Rentenvorsorge

von
Marialena

Folgende Fragen:

1). Was bedeutet eine Rentengarantiezeit von 10 Jahren ?
Sollte ich mit 67 Jahre in Rente gehen, so bleiben mir ca 13 bis 18 Jahre Lebenszeit vermutlich. Mit einer Rentengarantiezeit von 10 Jahren wäre mir dann ja nicht geholfen?

2).Was bedeutet - garantierte, mögliche Abfindung, bzw. garantierte/mgl. Rente im 1./10. Jahr?

3). Nach meinen Berechnungen für ein klassisches Rentenmodell:
Wenn ich im Durchschnitt von 15 Jahren Lebenszeit bei Eintritt in die Rente ausgehe, dann ergibt sich jeweils ein höherer monatlicher `Rentenbetrag`, den ich mir selbst auszahlen könnte, wenn ich den gleichen Betrag auf mein Sparkonto lege, als wenn Betrag ´x´ über 28 Jahre bei einem Versicherungsanbieter festlege.

Bsp.:
Bei der Europa Versicherung (Rang 1 von Ihrem Ausdruck): bekomme ich bei monatlicher Einzahlung von bsp 200 Euro, eine garantierte Abfindung von 260 Euro, mögliche Abfindung 399 Euro im 1. Jahr und mögliche 477 Euro im 10 Jahr.
Sollte ich jedoch jetzt das Geld auf mein Sparkonto legen, ergibt sich für mich folgende Rechnung:
28 Jahre X 200 Euro -> 67.200 Euro. Wenn ich im Durchschnitt von ´15 Jahren Lebenszeit ausgehe, also den Betrag auf die 15 Jahre runterrechne, komme ich auf einen Betrag von monatlich 373,33 Euro.
Das liegt deutlich über der garantierten monatlichen Abfindung der Versicherungsanbieter von 260 Euro; selbst die mögliche Rente im 1 Jahr von 399 Euro liegt kaum über meinem privat angespartem Betrag.
Zudem hätte ich über das Geld jederzeit freie Verfügung.

Tatsächlich habe ich gesehen, dass garantierte Abfindung der Versicherer über meinem maximal angesparten Betrag liegen würde, aber hilft es mir, wenn ich nur noch 15 Jahre beispielsweise bei Renteneintritt leben würde und ausserdem die garantierte monatliche Rente jeweils unter meinem errechneten Betrag liegen würde?
Oder sehe ich das falsch?

Dankbar über jede Antwort!

von
Schorsch

Erstens sind die tatsächlichen Auszahlungsbeträge gewöhnlich deutlich höher als die garantierten Beträge und zweitens sind die Zinsen, die für Bank-Sparguthaben erzielt werden können, dermaßen niedrig, dass man sein Geld genauso gut ins Kopfkissen stecken könnte.

MfG

von
Herz1952

Ihre Überlegungen sind richtig. Die Frage ist, ob sie zocken wollen. Wie Schorsch schon geschrieben hat, liegen die tatsächlichen Auszahlungsbeträge normalerweise deutlich über den garantierten. Was natürlich in 28 Jahren ist, weiß niemand :-)

Ich bin EM-rentner und muss mir über sowas keine Sorgen mehr machen

von
Herz1952

"Was bedeutet Rentengarantiezeit?

Die private Rente wird lebenslang gezahlt. Das bedeutet, dass die Rente mit dem Tod endet. Dies gilt auch dann, wenn die Rente erst für kurze Zeit bezogen wurde. In diesem Falle wäre das restliche Kapital verloren. Um dies zu vermeiden, ist es angebracht, eine Garantiezeit zu vereinbaren. Das bedeutet, dass die Rente auch über den Tod hinaus, bis zur Ereichung der vereinbarten Rentengarantiezeit gezahlt wird. Beispiel: Rentengarantiezeit 10 Jahre, Tod nach 2 Jahren Rentenbezug, Weiterzahlung der Rente noch für 8 Jahre"

Quelle: http://www.versicherungswissen.org/Einzelfragen%20PR/PR-Frage8.html

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Marialena,

die Rente aus einer privaten Rentenversicherung wird normalerweise lebenslang gezahlt. Es gibt auch die Möglichkeit eine verkürzte Rentendauer (Rentengarantiezeit - regelmäßig wählbar zwischen 5 und 20 Jahren) zu vereinbaren. Sollten Sie während der Rentengarantiezeit versterben, wird Ihre Rente über den vertraglich vereinbarten Zeitraum weitergezahlt – zum Beispiel an Ihren Ehepartner.

Eine garantierte Rente ist die Rente, die bei Abschluss fest vereinbart wird und wenn die Ansparphase vorüber ist zum vereinbarten Zeitpunkt mindestens zur Auszahlung kommt. Handelt es sich um eine fondsgebundene Rentenversicherung kann sich die garantierte Rente regelmäßig auch auf ein bestimmtes Fondsguthaben (zum Beispiel pro 10.000 Euro) beziehen.

Unter der garantierten Kapitalabfindung ist entsprechend die Summe zu verstehen, die bei Abschluss der Rentenversicherung fest vereinbart wird und mindestens zur Auszahlung kommt, wenn die Ansparphase vorüber ist. Zusätzlich gutgeschriebene Überschussanteile können die gesamte Ablaufleistung erhöhen. Ist eine garantierte Kapitalabfindung vereinbart, so stellt diese die geringst mögliche Summe die zur Auszahlung kommen kann dar.

Hinsichtlich Ihrer Berechnungen und den dabei zu Grunde gelegten Annahmen können wir Ihnen nicht weiterhelfen. Diese Fragen sollten Sie bei verschiedenen Anbietern entsprechender Produkte thematisieren.

von
Marialena

Vielen Dank für die Antwort! Mag sein, dass die Auszahlungsbeträge gewöhnlich höher sind, aber wenn ich das Geld unter das Kopfkissen lege, dann kann ich darüber jederzeit verfügen, bsp wenn ich es in eine Immobilie oder Selbständigkeit investieren möchte, oder?

Zitiert von: Schorsch

Erstens sind die tatsächlichen Auszahlungsbeträge gewöhnlich deutlich höher als die garantierten Beträge und zweitens sind die Zinsen, die für Bank-Sparguthaben erzielt werden können, dermaßen niedrig, dass man sein Geld genauso gut ins Kopfkissen stecken könnte.

MfG

von
Herz1952

Ich helfe immer gerne!

von
Marialena

Danke für Ihre Nachricht. Wie man das als Nicht-experte so aus den Medien entnimmt, soll ja heutzutage gar nichts mehr sicher sein, dann ist das ja eher eine sehr waghalsige Anlage oder? Was bedeutet ausserdem EM-Rentner?

Zitiert von: Herz1952

Ihre Überlegungen sind richtig. Die Frage ist, ob sie zocken wollen. Wie Schorsch schon geschrieben hat, liegen die tatsächlichen Auszahlungsbeträge normalerweise deutlich über den garantierten. Was natürlich in 28 Jahren ist, weiß niemand :-)

Ich bin EM-rentner und muss mir über sowas keine Sorgen mehr machen

von
Herz1952

Waghalsig ist relativ ;-) Am besten vor Ort bei verschiedenen Anbietern durchrechnen lassen. Es gibt auch hierbei sicherere und risakantere Varianten.

EM-Rentner bedeutet, dass ich eine Erwerbsminderungsrente beziehe, weil ich so schwer krank bin. Dadurch habe ich Zeit den ganzen Tag mit einem Weizen vor dem Rechner zu sitzen und mich in Bezug auf das Rentenrecht und Kassenrecht weiterzubilden :-)

von
Marialena

Zitiert von: Herz1952

Hallo Marialena,

die Rente aus einer privaten Rentenversicherung wird normalerweise lebenslang gezahlt. Es gibt auch die Möglichkeit eine verkürzte Rentendauer (Rentengarantiezeit - regelmäßig wählbar zwischen 5 und 20 Jahren) zu vereinbaren. Sollten Sie während der Rentengarantiezeit versterben, wird Ihre Rente über den vertraglich vereinbarten Zeitraum weitergezahlt – zum Beispiel an Ihren Ehepartner.

Eine garantierte Rente ist die Rente, die bei Abschluss fest vereinbart wird und wenn die Ansparphase vorüber ist zum vereinbarten Zeitpunkt mindestens zur Auszahlung kommt. Handelt es sich um eine fondsgebundene Rentenversicherung kann sich die garantierte Rente regelmäßig auch auf ein bestimmtes Fondsguthaben (zum Beispiel pro 10.000 Euro) beziehen.

Unter der garantierten Kapitalabfindung ist entsprechend die Summe zu verstehen, die bei Abschluss der Rentenversicherung fest vereinbart wird und mindestens zur Auszahlung kommt, wenn die Ansparphase vorüber ist. Zusätzlich gutgeschriebene Überschussanteile können die gesamte Ablaufleistung erhöhen. Ist eine garantierte Kapitalabfindung vereinbart, so stellt diese die geringst mögliche Summe die zur Auszahlung kommen kann dar.

Hinsichtlich Ihrer Berechnungen und den dabei zu Grunde gelegten Annahmen können wir Ihnen nicht weiterhelfen. Diese Fragen sollten Sie bei verschiedenen Anbietern entsprechender Produkte thematisieren.

Hallo! Danke für die Antwort. Lohnt es sich denn heutzutage noch bei einem Rechungszins von 1,25% bzw 0,9% in eine private Vorsorge zu investieren? Gruss und Dank

von
Marialena

Zitiert von: Herz1952

Waghalsig ist relativ ;-) Am besten vor Ort bei verschiedenen Anbietern durchrechnen lassen. Es gibt auch hierbei sicherere und risakantere Varianten.

EM-Rentner bedeutet, dass ich eine Erwerbsminderungsrente beziehe, weil ich so schwer krank bin. Dadurch habe ich Zeit den ganzen Tag mit einem Weizen vor dem Rechner zu sitzen und mich in Bezug auf das Rentenrecht und Kassenrecht weiterzubilden :-)

Danke nochmal.

von
Marialena

Zitiert von: Marialena

Folgende Fragen:

1). Was bedeutet eine Rentengarantiezeit von 10 Jahren ?
Sollte ich mit 67 Jahre in Rente gehen, so bleiben mir ca 13 bis 18 Jahre Lebenszeit vermutlich. Mit einer Rentengarantiezeit von 10 Jahren wäre mir dann ja nicht geholfen?

2).Was bedeutet - garantierte, mögliche Abfindung, bzw. garantierte/mgl. Rente im 1./10. Jahr?

3). Nach meinen Berechnungen für ein klassisches Rentenmodell:
Wenn ich im Durchschnitt von 15 Jahren Lebenszeit bei Eintritt in die Rente ausgehe, dann ergibt sich jeweils ein höherer monatlicher `Rentenbetrag`, den ich mir selbst auszahlen könnte, wenn ich den gleichen Betrag auf mein Sparkonto lege, als wenn Betrag ´x´ über 28 Jahre bei einem Versicherungsanbieter festlege.

Bsp.:
Bei der Europa Versicherung (Rang 1 von Ihrem Ausdruck): bekomme ich bei monatlicher Einzahlung von bsp 200 Euro, eine garantierte Abfindung von 260 Euro, mögliche Abfindung 399 Euro im 1. Jahr und mögliche 477 Euro im 10 Jahr.
Sollte ich jedoch jetzt das Geld auf mein Sparkonto legen, ergibt sich für mich folgende Rechnung:
28 Jahre X 200 Euro -> 67.200 Euro. Wenn ich im Durchschnitt von ´15 Jahren Lebenszeit ausgehe, also den Betrag auf die 15 Jahre runterrechne, komme ich auf einen Betrag von monatlich 373,33 Euro.
Das liegt deutlich über der garantierten monatlichen Abfindung der Versicherungsanbieter von 260 Euro; selbst die mögliche Rente im 1 Jahr von 399 Euro liegt kaum über meinem privat angespartem Betrag.
Zudem hätte ich über das Geld jederzeit freie Verfügung.

Tatsächlich habe ich gesehen, dass garantierte Abfindung der Versicherer über meinem maximal angesparten Betrag liegen würde, aber hilft es mir, wenn ich nur noch 15 Jahre beispielsweise bei Renteneintritt leben würde und ausserdem die garantierte monatliche Rente jeweils unter meinem errechneten Betrag liegen würde?
Oder sehe ich das falsch?

Dankbar über jede Antwort!

Hallo! Danke für jede Antwort. Lohnt es sich denn heutzutage noch bei einem Rechungszins von 1,25% bzw 0,9% in eine klassiche private Vorsorge zu investieren?
Macht es in dem Fall einen grossen Unterschied, ob ich noch dieses oder nächstes Jahr mich für eine private Vorsorge entscheide bei einer Differenz von 0,35%?
Sind fondsgebundene Angebote bessert?

von
KPJMK

Hallo. Noch zu der ersten Frage ganz am Anfang. Sie sehen das ganz falsch. Wenn Sie mit Ihrer Rechnung nur von 15 Jahren Bezugszeit ausgehen und die Versicherung die Bezugszeit nach der Sterbetafel berechnet ist die monatliche garantierte Rente der Versicherung natürlich geringer. Nach der Sterbetafel werden Sie heute etwa 95 denke ich. Damit kommen Sie sich beide schon etwas näher. Es ist auch richtig immer von dem garantierten Betrag auszugehen.

von
Max W.

Hallo Marialena,

wenn ich noch 28 Jahre Zeit hätte mir (neben der gesetzlichen Rente) eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, würde ich bei den heutigen Rahmenbedingungen nie und nimmer in eine klassische Renten- oder Lebensversicherung wählen.

Mein Plan wäre einen monatlichen ETF - Sparplan zu eröffnen; bei 200 € monatlich würde ich 2 unterschiedliche ETF's (Indexfonds) wählen zwecks ein wenig Risikostreuung. Bei Direktbanken ist sowas heutzutage kostengünstig möglich.

Ich bin überzeugt, dass man damit bei einem langen Zeitraum (mehr als 10 Jahre) sehr gute Renditen erzielen kann. Und man hat die volle Transparenz und Handlungsfreiheit, d.h. wenn man will kann man täglich den Depotstand checken (würde ich nicht empfehlen) und kann jederzeit mit den Einzahlungen unterbrechen oder bei Bedarf Geld abziehen.

Natürlich hat diese Art der Vorsorge auch Nachteile:
- es gibt keine Garantien !!!
- man muß auch deutliche Rückschläge an den Börsen aushalten können, d.h. auch mal Jahre mit negativer Entwicklung einplanen
- man sollte sich Zeit nehmen, um sich über diese Indexfonds und Direktbanken zu informieren (dazu gibt es jede Menge gute Informationen im Internet und auch seriöse Finanzmagazine).

Ich beschäftige mich schon sehr lange Zeit mit diesen Themen und kann sagen, dass es sich lohnt. Aber es ist immer wichtig zu wissen, ob man mit mit dieser Art Vorsorge "gut schlafen" kann. Ansonsten gibt es ja auch noch die betriebliche Entgeltumwandlung oder "Riester".

Hoffe, Ihnen ein paar weitere Anregungen gegeben zu haben.

Alles Gute
Max W.

von
Marialena

Zitiert von: Max W.

Hallo Marialena,

wenn ich noch 28 Jahre Zeit hätte mir (neben der gesetzlichen Rente) eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, würde ich bei den heutigen Rahmenbedingungen nie und nimmer in eine klassische Renten- oder Lebensversicherung wählen.

Mein Plan wäre einen monatlichen ETF - Sparplan zu eröffnen; bei 200 € monatlich würde ich 2 unterschiedliche ETF's (Indexfonds) wählen zwecks ein wenig Risikostreuung. Bei Direktbanken ist sowas heutzutage kostengünstig möglich.

Ich bin überzeugt, dass man damit bei einem langen Zeitraum (mehr als 10 Jahre) sehr gute Renditen erzielen kann. Und man hat die volle Transparenz und Handlungsfreiheit, d.h. wenn man will kann man täglich den Depotstand checken (würde ich nicht empfehlen) und kann jederzeit mit den Einzahlungen unterbrechen oder bei Bedarf Geld abziehen.

Natürlich hat diese Art der Vorsorge auch Nachteile:
- es gibt keine Garantien !!!
- man muß auch deutliche Rückschläge an den Börsen aushalten können, d.h. auch mal Jahre mit negativer Entwicklung einplanen
- man sollte sich Zeit nehmen, um sich über diese Indexfonds und Direktbanken zu informieren (dazu gibt es jede Menge gute Informationen im Internet und auch seriöse Finanzmagazine).

Ich beschäftige mich schon sehr lange Zeit mit diesen Themen und kann sagen, dass es sich lohnt. Aber es ist immer wichtig zu wissen, ob man mit mit dieser Art Vorsorge "gut schlafen" kann. Ansonsten gibt es ja auch noch die betriebliche Entgeltumwandlung oder "Riester".

Hoffe, Ihnen ein paar weitere Anregungen gegeben zu haben.

Alles Gute
Max W.

Hallo! Ganz vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sehr, sehr hilfreich. Ich lebe nicht in Deutschland derzeit, daher glaube ich, könnte ich nicht in eine betriebliche Eigenumwandlung/`Riester`investieren.
Aber die Indexfonds hören sich sehr spannend an :)
Leider bin ich zeitlich sehr eingegrenzt, mich weitreichend zu informieren, gäbe es ein Tip bezüglich guter Internetseiten bzw. Finanzmagazinen? ich könnte mir vorstellen, dass einige Magazine (vielleicht Focus Money zB) möglicherweise durch grosse Finanzdienstleister beeinflusst werden...
Danke nochmal....

von
Max W.

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Hallo! Ganz vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sehr, sehr hilfreich. Ich lebe nicht in Deutschland derzeit, daher glaube ich, könnte ich nicht in eine betriebliche Eigenumwandlung/`Riester`investieren.
Aber die Indexfonds hören sich sehr spannend an :)
Leider bin ich zeitlich sehr eingegrenzt, mich weitreichend zu informieren, gäbe es ein Tip bezüglich guter Internetseiten bzw. Finanzmagazinen? ich könnte mir vorstellen, dass einige Magazine (vielleicht Focus Money zB) möglicherweise durch grosse Finanzdienstleister beeinflusst werden...
Danke nochmal....
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Hallo Marialena,

im Internet gibt es sehr viele Seiten mit Informationen zu ETFs. U.a. gefällt mir die Seite von Finanztip (gemeinnützig), wo Sie noch viele andere gute Infos rund um die Finanzen erhalten. Hier der Link zu den ETFs:
http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/

Das Magazin "Finanztest" von der Stiftung Warentest bringt auch immer wieder Infos zu empfehlenswerten ETFs/Fonds.

Zu diesem Thema gäbe es noch viel mehr zu sagen, aber ich denke, dafür ist dieses Forum nicht gedacht. Wenn Sie noch eine konkrete Frage haben, helfe ich gerne, aber ich darf natürlich keine Anlageempfehlung geben.

Freundliche Grüße
Max

von
P. Haller

Zitiert von: Max W.

Hallo Marialena,

wenn ich noch 28 Jahre Zeit hätte mir (neben der gesetzlichen Rente) eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, würde ich bei den heutigen Rahmenbedingungen nie und nimmer in eine klassische Renten- oder Lebensversicherung wählen.

Mein Plan wäre einen monatlichen ETF - Sparplan zu eröffnen; bei 200 € monatlich würde ich 2 unterschiedliche ETF's (Indexfonds) wählen zwecks ein wenig Risikostreuung. Bei Direktbanken ist sowas heutzutage kostengünstig möglich.

Ich bin überzeugt, dass man damit bei einem langen Zeitraum (mehr als 10 Jahre) sehr gute Renditen erzielen kann. Und man hat die volle Transparenz und Handlungsfreiheit, d.h. wenn man will kann man täglich den Depotstand checken (würde ich nicht empfehlen) und kann jederzeit mit den Einzahlungen unterbrechen oder bei Bedarf Geld abziehen.

Natürlich hat diese Art der Vorsorge auch Nachteile:
- es gibt keine Garantien !!!
- man muß auch deutliche Rückschläge an den Börsen aushalten können, d.h. auch mal Jahre mit negativer Entwicklung einplanen
- man sollte sich Zeit nehmen, um sich über diese Indexfonds und Direktbanken zu informieren (dazu gibt es jede Menge gute Informationen im Internet und auch seriöse Finanzmagazine).

Ich beschäftige mich schon sehr lange Zeit mit diesen Themen und kann sagen, dass es sich lohnt. Aber es ist immer wichtig zu wissen, ob man mit mit dieser Art Vorsorge "gut schlafen" kann. Ansonsten gibt es ja auch noch die betriebliche Entgeltumwandlung oder "Riester".

Hoffe, Ihnen ein paar weitere Anregungen gegeben zu haben.

Alles Gute
Max W.

Ich kann dem Max nur zustimmen.

Bei Riester oder gar betrieblicher Altersvorsorge besteht immer die Gefahr, daß der Staat durch Erhöhung von Steuern oder Sozialabgaben (Krankenversicherung, Pflegeversicherung) dir deine Rendite im Nachhinein bzw. rückwirkend kaputt macht bzw. dich kalt enteignet.

Das hat der Staat bei der betrieblichen Altersvorsorge auch schon mal gemacht, als die Kassen knapp waren. Man konnte sich dagegen nicht wehren, weil die Richter die Vorgehensweise ihres Brötchengebers (Staat) natürlich abgesegnet haben, obwohl es ein klarer Betrug (Rückwirkungsverbot von Gesetzen) und Verfassungsbruch war.

Also Vorsicht bei Altersvorsorgeprodukten, wo der Staat die Finger drinnen hat. Vermeintliche Zugaben bzw. Förderungen sind nur Lockmittel und werden im Nachhinein unversehens wieder über Gebühr zurückgenommen.

von
Angie

Zitiert von: P. Haller

Zitiert von: Max W.

Hallo Marialena,

wenn ich noch 28 Jahre Zeit hätte mir (neben der gesetzlichen Rente) eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, würde ich bei den heutigen Rahmenbedingungen nie und nimmer in eine klassische Renten- oder Lebensversicherung wählen.

Mein Plan wäre einen monatlichen ETF - Sparplan zu eröffnen; bei 200 € monatlich würde ich 2 unterschiedliche ETF's (Indexfonds) wählen zwecks ein wenig Risikostreuung. Bei Direktbanken ist sowas heutzutage kostengünstig möglich.

Ich bin überzeugt, dass man damit bei einem langen Zeitraum (mehr als 10 Jahre) sehr gute Renditen erzielen kann. Und man hat die volle Transparenz und Handlungsfreiheit, d.h. wenn man will kann man täglich den Depotstand checken (würde ich nicht empfehlen) und kann jederzeit mit den Einzahlungen unterbrechen oder bei Bedarf Geld abziehen.

Natürlich hat diese Art der Vorsorge auch Nachteile:
- es gibt keine Garantien !!!
- man muß auch deutliche Rückschläge an den Börsen aushalten können, d.h. auch mal Jahre mit negativer Entwicklung einplanen
- man sollte sich Zeit nehmen, um sich über diese Indexfonds und Direktbanken zu informieren (dazu gibt es jede Menge gute Informationen im Internet und auch seriöse Finanzmagazine).

Ich beschäftige mich schon sehr lange Zeit mit diesen Themen und kann sagen, dass es sich lohnt. Aber es ist immer wichtig zu wissen, ob man mit mit dieser Art Vorsorge "gut schlafen" kann. Ansonsten gibt es ja auch noch die betriebliche Entgeltumwandlung oder "Riester".

Hoffe, Ihnen ein paar weitere Anregungen gegeben zu haben.

Alles Gute
Max W.

Ich kann dem Max nur zustimmen.

Bei Riester oder gar betrieblicher Altersvorsorge besteht immer die Gefahr, daß der Staat durch Erhöhung von Steuern oder Sozialabgaben (Krankenversicherung, Pflegeversicherung) dir deine Rendite im Nachhinein bzw. rückwirkend kaputt macht bzw. dich kalt enteignet.

Das hat der Staat bei der betrieblichen Altersvorsorge auch schon mal gemacht, als die Kassen knapp waren. Man konnte sich dagegen nicht wehren, weil die Richter die Vorgehensweise ihres Brötchengebers (Staat) natürlich abgesegnet haben, obwohl es ein klarer Betrug (Rückwirkungsverbot von Gesetzen) und Verfassungsbruch war.

Also Vorsicht bei Altersvorsorgeprodukten, wo der Staat die Finger drinnen hat. Vermeintliche Zugaben bzw. Förderungen sind nur Lockmittel und werden im Nachhinein unversehens wieder über Gebühr zurückgenommen.

Sie haben aber eine schlechte Meinung über unseren demokratischen Staat.

von
Marialena

Zitiert von: P. Haller

Zitiert von: Max W.

Hallo Marialena,

wenn ich noch 28 Jahre Zeit hätte mir (neben der gesetzlichen Rente) eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, würde ich bei den heutigen Rahmenbedingungen nie und nimmer in eine klassische Renten- oder Lebensversicherung wählen.

Mein Plan wäre einen monatlichen ETF - Sparplan zu eröffnen; bei 200 € monatlich würde ich 2 unterschiedliche ETF's (Indexfonds) wählen zwecks ein wenig Risikostreuung. Bei Direktbanken ist sowas heutzutage kostengünstig möglich.

Ich bin überzeugt, dass man damit bei einem langen Zeitraum (mehr als 10 Jahre) sehr gute Renditen erzielen kann. Und man hat die volle Transparenz und Handlungsfreiheit, d.h. wenn man will kann man täglich den Depotstand checken (würde ich nicht empfehlen) und kann jederzeit mit den Einzahlungen unterbrechen oder bei Bedarf Geld abziehen.

Natürlich hat diese Art der Vorsorge auch Nachteile:
- es gibt keine Garantien !!!
- man muß auch deutliche Rückschläge an den Börsen aushalten können, d.h. auch mal Jahre mit negativer Entwicklung einplanen
- man sollte sich Zeit nehmen, um sich über diese Indexfonds und Direktbanken zu informieren (dazu gibt es jede Menge gute Informationen im Internet und auch seriöse Finanzmagazine).

Ich beschäftige mich schon sehr lange Zeit mit diesen Themen und kann sagen, dass es sich lohnt. Aber es ist immer wichtig zu wissen, ob man mit mit dieser Art Vorsorge "gut schlafen" kann. Ansonsten gibt es ja auch noch die betriebliche Entgeltumwandlung oder "Riester".

Hoffe, Ihnen ein paar weitere Anregungen gegeben zu haben.

Alles Gute
Max W.

Ich kann dem Max nur zustimmen.

Bei Riester oder gar betrieblicher Altersvorsorge besteht immer die Gefahr, daß der Staat durch Erhöhung von Steuern oder Sozialabgaben (Krankenversicherung, Pflegeversicherung) dir deine Rendite im Nachhinein bzw. rückwirkend kaputt macht bzw. dich kalt enteignet.

Das hat der Staat bei der betrieblichen Altersvorsorge auch schon mal gemacht, als die Kassen knapp waren. Man konnte sich dagegen nicht wehren, weil die Richter die Vorgehensweise ihres Brötchengebers (Staat) natürlich abgesegnet haben, obwohl es ein klarer Betrug (Rückwirkungsverbot von Gesetzen) und Verfassungsbruch war.

Also Vorsicht bei Altersvorsorgeprodukten, wo der Staat die Finger drinnen hat. Vermeintliche Zugaben bzw. Förderungen sind nur Lockmittel und werden im Nachhinein unversehens wieder über Gebühr zurückgenommen.

Danke für die Info! :)