Riester bei Tod

von
Riesterfragender

Ein Bekannter, dessen Frau verstorben ist und die einen Riestervertrag bei der Kirchl. ZVK ohne Hinterbliebenenrentenabsicherung hatte, fragt nach, wie es mit diesem Vertrag weitergeht.
Aus meiner Sicht würde sich eine Überführung in den Vertrag des Mannes anbieten, sofern ein Riestervertrag seinerseits besteht oder aber noch abgeschlossen werden wird. Oder gibt es bei "Betriebsriesterrente" andere Regeln? Eine Vererbung des Kapitals an den Ehemann scheidet m.W. bei Betriebsriesterrente aus. Oder?

von
Herz1952

Da die Riesterrente im Prinzip eine private Rentenversicherung ist, wird es wahrscheinlich auf den Vertragstext ankommen.

Ihr Bekannter müsste sich mal die Bestimmungen seines Vertrages genau durchlesen. Es ist ja individuell verschieden.

Da es sich um eine Betriebsrente handelt, könnte auch der Arbeitgeber aufklären. Vielleicht kann er sich auch mit der Versicherungsgesellschaft direkt in Verbindung setzen und sich aufklären lassen.

von Experte/in Experten-Antwort

Man muss auf alle Fälle genau in die individuelle Vertragsunterlagen schauen.
Sofern es sich um eine riester-zertifizierten Vertrag handelt, endet die staatliche Förderung bei Tod.
Der Vertrag kann auf einen Altersvorsorgevertrag des Ehegatten übertragen werden.
Die Förderung kann somit beim Ehegatten erhalten bleiben.

Eine Übertragung auf die Kinder oder andere Erben ist nur möglich, wenn alle bis dahin erhaltenen Zulagen
(und der steuerlichen Vorteil durch den Sonderausgabenabzug) zurückgezahlt werden.