werte/Zeiten/Punkte neu ausgewürfelt.

Ausgehende vom Fragesteller wäre das für die
-Altersrente mit GdB mind. 50 = 64+4, oder
-Regelaltersrente = 66+4

...auf die 45 Jahre für die Altersrente an besonders langjährig Versicherte = 64+4, wird er wohl nicht kommen.

Ob sich dann tatsächlich - nach Wegfall des bisherigen Abschlags - eine höhere Altersrente ergeben würden ...fraglich. Hängt im Wesentlichen mit der Gesamtleistungsbewertung bei der aktuellen EM-Rente ab und den Folgezeiten (bei vorzeitigem Ende EM-Rente) bis Altersrentenrentenbeginn. Da kann die Altersrente - auch ohne Abschlag - durchaus kleiner ausfallen. UND auch, welchen Wert (EP) die neue Arbeit im Vergleich mit der bisherigen Zurechnungszeit hat ...ist leider finsterste 'Rentenmathematik' ;-)

Gruß
w.
PS: Verdienen Sie SV-Entgelte im Rahmen der BBG, würde ich schon tippen, dass die spätere Altersrente höher ausfällt :-)