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Rentenberechnung Altersrente + Unfallrente Arbeitsunfall aus 1985 DDR

von
Suchend

Hallo,

es geht um den Weg der Bestimmung/Höhe der ungefähren Altersrente und dem Zeitpunkt des Antrages zu dieser.
Seit 1985 erhalte ich wegen eines Arbeitsunfalls im Studium einen Geldbetrag. (Grüner Behindertenausweis). Wie in der DDR bin ich bis zum jetzigen Zeitpunkt beim Land beschäftigt. Seit der Wende habe ich mich unter dem Eindruck einer geplanten Entlassung 1991 bezüglich der Behinderung bedeckt gehalten, keinen neuen Ausweis beantragt (auch die eventuellen Vergünstigungen nicht beansprucht). GdB:45% -> bekäme sowieso keinen neuen Ausweis!
Die Berechnung nach üblichen Schemata geht ins Leere, da die Anfangswerte aus 1985 fehlen bzw. unter diesen Bedingungen (Ausbildung) fiktiv zu bilden wären?
Deshalb die Bitte um Unterstützung!
Vielen Dank!

von
Gelber Engel

Zitiert von: Suchend
Hallo,

es geht um den Weg der Bestimmung/Höhe der ungefähren Altersrente und dem Zeitpunkt des Antrages zu dieser.
Seit 1985 erhalte ich wegen eines Arbeitsunfalls im Studium einen Geldbetrag. (Grüner Behindertenausweis). Wie in der DDR bin ich bis zum jetzigen Zeitpunkt beim Land beschäftigt. Seit der Wende habe ich mich unter dem Eindruck einer geplanten Entlassung 1991 bezüglich der Behinderung bedeckt gehalten, keinen neuen Ausweis beantragt (auch die eventuellen Vergünstigungen nicht beansprucht). GdB:45% -> bekäme sowieso keinen neuen Ausweis!
Die Berechnung nach üblichen Schemata geht ins Leere, da die Anfangswerte aus 1985 fehlen bzw. unter diesen Bedingungen (Ausbildung) fiktiv zu bilden wären?
Deshalb die Bitte um Unterstützung!
Vielen Dank!

Erst verzichten Sie auf die Vergünstigungen und sprechen von DDR. Die DDR gibt es schon lange nicht mehr.
Und jetzt bitten Sie um Unterstützung?
Sie sind ja einer.

von
Suchend

Die DDR gibt es schon lange nicht mehr.
Sie sind ja einer.[/quote]

Hoppla, ... was ist denn hier los ... Was war denn da nicht zu verstehen?

Die DDR wurde als Gebiet erwähnt, um hilfreiche Antworten zu erhalten bzw. den Grund für die Schwierigkeit bei der Datenbestimmung zu benennen.

Das kann ja noch spannend werden ...
Trotzdem - ganz liebe Grüße ...

von
?

Tief durchatmen und dann erklären Sie ganz langsam, was genau Sie wissen wollen. Aus Ihrem Geschreibsel wird doch keiner schlau!

von
Suchend

Zitiert von: ?
Tief durchatmen und dann erklären Sie ganz langsam, was genau Sie wissen wollen. Aus Ihrem Geschreibsel wird doch keiner schlau!

Altersrente und gesetzl. Unfallrente werden beim Renteneintritt berechnet um eine Überversorung auszuschließen. Dabei bleibt die Unfallrente konstant, die Regelaltersrente wird verändert. Um diesen Veränderungsbetrag geht es. Fachleute wissen das ...
Da in diesem Fall die Unfallrente in einem Ausbildungszeitraum und dann noch in einem anderen Versicherungssystem (DDR) liegt, gibt es naturgemäß andere Gesetze und Bestimmungen. Da es Überführungsbestimmungen gibt, die mir so nicht bekannt sind, stellte ich diese Anfrage.
Wenn das alles so simpel wäre, hätte ich mich hier nicht geäußert ...
Konkret - wie wird das Jahresgehalt bei einem Studenten im Unfalljahr in der ehemaligen DDR z.B.1985 zur Bestimmung der Regelaltersrente BRD berechnet?

von
Schade

Von welcher Berufsgenossenschaft (BG) erhalten Sie die Unfallrente und wieviel ist das im Monat?
Von der BG erhalten Sie doch jährlich eine Mitteilung über die neue Rentenhöhe, oder?
Wenn Sie diese konkrete Bescheinigung der BG haben, senden Sie sie an die DRV mit der Frage welche Auswirkung der Unfallrentenbezug konkret bei Ihnen für die spätere Altersrente hat.

Ich glaube nicht dass Sie hier im forum weiterkommen - aber obiger Weg sollte helfen.

von
Suchend

@ Schade

Ja, das scheint ein Weg zu sein. Vielen Dank!
Aus den sehr sparsamen Unterlagen geht nichts genaues hervor. BG " Sie wurden uns zugeordnet ..."
Das Hochrechnen von verschiedenen Werten habe ich durchgeführt. Dann kommt man auf üblichen Weg auf unsinnige Werte, weil alles auf dieses "Jahresgehalt" hinausläuft. Abgekürzt - das Übliche funktioniert nicht.
Ich hatte die Hoffnung, dass eventuell ein/e Betroffener/ne das schon erfahren hat. Mein Fall ist vielleicht seltener aber doch keine Ausnahme.

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: Suchend
Das Hochrechnen von verschiedenen Werten habe ich durchgeführt. Dann kommt man auf üblichen Weg auf unsinnige Werte, weil alles auf dieses "Jahresgehalt" hinausläuft.

Hallo Suchend,

Hier gibt es eine Berechnungsmöglichkeit UV + (ggf. gekürzte) RV nachzurechen (Seite 38-39):

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/BayernSued/de/Navigation/6_Wir_ueber_uns/04_Fakten_und_Wissen/Zahlen_und_Tabellen_node.html

Idealerweise erstellt die BG jedes Jahr eine Anpassungsmitteilung mit den aktuellen Jahresarbeitsverdienst.

Wenn das alles nichts hilft /die Werte nicht vorliegen /'ominöser DDR-Fall', geht nur eine konkrete Anfrage an die DRV unter Darlegung aller Fakten, dann erhalten Sie eine punktgenaue Auskunft zur Altersrente unter Berücksichtigung der UV-Rente.

Gruß
w.

von
zelda

Hallo Suchend,

der Jahresarbeitsverdienst, oder wie Sie es bezeichnen das „Jahresgehalt“ wurde bei Unfallrenten , die bereits in der DDR festgestellt wurden, pauschal festgelegt:

Quelle:

http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_93R5

Das dort aufgeführte Urteil des BSG können Sie übrigens u.a. hier nachlesen:

https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/227928/

Schauen Sie sich bitte nochmals die Unterlagen der BG an, ob dort nicht irgendwo die Höhe des pauschalen Jahresarbeitsverdienstes aufgeführt ist (ggf. in der letzten Anpassungsmitteilung zum 01.07.2017 ?)

MfG

zelda

von
zelda

Hallo Suchend,

der pauschale Jahresarbeitsverdienst scheint für alle Versicherungsfälle aus Unfällen in der DDR vor 07/90 entsprechend § 1152 RVO gleich zu sein, er betrug bis 12/91 13.680 DM.

Da dieser Jahresarbeitsverdienst nach § 95 SGB VII analog den Renten bzw. dem aktuellen Rentenwert(Ost) angepasst wurde , betrug er ab dem 01.07.2002 19.192,07 Euro (vgl. Auflistung in diesem Urteil:

https://www.jusmeum.de/urteil/lsg_berlin_brandenburg/c6b184a6954ec09cf378576a71ac1586863c1859b466b9ddd9664e9297b90a5c

Nach überschlägiger Berechnung sollte der angepasste pauschale Jahresarbeitsverdienst ca. 25.101,87 Euro seit dem 01.07.2017 betragen.

MfG

zelda

von
Suchend

@W*lfgang & zelda

Zunächst zu den Quellen von W.
Genau diese Berechnungen habe ich gemeint (S. 36ff.) - sie gehen bei mir ins Leere, da zwingend ein schlüssiger JAV bekannt sein muss.
Die BG-Mitteilung (BG wechselt ca. alle 2 Jahre) beinhalt seit je einen Satz - Die Leistung wurde angepasst - Auf der Rückseite steht dann u.a. der JAV wurde [...] um (West/Ost) um den Faktor x,xxxx erhöht.

Die Links von zelda sind sehr interessant u. werden zum Ziel führen. Wegen der Kürze habe ich das Material nur überflogen.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Schon für Ihre Zeit, die Sie für mich geopfert haben.

MfG

PS. Der Thread kann geschlossen werden.

von
Jonny

Zitiert von: Suchend
@W*lfgang & zelda

Zunächst zu den Quellen von W.
Genau diese Berechnungen habe ich gemeint (S. 36ff.) - sie gehen bei mir ins Leere, da zwingend ein schlüssiger JAV bekannt sein muss.
Die BG-Mitteilung (BG wechselt ca. alle 2 Jahre) beinhalt seit je einen Satz - Die Leistung wurde angepasst - Auf der Rückseite steht dann u.a. der JAV wurde [...] um (West/Ost) um den Faktor x,xxxx erhöht.

Die Links von zelda sind sehr interessant u. werden zum Ziel führen. Wegen der Kürze habe ich das Material nur überflogen.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Schon für Ihre Zeit, die Sie für mich geopfert haben.

MfG

PS. Der Thread kann geschlossen werden.

Na dann schließen wir den Thread noch nicht ganz.
Wie zelda schon schrieb, gibt es einen einheitlichen JAV für Unfallbestandsrenten im JUN 1990. Dieser beträgt seit JUL 2017 jährlich 25.450,98 €. Bei einem MdE-Grad von 45 % beträgt die UV-Rente monatlich 636,27 €. Zusammen mit der Rente aus der Rentenversicherung soll sie aber nicht 70% des JAV überschreiten, das sind auf den Monat gerechnet 1464,64 €. Allerdings wird von der UV-Rente von 636,27 € zuvor ein Freibetrag nach dem MdE-Grad abgesetzt, der 258,00 € beträgt. Es zählen also als UV-Rente nur noch 378,27 €.
Etwas kompliziert - und deshalb für diesen und jenen user nicht geeignet - kann man Folgende Rechnung aufmachen, wobei hier nur Entgeltpunkte OST in der Allgemeinen Rentenversicherung unterstellt werden:
Bei zwischen 37,2640 und 50,0047 EP OST bleibt der Gesamtrentenbetrag aus UV-Rente und Altersrente immer gleich und beträgt nach Abzug von 7,3 % Krankenversicherungs- und 2,55 % Pflegeversicherungsbeitrag immer 1633,66 €. Erst wenn die Altersrente aus mehr als die o.a. 50,0047 EP U(OST) oder weniger als die o.a. 37,2640 EP (OST) zu berechnen ist, ergibt sich ein höherer oder niedrigerer Gesamtrentenbetrag.
Fall dieser oder jener User es - wie in anderen Threads - besser weiß, bin ich auf die Antwort gespannt
Jonny

von
zelda

Hallo Jonny,

ich kann Ihre Berechnung nachvollziehen, habe jedoch noch zwei Anmerkungen und eine Frage:

1. Der monatliche Mindestgrenzbetrag beträgt 1.4 -8- 4,64 Euro (sicherlich nur ein Tippfehler).
2. Abgesehen von einer einzigen erheben alle Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, welcher bei der Berechnung der Nettorente aus der gesetzlichen RV zu berücksichtigen wäre.
3. Wie haben Sie den pauschalen Jahresarbeitsverdienst ab 07/2017 ermittelt (Berechnungsweg oder Quelle (Verordnung o.ä. ???)

Vielen Dank und
mfG

zelda

von
Suchender

@ Jonny & zelda

Jonny, vielen Dank für die Mühe.
Sehr gut finde ich das Beispiel mit den Werten. Warum nur Beispiel: die ermittelte Monatsrente ist etwas zu hoch (Werte West?)
Trotzdem, und weil zelda es auch interessiert, würde ich mich über den Rechenweg und die Quellen sehr freuen. (Falls es Ihre Zeit erlaubt).
Und stimmt - einfach ist das Ganze nicht (für Laien).
Nach dem Studium des Gerichtsurteils (Quelle zelda) kann ich mich von der UV Rente bis auf die 258 € verabschieden. Rechnung nach den Quellen v. W*lfgang.
Zunächst habe ich gedacht, ich hätte mich verrechnet oder es gibt einen Denkfehler aber das Urteil beschreibt ziemlich genau meine Situation und dem Kollegen ging bis auf einen Teil (hier 258 €) auch die UV-Rente verloren.

Jetzt sind die Fragen spannend, wie es sich verhält, wenn man mit 63, 65 oder 67 in die Rente geht - wegen der Abschläge bzw. zusätzlichen Einzahlungen und deren Höhe - und was dann mit der UV-Rente passiert.
Ich werde mich wohl um einen Termin bemühen müssen.
MfG

von
Suchend

@ Jonny & zelda

Jonny, vielen Dank für die Mühe.
Sehr gut finde ich das Beispiel mit den Werten. Warum nur Beispiel: die ermittelte Monatsrente ist etwas zu hoch (Werte West?)
Trotzdem, und weil zelda es auch interessiert, würde ich mich über den Rechenweg und die Quellen sehr freuen. (Falls es Ihre Zeit erlaubt).
Und stimmt - einfach ist das Ganze nicht (für Laien).
Nach dem Studium des Gerichtsurteils (Quelle zelda) kann ich mich von der UV Rente bis auf die 258 € verabschieden. Rechnung nach den Quellen v. W*lfgang.
Zunächst habe ich gedacht, ich hätte mich verrechnet oder es gibt einen Denkfehler aber das Urteil beschreibt ziemlich genau meine Situation und dem Kollegen ging bis auf einen Teil (hier 258 €) auch die UV-Rente verloren.

Jetzt sind die Fragen spannend, wie es sich verhält, wenn man mit 63, 65 oder 67 in die Rente geht - wegen der Abschläge bzw. zusätzlichen Einzahlungen und deren Höhe - und was dann mit der UV-Rente passiert.
Ich werde mich wohl um einen Termin bemühen müssen.
MfG

von
Suchend

Pardon - Doppelpost

von
Jonny

@zelda
zu 1. war tatsächlich ein Tippfehler. Muss aber ohnehin anders lauten (vgl. zu 3.)
zu 2. Richtig, es fehlt der von KK zu KK unterschiedliche Zusatzbeitrag. Auch der Pflegebeitrag könnte höher sein. Und die Steuer fehlt ohnehin.
zu 3.
Das ab 1.1.1992 geltende Renten-Überleitungsgesetz hat für die gesetzliche Unfallversicherung die Rechtseinheit in den beiden Teilen Deutschlands hergestellt. Alle vor dem 1.1.1992 eingetretenen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten aus der Sozialversi¬che¬rung des Beitrittsgebiets wurden danach als Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten im Sinne der Reichsversicherungsordnung von den Unfallversicherungsträgern übernommen. Ziel des Gesetzgebers war es, den Rentenbestand des Beitrittsgebiets ohne Überprüfung, Umwertung oder Ermittlung alter Arbeitsverdienste in jedem Einzelfall in die Unfallversicherung nach dem Dritten Buch der Reichsversicherungsordnung zu übernehmen.
Die Berechnung der Unfallbestandsrenten der DDR wurde bereits durch § 4 des Rentenangleichungsgesetz der DDR vom 28.6.1990 geregelt. Der hier als „Berechnungsgrundlage“ festgelegte einheitliche Jahresarbeitsverdienst von 13.680 DM (= 1.140 DM monatlich) entspricht dem zu diesem Zeitpunkt im Beitrittsgebiet bestehenden durchschnittlichen monatlichen Bruttoarbeitsverdienst aller Be¬schäftigten. Durch die Rentenanpassungen entwickelte sich der Jahresarbeitsverdienst für Rentenansprüche vor dem 1.7.1990 wie folgt:
01.07.1990 13680,00
01.01.1991 15732,00
01.07.1991 18096,00
01.01.1992 20204,18 0
01.07.1992 22776,17 1,1273
01.01.1993 24165,52 1,061
01.07.1993 27577,69 1,1412
01.01.1994 28581,52 1,0364
01.07.1994 29567,58 1,0345
01.01.1995 30389,56 1,0278
01.07.1995 31173,61 1,0258
01.01.1996 32526,55 1,0434
01.07.1996 32734,72 1,0064
01.07.1997 34459,83 1,0527
01.07.1998 34621,80 1,0047
01.07.1999 35515,04 1,0258
01.07.2000 35728,13 1,006
01.07.2001 36481,99 1,0211
01.01.2002 18653,24 0,5113
01.07.2002 19192,32 1,0289
01.07.2003 19420,71 1,0119
01.07.2004 19420,71 1
01.07.2005 19420,71 1
01.07.2006 19420,71 1
01.07.2007 19525,58 1,0054
01.07.2008 19740,36 1,011
01.07.2009 20407,59 1,0338
01.07.2010 20407,59 1
01.07.2011 20609,62 1,0099
01.07.2012 21075,40 1,0226
01.07.2013 21768,78 1,0329
01.07.2014 22319,53 1,0253
01.07.2015 22877,52 1,025
01.07.2016 24238,73 1,0595
01.07.2017 25108,90 1,0359

Mein bisher angegebener Wert von 25450,98 war in einigen Jahren nicht mit den richtigen Angleichungsfaktoren für die Unfallrenten berechnet. Richtig dürften – abgesehen von möglichen Rundungsdifferenzen - 25108,90 Euro sein. Das ergibt dann eine monatliche Verletztenrente in Höhe von 627,72 € abzüglich Freibetrag von 258,00 € verbleiben noch 369,72 €. Die Bandbreite ändert sich dann auf zwischen 36,8800 und 49,3328 persönliche Entgeltpunkte OST. Und bei West-EP wären es zwischen 35,2875 und 47,2024 persönliche EP, die ab 1. Juli 2024 ohnehin maßgebend sind, weil es dann keinen aktuellen Rentenwert OST mehr gibt.

@suchender
Sie verabschieden sich nicht von der UV-Rente, die nicht mit Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung belastet wird, sondern von einem Teil der Rente aus der Rentenversicherung, für die solche Beiträge zu zahlen sind.

Meine Aussagen zu EP sind nicht ganz zutreffend gewesen. Richtig wäre pEP! Denn § 93 stellt auf die Rentenbeträge ab. Und dafür sind in der Rentenversicherung die persönlichen Entgeltpunkte ausschlaggebend. Man kann es auch am o.a. Beispiel innerhalb der Bandbreite anders ausdrücken:
Mit insgesamt 45,0000 Entgeltpunkten bei Beginn der Regelaltersrente und deren Zugangsfaktor von 1,0 ergeben sich 45,0000 persönliche Entgeltpunkte. Geht man drei Jahre früher und hat deshalb z.B. erst 42,0000 Entgeltpunkte, die mit einem Abschlag von 10,8 % versehen nur noch 37,4640 persönliche Entgeltpunkte ergeben, ändert das gar nichts am gesamten Endergebnis. Es lohnt sich in diesem Fall also nicht, drei Jahre länger zu arbeiten.
Wenn sich Rentensteigerungen oder Rentenminderungen aber erst außerhalb der Bandbreite auswirken, kann man getrost darauf verzichten bzw. sie in Kauf nehmen, solange man sich innerhalb der Bandbreite bewegt.
Rentensteigerungen können sich ergeben durch:
- zusätzliche Beitragszahlungen
- Mindestentgeltpunkte bei geringem Arbeitsentgelt
- Bonus aus einem Versorgungsausgleich
- Ausgleichsbeiträge wegen Frührente
- Abfindungen in die Rentenversicherung
- Auflösung unverbrauchter Wertguthaben
- Wiederauffüllung bei Malus durch Versorgungsausgleich
- Inanspruchnahme eines weiteren Rententeils
- spätere Inanspruchnahme mit geringeren Abschlägen
- Teilrentenzahlung infolge Hinzuverdienst

Rentenminderungen können sich ergeben durch:
- Wegfall der Mindestentgeltpunkte bei geringem Arbeitsentgelt
- Malus aus einem Versorgungsausgleich
- Inanspruchnahme nur eines Teils der Rente
- frühere Inanspruchnahme mit höheren Abschlägen
- Minderung der Teilrentenzahlung bei geringerem Hinzuverdienst
meint jedenfalls
Jonny

von
Suchend

@ Jonny

Ich bin von Ihren Ausführungen und deren Umfang schwer beeindruckt.
Die Daten, welche ich zur Verfügung habe, decken sich 100%ig mit Ihren Angaben - auch die "Fehlerkorrektur" v. 1991, die bei mir 1997 vorgenommen wurde.
Da haben Sie sicher den Vormittag dran gearbeitet - vielen herzlichen Dank für die Mühe (schwacher Trost - ich weiß). Hoffentlich profitieren noch mehrere Personen davon. Ich habe mir Ihren Beitrag gleich kopiert und zur Archivierung ausgedruckt (2 x A4!!!)- beim PC ist ja immer ein wenig Voodoo dabei. Besser kann man es kaum dargestellt bekommen.

Ich habe den Verlust der UV-Rente ein wenig flapsig formuliert. Das Ergebnis in € ist aber - wenn ich das richtig verstanden habe - das gleiche.
... noch einen schönen Restsonntag!

MfG - der Gefunden hat

von
Suchend

@ Jonny

Ihr Beitrag lässt mir gar keine Ruhe, da im Ergebniss unerwartet in naher Zukunft Entscheidungen zu treffen sind.
Würden Sie bitte die Berechnung der "Bandbreite", also das Fenster der pEP, in diesem Fall zwischen 36,8800 und 49,3328, beschreiben? Ich würde gerne wissen, wie das Fenster 1.Hj 2022 aussieht, bzw. dieses selbst auf dem laufenden halten wollen.
Bei einem jetzigen EP von >50 wäre die Teilzeit, soweit möglich, eine Option und gesundheitlich wirklich nützlich.

Vielen Dank!

von
Jonny

Kleine Korrektur der Werte erforderlich, da bei der Umstellung auf Euro der JULI-Wert 2001 voll aufzurunden war
01.07.2001 36481,98
01.01.2002 18653,00
01.07.2002 19192,07
01.07.2003 19420,46
01.07.2004 19420,46
01.07.2005 19420,46
01.07.2006 19420,46
01.07.2007 19525,33
01.07.2008 19740,11
01.07.2009 20407,33
01.07.2010 20407,33
01.07.2011 20609,36
01.07.2012 21075,13
01.07.2013 21768,50
01.07.2014 22319,24
01.07.2015 22877,22
01.07.2016 24238,41
01.07.2017 25108,57
Später zur Bandbreite mehr