Rentenberechnung Altersrente + Unfallrente Arbeitsunfall aus 1985 DDR

von
Jonny

Zitiert von: Suchend
@ Jonny

Ihr Beitrag lässt mir gar keine Ruhe, da im Ergebniss unerwartet in naher Zukunft Entscheidungen zu treffen sind.
Würden Sie bitte die Berechnung der "Bandbreite", also das Fenster der pEP, in diesem Fall zwischen 36,8800 und 49,3328, beschreiben? Ich würde gerne wissen, wie das Fenster 1.Hj 2022 aussieht, bzw. dieses selbst auf dem laufenden halten wollen.
Bei einem jetzigen EP von >50 wäre die Teilzeit, soweit möglich, eine Option und gesundheitlich wirklich nützlich.

Vielen Dank!

Die Bandbreite ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wobei ich einmal Besonderheiten der knappschaftlichen Rentenversicherung außer Acht lasse.

Untere Bandbreite
70 % des Jahresarbeitsverdienstes
abzüglich zu berücksichtigende Rente aus der UV, wobei diese wiederum vom Jahresarbeitsverdienst und dem Freibetrag nach dem MdE-Grad abhängt.

Obere Bandbreite
70 % des Jahresarbeitsverdienstes

Der Jahresarbeitsverdienst - in diesem Fall also der einheitliche – entwickelt sich entsprechend den Anpassungsfaktoren in § 4 Abs. 2 der jeweiligen Rentenwertbestimmungsverordnung, das war zum 1. Juli 2017 der Faktor 1,0359 für die Anpassung der UV-Renten (OST). Dieser entspricht wiederum dem Prozentsatz der Anpassung der GRV-Renten (OST).

Das Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz vom 17. Juli 2017 schreibt bereits in § 255a SGB VI ein bestimmtes Verhältnis des aktuellen Rentenwerts (OST) zum aktuellen Rentenwert (WEST) vor. Für das 1. Halbjahr 2022 ist in Absatz 1 ein Wert von 97,9 Prozent des Westwertes vorgesehen, der kann sich aber nach Absatz 2 noch (nach oben) ändern.

Auch der Freibetrag (schon ein WEST-Wert seit 2011) ist von der Anpassung der Renten und einer Rundung jeweils auf volle Eurobeträge abhängig.

Da ich kein Hellseher bin, vermag ich keine konkreten Werte zu nennen. Da sollte man die Entwicklung besser noch abwarten.

Beste Grüße
Jonny
P.S. Wahrscheinlich wird mir dieser Beitrag wieder den Titel "Fachidiot" einbringen.

von
Suchend

Zitiert von: Jonny

P.S. Wahrscheinlich wird mir dieser Beitrag wieder den Titel "Fachidiot" einbringen.

Also von mir werden Sie das nicht hören ... Ganz im Gegenteil, ich bin sehr dankbar, dass mir geholfen wird. Selbst wenn ich mich etwas "Strecken" muss, mach ich das gerne solange es der Sache dient. Ich kann doch nicht erwarten, das mir hier wie für einen 4 Jährigen geantwortet wird. Sie haben schon so 2 A4-Seiten geschrieben. Schließlich wurde auf Freizeit verzichtet um mir zu antworten. Solange man mir nicht wegen Nachfragens Dummheit vorwirft ...
Wieso kommen Sie zu so einer Vermutung? (iritiert)
Ein wenig "komisch" sind Manche hier drauf, dass merkte ich schon gleich bei der ersten Antwort zu meinem Thema. Was soll's ...

Scheinbar haben Sie unangenehme Erfahrungen gemacht. Das tut mir leid.
Ich für meinen Teil bin Ihnen sehr dankbar.
Für mich haben Sie einen ganz neuen Betrachtungswinkel eröffnet, bei anderen wird es vielleicht dunkel.

von
Suchender

Zitiert von: Jonny

Untere Bandbreite
70 % des Jahresarbeitsverdienstes
abzüglich zu berücksichtigende Rente aus der UV, wobei diese wiederum vom Jahresarbeitsverdienst und dem Freibetrag nach dem MdE-Grad abhängt.

Obere Bandbreite
70 % des Jahresarbeitsverdienstes

Der Jahresarbeitsverdienst - in diesem Fall also der einheitliche – entwickelt sich entsprechend den Anpassungsfaktoren in § 4 Abs. 2 der jeweiligen Rentenwertbestimmungsverordnung, das war zum 1. Juli 2017 der Faktor 1,0359 für die Anpassung der UV-Renten (OST). Dieser entspricht wiederum dem Prozentsatz der Anpassung der GRV-Renten (OST).

Dieser Sachverhalt ist jetzt klar.
Mit Bezug auf den Renteneintritt: Die Aussage weiter oben war sinngemäß, liegt der errechnete Wert innerhalb der Bandbreite lohnt sich ein Weiterarbeiten im Hinblick auf die zu erwartende Gesamtrente (AR+UR)! Liegt der Wert außerhalb - nicht! Korrekt? Wenn das stimmt, lassen sich 1.) die Abschlagsbeträge (z.B.10,8%) einfach so auf die pEP rechnerisch übertragen, z.B.50 EP - 10,8% = 44,6 EP (passt in die Bandbreite -> Entscheidung nicht aufhören) oder müssen 2.) erst tatsächlichen €-Beträge gebildet werden!

Im Übrigen gibt es neben der Rente noch andere Faktoren, die hier aber nicht das Thema sind.

Vielen Dank für die Bemühungen!

von
Jonny

Zitiert von: Suchender
Zitiert von: Jonny

Untere Bandbreite
70 % des Jahresarbeitsverdienstes
abzüglich zu berücksichtigende Rente aus der UV, wobei diese wiederum vom Jahresarbeitsverdienst und dem Freibetrag nach dem MdE-Grad abhängt.

Obere Bandbreite
70 % des Jahresarbeitsverdienstes

Der Jahresarbeitsverdienst - in diesem Fall also der einheitliche – entwickelt sich entsprechend den Anpassungsfaktoren in § 4 Abs. 2 der jeweiligen Rentenwertbestimmungsverordnung, das war zum 1. Juli 2017 der Faktor 1,0359 für die Anpassung der UV-Renten (OST). Dieser entspricht wiederum dem Prozentsatz der Anpassung der GRV-Renten (OST).

Dieser Sachverhalt ist jetzt klar.
Mit Bezug auf den Renteneintritt: Die Aussage weiter oben war sinngemäß, liegt der errechnete Wert innerhalb der Bandbreite lohnt sich ein Weiterarbeiten im Hinblick auf die zu erwartende Gesamtrente (AR+UR)! Liegt der Wert außerhalb - nicht! Korrekt? Wenn das stimmt, lassen sich 1.) die Abschlagsbeträge (z.B.10,8%) einfach so auf die pEP rechnerisch übertragen, z.B.50 EP - 10,8% = 44,6 EP (passt in die Bandbreite -> Entscheidung nicht aufhören) oder müssen 2.) erst tatsächlichen €-Beträge gebildet werden!

Im Übrigen gibt es neben der Rente noch andere Faktoren, die hier aber nicht das Thema sind.

Vielen Dank für die Bemühungen!

@suchender
Das ist mir wohl nicht ganz so gelungen. Ich versuche es noch einmal mit einem vereinfachten Beispiel einer Untergrenze von 40 pEP und einer Obergrenze von 44 pEP.

Angenommen, sie haben momentan 43 pEP. Dann lohnt sich z.B. ein Ausgleich zur Vermeidung der Abschläge erst, wenn die Obergrenze überschritten wird. Die Spanne von 1 pEP zahlen Sie für die Katz oder besser gesagt zugunsten der Rentenversicherung, die noch mehr Rente ruhen lässt.

Andererseits können Sie es sich ohne weiteres leisten, 3 pEP z.B. durch einen Versorgungsausgleich abgeben zu müssen. Erst wenn es mehr als 3 pEP sind, also weniger als 40 pEP verbleiben, spürt man den Versorgungsausgleich.
Alles klar?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

Sie haben ja schon viele Informationen erhalten.

Zusammenfassend sei noch mal dargestellt:

Auf eine Rente aus gesetzlichen Rentenversicherung wird eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung angerechnet. Maßgebende Vorschrift hierfür ist § 93 SGB VI.
Beim Zusammentreffen einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit einer entsprechenden Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung soll die Rente aus der Rentenversicherung insoweit ganz oder teilweise nicht geleistet werden, als die Summe beider Renten einen bestimmten Grenzbetrag übersteigt. Dabei ist von der Verletztenrente ein der Grundrente nach dem BVG entsprechender Betrag abzusetzen.

Maßgebender Ausgangswert zur Ermittlung des Grenzbetrages ist allein der Jahresarbeitsverdienst, der der Berechnung der Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung zugrunde liegt.

Bei Versicherungsfällen vor dem 01.01.1992 im Beitrittsgebiet wurde nach § 215 Abs. 2 SGB VII in Verbindung mit § 1152 Abs. 2 RVO ein pauschaler Jahresarbeitsverdienst zugrunde gelegt. Dieser pauschale Jahresarbeitsverdienst ist nach dem BSG-Urteil vom 29.07.2004, AZ: B 4 RA 51/03 R nicht zu beanstanden.
Die Verfassungsbeschwerde dagegen wurde nicht zur Entscheidung angenommen (Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 29.08.2007, AZ: 1 BvR 2486/04).

In welcher Höhe und ggf. wann Ihnen die Altersrente (unter Berücksichtigung der Rente aus der UV) zusteht, kann nur im Rahmen einer individuellen Berechnung ermittelt werden. Hierfür sollten Sie sich an eine unserer Auskunft- und Beratungsstellen oder direkt an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger wenden.

von
Suchend

Zitiert von: Experte/in
Hallo,

Sie haben ja schon viele Informationen erhalten.

Zusammenfassend sei noch mal dargestellt:

Auf eine Rente aus gesetzlichen Rentenversicherung wird eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung angerechnet. Maßgebende Vorschrift hierfür ist § 93 SGB VI.
Beim Zusammentreffen einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung mit einer entsprechenden Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung soll die Rente aus der Rentenversicherung insoweit ganz oder teilweise nicht geleistet werden, als die Summe beider Renten einen bestimmten Grenzbetrag übersteigt. Dabei ist von der Verletztenrente ein der Grundrente nach dem BVG entsprechender Betrag abzusetzen.

Maßgebender Ausgangswert zur Ermittlung des Grenzbetrages ist allein der Jahresarbeitsverdienst, der der Berechnung der Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung zugrunde liegt.

Bei Versicherungsfällen vor dem 01.01.1992 im Beitrittsgebiet wurde nach § 215 Abs. 2 SGB VII in Verbindung mit § 1152 Abs. 2 RVO ein pauschaler Jahresarbeitsverdienst zugrunde gelegt. Dieser pauschale Jahresarbeitsverdienst ist nach dem BSG-Urteil vom 29.07.2004, AZ: B 4 RA 51/03 R nicht zu beanstanden.
Die Verfassungsbeschwerde dagegen wurde nicht zur Entscheidung angenommen (Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 29.08.2007, AZ: 1 BvR 2486/04).

In welcher Höhe und ggf. wann Ihnen die Altersrente (unter Berücksichtigung der Rente aus der UV) zusteht, kann nur im Rahmen einer individuellen Berechnung ermittelt werden. Hierfür sollten Sie sich an eine unserer Auskunft- und Beratungsstellen oder direkt an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger wenden.


Guten Tag,
im zwischenzeitlich genutzten Beratungstermin vor Ort wurde mir dargestellt, dass der relevante Grenzbetrag kleiner ist als der durch die pEP gebildete AR-Betrag.
Da die Kollegin nicht auf die Daten des Bundes zugreifen konnte, wurde mir überschlägig mitgeteilt, dass in diesem Fall der Betrag der jährlichen Rentenauskunft + 258 € den Bruttorentenbetrag (AR) ergeben würde.
Trifft das so zu?
Vielen Dank!

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag,
wir empfehlen Ihnen eine schriftliche Anfrage an die Deutsche Rentenversicherung Bund zu stellen. Bitte geben Sie dabei die -Ihnen mittlerweile bekannten- notwendigen Daten der UV-Rente mit an.

von
Karl

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Genervter
(...)

...Sie/und Vorredner wissen sicher, warum sich Schaum im Klärbecken bildet!? ;-)

Gruß
w.

Aber klar ----

weil gerade der Wolfi im Klärbecker sein monatliches Bad nimmt und sich dabei endlich den Schaum / Geifer vom Mund wischt.

von
Suchend

Zitiert von: Karl
Wolfi,

Man sollte Ihren Arbeitgeber über Ihr Verhalten informieren.


... ah, hier ist noch jemand aus der ehemaligen DDR!

Am besten noch die Parteileitung informieren bei Streichung aller Prämien plus Auflagen und schriftlichem Bericht in 3facher Ausführung ...

Man, was ist hier nur los ...

Da staunt man, dass vor dem Hintergrund der Pöbeleien Fachleute überhaupt noch antworten.

Ausdrücklichen Dank an Zelda, Jonny, Wolfgang,...!

von
UliBo

Hallo an Alle,

ich bin neu hier und bin auf meiner Suche zum gleichen Thema hier angekommen. Die Streitigkeiten sind mir egal - ich suche Antworten,
und da habe ich hier viel dazu gelernt. Erst mal schon Danke dafür.
Ein Stolperstein tut sich mir noch auf. Was ist, wenn man mehr als 50
Rentenpunkte hat. Das scheint ja eine magische Grenze zu sein. Ich habe einen Grad der Behinderung von 50%, könnte also mit 61,xx Jahren in Rente gehen. Gleichzeitig habe ich aktuell 48,9 EP und müsste ja noch ca. 2 Jahre arbeiten. Da stellt sich jetzt die Frage: Weiterarbeiten oder Rente?
Hat da jemand einen Tipp?
Viele Grüße
U.

von
Alberto

Zur Beantwortung dieser Frage ist die Kenntnis des der UV Rente zugrundeliegenden JAV notwendig.

von
UliBo

Zitiert von: Alberto
Zur Beantwortung dieser Frage ist die Kenntnis des der UV Rente zugrundeliegenden JAV notwendig.
#

Sorry, das kam bei mir nicht so raus. Ja, ich bin eigentlich auch gelernter DDR-Bürger, also ist das einheitliche JAV anzusetzen (2017-25.108€). Meine UV-Rente wird auf einen GdB von 40% gezahlt.
Viele Grüße
U.

von
Alberto

Zitiert von: UliBo
Zitiert von: Alberto
Zur Beantwortung dieser Frage ist die Kenntnis des der UV Rente zugrundeliegenden JAV notwendig.
#

Sorry, das kam bei mir nicht so raus. Ja, ich bin eigentlich auch gelernter DDR-Bürger, also ist das einheitliche JAV anzusetzen (2017-25.108€). Meine UV-Rente wird auf einen GdB von 40% gezahlt.
Viele Grüße
U.

Ohne genauere Zahlen ist es ein Stück weit "wenn" "dann"...
Anhand der Daten folgendes:
Bei einem JAV (fiktiv) von 25108€ und einer MdE von 40 ergibt das eine monatliche Verletztenrente 557,96 Euro.

Derzeit 49,8 EP und (ausschließlich EP Ost?) wäre dies ein gRV Anspruch von 1478,56 Euro. Grundsätzlich, ohne weitere 2 Jahre Beitäge und ohne ggf. Abzüge von 10,8% bei AR Schwerbeh Menschen zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Jetzt wird es etwas schwieriger: Der JAV und der MdE 40 bewirkt, dass ihre gestzliche Rente bis zu einem Betrag von ca. 1464,67 Euro voll angerechnet wird, d.h. bei voller Anrechnung werden rund 365 Euro von der Rente angerechnet. Nur wenn ihre Rente höher als 1465 Euro ist, dann dürfen Sie diesen Teil darüber behalten (es bleibt bei max 365 Euro Anrechnung)

Für Sie in Zahlen:
Wenn jetzt 49,8 EP + für zwei weitere Jahre Beitäge nochmals z.B. 3,2EP dazu, dann insgesamt 53 EP. Jetzt kommen davon aber 10,8% Abzug wieder weg, so dass "nur" noch 47,3 pEP übrig bleiben (= 1404 Euro). Rechnung lautet dann:1404 Euro minus 304 Euro UV-Anrechnung, insgesamt wieder 1100 Euro gestzliche Rente.

Wenn man nur und ausschließlich EP Ost heranzieht, wäre die Grenze an pEP, die es zu überspringen gibt und wieder ein bisschenwas von der höheren Rente nicht angerechnet zu bekommen bei 49,332 EP.

Oder anders formuliert:
Sie nehmen ihre jetzige Rentenanwartschaft, addieren ihre Beiträge bis Rentenbeginn dazu (vermutlich ca. 60-90Euro), ziehen davon dann 10,8% ab (bei AR Schwerbeh und frühest möglich)und kommen dann auf eine Bruttorente. Wenn diese höher als 1446,97 Euro ist, dann dürfen diesen übersteigenden Teil behalten, angerechnet werden die max. 365 Euro.

4 Beispiele:
1)Rente 1400 Euro, 300 Euro wg. UV Rente werden angerechnet; es bleiben: 1100 Euro
2) Rente 1450 Euro, 350 Euro wg. UV rente werden angerechnet; es bleiben 1100 Euro
3) Rente 1500 Euro, 365 Euro (=Maximalbetrag) werden angerechnet; es bleiben 1135 Euro
4) Rente 1600 Euro, 365 Euro (=Maximalbetrag) werden angerechnet; es bleiben 1235 Euro

So wie Sie es schildern, vermute ich, dass Sie aufgrund der 10,8% in einen Bereich zurückfallen (= unter 1465 Euro Brutto Rente), wo dann voll angerchnet wird. Wenn Sie hingegen weiterarbeiten und dann ohne Abzüge in Rente gehen, dann dürften Sie Rentenanwartschaften über 1465 Euro haben und die bleiben ihnen dann auch und werden nicht angerechnet.
Q.e.d.

von
Quark

Zitiert von: Alberto
Zitiert von: UliBo
Zitiert von: Alberto
Zur Beantwortung dieser Frage ist die Kenntnis des der UV Rente zugrundeliegenden JAV notwendig.
#

Sorry, das kam bei mir nicht so raus. Ja, ich bin eigentlich auch gelernter DDR-Bürger, also ist das einheitliche JAV anzusetzen (2017-25.108€). Meine UV-Rente wird auf einen GdB von 40% gezahlt.
Viele Grüße
U.

Ohne genauere Zahlen ist es ein Stück weit "wenn" "dann"...
Anhand der Daten folgendes:
Bei einem JAV (fiktiv) von 25108€ und einer MdE von 40 ergibt das eine monatliche Verletztenrente 557,96 Euro.

Derzeit 49,8 EP und (ausschließlich EP Ost?) wäre dies ein gRV Anspruch von 1478,56 Euro. Grundsätzlich, ohne weitere 2 Jahre Beitäge und ohne ggf. Abzüge von 10,8% bei AR Schwerbeh Menschen zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Jetzt wird es etwas schwieriger: Der JAV und der MdE 40 bewirkt, dass ihre gestzliche Rente bis zu einem Betrag von ca. 1464,67 Euro voll angerechnet wird, d.h. bei voller Anrechnung werden rund 365 Euro von der Rente angerechnet. Nur wenn ihre Rente höher als 1465 Euro ist, dann dürfen Sie diesen Teil darüber behalten (es bleibt bei max 365 Euro Anrechnung)

Für Sie in Zahlen:
Wenn jetzt 49,8 EP + für zwei weitere Jahre Beitäge nochmals z.B. 3,2EP dazu, dann insgesamt 53 EP. Jetzt kommen davon aber 10,8% Abzug wieder weg, so dass "nur" noch 47,3 pEP übrig bleiben (= 1404 Euro). Rechnung lautet dann:1404 Euro minus 304 Euro UV-Anrechnung, insgesamt wieder 1100 Euro gestzliche Rente.

Wenn man nur und ausschließlich EP Ost heranzieht, wäre die Grenze an pEP, die es zu überspringen gibt und wieder ein bisschenwas von der höheren Rente nicht angerechnet zu bekommen bei 49,332 EP.

Oder anders formuliert:
Sie nehmen ihre jetzige Rentenanwartschaft, addieren ihre Beiträge bis Rentenbeginn dazu (vermutlich ca. 60-90Euro), ziehen davon dann 10,8% ab (bei AR Schwerbeh und frühest möglich)und kommen dann auf eine Bruttorente. Wenn diese höher als 1446,97 Euro ist, dann dürfen diesen übersteigenden Teil behalten, angerechnet werden die max. 365 Euro.

4 Beispiele:
1)Rente 1400 Euro, 300 Euro wg. UV Rente werden angerechnet; es bleiben: 1100 Euro
2) Rente 1450 Euro, 350 Euro wg. UV rente werden angerechnet; es bleiben 1100 Euro
3) Rente 1500 Euro, 365 Euro (=Maximalbetrag) werden angerechnet; es bleiben 1135 Euro
4) Rente 1600 Euro, 365 Euro (=Maximalbetrag) werden angerechnet; es bleiben 1235 Euro

So wie Sie es schildern, vermute ich, dass Sie aufgrund der 10,8% in einen Bereich zurückfallen (= unter 1465 Euro Brutto Rente), wo dann voll angerchnet wird. Wenn Sie hingegen weiterarbeiten und dann ohne Abzüge in Rente gehen, dann dürften Sie Rentenanwartschaften über 1465 Euro haben und die bleiben ihnen dann auch und werden nicht angerechnet.
Q.e.d.

Alberto, gut erklärt!
Stimmt alles.

von
Quark

Zitiert von: Quark
Zitiert von: Alberto
Zitiert von: UliBo
Zitiert von: Alberto
Zur Beantwortung dieser Frage ist die Kenntnis des der UV Rente zugrundeliegenden JAV notwendig.
#

Sorry, das kam bei mir nicht so raus. Ja, ich bin eigentlich auch gelernter DDR-Bürger, also ist das einheitliche JAV anzusetzen (2017-25.108€). Meine UV-Rente wird auf einen GdB von 40% gezahlt.
Viele Grüße
U.

Ohne genauere Zahlen ist es ein Stück weit "wenn" "dann"...
Anhand der Daten folgendes:
Bei einem JAV (fiktiv) von 25108€ und einer MdE von 40 ergibt das eine monatliche Verletztenrente 557,96 Euro.

Derzeit 49,8 EP und (ausschließlich EP Ost?) wäre dies ein gRV Anspruch von 1478,56 Euro. Grundsätzlich, ohne weitere 2 Jahre Beitäge und ohne ggf. Abzüge von 10,8% bei AR Schwerbeh Menschen zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Jetzt wird es etwas schwieriger: Der JAV und der MdE 40 bewirkt, dass ihre gestzliche Rente bis zu einem Betrag von ca. 1464,67 Euro voll angerechnet wird, d.h. bei voller Anrechnung werden rund 365 Euro von der Rente angerechnet. Nur wenn ihre Rente höher als 1465 Euro ist, dann dürfen Sie diesen Teil darüber behalten (es bleibt bei max 365 Euro Anrechnung)

Für Sie in Zahlen:
Wenn jetzt 49,8 EP + für zwei weitere Jahre Beitäge nochmals z.B. 3,2EP dazu, dann insgesamt 53 EP. Jetzt kommen davon aber 10,8% Abzug wieder weg, so dass "nur" noch 47,3 pEP übrig bleiben (= 1404 Euro). Rechnung lautet dann:1404 Euro minus 304 Euro UV-Anrechnung, insgesamt wieder 1100 Euro gestzliche Rente.

Wenn man nur und ausschließlich EP Ost heranzieht, wäre die Grenze an pEP, die es zu überspringen gibt und wieder ein bisschenwas von der höheren Rente nicht angerechnet zu bekommen bei 49,332 EP.

Oder anders formuliert:
Sie nehmen ihre jetzige Rentenanwartschaft, addieren ihre Beiträge bis Rentenbeginn dazu (vermutlich ca. 60-90Euro), ziehen davon dann 10,8% ab (bei AR Schwerbeh und frühest möglich)und kommen dann auf eine Bruttorente. Wenn diese höher als 1446,97 Euro ist, dann dürfen diesen übersteigenden Teil behalten, angerechnet werden die max. 365 Euro.

4 Beispiele:
1)Rente 1400 Euro, 300 Euro wg. UV Rente werden angerechnet; es bleiben: 1100 Euro
2) Rente 1450 Euro, 350 Euro wg. UV rente werden angerechnet; es bleiben 1100 Euro
3) Rente 1500 Euro, 365 Euro (=Maximalbetrag) werden angerechnet; es bleiben 1135 Euro
4) Rente 1600 Euro, 365 Euro (=Maximalbetrag) werden angerechnet; es bleiben 1235 Euro

So wie Sie es schildern, vermute ich, dass Sie aufgrund der 10,8% in einen Bereich zurückfallen (= unter 1465 Euro Brutto Rente), wo dann voll angerchnet wird. Wenn Sie hingegen weiterarbeiten und dann ohne Abzüge in Rente gehen, dann dürften Sie Rentenanwartschaften über 1465 Euro haben und die bleiben ihnen dann auch und werden nicht angerechnet.
Q.e.d.

Alberto, gut erklärt!
Stimmt alles.

Hiermit entschuldige ich mich offiziell bei allen Usern für meinen einfältigen und überflüssigen Kurzkommentar!

von
UliBo

Vielen Dank an Alberto und Quark,
habe alles verstanden und genau da fehlte mir die entscheidende Berechnungsgrundlage (mit dem Überhang).
Jetzt gilt es gemeinsam mit meiner Frau nachzudenken.
Reicht uns das Verbleibende und ich gewinne Lebenszeit oder ich mache doch noch etwas länger (vielleicht verkürzt arbeiten...).
Ein älterer Kollege sagte einst zu mir "Man kann nur nach vorne Verlängern, wenn am Ende Schluss ist, dann ist Schluss."
Also Danke nochmals - auch an das gesamte Forum.
UliBo

von
Keine Ahnung

"Ja, ich bin eigentlich auch gelernter DDR-Bürger,"

?? Was ist eigentlich ein gelernter DDR-Bürger?
Was hat man denn als DDR-Bürger Besonderes gelernt, daß es so erwähnenswert ist ??
Fragen über Fragen.

von
UliBo

Zitiert von: Keine Ahnung
"Ja, ich bin eigentlich auch gelernter DDR-Bürger,"

?? Was ist eigentlich ein gelernter DDR-Bürger?
Was hat man denn als DDR-Bürger Besonderes gelernt, daß es so erwähnenswert ist ??
Fragen über Fragen.


Ganau das wollte ich nicht, ... - es ist einfach nur eine Umschreibung für die Herkunft. Man kann eben nicht abstreiten, das es über einen längeren Zeitraum zwei deutsche Staaten gab. Es sollte keine Wertung beinhalten. So, ich klinke mich dann wieder aus - tschüss.
U.

von
Keine Ahnung

Aber jetzt weiß ich immer noch nicht, warum soviele Ostdeutsche immer von "gelernten DDR-Bürgern" reden und schreiben.

Ich bezeichne mich doch auch nicht als "gelernter BRD-Bürger"

Aber gut, von mir aus.