rentenpunkte für lehre/ausbildung

von
maas

guten tag

beginn der lehre mit 15j.

8 monate ohne abschluss + neue lehre
36 monate mit abschluss.

497 monate mit 49,5434 p.

für die lehre ( 8 + 36 )wurden nur 0,6887 p.
errechnet

lt. info können max 36 monate und 2,25 punkte zugrunde gelegt werden.

können die 0,6887 stimmen ?

danke für hilfe

von
???

Zitiert von: maas

Können die 0,6887 stimmen?

Wenn alle Zeiten zutreffen gespeichert sind, stimmt auch das Ergebnis der Berechnung. Achten Sie darauf, dass im Versicherungsverlauf die Zeiten der Lehren mit "Pflichtbeitrag für Berufsausbildung" gekennzeichnet sind.

von
KPJMK

Hallo. Ich denke es ist so. Die 0,6887 P gibt es für die Lehrzeit obendrauf. Die selbst erdienten Punkte für die Zeit sind schon in den 49 enthalten. Beide zusammen sollten 75% Ihrer Gesamtleistungsbewertung sein. Aber höchstens 2,25 für 36 mon. Es gibt nur mehr wenn sie selbst verdient sind. So hab ich es mir damals für mich selbst mal erklärt. Ich hoffe es stimmt in etwa.

von
senf-dazu

Zitiert von: maas

für die lehre ( 8 + 36 )wurden nur 0,6887 p.
errechnet

Wo steht denn dieser Wert im Rentenbescheid bzw. der Rentenauskunft?
Im Versicherungsverlauf oder unter den Zuschlägen für die Berufsausbildung?

von
maas

versicherungsverlauf

pflichtbeitragszeiten, berufliche ausbildung,
beitragsgeminderte zeiten

dann datum - dm beträge - punkte

von
senf-dazu

Auch für die Ausbildungszeiten errechnen sich die Entgeltpunkte (EP) erst einmal anhand des Einkommens für diesen Zeitraum.
Bei 1000 DM und einem Durchschnittsentgelt von 10000 DM sind dies eben 0,1 EP.
Das ist ja auch normal, dass ein Azubi/Lehrling noch kein Durchschnittseinkommen hat.

Auf den weiteren Seiten der Rentenauskunft werden die Ausbildungszeiten dann noch einmal herangezogen.
Bei der Gesamtleistungsbewertung werden sie besser bewertet (Grundbewertung) oder ggf. aus der Durchschnittsermittlung herausgenommen (Vergleichsbewertung).
Schließlich erfolgt weiter hinten noch die Bewertung beitragsgeminderter Zeiten. Hierbei werden ggf. zusätzliche EP für die Ausbildungszeiten vergeben, wenn diese Zeiten nicht einen bestimmten Wert erreicht haben.

Die von Ihnen erwähnten 2,25 EP beziehen sich auf einen Gesamtleistungswert von 0,0833 (entspricht einen Durchschnittseinkommen bzw. 1 EP pro Jahr). Je nach dem für Ihren Fall errechneten Gesamtleistungswert kann dieser Wert abweichen.

von
maas

DANKE

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo maas,

in der Anlage 3 werden zunächst einmal nur die tatsächlich erzielten Entgelte mit Punkten bewertet.
Die Ermittlung von weiteren Entgeltpunkten aufgrund von Lehrzeiten wird in der Anlage 4 ergänzend vorgenommen.
Dies hat senf-dazu in seinem zweiten Beitrag erläutert.

von
LS

Beitrag vom 27.01.2015

ergänzende Darlegung:
.
In Anlage 2 werden so viele Monate als Zeiten berufliche Ausbildung erfasst, wie angefallen,
können mehr als hundert sein.
.
Im Rahmen der Erfassung der ersten 36 Monate aus beruflicher Tätigkeit, längstens jedoch bis zur Vollendung des 25. Lbj. ist unerheblich, ob da auch die Bezeichnung "berufliche Ausbildung" steht,
es werden immer 36 Monate erfasst die, wenn es keine Lehre ist, als vollwertig gelten und in
Anlage 3 nicht als beitragsgemindert erscheinen..
.
In Anlage 4, überwiegend Seite 1 und oder 2 werden dann alle im Versicherungsverlauf
enthaltenen Zeiten beruflicher Ausbildung aufgelistet und, wenn deren Bewertung als
Monatswert oder einem Vielfachen davon kleiner 0,0833 beträgt,
a).. als Sollgröße (Zahl Mon. ges. * 0,0833 EGPT) erfasst, darunter die für die gleiche Zahl Mon.
b).. bereits erhaltenen EGPT und in einer weiteren Zeile
c).. die EGPT als Zugewinn aus der Differenz a) minus b).
.
EGPT in dieser Zusammenfassung, die in Anlage 3 als beitragsgemindert eingeordnet wurden,
werden im Rechenabschnitt der Anlage 4 zur Ermittlung des Gesamtleistungswertes der Zahl
Monate und EGPT aus der Grundbewertung zugeordnet, gelten an dieser Stelle nicht mehr als beitragsgemindert.
.
In Anlage 4, „Ermittlung zusätzlicher Entgeltpunkte für beitragsgeminderte Zeiten“ erscheinen
bei einem Rentenbeginn ab 01.01.2009 nur noch maximal 36 Monate, vorausgesetzt, sie sind
in Anlage 3 als beitragsgemindert eingeordnet worden, sonst weniger oder gar Null, wenn es
sich nicht um beitragsgeminderte Monate beruflicher Ausbildung handelt.
.
Auf die maximal 36 Monate nachgewiesene berufliche Ausbildung werden außerdem ab
Rentenbeginn 01.01.2005 Monate Fachschule angerechnet und auch Monate Umschulungen der Agentur für Arbeit, die die Bezeichnung „berufliche Ausbildung“ in Anlage 2 haben, wodurch Zeiten der Lehre gegen Null tendieren können, auch dann, wenn sie in Anlage 2 und 3 als beitragsgemindert erscheinen.

von
Blümchen

Ich finde das man für eine Ausbildung belohnt werden sollte durch Zusatzpunkte pro Ausbildungsjahr. Leider wird man ja noch dafür bestraft, anhand der geringen Rentenpunkte da die Ausbildungsvergütung immer gering ist.
Also werden die jenigen die eine Ausbildung machen doppelt bestraft: während der Ausbildung wenig Lohn und später dadurch weniger Rentebpunkte.
und die Jenigen die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und sofort das dicke Geld verdient haben werden dafür belohnt mit höherer Rente.
Da braucht man sich auch nicht wundern wenn keiner unter diesen Umständen mehr eine Ausbildung macht.
Sehr Ungerecht!!!!!!!!!!

von
Zeppelin

Man wird ja belohnt, indem man 2,25 Rentenpunkte bekommt, obwohl man in der Regel wesentlich weniger verdient als sonst dafür notwendig wäre!
Außerdem darf man nach einer Berufsausbildung in fast allen Fällen mit einem höheren Einkommen rechnen als ohne Ausbildung, sodass der kurzfristige Vorteil der "Ungelernten" nach kurzer Zeit kompensiert wird.
Natürlich ist es ein Unterschied, ob man eine Ausbildung zum Friseur oder Industriekaufmann absolviert, aber das sollte ja jedem klar sein.

Die wenigsten Schulabgänger werden die Anzahl der während der Ausbildung zu erwartenden Rentenpunkte als Kriterium für die Auswahl des Berufsweges heranziehen...