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Rentenbescheid weger voller Erwerbsminderung

von
Kaiser

Zitiert von: Manuela
Zitiert von: Realist

Wenn man also pessimistisch in die Zukunft schaut, ist das also in Ihrem Sinne?
So ein Blödsinn.
Dann warnen Sie auch schon mal vor der Rente mit 70, der Abschaffung der Altersrente für besonders langjährig Versicherte und anderen vielleicht irgendwann eintretenden Verschlechterungen im Rentensystem. Sie wissen doch nach 2025 kommt „alles“ auf den Prüstand!
Hier im Forum geht es aber um aktuelles Recht und nicht um Mutmaßungen eines Schorsch oder anderer selbsternannten „Hellseher“, die heute schon wissen wollen, was in ferner Zukunft passieren könnte und dies ständig wiederholen.
Positiv denken Leute. Alles andere macht nur krank.
VG

Aufgabe der Sozialverbände und Rechtsanwälte ist den Ratsuchenden zu ihren Rechten zu verhelfen aber nicht falschen Optimismus zu verbreiten.

Zu einer seriösen Beratung gehört auch der Hinweis auf mögliche Gefahren.
Würde man diese möglichen Gefahren, wozu auch der plötzliche Wegfall einer Arbeitsmarktrente gehört, verschweigen, riskieren gewerbliche Rechtsberater (genau wie Steuerberater und Immobilienmakler) Regresszahlungen in beträchtlicher Höhe.

Wer die Wahrheiten nicht vertragen kann, sollte sich an eine Selbsthilfegruppe für psychisch labile Menschen wenden.
Für Schönfärbereien sind Sozialverbände und Rechtsanwälte die falschen Ansprechpartener.

Gruß

Dann warnen Sie mal weiter. Scheint ja Ihren Arbeitsplatz zu sichern. Gut zu wissen, wenn man sich an einen Sozialverband wenden will.

von
SB

Zitiert von: Schorsch
Zitiert von: Professor W.
Ich habe gelesen das diese demnächst abgeschafft werden.

In der Tat sind namhafte Berufsjuristen der Ansicht, dass "Arbeitsmarktrenten" nicht mehr zeitgemäß sind und ersatzlos abgeschafft werden sollten.

Nach deren Ansichten ist es nämlich nicht einzusehen, dass ein erwerbsgeminderter Arbeitsloser ein "Prämium-Arbeitslosengeld" in Form einer vollen EM-Rente erhält, während ein nicht behinderter Arbeitsloser den strengen (Mitwirkungs)Regelungen der Bundesagentur für Arbeit bzw. der JobCenter unterliegen.

Die zahlreichen Frührentner mit Nebenjobs bestätigen übrigens regelmäßig ziemlich eindrucksvoll, dass die Verschlossenheit des Teilzeitarbeitsmarktes ein Mythos ist.

Wer beispielsweise einen "Minijob" ausübt der 450 Euro einbringt, hat häufig zusammen mit seiner Teil-EM-Rente ein höheres Gesamteinkommen, als ein Vollzeitarbeitnehmer im unteren Lohnsektor.

Wozu soll er dann eine Volle (Arbeitsmarkt)Rente erhalten und zusätzlich noch 450 Euro rentenunschädlich hinzuverdienen dürfen?

MfG

Natürlich muß es einen Unterschied zwischen Behinderten und gesunden Arbeitslosen geben,meine Behandlungen sind schmerzhaft,kostspielig und die Einschränkungen markant,irgenwas MUSS mich ja von Schorsch unterscheiden!!

von
Nachdenkender

Zitiert von: AOK
Nur mal so am Rande zum darüber Nachdenken:

Beim Thema "Arbeitsmarktrente" geht es hier um Jahrzehnte alte RECHTSSPRECHUNG des BSG aus den 70er Jahren, dazu werden Sie im Gesetzesteil des SGB VI nicht allzuviel finden. Im Prinzip nur den § 43 Abs. 3 SGB VI, und zwar dort das Merkmal der "üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes".

Heißt: Warum das so ist, hat mit höchstrichterlicher Rechtssprechung zu tun und weniger mit konkreten Formulierungen im SGB VI.

Nach der Rechtsprechung zur konkreten Betrachtungsweise (Beschlüsse des BSG von 1969 und 1976) war für halb- bis untervollschichtig erwerbsfähige Versicherte (Recht der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit bis zum 31.12.2000) von Bedeutung, ob ihnen innerhalb eines Jahres nach Rentenantragstellung ein zumutbarer Teilzeitarbeitsplatz vermittelt werden konnte.

Der Begriff des verschlossenen Arbeitsmarktes hat sich im Zusammenhang mit der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) zu den sogenannen Katalog- und Seltenheitsfällen herausgebildet. In den dort einzeln bezeichneten Fällen wurde die Benennung einer konkreten Verweisungstätigkeit gefordert, um im Einzelfall eine möglicherweise gegebene Verschlossenheit des Arbeitsmarktes auszuschließen.

Man kann Vieles ändern, aber ganz so einfach ist es dann politisch doch nicht, um nicht vor dem BSG wieder aufgehoben zu werden.

Sonst sitzt ein Betroffener wieder zwischen allen Stühlen; DRV sagt z.B. man kann noch 5 Std. arbeiten, bitte dieses Restleistungsvermögen auch einbringen und die Arbeitsagentur sagt, Teilzeitarbeitmarkt mit 5 Std./Tag gibt regional nichts her.

Die Rechtssprechung hat also schon auch heute noch seinen guten Grund.

meint zumindest
keiner vom Verein der Kriegsversehrten

Bei 5 Std./ Tag wird aber meistens seitens der DRV die Meinung vertreten, das dann die eine Stunde noch dran gehängt werden kann. Das wären 6 Stunden am Tag und bedeutet Vollschicht, also voll erwerbsfähig. Endeffekt: Gar keine EM-Rente. Das hängt zwar vom Gutachter ab. Mein Gutachter war so einer. Meinte bei 5 Stunden kann man auch 6 draus machen. Hat er mir offen gesagt. Und zack, die EM-Rente verflüchtigte sich ins Reich der Träume.

Aber was will man machen, ein Mülllader gegen einen Doktor. Das ist ein Kampf, der nicht erfolgreich sein kann. Leider.