Rentenbeiträge im Nebengewerbe

von
Besucher

Guten Tag,

leider konnte man mir diese Frage telefonisch nicht richtig beantworten.

Da ich über eine Internetseite (Mode/Beauty- Blog) verfüge, muss ich ein Nebengewerbe anmelden, da ich auch Werbung schalten will und somit Einnahmen generiere.

Meine Fragen:

- muss ich auch hier die Rentenversicherung informieren?
- gibt es eine Freigrenze (wie bei Mini Job) bis 450€?
- wann muss ich die Rentenversicherung informieren? Direkt von Anfang an oder erst wenn ich sehe dass ich die Grenze von 450€ erreiche?

Laut §2 SGB VI (Selbständige Tätigkeit) zähle ich nicht zu den versicherungspflichtigen Personen.
Bei telefonischer Auskunft sowie Auskunft im Chat der Rentenversicherung teilte man mir mit, ich solle den Bogen V0023 ausfüllen und man würde mein Anliegen prüfen.
Jedoch sehe ich es nicht ein, irgendwas prüfen zu lassen, was evtl. auf mich gar nicht zutrifft.

von
Schade

Wenn es so ist wie Sie die Selbständigkeit beschreiben sehe ich auch keine Versicherungspflicht.
So gesehen brauchen Sie nichts tun und auch die DRV nicht informieren. Wenn keine Versicherungspflicht besteht ist auch die höhe der Gewinne unerheblich.

Wenn Sie hingegen einen "Persilschein", d.h. eine schriftliche Entscheidung per Bescheid haben wollen, dass Sie nichts zahlen müssen, weil Sie nicht versicherungspflichtig sind, dann müssen Sie auch in den sauren Apfel beißen und Formulare ausfüllen.

So funktioniert eben Bürokratie, wie sonst soll die DRV sonst prüfen? :)

Experten-Antwort

Hallo Besucher,

Personen, die eine selbständige Tätigkeit in nur geringfügigem Umfang ausüben, sind versicherungsfrei. In diesen Fällen besteht keine Versicherungspflicht.

Eine geringfügige selbständige Tätigkeit liegt vor, wenn das Arbeitseinkommen aus dieser Tätigkeit regelmäßig 450 EUR im Monat nicht übersteigt.

Sollten Sie diesen Betrag allerdings regelmäßig überschreiten, empfehle ich Ihnen tatsächlich sich mit dem Vordruck V0023 zu beschäftigen.